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Warten
auf das Wartehäuschen
Opposition
sieht Gemeinschaftsschule als Chance
"Unauffällige
Unfallsituation"
"Heizer"
sind nicht erwünscht
Eine
böse Überraschung in der Römerstraße
Spielplatzschließung
"das falsche Signal"
Für
Unterführung muss die Kostenaufteilung klar sein
Neue
Schwimmhalle in zwei Jahren fertig?
Gemeinsames
Schwimmbad für die SPD noch aktuell
Verkehrsberuhigung
in Rollesbroich
"Die
schwarze Spitze erscheint hilflos"
Höchstes
Lob für Wahlsieger Topp
Mehr
Geld für die Städteregion von den Kommunen Fuhrtstraße
soll vom Schwerverkehr entlastet werden Beton
und das triste Grau bald Vergangenheit
Beigeordneter
soll Bürgermeister Hermanns entlasten
Lammersdorfer
Sozialdemokraten sind zufrieden Auch
die Bürger in Silberscheidt sollen nicht vergessen werden
Mehr
Platz und weniger Verbrauch im Kindergarten
"Ohne
Visionen und ohne Mut"
Was
tun, wenn das Streusalz ausgeht
Pressemitteilung
"Bürgersprechstunde"
SPD-Spende
für zwei Eifeler Kindergärten
Der
Frust über das Defizit lähmt alle Aktivitäten
Eine
Angleichung der Gebühren wird nicht erreicht
Neuer
Vorstand beim SPD-Ortsverein Strauch-Simmerath
SPD
kostet Wahlerfolg genüsslich aus
Auch
die SPD stellt einen Bürgermeister "Keine
Angst vor Fürstenthronen"
"Schockiert"
über die Schäden am Rathaus
Eine
Hecke als Hürde für die Ortsumgehung
Lösungen
für Lammersdorf werden gesucht
Hochstimmung
in der Hochburg
SPD
hält Rückschau auf Kommunalwahl
Eine
Mehrheit auf dünnem Eis
Ära
der CDU-Vorherrschaft in der Eifel geht zu Ende Karl-Heinz
Hermanns ist neuer Bürgermeister. Doch CDU verliert.
"Kämpfen
um jeden Meter"
Rechtfertigt
"ominöse Umfrage" einen Kreisverkehr?
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Warten
auf das Wartehäuschen
Eicherscheid.
Die geplante Wartehalle an der Haltestelle am Gericht sei
noch immer nicht aufgestellt, beklagte Ratsherr Otto
Jungblut (SPD) im Simmerather Tiefbauausschuss. „Die
Kinder stehen dort im Regen.“ Warum die Wartehalle, die
im Frühjahr einem Sturm zum Opfer fiel, noch immer nicht
da sei, wollte er von der Verwaltung wissen. Auch machte
Jungblut die Verwaltung darauf aufmerksam, dass die
Bodenplatte, auf dem das bisherige Häuschen an der
Haltestelle „nicht abgesichert“ sei, da sei
„Handlungsbedarf“. Der Ratsvertreter wollte weiterhin
von der Verwaltung wissen, wann denn endlich auf den Straßen
in Eicherscheid in den 30-Zonen, dort wo „rechts vor
links“ gelte, aufgetragen würden. Mit dieser Anfrage,
so Otto Jungblut, greife er auch Fragen aus der Bevölkerung
auf. Bruno Laschet von der Verwaltung machte deutlich: Die
Markierungen auf den Straßen werden „frühestens im nächsten
Frühjahr“ aufgetragen. CDU-Sprecher Jens Wunderlich
mahnte, die „Haifischzähne auf den Straßen nicht überzubewerten“,
sie seien nur eine „optische Hilfe“, sie hätten im
Verkehrsrecht keinerlei Bedeutung“. (rpa)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Opposition
sieht Gemeinschaftsschule als Chance
Simmerath.
Den Vorwurf des Simmerather CDU-Fraktionsvorsitzenden
Bruno Löhrer, die Oppositionsparteien torpedierten eine
überkommunale Lösung bei der Frage zur Zukunft der
Schulen im Sekundarbereich I, wollen die drei
Fraktionsvorsitzenden der SPD, der UWG und der Grünen
nicht unkommentiert stehen lassen.
Gregor
Harzheim, Claus Brust und Günter Mießen stellten jetzt
klar, dass schon seit Jahren feststehe, dass die
Hauptschule wegen des demographischen Wandels und wegen
stetig sinkender Akzeptanz in der Bevölkerung «keine
Zukunft» mehr habe. Seit zwei Jahren komme sowohl in der
Hauptschule Monschau-Roetgen als auch in der GHS Simmerath
nur noch mit Mühe eine Eingangsklasse (weniger als 20 Schüler)
zustande.
SPD-Fraktionsvorsitzender Gregor Harzheim
Die
Simmerather Oppositionsparteien hätten ebenso wie die
Landes-CDU diese «dramatische Entwicklung» mit ihrem
Festhalten an der Hauptschule «beharrlich ignoriert».
Noch vor einem Jahr sei die Diskussion dazu im Simmerather
Schulausschuss immer wieder verschleppt worden, unter
anderem mit dem Hinweis auf die Landtagswahlen im Mai
2010.
SPD, UWG und Grüne in Simmerath vertreten die Meinung,
dass das Projekt «Gemeinschaftsschule» der neuen
Landesregierung «eine Perspektive und gemeinsame Chance für
die Schullandschaft im Sekundarbereich I in der Nordeifel
sein könnte». Daher habe am 26. September beantragt,
dies zu prüfen. Im Antrag stehe, dass eine Abstimmung mit
den Nachbarkommunen und eine rechtzeitige Einbeziehung von
Eltern und Lehrern unbedingt nötig sei, um eine
einvernehmliche Lösung zu erzielen.
Deshalb sei die anstehende Infoveranstaltung mit einer
Expertin von der Regierung und allen Beteiligten am 8.
November in Monschau zu begrüßen.
Ergänzend teilt UWG-Fraktionsvorsitzender Claus Brust
mit, dass die Gemeinschaftsschule ganz neue Möglichkeiten
biete für individuelle Förderung und ein durchlässiges,
flexibles System. Sie seien als Ganztagsschulen konzipiert
und es böten sich Möglichkeiten zu kreativen und
gesellschaftlichen Angeboten, zu Ruhe- und Studienzeiten,
in denen die Hausaufgaben in Anwesenheit eines Lehrers
erledigt werden könnten.
Die wichtigste Frage sei, wie eine Gemeinschaftsschule in
das bestehende dreigliedrige Schulsystem eingegliedert
werden solle, «ohne dass Nachteile für bestimmte Schülergruppen
entstehen oder der Begriff nur ein Etikettenschwindel ist».
Die Voraussetzungen an der Simmerather Hauptschule
bezeichnen SPD, Grüne und UWG als «denkbar günstig».
Das rundum erneuerte Gebäude der Hauptschule mit der räumlichen
Verbundenheit von neuer Mensa, Dreifachhalle, Sportplatz,
berufsbildendem Zentrum und in der Zukunft einem
Schwimmbad, böten «sehr gute Voraussetzungen für einen
attraktiven Schulstandort». Auch die Lage der Schule am
Ortsrand, umgeben von Wiesen, sei ideal.
Wenn CDU-Sprecher Bruno Löhrer behaupte, dass die Gespräche
der Verwaltungen Monschau, Simmerath und Roetgen «wesentlich
weiter sind» dann dokumentiere er nur, dass der Bürgermeister
mit der CDU/FDP «wieder etwas heimlich ausbrütet».
Claus Brust betont, dass es seitens der Opposition kein «Störfeuer»
gebe, wie Bruno Löhrer es behauptet habe. Der
UWG-Sprecher: «Wenn er Militärausbildung hätte wie ich,
würde er wissen, wozu ein Störfeuer dient.»
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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„Unauffällige
Unfallsituation“
Die Wünsche
der Bürger nach einer Verbesserung der Verkehrssituation
in Lammersdorf dürften sich nicht erfüllen.
Fahrbahnverengungen möglich.
Lammersdorf.
„Ich hätte mir bessere Ergebnisse für Lammersdorf gewünscht“,
kommentierte Marc Topp (SPD) im Simmerather
Verkehrsausschuss jetzt das Ergebnis einer Zusammenkunft
der Verkehrskommission. Zur Debatte standen dabei eine
Vielzahl von Maßnahmen zur Verbesserung der
Verkehrssituation in Lammersdorf. Zusammengetragen worden
die Vorschläge bei einer Bürgerversammlung im April
2009; anschließend hatte die SPD-Fraktion beantragt, über
die Anregungen zu beraten.

Marc Topp,
Sprecher der SPD im TVDA
Keine
unfallträchtigen Stellen
Die Fazit in der Verkehrskommission fiel aus Lammersdorfer
Sicht enttäuschend aus. So erkannte die Polizei mangels
unfallträchtiger Stellen „keinen Handlungsbedarf, und
auch das Straßenverkehrsamt der Städteregion Aachen
stellte eine „unauffällige Unfallsituation“ fest,
wenngleich die Bereitschaft der Bürger, sich mit der
Verkehrssituation in Lammersdorf zu beschäftigen, begrüßt
wurde.
Für möglich erklärt wurde allerdings die Überwachung
durch mobile Geschwindigkeitsmessungen. Sollten diese
nicht zum Erfolg führen, ließe sich über
Fahrbahnverengungen, Fahrbahnversätze oder alternierende
Parkstände reden, die allerdings nicht die Leistungsfähigkeit
einer klassifizierten Straße beeinträchtigen dürften,
so die Verkehrsexperten.
Eine weitere stationäre Messstelle in der Bergstraße ist
nach Einschätzung des Straßenverkehrsamtes nicht
realisierbar, weil die aktuelle Rechtsprechung solche Maßnahmen
nur noch an Unfallhäufungsstellen oder vor Kindergärten
oder Schulen zulässt.
Für die Einrichtungen von weiteren Querungshilfen, was
auch von Bürgern angeregt wurde, müsse der Bedarf
nachgewiesen werden.
Marc Topp regte an, mobile Tempomessungen auf der
Bergstraße (in Höhe auf der Ley) vorzunehmen, wie auch
auf der Jägerhausstraße. Für eine gute Maßnahme halte
er es auch, auf die Hoscheiter Straße leichte erhöhte
weiße Querbalken aufzutragen – als Erinnerung für die
Autofahrer, vom Gas zu gehen.
Lammersdorfs Ortsvorsteher Robert Johnen regte an, am
Ortseingang Bergstraße eine LED-Leuchte mit dem Hinweis
auf 50 km/h zu errichten. Nachdem die Querungshilfe vor
der Firma Junker entfernt worden sei, sollte hier der
Hinweis „Vorsicht Fußgänger!“ angebracht werden, so
der Ortsvorsteher.
Der Verkehrsausschuss kam überein, dass die Lammersdorfer
Ratsvertreter weitere Detailfragen im Dialog klären
sollten. Dieses Ergebnis werde dann als Grundlage für die
Beschlussfassung im Simmerather Rat dienen. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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„Heizer“
sind nicht erwünscht
Was tun
gegen Motorradlärm in der Eifel? Resolution an
Verkehrsminister.
Nordeifel.
Motorradfahrer gehörten schon immer zur kurvenreichen
Eifel, doch ihre Zahl ist den zurückliegenden Jahren
sprunghaft angestiegen. „Das sind die Geister, die wir
riefen“, deutete Otto Jungblut die andere Seite der
Tourismuswerbung an. Der SPD-Ratsvertreter aus
Eicherscheid sprach sich in der Sitzung des Simmerather
Verkehrsausschusses dafür aus, mit „durchgreifenden Maßnahmen“,
wie verstärkten Kontrollen und dem Einsatz des
Polizeikrades dem Problem zu Herr zu werden.

Otto
Jungblut, Mitglied TVDA
Am Ende
wurde schließlich eine Resolution an das
Landesverkehrsministerium verabschiedet, mit dem Inhalt,
„gesetzliche Grundlagen zu schaffen, um wirksamer
technische Veränderungen an Zweirädern zu verfolgen“
und die Möglichkeiten zu verbessern, Geschwindigkeitsüberschreitungen
besser ahnden zu können, z. B. durch die Einführung von
Frontkennzeichen.
In diesem Sommer ging eine Vielzahl von Beschwerden bei
der Verwaltung ein, worin unverantwortliche
Geschwindigkeitsüberschreitungen und enorme Lärmbelästigungen
beklagt wurden. Als besonders störend werden die so
genannten „Heizer“ empfunden, die immer wieder an
Wochenenden insbesondere zwischen sieben und 10 Uhr ihr
Unwesen treiben, weil das dann noch vorherrschende geringe
Verkehrsaufkommen hohe Geschwindigkeiten zu ässt und auf
Rundkursen die Jagd nach Bestzeiten einsetzt.
Gesetze haben Grenzen
Erst am vergangenen Sonntag konnte sich Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns auf Einladung eines Bürgers in Hammer
selbst davon überzeugen, dass der Motorradlärm ein nicht
von der Hand zu weisendes Problem darstellt.
Vor dem Hintergrund der Beschwerden fand Anfang Juli ein
Erörterungsgespräch mit Bezirksregierung, Polizei
Aachen, Städteregion, Landesbetrieb Straßenbau und der
Gemeinde statt. Die gesetzlichen Möglichkeiten, so die
ernüchternde Erkenntnis, reichten nicht aus, um dem Lärmproblem
beizukommen. Repressive Maßnahmen seien kaum noch möglich.
Lärmmessungen, so der Einwand von Benjamin Steinborn
(FDP) seien mit relativ einfachen Mess-Methoden aber immer
noch möglich.
Weitere Straßensperrung erschienen der Runde auch nicht
als praktikabel, da man damit das Problem nur verlagere.
Die Sperrung der L 128 zwischen Woffelsbach und
Steckenborn an Wochenenden sei damals allein aufgrund der
erhöhten Unfallzahlen erfolgt.
Die Gesamt-Problematik und auch den Wunsch nach mehr
Kontrollen möchte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auch
zum Thema bei der nächsten Sicherheitskonferenz des
Polizeipräsidenten machen.
Unter dem Strich wurde festgehalten, dass Biker in der
Gemeinde Simmerath grundsätzlich gern gesehene Gäste
seien. Lediglich der geringe Anteil Rasern und Lärmproduzenten
sei nicht erwünscht. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Eine
böse Überraschung in der Römerstraße
Ausbau
eines 400 Meter langen Teilstücks in Einruhr mit
Kanalsanierung soll 800 000 Euro kosten. Schwarzdecke
extrem schadhaft. Finanzierung ist aber unrealistisch. Auf
Bürger würde ein hoher Kostenanteil zukommen.
Einruhr.
„Da sind wir böse überrascht worden“, stellte
Bauamtsleiter Bruno Laschet im Simmerather
Tiefbauausschuss fest, nachdem das Ausmaß der Kosten für
den Ausbau der Römerstraße in Einruhr auf dem Tisch lag.
Über 800 000 Euro soll der Ausbau kosten. Immerhin: Darin
enthalten ist auch die komplette Sanierung des über 40
Jahren alten Kanals. Nicht enthalten sind allerdings die
Ingenieurleistungen und weitere Nebenkosten, die Summe würde
also noch steigen.
Große Schwierigkeiten, eine solche Maßnahme zu
akzeptieren, hatten auch die Ausschussmitglieder. Marc
Topp (SPD) zeigte sich „ziemlich verwundert“, und
erinnerte daran, dass 50 Prozent der Kosten für den Straßenausbau
von den Anwohnern zu tragen seien - und das bei nur etwa
35 betroffenen Grundstücken.

Marc Topp,
Sprecher der SPD im TVDA
Helfen
Dorferneuerungsmittel?
„Die Maßnahme ist zwar wünschenswert, aber unter
finanziellen Gesichtspunkten sehen wir schwarz“, schätzte
auch CDU-Sprecher Bruno Löhrer die Situation ein.
Der hohe Kostenanteil der Bürger sei äußerst
problematisch. Da für das Jahr 2011 kaum eine Umsetzung
zu erwarten sei (das letzte Wort hat der Gemeinderat) soll
sich die Gemeinde Simmerath bemühen, über
Dorferneuerungsmittel die Maßnahme umzusetzen.
Zuvor hatte das beauftragte Ingenieurbüro detailliert das
Vorhaben erläutert. Demnach ist die Schwarzdecke extrem
schadhaft,, es gibt Risse und Absenkungen und der
Untergrund ist nicht mehr tragfähig. Im Ergebnis ist die
Verkehrssicherheit damit nicht mehr gegeben.
Kaum besser fiel auch das Ergebnis der Kanalbefahrung per
Kamera aus. Die 1967 verlegte Trennkanalisation ist an so
vielen Stellen so schadhaft, dass eine Erneuerung für 400
000 Euro noch um 50 000 Euro günstiger als eine Sanierung
wäre. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Spielplatz-Schließung
„das falsche Signal“
Die
Simmerather SPD-Fraktion beantragt, den seit einem Jahr
wegen Vandalismus geschlossenen Spielplatz an der
Fuggerstraße wieder zu öffnen. Grundsätzliche Debatte
über Spielplätze erforderlich.
Simmerath.
„Wegen Vandalismus gesperrt!“ An dieses Schild in der
Fuggerstraße in Simmerath hat man sich fast schon gewöhnt.
Das Schild ist an einem wenig attraktiven Bauzaun
befestigt, der den Zugang zum am Ende der Straße
liegenden Spielplatz versperrt. Seit einem Jahr ist das
jetzt schon so, die Spielgeräte geben ein trauriges Bild
ab, das Grundstück auch.
Nun hat die Simmerather SPD-Fraktion beantragt, den
Spielplatz wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu
machen. Es sei das falsche Signal, wenn man vor immer
wieder auftretendem Vandalismus kapituliere und die Kinder
einer Spielmöglichkeit beraubt würden. Abgesehen davon,
dass der jetzige Zustand des Grundstückes „kein
Schmuckstück für Simmerath“ darstelle, heißt es in
dem Antrag weiter. Gerade im Ortskern ist aus Sicht der
SPD der Bedarf für einen Spielplatz unstrittig. Hier
sollte man ein Zeichen für Familienfreundlichkeit setzen.
Nachdem der Spielplatz besonders in den Sommermonaten
immer häufiger als abendlicher Treffpunkt missbraucht
wurde und morgens die Mütter mit ihren Kinder leere
Bierflaschen und andere Hinterlassenschaften im Sand
vorfanden, schloss die Gemeinde kurzerhand das Gelände.
Verwaltung: Nicht notwendig
Der Antrag der SPD stand jetzt im Simmerather
Tiefbauausschuss zur Beratung an und löste eine grundsätzliche
Debatte über die Situation der gemeindlichen Spielplätze
aus. Schon im Frühjahr hatte der Simmerather
Ortsvorsteher Stefan Haas um Prüfung gebeten, ob eine
Verlagerung der Spielgeräte an eine andere Stelle im
Gemeindegebiet möglich wäre. Ein unbedingte
Notwendigkeit zur Beibehaltung des Spielplatzes Fuggerstraße
mitten im Simmerather Geschäftszentrum wird aus Sicht der
Verwaltung nicht gesehen.
Der Spielplatz wurde im Sommer 2003 komplett erneuert. Für
neuen Sand und neue Spielgeräte wurden 12 500 Euro
investiert.
Marc Topp (SPD) regte an, den Spielplatz kurzfristig
wieder herzurichten. Gleichzeitig solle die Verwaltung
stichprobenartig Kontrollen vornehmen, damit es nicht
erneut zu Missbrauch komme.
Auch Bruno Löhrer (CDU) vertrat die Ansicht, dass man den
Spielplatz nicht sofort aufgeben solle, allerdings sei es
erforderlich, sich einmal grundsätzlich mit den Spielplätzen
in der Gemeinde zu beschäftigen. Daher wurde auch der
SPD-Antrag zunächst zurückgestellt, bis der Ausschuss
sich in einer der nächsten Sitzungen einmal generell mit
der Spielplatz-Thematik beschäftigt hat, um dann
festzulegen, welche Spielplätze in Zukunft überhaupt
noch offen gehalten werden. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Für
Unterführung muss die Kostenaufteilung klar sein
Mehr
Sicherheit für Fußgänger an der Rurbrücke in Einruhr:
Machbarkeitsstudie des Wasserverbandes Eifel-Rur liegt
vor.
Einruhr.
Ein interessantes Projekt an der Rurbrücke in Einruhr
soll Gestalt annehmen: Die viel befahrene B 266 am
Ortsrand des Landes-Silberdorfes soll eine Unterquerung für
Fußgänger erhalten. Die Pläne dafür sind bereits
recht weit vorangeschritten, was bei der Diskussion im
Simmerather Tiefbauausschuss zwar für Erstaunen bei der
SPD sorgte, ansonsten aber durchaus als reizvolle Lösung
gesehen wurde, hier mehr Sicherheit für Fußgänger zu
schaffen. Sowohl der Premium-Wanderweg Eifelsteig wie
auch der Wildnis-Trail verlaufen hier, mit vielen
Wanderern, und gerade an Wochenenden stellt man fest, dass
immer mehr Fußgänger die viel befahrene B 266 überqueren.
Einigkeit herrschte im Ausschuss aber darüber, dass die
Kostenverteilung für die Unterführung geklärt sein müsse
und sich die Gemeinde nicht in ein finanzielles Abenteuer
stürzt.
Als „grundsätzlich sinnvoll“ bezeichnet auch
CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer die Maßnahme, wobei
klar sein sollte, dass die Unterführung an der Einruhrer
Seite, wie auch vom Einruhrer Ortsvorsteher gewünscht,
verlaufen sollte. Dem Gemeinderat solle empfohlen werden,
im Haushaltsplan 2011 Planungsmittel einzustellen. Außerdem
will die Verwaltung bis zur Ratssitzung versuchen, eine
klare Aussage zu den Kosten zu erhalten und wie diese
aufgeteilt werden. Diese Beschluss fasste dann auch bei
den Gegenstimmen von SPD und UWG der Ausschuss.
Der Landesbetrieb Straßenbau hat in Vorgesprächen zu
erkennen gegeben, dass er sich an den Kosten beteiligen würde,
auf keinen Fall aber diese ganz übernimmt. Nach einer
ersten groben Kostenermittlung würde die Unterführung
zwischen 100 000 und 150 000 Euro kosten, die Gemeinde
Simmerath wäre mit 70 000 bis 100 000 Euro in der
Pflicht.
Marc Topp (SPD) verwies darauf, dass die derzeitige
Haushaltslage der Gemeinde es nicht zulasse, solche
Projekte in Angriff zunehmen, selbst wenn der Sinn der Maßnahme
nicht von der Hand zu weisen sei. An anderer Stelle aber müsse
man auch die Wünsche von Bürgern zurückstellen, „und
daran werden wir gemessen.“

Marc Topp,
Sprecher der SPD im TVDA
Ortsvorsteher
Christoph Poschen erinnerte, daran die Idee einer Unterführung
von der Einruhrer Dorfwerkstatt ausgegangen sei. Daraufhin
hat der Wasserverband Eifel-Rur eine Machbarkeits-Studie
vorgelegt, worin er fünf Alternativen für eine Unterführung
aufzeigt.
Man sollte daher die „Chance ergreifen, eine solches
Projekt mit finanzieller Hilfe Dritter zu
verwirklichen,“ so der Ortsvorsteher. Um eine
Kostendarstellung zu erhalten, sei es allerdings
erforderlich, auch in die Planung einzusteigen.
Dass die Gemeinde Simmerath in letzter Zeit „etwas zu häufig
in die Fördertöpfe greife“, meinte Erika Frank (UWG).
Es gebe auch noch viele andere Gefahrenpunkte in der
Gemeinde, wo man aktiv werden könnte.
(P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Neue
Schwimmhalle in zwei Jahren fertig?
Auch Simmerath
nimmt Abstand von gemeinsamem Projekt mit Monschau.
SPD vermisst „ernsthafte Verhandlungen.“
Simmerath.
Jetzt hat auch Simmerath seinen Ratsbeschluss zum Bau
einer neuen Schwimmhalle: Nach über zweistündiger
kontroverser Debatte beschloss der Gemeinderat am
Dienstagabend mit Mehrheit den Bau einer eigenen Halle auf
einem Grundstück neben der Hauptschule. Die
Baukosten-Obergrenze wurde auf vier Millionen Euro
festgelegt. Durch Anwendung eines Vergabeverfahrens, das
Planungs- und Bauleistungen in eine Hand gibt, soll
erreicht werden, dass die neue Simmerather Schwimmhalle
bereits im Sommer 2012 zur Verfügung steht.
„Keine signifikanten Vorteile“
Die Verwaltung hatte sich viel Arbeit mit einer Gegenüberstellungen
der Kosten für ein eigenes wie auch gemeinsames Projekt
mit Monschau gemacht, war aber übereinstimmend mit der
Stadt Monschau zur der Auffassung gekommen, dass „keine
signifikanten Vorteile“ bei der Realisierung einer
gemeinsamen Halle erkennbar seien. Die Gegenüberstellung
zeige zudem, dass selbst unter günstigsten Bedingungen
eine gemeinsame Halle für Simmerath immer die teurere Lösung
darstelle. So stimmte der Rat mit 21 Ja-Stimmen (CDU, FDP,
Grüne) für den Bau einer eigenen Schwimmhalle, die
elf Vertreter von SPD und UWG stimmten dagegen.
SPD-Sprecher Gregor Harzheim trauerte der vergebenen
Chance interkommunaler Zusammenarbeit nach, konnte die
Vergleichszahlen der Verwaltung nicht alle nachvollziehen
und bezweifelte, „dass es wirklich ernsthafte
Verhandlungen“ mit Monschau gegeben habe.
Der Bürgermeister habe sein Konzept durchsetzen wollen,
doch seiner Meinung nach wäre eine gemeinsame Halle für
Simmerath die beste Lösung gewesen.

Trauert der
vergebenen Chance eines gemeinsamen Schwimmbades nach.
SPD-Fraktionsvorsitzender Gregor Harzheim
UWG-Fraktionssprecher
Claus Brust sah das Scheitern darin begründet, „dass
die beiden Bürgermeister und beiden großen Fraktionen
nicht zueinander finden.“ Die Zahlen der Verwaltung
stifteten zudem nur „neue Verwirrung“. Er halte eine
Sanierung der seit Mai 2010 geschlossenen Halle für die
„billigste Lösung“. Ein entsprechender Antrag,
verbunden mit dem Vorschlag, die Beschlussfassung zu
verschieben, wurde aber abgelehnt.
Karl-Heinz Hermanns konnte kein Kommunikationsproblem
erkennen, vielmehr hätten beide Bürgermeister erkannt,
„dass sich eine gemeinsame Halle nicht rechnet“. Dies
sei durch Zahlen belegt worden.
Von „durchdachten Vorstellungen“ der Verwaltung sprach
auch CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer. Der Gedanke,
dass beide Kommunen Vorteile von einer gemeinsamen
Schwimmhalle hätten, sei zwar reizvoll, aber ein solches
Projekt habe „keinen Zweck“. Beide Partner müssten
einverstanden sein, doch Tatsache sei, dass Monschau sich
durch Ratsbeschluss auf den Standort für das Vennbad
festgelegt habe.
Mit Interesse verfolgten auch einige Mitglieder der
Interessengemeinschaft Schwimmbad Nordeifel die Debatte,
die zuvor auch die Verwaltung mit Zahlenmaterial versorgt
hatte. Wichtig sei es jedoch, betonte der Bürgermeister,
alle Fakten in die Berechnung einzubeziehen. Grünen-Fraktionssprecher
Günter Mießen hielt die Zahlen der Verwaltung für so
aussagekräftig, „dass sich damit arbeiten lässt“.
Dass ein gemeinsames Schwimmbad nicht realisiert werde,
sei bereits frühzeitig erkennbar gewesen, da Monschau am
Vennbad festhalten wolle.
Auf die Beschlusslage in Monschau verwies auch
FDP-Fraktionssprecher Hermann-Josef Bongard. Durch den Bau
eines eigenen Bades, das zudem attraktiver sei, werde
Simmerath nicht schlechter gestellt. Abschließend hielt
Stephan Weber (UWG) fest, dass beide Kommunen es versäumt
hätten, sich frühzeitig um eine gemeinsame Halle zu kümmern.
„Jetzt ist es zu spät.“ (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Gemeinsames
Schwimmbad für die SPD noch aktuell
Simmerather
und Monschauer Sozialdemokraten bleiben bei ihrer
Forderung nach einer gemeinsamen Lösung beider Kommunen
Simmerath.
Die SPD Simmerath hält – gemeinsam mit ihren
SPD-Kollegen in Monschau – mit Nachdruck an ihrer
Forderung für ein gemeinsames Schwimmbad für Simmerath
und Monschau an einem für beide Gemeinden zentralen Ort
fest. Die SPD begrüßt und unterstützt zudem die Arbeit
der Interessengemeinschaft für ein gemeinsames
Schwimmbad. Dies betont jetzt der Simmerather
SPD-Fraktionsvorsitzende Gregor Harzheim in einer
Presseerklärung.

Gregor
Harzheim, Fraktionsvorsitzender
An die
Finanzen denken
Gemeinsam würden beide Kommunen in die Lage versetzt, mit
gleichem oder gar geringerem finanziellen Aufwand ein größeres
und attraktiveres Schwimmbad zu errichten, das sowohl die
Belange des Schul- und Vereinsschwimmens befriedigt als
auch für Bürger und Touristen ein attraktives Angebot
darstellt. Das wichtigste Argument stellt allerdings aus
Sicht der Simmerather SPD für die Gemeinde die dauerhaft
geringeren Unterhaltungskosten dar, die sich Monschau und
Simmerath teilen könnten. „Angesichts der absolut
leeren Kassen in Simmerath ein Argument, an dem die
Gemeinde“, so Fraktionsvorsitzender Gregor Harzheim,
„nicht vorbei kann“. Als Standort eines gemeinsamen
attraktiven Hallenbades kommt aus Sicht der SPD das Gebiet
der Ortschaften Simmerath, Imgenbroich und Konzen in
Betracht. Enttäuscht ist Harzheim vom Verhalten der
Simmerather CDU und ihres Bürgermeisters, „die
offensichtlich ein gemeinsames Schwimmbad nicht wollen und
nicht ernsthaft mit der Stadt Monschau verhandeln“.
Stichhaltige Argumente aus Simmerather Sicht gegen ein
gemeinsames Schwimmbad seien bisher nicht bekannt.
Seitens des Simmerather Bürgermeisters werde auf die
Kapita–lisierungszahlung des ehemaligen Kreises Aachen
an die Gemeinde Simmerath verwiesen. Aus Sicht der SPD
Simmerath ist die Kapitalisierungszahlung an den Betrieb
eines Schwimmbades gebunden und nicht an den Betrieb eines
Schwimmbades nur unter Simmerather Trägerschaft. Dem
Kreis sei es um die Sicherstellung eines
Hallenbadangebotes für die Bevölkerung gegangen,
„nicht um die Festschreibung von Kirchturmspolitik“.
Weiterhin werde von Simmerather Seite auf die
Verpflichtung zur Abnahme eines Fernwärmekontingentes
verwiesen. Auch dieses Argument, so Harzheim, sei nur
vorgeschoben, denn bei Neuerrichtung der Schwimmhalle an
anderer Stelle könnten die frei werdende künftige
Wohnbauflächen mit Fernwärme erschlossen werden.
„Wirklich stichhaltige Argumente“, so Harzheim, „die
gegen den Bau eines gemeinsamen Schwimmbades aus
Simmerather Sicht sprechen, sind bis jetzt nicht bekannt.
Die SPD fordert CDU und Bürgermeister auf, sich künftig
ernsthaft für eine gemeinsame Schwimmhalle einzusetzen
und keine „Pseudo-Gespräche“ zu führen. Harzheim:
„Dafür haben wir keine Zeit, es ist vielmehr Eile
geboten, damit der jetzige unbefriedigende Zustand nicht
unnötig verlängert wird.“
Denn klar sei, so Harzheim, „wir brauchen trotz leerer
Kassen für Simmerather Schulen, Vereine, Bürger und
Touristen auf jeden Fall ein attraktives Hallenbad – und
das möglichst bald“.
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Verkehrsberuhigung
in Rollesbroich
Verengungen
auf der Dürener Straße zunächst provisorisch. Von 7836
gemessenen Fahrzeugen 51,2 Prozent schneller als 60 km/h.
Rollesbroich.
Die Dürener Straße (K 32) in Rollesbroich wird
verkehrsberuhigt. Zwei versetzt angeordnete Verengungen zu
beiden Seiten der Fahrbahn sollen für diese Beruhigung
sorgen.
Die Verengungen werden zunächst mit gelber Folie
provisorisch markiert und mit rot-weißen Warnschildern
kenntlich gemacht.
Obwohl die Verwaltung ursprünglich die Notwendigkeit
nicht sah, peilte die Verkehrskommission am 22. April vor
Ort mit zwei geparkten Pkw die Lage. Wegen des
offensichtlichen Effektes entschloss man sich zu dieser
Form der Verkehrsberuhigung und folgte damit einem Antrag
der SPD-Ratsfraktion.

Freut sich,
dass dem Antrag der SPD nun doch gefolgt wird:
Marc Topp, Ortsvorsteher Rollesbroich
In den
kommenden Monaten soll eine neuerliche
Geschwindigkeitsmessung Erkenntnisse liefern, ob die
beabsichtigte Geschwindigkeitsreduzierung auch nachhaltig
eingetreten ist.
Weitere Messungen
Gemessen worden war bereits vom 19. bis 26. Januar in Höhe
der Einmündung „Am Bachhof“ mit einer so genannten
Viacount-Anlage. Dabei handelt es sich um eine
unscheinbare und kaum wahrzunehmende Messeinrichtung, die
zur statistischen Erfassung eingesetzt wird.
Diese Statistik besagt: Von den 7836 gemessenen Fahrzeugen
fuhren 51,2 Prozent schneller als 60 km/h. Von diesen 51,2
Prozent fuhren wiederum 19,3 Prozent schneller als 75
km/h. Gemessen wurden ausschließlich Fahrzeuge, die in
den Ort hineinfuhren.
Der Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss winkte das
Vorhaben einmütig durch und wird über die neuen
Messergebnisse informiert. Die Verwaltung erhielt den
Auftrag, besonders den Schwerlastverkehr in diesem Bereich
im Auge zu behalten. (ess)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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oben
„Die
schwarze Spitze erscheint hilflos“
SPD
Simmerath: „Es ist nicht unsere Aufgabe, der
CDU-Mehrheit zu helfen“. Arbeitsgruppe
Simmerath-Monschau einrichten.
Simmerath.
Kommunalpolitisch gut in der Spur sieht sich die SPD
Simmerath. Gut ein halbes Jahr nach der Kommunalwahl haben
sich die Simmerather Sozialdemokraten mit ihrer Rolle als
führende Oppositionspartei im Gemeinderat angefreundet.

v.l.n.r.:
Marc Topp, Stefan Kämmerling, Manfred Sawallich und
Gregor Harzheim
Dies
wurde auch deutlich bei der Mitgliederversammlung des
Gemeindeverbandes am Montagabend im Hotel zur Post in
Simmerath, wo sich Fraktionssprecher Gregor Harzheim „amüsiert“
über jüngste Äußerungen des Simmerather
CDU-Gemeindeverbandesvorsitzenden Bernd Goffart zeigte,
der die SPD nach der Wahl-Niederlage ihres Bürgermeister-Kandidaten
als „angeschlagen und unkreativ“ bezeichnet hatte.
Harzheim konnte sich nicht erklären, „welche Ergebnisse
da gemeint sind.“ Es sei auch nicht populistisch, wenn
die SPD den Haushalt abgelehnt habe. Die SPD bleibe bei
ihrer Auffassung, dass der Etat 2010 „keine
Perspektive“ biete. Im Übrigen sei es nicht Aufgabe der
Opposition, „der CDU-Mehrheit zu helfen.“ Die
Simmerather Sozialdemokraten sähen ihre Aufgabe vielmehr
darin, Alternativen aufzuzeigen.
Gar als „lernresistent“ bezeichnet der
stellvertretende SPD-Gemeindeverbandsvorsitzende Marc Topp
die CDU im Gemeinderat, obwohl es bei der Kommunalwahl in
einigen Orte „Totalabstürze“ gegeben habe. „Die
schwarze Spitze erscheint hilflos“, erklärte sich Topp
die Angriffe der CDU.
Zuvor hatte Gemeindeverbandsvorsitzender Manfred Sawallich
noch einmal eine positive Analyse des
Kommunalwahlergebnisses 2009 vorgenommen. Er erinnerte an
das „herausragende Einzelergebnis“ von Ortsvorsteher
Marc Topp in Rollesbroich und an das „traumhafte gute
Abschneiden“ vor Gregor Harzheim als Bürgermeister-Kandidat.
Der insgesamt „gute Stimmenzuwachs“ hätte dazu geführt,
dass die SPD im Gemeinderat ihre Fraktion von bisher sechs
auf jetzt acht Mitglieder habe erweitern können. Mit
diesem „bisher besten Ergebnis, das je auf Gemeindeebene
erzielt worden ist“, sei es gelungen, die absolute
Mehrheit der CDU zu brechen. Sawallich: „Darauf lässt
sich für die Zukunft aufbauen.“
In die FDP setze er die Hoffnung, dass diese als
Koalitionspartner der CDU „noch ein paar Zeichen
setzt“, auch wenn es „schöner“ gewesen wäre, wenn
man mit wechselnden Mehrheiten hätte arbeiten können.
In seinen weiteren Betrachtungen zur aktuellen
Kommunalpolitik forderte Gregor Harzheim eine Anpassung
des Gemeindefinanzierungsgesetzes, um den Kommunen eine
„auskömmliche Finanzausstattung“ zu gewähren. In
Simmerath freue man sich zwar über die Zuschüsse für
die Sanierung Hauptschule Simmerath, aber die damit
verbundenen Auflagen für das 7,2 Millionen Euro-Projekt
seien nicht immer sinnvoll. So werde an eine Schule,
„die ohnehin schon viel zu groß ist“, noch eine Mensa
angebaut, anstatt die vorhandenen Räume zu nutzen.
Harzheim: „So wirft man Geld zum Fenster hinaus. Das ist
absurd.“
Auch die Städteregion Aachen stehe in der Verantwortung für
die Kommunalfinanzen. Sie müsse versuchen, ihre
finanziellen Probleme aus eigener Kraft zu lösen anstatt
die Kommunen zusätzlich zu belasten.
Als wichtigen Punkt in der Zukunft, gerade im Hinblick auf
Einsparmöglichkeiten, bezeichnete Gregor Harzheim die
interkommunale Zusammenarbeit. Die SPD schlage die
Einrichtung einer Arbeitsgruppe vor, die prüfen möge,
was an Kooperation der drei Eifelkommunen „rechtlich möglich
und politisch gewollt ist.“ Dringend entwickelt werden müsse
ein „Nordeifeler Schulkonzept“, wozu es ja schon erste
Gespräche auf Verwaltungsebene gegeben habe. In einem
solchen Konzept müsse die Hauptschule Simmerath als
Bildungseinrichtung für die Sekundarstufe I ihren festen
Platz haben. Wenn allerdings die Landesregierung weiterhin
starr am dreigliedrigen Schulsystem festhalte, dann habe
die Hauptschule Simmerath keine Chance mehr, „selbst
wenn wir sie mit Marmor auslegen.“
In diesem Zusammenhang begrüßte der Simmerather
SPD-Fraktionssprecher den Vorschlag der Monschauer
Genossen, die Möglichkeiten einer gemeinsamen
Schwimmhalle zu prüfen, wobei es gelte, „die Reste der
Kirchturmspolitik zu überwinden.“ Ein Neubau an
zentraler Stelle würde nicht unbedingt teurer als die
Sanierung der beiden vorhandenen Hallen, wohl aber wären
auf lange Sicht die Unterhaltungs- und Betriebskosten
geringer.
Zu mehrheitlich beschlossenen Ausschreibung einer
Beigeordneten-Stelle in der Gemeinde Simmerath ging Gregor
Harzheim auf Distanz. Besser wäre eine personelle Verstärkung
der Verwaltung an anderer Stelle gewesen, „dort, wo die
konkrete Alltagsarbeit geleistet wird.“ (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Höchstes
Lob für Wahlsieger Topp
SPD-Ortsvereins
Strauch-Simmerath beleuchtet Ortspolitik und stimmt
sich auf die Landtagswahlen ein. Kämmerling:
„SPD-Beteiligung an der künftigen Landesregierung würde
politische Landschaft verändern“.
Kesternich.
In der Gaststätte Jousten fand am Donnerstag eine gut
besuchte Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins
Strauch-Simmerath statt. Die Genossinnen und Genossen
befassten sich mit der aktuellen Kommunalpolitik und natürlich
auch mit den bevorstehenden Landtagswahlen.
Aus dem Willy-Brandt-Haus in Berlin bekommt man nicht alle
Tage Post; über einen Brief des Parteivorsitzenden Sigmar
Gabriel herrschte in Kesternich große Freude. Siegfried
Peeters, der Vorsitzende des Ortsvereins, reichte ihn
rund. Hierin gratuliert Sigmar Gabriel dem Genossen Marc
Topp, der bei den Kommunalwahlen ein herausragendes
Ergebnis in Rollesbroich erzielte (73 Prozent) und
dessen „persönliche Überzeugungskraft“ hierzu
beigetragen habe.
Auch Siegfried Peeters, der im vergangenen Jahr das Amt
des Ortsvereins-Vorsitzenden von Marc Topp übernommen
hat, zeigte sich über diese Anerkennung vom ersten Mann
in der SPD hoch erfreut. „Ich werde mich anstrengen,
damit ich das Amt annähernd so gut und erfolgreich ausfüllen
kann wie du“, sagte er zu Marc Topp.

Siegfried
Peeters, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins
Strauch-Simmerath (links),
freut sich mit Marc Topp
über die Post aus Berlin. Foto:
Anneliese Lauscher
Stefan Kämmerling,
der Landtagskandidat aus Eschweiler, hat sich in den
letzten Wochen sehr interessiert gezeigt am Geschehen in
der Nordeifel, seine „Tatkraft-Tour“ wurde viel
beobachtet und brachte ihn in Berührung mit den Menschen
in der Region in ihrem Alltag. Er fokussierte einige
Vorhaben der SPD und machte deutlich, was sich ändern
werde, sollte die SPD nach den Landtagswahlen in NRW das
Sagen haben: Die Studiengebühren müssen weg, „Bildung
darf nicht vom Portemonnaie der Eltern abhängen“. Das
Schulsystem muss verändert werden, es muss möglich
werden, die Entscheidung über eine weiterführende Schule
im fünften, sechsten oder siebten Schuljahr zu fällen.
Und es soll einen Mindestlohn geben, von dem man „in Würde“
leben kann. Dass auch das Gemeindefinanzierungsgesetz auf
den Prüfstand gehöre, nahmen die Parteifreunde in
Kesternich zufrieden zur Kenntnis.
|

Landtagskandidat
Stefan Kämmerling
|
„Ein
Sieg der SPD am 9. Mai oder eine Beteiligung an
der Landesregierung würde die politische
Landschaft verändern; dann haben CDU und FDP im
Bundesrat keine Mehrheit mehr, und wir könnten
beispielsweise die unsoziale Kopfpauschale im
Gesundheitswesen kippen“, schwor Stefan Kämmerling
seine Genossen ein. |
Aus der
Arbeit der SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Simmerath hob
Gregor Harzheim einige Punkte hervor; seine Partei habe
den Haushalt abgelehnt, unter anderem weil sie die
Herrichtung eines Wirtschaftsweges in Strauch im
Augenblick nicht für dringlich hält und ihr die
Zuweisungen an die Rursee-Touristik zu hoch erscheinen.
Aber auch die Einrichtung einer Beigeordnetenstelle wurde
gegen den Willen der SPD beschlossen; die Genossen meinen,
eine Verstärkung des Personals im Sachbearbeiterbereich
sei sinnvoller.
Zum Simmerather Krankenhaus steht die SPD ausdrücklich,
das Komitee zur Rettung des Krankenhauses wird voll und
ganz unterstützt. Für die Übernahme durch die Städteregion
seien aber noch Detailfragen zu klären.
In einer „Politik-Werkstatt“ können nicht nur
SPD-Mitglieder angeregte Gespräche führen. Am 7. April
wird zum Hotel zur Post in Simmerath eingeladen, ab 19 Uhr
geht es um aktuelle Themen. (ale)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Mehr
Geld für die Städteregion von den Kommunen
Beschluss
im Simmerather Gemeinderat nur noch Makulatur. SPD und UWG
scheitern. Grüne: Nicht nur Forderungen stellen.
Simmerath.
Spätestens als Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns dem
Simmerather Gemeinderat mitten in der Debatte mitteilte,
dass der zeitgleich tagende Städteregionstag in Aachen
soeben mit Mehrheit den Haushalt und damit auch die Erhöhung
der Städteregionsumlage beschlossen habe, waren die
beiden Anträge von SPD und UWG Makulatur und die Debatte
über das Für und Wider dieser Umlage Zeitverschwendung.
CDU-Fraktionschef Bruno Löhrer brachte es auf den Punkt:
„Wir sollten so tun, als wüssten wir nichts von diesem
Beschluss, sonst brauchen wir nämlich gar nicht weiter zu
reden.“
In ihren fast gleich lautenden Anträgen hatten SPD und
UWG zuvor gefordert, die Erhöhung der Städtregionsumlage
abzulehnen. Mehr noch, die Gemeinde Simmerath solle mit
anderen Kommunen die Städteregion dazu bewegen, das
Defizit von rund 25 Millionen Euro aus der eigenen Rücklage
zu decken.
Die Argumente hüben wie drüben waren längst
ausgetauscht und was parlamentarisch zu einer großen
Stunde der Opposition werden sollte, versandete von einer
Sekunde auf die nächste im Nichts. Zu den Stimmen von CDU
und FDP gesellte sich noch Klaus Stockschlaeder von den Grünen,
der von SPD und UWG mehr Struktur in deren Politik
forderte: „Wir können und alle nicht einerseits freuen,
dass die Städteregion dass Krankenhaus übernimmt, aber
andererseits sagen, nicht mit unserem Geld!“ (ess)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Fuhrtstraße
soll vom Schwerverkehr entlastet werden
Biogasanlage
im Außenbereich Rollesbroichs auf anderem Weg
erschließen? Dem Bauherrn „eine Perspektive“
aufgezeigt.
Rollesbroich.
Wenig Akzeptanz in Teilen der Rollesbroicher Bevölkerung
hat in der Vergangenheit ein Schweinemastbetrieb mit
Biogasanlage im Außenbereich des Ortes gefunden. Dies
liegt vor allem daran, dass die Anwohner der Fuhrtstraße
die Leidtragenden der Schwerverkehrs sind, der zum Hof hin
und zurück pendelt.
Für den Betrieb der Biogasanlage und des
Schweinemastbetriebes waren das rund 800 Fahrten pro Jahr.
Die bescheidene Ausbaubreite der Fuhrtstraße mit ihren
Wegeseitegräben ist für ein solches Verkehrsaufkommen
allerdings nicht geeignet, insbesondere wenn sich
schwerere Fahrzeuge hier begegnen.
Die Baugenehmigung für den Schweinemastbetrieb ist
inzwischen erloschen, die Biogasanlage aber soll als
gewerblicher Betrieb im Außenbereich fortgeführt werden.
Im Simmerather Planungsausschuss wurde jetzt darüber
beraten, ob die Gemeinde ihr Einvernehmen erteilt. „Das
ist nicht so einfach“, meinte CDU-Fraktionssprecher
Bruno Löhrer, denn es gelte nach wie vor darauf zu
achten, dass die Anlieger nicht zu sehr belästigt würden.
Das Problem Fuhrtstraße bleibt nämlich weiterhin
bestehen, wenngleich die Zahl der täglichen Fahrten mit
schweren Güllefässern auf 300 pro Jahr absinken würde.
Wirtschaftswege ausbauen?
Die Verwaltung will nun ihre Zustimmung davon abhängig
machen, ob eine andere Erschließung zum Betrieb gefunden
wird und die Fuhrtstraße entlastet wird. Der Vorschlag
lautete daher, dass der Betreiber der Biogasanlage die
Fahrten zu seinem Betrieb über Wirtschaftswege am Ende
der Fuhrtstraße zur Dürener Straße hin sicherstellen
soll. Voraussetzung wäre ein Ausbau der vorhandenen
Wirtschaftswege, wobei die Gemeinde gegen Kostenerstattung
diesen Ausbau vornehmen könne. Bürgermeister Karl-Heinz
Hermanns: „So zeigen wir dem Betrieb eine Perspektive
auf, statt die Baugenehmigung zu versagen.“ Diesen
Vorschlag aber bezeichnete Manfred Sawallich (SPD) als
„falsches Signal“ an den Bauherrn, denn der Ausbau von
Wirtschaftswegen sei für den Antragsteller wohl kaum
realistisch. Was realistisch sei, betonte Klaus
Stockschlaeder (Grüne), liege in der Entscheidung des
Bauherrn.
Somit beschloss der Planungsausschuss bei vier
Enthaltungen, dass die Gemeinde mit diesem Vorschlag an
den Antragsteller herantreten will. Helmut Keischgens
(UWG) hatte zuvor noch das Problem des Umweltschutzes
angesprochen, schließlich befinde sich die mit Gülle
betriebene Biogasanlage im Einzugsbereich der
Kalltalsperre. Jürgen Förster von der Bauverwaltung erläuterte,
dass diese Frage Teil des Baugenehmigungsverfahrens sei.
(P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Beton
und das triste Grau bald Vergangenheit
Hauptschule
Simmerath wird für 7,2 Millionen Euro umgekrempelt.
Sanierungs- und Umbaupläne überzeugten die Politik.
Start noch in diesem Jahr.

Foto:
Aachener Nachrichten
Simmerath.
Rund 7,2 Millionen Euro stehen zur Verfügung, um die
Hauptschule Simmerath auf Vordermann zu bringen, die
derzeit eher dem Charme der grauen Plattenbauten im real
existierenden Sozialismus zu DDR-Zeiten versprüht.
Architekt Klaus Allnoch aus Köln formulierte das so:
„Da hatte damals jemand viel Beton zur Verfügung.“
Und auch die WC-Anlagen der Schule haben es dem Planer
angetan: „Wir haben schon vieles saniert, aber so was
hatten wir auch noch nicht.“
„Große Betonwüste“ weicht
Alles wird gut: Noch in diesem Jahr soll es mit der
Sanierung der Zweifach-Turnhalle und mit dem Neubau der
Mensa losgehen, im nächsten Jahr sind die sanitären
Anlagen, der Südflügel und Teile des Hauptgebäudes
dran, im Jahr 2012 der Rest des Hauptgebäudes und der
Nordflügel des heterogenen Komplexes. Nach aktueller
Zeitplanung ist noch vor Weihachten 2012 die Baustelle
geschlossen und damit ein Jahr Bauzeit eingespart. Die
Zeit bis dahin wird, nimmt man einmal die Turnhalle aus,
nur mit Beeinträchtigungen des Unterrichts vor sich gehen
können. Stau- und Lärmbelästigung ließen sich nicht völlig
vermeiden, baten Allnoch und seine Kollegen aus der
Planungscrew bereits jetzt um Verständnis. Nach der
energetischen und baulichen Sanierung wird von der „großen
Betonwüste“ nichts mehr zu sehen sein. Auch das triste
Grau ist dann verschwunden und freundliche, bunte Farben
bestimmten von außen die Optik der Schule. Die gesamte
Betonfassade wird entfernt und durch ein modernes
Vollkernmaterial ersetzt. Neben wartungsfreien Aludächern
gibt es überall Dreifach-verglasung und Dämmung, die
allen Anforderungen ans Energie- sparen gerecht wird.
„Alles muss raus“ heißt es in den Klassenräumen für
die abgehangenen Decken, um die Speicherfähigkeit der
Betondecken besser nutzen zu können. Neue Lüftungsgänge
und schallabsorbierende Deckensegel werden eingebaut.
Erdberührende Böden werden erneuert, weil, so Allnoch,
bestimmte Dämmwerte eingehalten werden müssen. Einige
Zahlen: Die Außenwände erhalten eine 32 Zentimeter dicke
Dämmung, das Dach eine 40 Zentimeter dicke, die
Kellerdecke eine 25 Zentimeter dicke und die Böden, die
das Erdreich berühren, werden mit einer vier Zentimeter
dicken Vakuumdämmung isoliert.
Essen wird geliefert
Das alles soll die Schule energetisch zu einem Passivhaus
machen. Weitere Bausteine dazu sind, so Bauphysiker Oliver
Schwinn, Solarthermie, Sonnenluftkollektoren, Fernwärme
und Photovoltaik. Thomas Ratmann schließlich, zuständig
für die technische Ausstattung, machte den Politikern
unter anderem Wärmetauscher, Wärmepumpen und ein neues
Beleuchtungssystem nach dem Stand der Technik schmackhaft.
Neu hinzu kommt eine Mensa mit mindestens 64 und höchstens
80 Plätzen, wo die Schüler im Zwei-Schicht-Betrieb verköstigt
werden können. Auf eine teure Profi-Küche verzichten die
Planer, denn das Essen wird angeliefert und der gesamte Spülkram
später wieder abgeholt. Neue Räume werden geschaffen, um
die Toiletten für Jungen und Mädchen trennen zu können.
Auch ist die Aufteilung so angelegt, dass nach dem Umbau
des Stuhllagers ein Fassungsvermögen von 200 Personen
entsteht. Daher, so Architekt Klaus Allnoch, biete es sich
an, die Mensa auch anderweitig zu nutzen, oder sie an Auswärtige
zu vermieten. Eine Grünzone mit Terrasse soll den Bereich
um die Mensa verschönern. Das Geld ist vorhanden, der
Vortrag der Planer war wohl überzeugend. Folglich fiel
das Votum der Politik einstimmig aus. (ess)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Beigeordneter
soll Bürgermeister Hermanns entlasten
Simmerath.
Allein auf weiter Flur hat sich die SPD-Fraktion
wiedergefunden, als es um die Neubesetzung der
Beigeordnetenstelle ging, die seit der Wahl von Karl-Heinz
Hermanns zum Bürgermeister vakant ist.

Gregor
Harzheim, Fraktionsvorsitzender
«Eine
Verwaltung dieser Größenordnung kann auch ohne
Beigeordneten geführt werden», machte SPD-Fraktionschef
Gregor Harzheim in der Ratssitzung am Donnerstagabend ein
Fass auf. Die SPD wolle die Stelle im Stellenplan
belassen, aber andere Schwerpunkte setzen, beispielsweise
den unübersehbaren zusätzlichen Personalbedarf für die
Bearbeitung der Wohngeldanträge befriedigen. Harzheim: «Wir
müssen über andere Organisationsstrukturen nachdenken.
Der Bürgermeister hat inzwischen eine persönliche
Assistentin. Auch deshalb stellt sich die Frage, ob dann
noch ein Beigeordneter zur Entlastung des Bürgermeisters
her muss.»
Terminflut nimmt zu
Hermanns sah sich zu einer Klarstellung genötigt. Ulrike
Lange-Wiemers sei nur zu etwa 20 Prozent seine persönliche
Referentin, so der Bürgermeister. Darüber hinaus betreue
sie den gesamten Tourismusbereich und kümmere sich um die
Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde. Er habe den Anspruch,
sich um die Bedürfnisse der Mitarbeiter der Verwaltung zu
kümmern und für die Belange der Bürger dazusein. Beides
sei aufgrund der Terminflut kaum noch möglich.
Überdies scheide sein allgemeiner Vertreter und Kämmerer
Edmund Kreutz im nächsten Frühjahr aus dem aktiven
Berufsleben aus. Die Neubesetzung der Beigeordnetenstelle
müsse auch vor diesem Hintergrund gesehen werden. Einen
Technischen Beigeordneten, wie eigentlich gewünscht, wird
es nicht geben können, weil nach der Gemeindeordnung ein
Beigeordneter, wenn er der einzige ist, zum gehobenen
allgemeinen Verwaltungsdienst befähigt sein muss.
Dennoch soll der neue Mann/die neue Frau auf die
technischen Bereiche einer Verwaltung spezialisiert sein,
während der Bürgermeister weiterhin der zuständige
Dezernent für die reinen Verwaltungsbereiche bleibt. Während
die schwarz-gelbe Kooperation sich vorbehaltlos hinter das
Anliegen des Bürgermeisters stellte, blieb die Kritik der
UWG verhalten.
«Wir können dem Beschlussvorschlag der Verwaltung
folgen, aber wir möchten geprüft wissen, ob durch den
neuen Beigeordneten und eine Umstrukturierung im
Personalbestand mehr Effizienz zu erreichen ist»,
forderte Ratsherr Stephan Weber. Klaus Stockschlaeder von
den Grünen gab dem Bürgermeister noch einen guten Rat
mit auf den Weg: «Ich hoffe, dass durch den neuen
Beigeordneten mehr Ruhe und Gelassenheit einzieht. Ich
habe nämlich das Gefühl, alle stehen bei 110 Grad unter
Volldampf. Herr Hermanns, Sie werden lernen müssen, Dinge
zu delegieren!» Der/die neue Beigeordnete soll nach Möglichkeit
schon am 1. Juli den Dienst antreten.
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Lammersdorfer
Sozialdemokraten sind zufrieden
SPD sieht
sich als zuverlässiger Partner der Bürger bestätigt.
Sanierungskonzept für die Hauptschule angemahnt.
Lammersdorf.
Keinen Hehl machte Vorsitzender Franz-Josef Hammelstein in
seinem Rechenschaftsbericht bei der Lammersdorfer SPD
daraus, dass man bei den drei Wahlen des vergangenen
Jahres nur mit dem Abschneiden bei der Kommunalwahl
zufrieden sein konnte. Wäre es ausschließlich nach dem
Willen der Wähler in Lammersdorf und Rollesbroich
gegangen, hieße der Bürgermeister Gregor Harzheim.

Als vor 25
Jahren Gorbatschow die Führung der KPDSU in der
Sowjetunion übernahm, traten Walter Schleyer und Edgar
Titz in die SPD ein. Nun wurden sie in Lammersdorf geehrt.
Unser Bild zeigt sie mit den Gratulanten (von links)
Fraktionssprecher Gregor Harzheim, Walter Schleyer,
Vorsitzender Franz-Josef Hammelstein, Edgar Titz und
Landtagskandidat Stefan Kämmerling. Foto: Dieter Münker
Dass man
aber zwei Vertreter mehr in den Rat entsenden konnte,
zeige, dass die SPD als zuverlässiger Partner geschätzt
werde. Eingesetzt habe man sich für eine Lösung der
Probleme mit dem Oberflächenwasser im Mittelvenn: „Wir
bleiben dran!“ Dringlich sei auch eine Lösung der
Verkehrsprobleme, die Ortseingänge müssten so gestaltet
werden, dass der Verkehr wirksam gebremst werde. Ein
Anfang sei die Verkehrszählung. Unbegreiflich sei, dass
der Talsperrenverband die Wege um die Kalltalsperre wieder
somit Split abgedeckt habe, dass Spaziergänger wie
Radfahrer abgeschreckt würden.
Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise seien in Simmerath
angekommen, sah Fraktionssprecher Gregor Harzheim
angesichts eines Haushaltsdefizits von mehr als fünf
Millionen Euro. Um so unverständlicher sei, dass die Städteregion
ihr Defizit auf die Kommunen abwälze, statt wie diese
versuche, ihren Fehlbedarf aus eigenen Kraft abzudecken.
Und wie in Roetgen werde auch im Simmerather Rat
beantragt, die Gemeinde solle sich gegen diese weitere Erhöhung
der Regionsumlage wehren. Für den Gemeindehaushalt
forderten die Oppositionsfraktionen, die Sanierung der
Kanalisation zu strecken und auch Zurückhaltung zu üben
bei der Wiederbesetzung der Beigeordnetenstelle. Dass die
Gemeinde nun noch einmal die doppelte Höhe der Einnahmen
aus der Fremdenverkehrsabgabe bei der Rurseetouristik
zuschießen müsse, davon sei zu Beginn keine Rede
gewesen.
Wenn auch bei den Gebäuden unstrittig hoher
Sanierungsbedarf bestehe, so müsse man doch vor der
Sanierung der Hauptschule ein Konzept vorlegen, wie hoch
der Raumbedarf für die Zukunft anzusetzen sei. Harzheim
bedauerte, dass es kein gemeinsames Konzept der
Eifelgemeinden gebe. Nach seiner Einschätzung führe der
Weg angesichts zurückgehender Schülerzahlen in Simmerath
zu einer Gemeinschaftsschule bis zum 6. oder auch 7.
Schuljahr, wenn nicht sogar zu einer Gesamtschule.
Als Gast berichtete Stefan Kämmerling, wo er die
Schwerpunkte seiner politischen Arbeit bei einer Wahl in
den Landtag sieht: Bildung müsse als Investition in die
Zukunft kostenfrei bleiben, vom Kindergarten bis zum
Studium. Über den Einfluss im Bundesrat müsse sich das
Land für einen flächendeckenden Mindestlohn einsetzen,
„von dem der Mensch in Würde leben kann“. Er werde
sich dafür einsetzen, dass Land und Gemeinden Aufträge
nur an solche Firmen vergeben, die Tariflöhne zahlen. Zur
Förderung alternativer Energien werde eine neue
Landesregierung ein eine-Million-Dächer-Programm
auflegen. Das Land sei auch gefragt, wenn es um den
Fortbestand des Simmerather Krankenhauses gehe. Abschließend
nahm er auch zum Verhältnis zur Linkspartei Stellung:
„Die SPD sucht die Auseinandersetzung, nicht die
Zusammenarbeit!“ (Mü)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Auch
die Bürger in Silberscheidt sollen nicht vergessen werden
Verkehrskommission
soll nach Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung suchen.
Antrag der SPD führt zu längerer Diskussion.
Rollesbroich.
Die Anwohner der Siedlungshäuser in Silberscheidt haben
beim Rollesbroicher Ortsvorsteher Marc Topp Klage darüber
geführt, dass der Autoverkehr mit teilweise stark erhöhtem
Tempo über die Landstraße rollt. Die Grundstückszufahrten
liegen zudem in einer unübersichtlichen Kurve, was eine
zusätzliche Gefahr, besonders für die Kinder darstellt.

Marc Topp,
Sprecher der SPD-Fraktion
im Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss
In der jüngsten
Sitzung des Tiefbauausschusses stellte Marc Topp nun für
die SPD-Fraktion einen Antrag zur Diskussion, durch
verkehrsberuhigenden Maßnahme, z. B. Fahrbahnverengungen
und Tempomessungen, die Situation zu entschärfen. Außerdem
sollte im Bereich der Häuser eine Straßenlaterne
installiert werden. Nach längerer Diskussion und einer
Sitzungsunterbrechung wurde die Kompetenz, welche Maßnahmen
möglich sind, einstimmig an die Verkehrskommission
weitergegeben, nachdem sich die CDU-Fraktion strikt gegen
Fahrbahnverengungen ausgesprochen hatte. Gleichzeitig soll
die Verwaltung darauf drängen, dass umgehend
Geschwindigkeitskontrollen angeordnet werden sollen.
Dass eine zusätzliche Straßenlaterne errichtet wird,
erscheint hingegen unrealistisch. In der Sitzung wurde auf
mehrere ähnlich gelagerte Beispiele verwiesen, wo der
Landesbetrieb Straßenbau derartige Lichtquellen auf
freier Strecke unter Hinweis auf die damit verbundenen
Irritationen der Verkehrsteilnehmer strikt abgelehnt habe.
(P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Mehr
Platz und weniger Verbrauch im Kindergarten
Simmerather
Hochbauausschuss stimmt dem Ausbau und der energetischen
Sanierung der Betreuungseinrichtung in Woffelsbach zu
Woffelsbach.
Der Kindergarten in Woffelsbach wird energetisch saniert
(Fassaden, Fenster und Flachdach), außerdem wird ein
neuer Ruheraum für die Betreuung für Kinder unter drei
Jahre angebaut. Der Hochbauausschuss der Gemeinde
Simmerath hat nun die Verwaltung beauftragt, bei der Städteregion
Aachen die Baugenehmigung zu beantragen.
Bereits im Mai des vergangenen Jahres hatte der
Bauausschuss entschieden, aus Mitteln des
Konjunkturprogramms II einen Betrag von 105 000 Euro zur
Verfügung zu stellen, um den Kindergarten zu sanieren und
zu erweitern.
Der Landschaftsverband Rheinland hat die Anforderungen an
das Raumprogramm für Kindertageseinrichtungen geändert.
So ist es notwendig, für die Betreuung der U3-Kinder
(unter Dreijährige) einen Ruheraum einzurichten. Für
diese Maßnahme erhält die Gemeinde (voraussichtlich)
eine weitere Landesförderung von 108 000 Euro, so dass für
die Sanierung und den Anbau ein Gesamtbetrag von 213 000
Euro zur Verfügung steht.
Monika Liedtke von der Verwaltung erläuterte im Ausschuss
die Pläne, die ein Architekturbüro aus Roetgen
ausgearbeitet hat. Danach wird der Kindergarten um einen
Ruheraum erweitert, vergrößert wird auch das Büro der
Leiterin des Kindergarten; zum Raumangebot gehören ein
Gruppenraum, eine Teeküche, ein großer Flur und ein
Bereich Dusch/Wickeln. Vorgesehen ist auch eine neue Außentür,
die den Zugang zum Garten ermöglicht.

Siegfried
Lauscher, Sprecher der SPD-Fraktion
im Struktur- und Hochbauausschuss
Der Anbau
macht die Änderung des Bebauungsplanes erforderlich. Der
Ausschuss stimmte dem Vorhaben zu, allerdings unter dem
Vorbehalt, dass die Landesmittel in Höhe von 108 000 Euro
für die U3-Plätze auch tatsächlich bewilligt werden.
Derzeit sind, so Siegfried Lauscher (SPD), die Raumverhältnisse
im Kindergarten recht beengt, was sich nach dem Anbau aber
ändern werde. Positiv sei, so Siegfried Lauscher und auch
CDU-Sprecher Christoph Poschen, dass in Woffelsbach der
Kindergarten saniert und erweitert werden könne, ohne
dass die Gemeinde selber dafür Geld aufbringen müsse.
(dm)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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„Ohne
Visionen und ohne Mut“
SPD-Fraktion
zum Haushalt: „Die Gemeinde verzehrt ihr Vermögen“
Simmerath.
Keine Zustimmung gab es von Seiten der SPD-Fraktion für
den Haushaltsplan 2010 der Gemeinde Simmerath.
SPD-Fraktionsvorsitzender Gregor Harzheim zeigte sich enttäuscht
über einen „handwerklich zwar solide“ erstellten
Etat, der aber politisch enttäuschend sei, weil er
„ohne Perspektive, ohne Visionen und ohne Mut“
aufgestellt worden sei. Man vermisse Ideen, dem Defizit zu
begegnen. Stattdessen werde die Ausgleichsrücklage der
Gemeinde komplett aufgebraucht. Harzheim: „Die Gemeinde
verzehrt ihr Vermögen.“

Gregor
Harzheim, Fraktionsvorsitzender
Unbequeme
Maßnahmen zur Verringerung des Defizits habe die
Mehrheitsfraktion vermieden, und ein Umdenken sei nicht zu
erkennen.
Auch Gregor Harzheim sah, dass die Finanzausstattung der
Kommunen durch Bund und Land in der Tat unzulänglich sei,
von Solidarität oder Lastenausgleich könne keine Rede
mehr sein. Scharfe Kritik übte Harzheim daran, dass die
Städteregion der Gemeinde „schamlos in die Tasche“
greife. Dass nur die Hälfte des Städteregions-Defizits
auf die Kommunen abgewälzt werde, bezeichnete er als
„eigentümliche Form von Partnerschaft“.
Uneingeschränkt sprach sich SPD für die Sanierung des
Hauptschulgebäudes aus, um deren Fortbestand als einzige
Schule der Gemeinde Simmerath im Sekundarbereich zu
unterstützen. Dies sei der SPD so wichtig, dass sie es in
Kauf nehme, dass noch kein klares inhaltliches Konzept für
die Zukunft der Schule existiere. Unverständlich sei
allerdings, dass bei einer gerade einmal einzügigen
Schule nun auch noch für 200 000 Euro eine Mensa angebaut
werde müsse. Hier müssten alle Alternativen geprüft
werden.
Die Erhöhung der Zuweisungen an die Rursee-Touristik habe
sich die Mehrheitsfraktion „zu einfach“ gemacht. Auch
dieser Bereich könne nicht gänzlich von Einsparbemühungen
ausgeschlossen werden.
Nicht mittragen könne die SPD schließlich auch den
Ansatz für den Ausbau eines Wirtschaftweges in Strauch,
„damit illegaler Autoverkehr hier besser fließen
kann“.
Auch wenn man seitens der Kommunalpolitik nur über
begrenzte Möglichkeiten verfüge, die Finanzlage zu
verbessern, sei es ein „großes Versäumnis“ der
Politik der Mehrheitsfraktion aus den vergangenen Jahren,
vermeidbare Belastungen von der Gemeinde fernzuhalten,
weshalb man auch den Haushalt 2010 nicht mittragen könne.
(P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Was
tun, wenn das Streusalz ausgeht?
Gregor
Harzheim sieht aufgrund der Liefer-Engpässe Bedarf an
Aufklärung
Simmerath.
Der Winter ist hart und Salz knapp: Noch nicht auf Null,
aber als auf „ein Minimum reduziert“ bezeichnete
Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns den noch
vorhandenen Bestand an Streusalz im Silo der Gemeinde
Simmerath.

Gregor
Harzheim, Fraktionsvorsitzender
Anlass der Auskunft war eine aus aktuellem Anlass
gestellte Anfrage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Gregor
Harzheim in der Sitzung des Gemeinderates, die die
Rechtslage bei der Räum- und Streupflicht zum Inhalt
hatte. Nachdem die Gemeinde Roetgen über kein Streusalz
mehr verfügte, der Bürgermeister aber erklärt hatte,
dass die Gemeinde bei einem Unfall nicht zur Rechenschaft
gezogen werden könne, wenn sie nachweise, dass sie sich
intensiv um Streumittel bemüht, aber diese nicht erhalten
habe, folgerte Harzheim, dass dies dann auch für alle Bürger
gelten müsse, „die kein Streusalz mehr bekommen
haben“, um damit die Gehwege abzustreuen. In der Satzung
der Gemeinde sei lediglich die Rede davon, dass Gehwege
mit „abstumpfenden oder auftauenden Mitteln“
abzustreuen seien, sodass auch durchaus Sand oder Split
zum Einsatz kommen könnten.
Harzheim bat darum, dass die Gemeinde in diesem Punkt die
Bevölkerung über die Rechtslage aufklären möge.
Den Liefer-Engpass beim Streusalz erklärte Bürgermeister
Hermanns damit, dass viele Kommunen, die sonst nie Salz
bestellt hätten, jetzt auch beliefert werden wollten.
Die Gemeinde Simmerath habe an ihren Lieferanten die
Erwartung ausgesprochen, dass Simmerath als langjähriger
und regelmäßiger Kunde auch in schwierigen Zeiten
bedient werde. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Pressemitteilung
der SPD-Fraktion Simmerath
zum Thema „Bürgersprechstunde“
Beginnend
mit dem 11. Januar 2010 bietet die SPD-Fraktion Simmerath
an jedem zweiten Montag im Monat eine Bürgersprechstunde
an.
Damit
soll den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Simmerath
die Möglichkeit geboten werden im Vieraugengespräch ihre
Anliegen, Sorgen, Ideen und Anregungen vorzubringen. Falls
erforderlich, können in der auf die Bürgersprechstunde
folgenden Fraktionssitzung die aktuellen Themen dann
sofort behandelt werden.
Die
SPD-Fraktion Simmerath sieht die Bürgersprechstunde als
weiteren Schritt zu mehr Bürgernähe und zu mehr Bürgerbeteiligung.
Die Bürgersprechstunde soll jeweils rechtzeitig in der
Tagespresse angekündigt werden und findet von 18.00 Uhr
bis 19.00 Uhr im Fraktionszimmer der SPD im Rathaus
Simmerath statt. Auf Grund der Öffnungszeiten des
Rathauses sollte immer der Hintereingang vom Parkplatz aus
verwendet werden.
Die
Gemeinderatsmitglieder der SPD werden abwechselnd zu Gesprächen
zur Verfügung stehen. Den Anfang macht dabei Marc Topp
aus Rollesbroich.

Die SPD
Fraktion im Rat der Gemeinde Simmerath
v.l.n.r.: Siegfried Lauscher, Marc Topp, Gregor Harzheim,
Norbert Brewer,
Franz-Josef Hammelstein, Marlis Titz, Siegfried Peeters,
Otto Jungblut
Neben der Bürgersprechstunde
ist die SPD Simmerath u.a. natürlich auch im Internet
unter www.spd-simmerath.de erreichbar. Hier finden
interessierte Bürger eine Vielzahl von Informationen rund
um die politische Arbeit der SPD und Ansprechpartner für
die einzelnen Orte Simmeraths.
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SPD-Spende
für zwei Eifeler Kindergärten
„Seit
zehn Jahren“, rechnet Edgar Titz, Ratsherr der Gemeinde
Simmerath, „sammelt der Simmerather SPD-Gemeindeverband
für Projekte Nordeifeler Kindergärten.“ Bis dato seien
so bereits an die 10 000 Euro zusammengekommen und
nutzbringend verwendet worden.
Vor wenigen Tagen besuchten Otto Jungblut und Marlis Titz
die Kindergärten Kesternich und Eicherscheid (Foto), wo
sie den Betreuerinnen je 200 Euro überreichten. Das Geld
wurde auf dem Simmerather Markt erwirtschaftet, wo die
Simmerather Sozialdemokraten stets eine Cafeteria
betreiben.

Im
kommenden Frühjahr, so die Initiatoren, sollen die
Eicherscheider Förderschule und der Dedenborner
Kindergarten in den Genuss der jüngst erzielten Markterlöse
kommen. Foto: privat
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Der
Frust über das Defizit lähmt alle Aktivitäten
Ein Minus
in Höhe von 5,1 Millionen Euro lässt in der Gemeinde
Simmerath nur wenig Spielraum zu. Bürgermeister Hermanns:
„Heile Welt ist vorbei.“
Simmerath.
Der Gestaltungsspielraum wird angesichts der sich
dramatisch entwickelnden Finanzlage für die Kommunen
immer geringer. So klang auch bei der Beratung über die
Haushaltssatzung in der Gemeinde Simmerath im
Hauptausschuss unüberhörbar der Frust durch.
Für den Haushalt 2010 muss Simmerath mit einem Defizit in
Höhe von 5,1 Millionen Euro leben. Das Gesamtvolumen des
Etats beläuft sich auf 32 Millionen Euro. Allein 30
Prozent davon müssen für die Städteregionsumlage
aufwendet werden. Diese hohe Belastung für die Kommunen
war somit mal wieder ein Diskussionsthema, zumal nach den
aktuellen Berechnungen die Umlage noch einmal um zwei
Prozent erhöht werden muss, was für Simmerath eine
stolze Zusatzbelastung von 765 000 Euro bedeutet.
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns fand dennoch
anerkennende Wort für Städteregionsrat Helmut
Etschenberg, der entgegen bisheriger Praxis die Kommunen
der Region lediglich mit 50 Prozent der entstandenen
Zusatzkosten belaste, die andere Hälfte werde der
Ausgleichsrücklage der Städteregion entnommen.
Die Kommunen fühlten sich als Partner wahrgenommen, und
dieser Weg sei seiner Meinung die einzige Möglichkeit, um
dem Land die Notwendigkeit eines neuen
Gemeindefinanzierungsgesetzes deutlich zu machen.
Ein Defizit von 5,1 Millionen Euro sei für Simmerath
„nicht akzeptabel“, hielt CDU-Fraktionssprecher Bruno
Löhrer fest, und auch SPD-Fraktionschef Gregor
Harzheim sprach von einem „sehr ernüchternden
Haushaltsplan.“ Entsprechend knapp fielen auch die
Änderungsanträge der Fraktionen im Gemeinderat aus.
UWG: Überall zwei Prozent sparen
Kritisch sah Harzheim die Erhöhung der Städteregionsumlage,
selbst wenn die Kommunen nur mit 50 Prozent belastet würden.
Für Hermann-Josef Bongard (FDP) war es wichtig, „dass
es in Woffelsbach weitergeht“, indem 2010 Mittel für
die Gestaltung der „Neuen Mitte“ eingesetzt worden
seien.
UWG-Sprecher Claus Brust hatte im Gegensatz zu CDU und SPD
keine konkreten Änderungsanträge für den Haushalt
eingebracht. Sein Sparvorschlag lautete, „quer durch
alle Investitionen“ zwei Prozent einzusparen und ebenso
die Personalkosten der Gemeindeverwaltung um zwei Prozent
zu reduzieren.
Diese Forderung rief Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns
auf den Plan. „Durch Gegensteuern kann man überhaupt
nichts mehr erreichen“, machte er die Dimension
deutlich. Allein die Hilfen zur Erziehung seien in der Städteregion
um eine Million Euro gestiegen. Hinzu komme eine enorme
Steigerung bei den Sozialhilfekosten, da der Bund sich
immer mehr aus der Finanzierung zurückziehe. Hermanns:
„Die heile Welt ist vorbei.“
Die Forderung nach Personaleinsparungen bei der Verwaltung
wies der Simmerather Bürgermeister scharf zurück.
„Einige Mitarbeiter stehen bereits vor dem Kollaps“,
beschrieb er die Fülle an Aufgaben. Wenn man den Bürger-Service,
wie z. B. die künftige Öffnung des Rathauses am
Donnerstag bis 19 Uhr, aufrecht erhalten wolle, könne man
dies nicht mit noch weniger Personal leisten.
Was die Änderungsanträge zum Haushalt betrifft, bot
Bruno Löhrer den anderen Fraktionen ein
interfraktionelles Abstimmungsgespräch im Vorfeld der im
Januar anstehenden Verabschiedung des Hauhalts an. (P.
St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Eine
Angleichung der Gebühren wird nicht erreicht
Die ab 1.
Januar 2010 geltende neue Friedhofssatzung in der
Gemeinde Simmerath erfüllt noch nicht die
Erwartungen.
Simmerath.
Wenn ab 1. Januar 2010 die neue Friedhofssatzung der
Gemeinde Simmerath in Kraft tritt, dann wurde ein
wichtiges Ziel nicht erreicht: Der bislang bestehende hohe
Kostenunterschied zwischen einer Erdbestattung und einer
Urnenbeisetzung konnte nicht ausgeglichen werden.

Dennoch
schafft die neue Satzung viel Raum für neue
Bestattungsformen, wie z. B. das pflegefreie
Gemeinschaftsgrab. Hier erfolgen auf einer ausgewiesenen
Fläche Urnen- oder Erdbestattungen, wobei die Gemeinde
ein gemeinschaftliches Denkmal errichtet, woran kleine
Tafeln mit den Namen der Verstorbenen angebracht werden.
Diese Form der Bestattung, so die Vermutung, dürfte in
zukünftig an Attraktivität gewinnen, aber preiswert ist
das Gemeinschaftsgrab nun bei weitem nicht, da der
Gesamtaufwand aufgeteilt werden muss. Demnach ergeben sich
bei einer Erdbestattung Kosten in Höhe von 2700 Euro; bei
einem Urnengrab sind es 1950 Euro.
Nach erneuter Beratung verabschiedete der Haupt- und
Finanzausschuss die neue Satzung einstimmig in seiner
Sitzung am Dienstagabend.
Die Verwaltung hatte errechnet, dass sich der
Gesamtaufwand für 2010 um 17 000 Euro erhöhen wird, was
auf die gestiegenen Personalkosten für die
Gemeindearbeiter zurückzuführen ist. Zudem geht man von
einer leicht steigenden Anzahl der Bestattungen aus (135
gegenüber 130 im Vorjahr).
Trotz steigender Zahl nimmt aber die Benutzung der
Leichenhallen aufgrund der nach wie steigenden
Feuerbestattungen weiterhin ab. Die zwangsläufige Folge
ist, dass auch die Gebühr für die Leichenhalle erhöht
werden muss, die übrigens bei Aufbewahrung einer Urne
gleich hoch ist.
Die Verwaltung geht im Jahr 2010 trotz angenommener 135
Bestattungen von nur 75 Leichenhallenbenutzungen aus und
nur 115 neuen Grabnutzungsrechten (20 Urnenbeilegungen).
Ein wesentlicher Anlass, die Friedhofssatzung zu
erarbeiten, war die immer stärkende Kostendifferenz
zwischen einer Urnenbestattung und einer Erdbestattung,
doch nach einer ersten Kalkulation für das Jahr 2010 kann
die Verwaltung keine Entlastung in Aussicht stellen, im
Gegenteil: Die Gebühr für eine Erdbestattung erhöht
sich von 585 auf 620 Euro, während sich die Gebühr bei
der Urnenbestattung um 105 Euro (von 325 Euro auf 220
Euro) verringert.
Die Verwaltung sieht sich jedoch in der Pflicht,
„verursachergerecht“ die Gebühren zu ermitteln. In
der Stadt Aachen zum Beispiel erhebt man für Urnen- und
Reihengrab pauschal die gleiche Gebühr, in Simmerath hält
man laut Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns eine solche
Regelung für rechtlich problematisch.
Die Kosten für ein Gemeinschaftsgrab seien in der Tat
„recht hoch“, stellte auch CDU-Sprecher Bruno Löhrer
fest. Möglicherweise könne man die Gebühr nach den
ersten Erfahrungen später anpassen. Man müsse
andererseits aber bedenken, dass weder Kosten für
Grabgestaltung noch die Pflege anfielen.
Insgesamt könne man mit der neuen Satzung noch nicht
zufrieden sein, da die Urnenbeisetzungen deutlich günstiger
ausfielen und sich die Hoffnung auf eine Angleichung nicht
erfüllt hätten, aber eine andere Regelung sei wohl
rechtlich „nicht vertretbar“. Löhrer rechnete aus,
dass ein Reihengrab künftig 309 Euro teurer werde.
Lediglich das Doppel-Wahlgrab werde um 491 Euro günstiger.

SPD-Fraktionsvorsitzender
Gregor Harzheim
„Nicht
ganz glücklich“ zeigte sich auch SPD-Sprecher Gregor
Harzheim mit der neuen Satzung. Eigentlich habe man
verhindern wollen, dass Bürger sich aus finanziellen Gründen
für eine bestimmte Bestattungsform entscheiden würden.
Dies sei nicht gelungen, aber aus rechtlicher Sicht müsse
man wohl so verfahren.
Für UWG-Sprecher Claus Brust war wichtig, dass eine jährliche
Überprüfung der Gebühren erfolge; soviel Vertrauen
setze er in die Verwaltung. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Neuer
Vorstand beim
SPD-Ortsverein Strauch-Simmerath
Rollesbroich.
Kurz vor dem Jahreswechsel tagten die Mitglieder des
SPD-Ortsvereins Strauch-Simmerath noch einmal, um Teile
des Vorstandes neu zu wählen. „Ich stelle mein Amt als
Vorsitzender nach 10 Jahren Tätigkeit zur Verfügung“,
so Marc Topp, der seit dem 27. Oktober neben seinen
Aufgaben als Ortsvorsteher von Rollesbroich auch zweiter
stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Simmerath
ist. Nach einem kurzen Jahresrückblick, in dessen
Mittelpunkt u.a. die drei vergangenen Wahlen des Jahres
2009 standen, wurde Siegfried Peeters aus Kesternich
einstimmig zum neuen Vorsitzenden des mitgliederstärksten
SPD-Ortsvereins in der Gemeinde Simmerath gewählt. Dieser
bedankte sich bei seinen Genossen für den großen
Vertrauensvorschuss und unterstrich die Verantwortung der
SPD in Simmerath, dem Wählervotum der Kommunalwahl 2009
durch kontinuierliche, engagierte politische Arbeit
gerecht zu werden. „Vor allem müssen wir die Bürger
deutlicher als bisher wissen lassen, was wir für sie
tun.“ gab Siegfried Peeters im Hinblick auf eine
notwendig intensivere Öffentlichkeitsarbeit zu denken.
Bei weiteren Wahlen wurden jeweils einstimmig Marc Topp
(Rollesbroich) zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden,
Norbert Brewer (Simmerath) zum Geschäftführer und
Stephan Kaever (Dedenborn) zum stellvertretenden Geschäftsführer
gewählt. Unverändert in ihren Ämtern blieben Gregor
Harzheim (Steckenborn) als zweiter stellvertretender
Vorsitzender und Martina Achterberg (Strauch) als
Kassiererin. Winfried Dick regte an, sich im neuen Jahr
Gedanken zum Namen des Ortsvereins zu machen, da die
Bezeichnung Strauch-Simmerath irreführend sei. Alle durch
den Ortsverein vertretenen Ortschaften sollen sich
angesprochen fühlen.

vlnr:
Martina Achterberg, Gregor Harzheim, Siegfried Peeters,
Marc Topp, Norbert Brewer, Stephan Kaever
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SPD
kostet Wahlerfolg genüsslich aus
Simmerather
Genossen sehen „starkes Potential“ in ihren Reihen. Jetzt
steht die Landtagswahl am 9. Mai im Blickpunkt.
Simmerath.
Die Simmerather SPD ist immer noch in Feierlaune. Die Ergebnisse
der Kommunalwahlen beflügeln die Genossen, es herrscht Optimismus
und Tatendrang.

Strahlende
Gesichter und Geschenke bei den Simmerather Genossen: In einer
harmonischen Versammlung wurden verdiente Mitstreiter geehrt.
v.l.n.r.: Stefan Kämmerling, der Landtagskandidat, Robert Velz,
Gregor Harzheim und Edgar Titz. Foto: Anneliese Lauscher
Zu
einer gemeinsamen Vorstandssitzung hatte der Vorsitzende des
Gemeindeverbands Simmerath, Manfred Sawallich, die Vorstände der
einzelnen Ortsvereine eingeladen; im Hotel zur Post wurde rege von
der Gelegenheit zum Gedankenaustausch und Ausblick in die Zukunft
Gebrauch gemacht. Marc Topp, der dem Ortsverein Strauch/Simmerath
vorsteht, und bekanntlich in Rollesbroich ein Traumergebnis
holte, drückte nochmals seine Freude hierüber aus, aber auch
seine Zuversicht für die bevorstehende Arbeit. Paul Jacobs,
Vorsitzender des Ortsvereins Eicherscheid, frohlockte: „Dass ich
das auf meine alten Tage noch miterleben darf, dass die SPD nun
acht Mandate im Gemeinderat hat!“
Aus dem Ortsverein Lammersdorf/Paustenbach berichtete Franz-Josef
Hammelstein, dass man auf ein Konzept für eine andere Verkehrsführung
dränge, damit weniger LKW durch den Ort führen. Auch liege ihm
die Information der Bürger sehr am Herzen; er sehe das
Informationsblatt, das die SPD in Rollesbroich regelmäßig
verteile, als vorbildlich an.
Im Hinblick auf die NRW-Landtagswahlen, die am 9. Mai 2010
stattfinden, macht man sich in der SPD Gedanken, wie man die
Menschen, für die man sich besonders einsetzen will, ins
Wahllokal bekommt. „Ausgerechnet diejenigen, für die wir uns
stark machen, gehen nicht zur Wahl“, lautete die Feststellung
von Manfred Sawallich.
Gregor Harzheim, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat, meinte
zunächst mit einem zufriedenen Lächeln, man könne die
Ergebnisse der Kommunalwahl „immer wieder auf der Zunge zergehen
lassen“. Er sieht ein „starkes Potential“ in seiner Partei.
Man werde weiter darauf hinarbeiten, dass die Kindergärten und
Grundschulen in den Dörfern erhalten blieben. „Wir sind stolz
darauf, dass wir von Anfang an den Gedanken der Offenen
Ganztagsschule vorangebracht haben“, sagte Gregor Harzheim. Für
die Hauptschulen forderte er ein gemeinsames Konzept für die
Stadt Monschau und die Gemeinden Roetgen und Simmerath. „Ein schön
saniertes Gebäude hilft nicht“, meinte er im Hinblick auf die
Hauptschule Simmerath, „da müssen Kinder rein!“
Gebäudemanagement nötig
Ein Gebäudemanagement sei nötig, davon ist er überzeugt, dann könne
man beizeiten Mängel an Bauten feststellen. Für den öffentlichen
Nahverkehr müsse man Geld in die Hand nehmen, die Mobilität der
Bürger müsse gewährleistet sein.
Aus Eschweiler war Stefan Kämmerling zur Versammlung gekommen; er
ist der designierte Landtagskandidat der SPD. Der 33-jährige
Finanzfachmann und Mitarbeiter der Sparkasse erläuterte seine
Vorstellungen von einem „Wahlkampf mit überzeugenden Ideen“.
Voller Energie werde er sich „die Hacken ablaufen und in jeden
großen und kleinen Ortsverein gehen“.
Aus der aktiven Fraktionsarbeit ziehen sich zwei Männer zurück,
denen Gregor Harzheim herzlich dankte: Robert Velz aus
Lammersdorf, der jahrelang in verschiedenen Ausschüssen
mitgewirkt hat, und Edgar Titz, langjähriges Ratsmitglied, „bei
dem man immer weiß, woran man ist“.
Manfred Sawallich ergriff die Gelegenheit, sich abschließend im
Namen aller Genossinnen und Genossen bei Gregor Harzheim noch
einmal zu bedanken für seinen „mitreißenden, optimistischen,
hervorragend geführten Wahlkampf!“ (ale)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Auch
die SPD stellt einen Bürgermeister
Bernd
Goffart (CDU) zum ersten, Marc Topp zum zweiten
Stellvertreter in Simmerath gewählt. Ortsvorsteher einstimmig gewählt.

2.
stellvertretender Bürgermeister: Marc Topp
Simmerath.
In durchweg entspannter Atmosphäre kam der Simmerather
Gemeinderat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.
Allerdings dauerte es über drei Stunden, ehe die umfangreiche
Tagesordnung abgehandelt worden war und die über 20
Pflicht-Tagesordnungspunkte abgearbeitet waren , von der Wahl der
Ortsvorsteher bis zur Besetzung der Ausschüsse.
Der neue Rat zählt wie bisher 32 Mitglieder (CDU: 16, SPD: 8,
UWG: 4, Grüne: 2, FDP: 4). Dem hauptamtlichen Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns werden zwei ehrenamtliche Stellvertreter zur
Seite gestellt. Zum ersten Stellvertreter wurde in geheimer
Abstimmung Bernd Goffart (Kesternich) als gemeinsamer Kandidat von
CDU und FDP mit 17 Ja-Stimmen gewählt (eine Stimme war ungültig).
Nach dem Höchstzahlverfahren entfiel das Amt des zweiten
Stellvertreters auf Marc Topp (SPD), der 14 Ja-Stimmen von der
gemeinsamen Liste, bestehend aus SPD, UWG und Grünen, erhielt.
Völlig unproblematisch verlief die Wahl der elf Ortsvorsteher,
die allesamt einstimmig gewählt wurden und bis auf Marc Topp,
Rollesbroich (SPD), alle der CDU angehören. Neu im Amt ist
Hans-Josef Hilsenbeck (Dedenborn), der Arno Braun ablöst. In
Lammersdorf tritt Robert Johnen die Nachfolge von Manfred
Offermann an. Im Simmerath wird Stefan Haas aus Witzerath neuer
Ortsvorsteher, der Andreas Hermanns ablöst. Im Amt bleiben Heiner
Jansen (Rurberg) und Reinhold Jansen (Woffelsbach), die aber nicht
mehr dem Gemeinderat angehören.
Bestätigt im Amt wurden ferner; Günter Scheidt (Eicherscheid),
Christoph Poschen (Einruhr), Ulrich Offermann (Kesternich), Alex
Stiel (Steckenborn) und Bruno Löhrer (Strauch).
Nicht durch kamen SPD und UWG mit ihrem Antrag, die freihändige
Auftragsvergabe des Bürgermeisters auf eine Summe von 20 000 Euro
zu beschränken. Es bleibt wie bisher bei einer Höchstsumme von
40 000 Euro, wobei die Verwaltung zugesagt hat, dass sie auch in
Zukunft den Fachausschuss bei Auftragsvergaben von grundsätzlicher
Bedeutung beteiligen wird, unabhängig von der Höhe der
Auftragssumme.
Die durch die Bürgermeisterwahl freigewordene Bürgermeister-Stelle
soll vorerst nicht neu besetzt werden. Zu gegebener Zeit, kündigte
Karl-Heinz Hermanns an, werde er das Thema zur Diskussion stellen.
Einstimmig als Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters wurde Kämmerer
Kreutz gewählt, zu dessen Stellvertreter (Verhinderungsvetreter)
Bruno Wilden, der Leiter des Ordnungsamtes.
Zügig abgehandelt war auch die Besetzung der neuen Ausschüsse,
die zum Teil umbenannt wurden. Um so zäher hingegen gestaltete
sich die abschließende Wahl von Gemeindevertretern in über 30
Verbände, Vereine und Institutionen. Hier hatte die SPD jeweils
einen Alternativvorschlag unterbreitet, so dass es zu einer wenig
effektiven Einzelabstimmung kam, da erwartungsgemäß die
CDU/FDP-Mehrheit in stetiger Wiederholung den Vorschlag der
SPD/UWG/Grünen-Liste jeweils überstimmten. Die letzten Zuschauer
verließen unterdessen den Sitzungssaal.
In den beiden vorangegangenen interfraktionellen Gesprächen waren
offenbar doch nicht alle Fragen zur Sprache gekommen. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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„Keine
Angst vor Fürstenthronen“
SPD-Kreisvorsitzender
Martin Schulz sieht im Eschweiler Stadtverbands-Chef Stefan Kämmerling
die erste Wahl als Kandidat für den Landtag.
Von
Silvia Kurth
Kreis
Aachen. „Ein außergewöhnliches politisches Talent“ legt
Martin Schulz, Kreisvorsitzender der SPD, seiner Partei und, wenn
dort alles gut geht, im kommenden Jahr dem Wahlvolk ans Herz:
Stefan Kämmerling, 33-jähriger Vorsitzender des
SPD-Stadtverbandes Eschweiler, soll im Mai 2010 im Wahlkreis 4
(Eschweiler, Stolberg, Roetgen, Simmerath, Monschau) für den
Landtag kandidieren.

„Der
Mann besitzt ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit“: Martin Schulz
(l.), Vorsitzender des SPD-Unterbezirks, schlägt den Eschweiler
Stadtverbandsvorsitzenden Stefan Kämmerling als Kandidaten für
den Landtag im Südkreis vor. Foto: Silvia Kurth
Einen
Kandidaten vorzuschlagen „ist das vornehme Recht eines
Unterbezirksvorsitzenden“, sagte Martin Schulz am Freitagabend
bei einem Besuch in Eschweiler. „Das habe ich selten gemacht.“
Diesmal aber begleiten klare öffentliche Worte des
Fraktionsvorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei im
Europaparlament einen Kandidaten durch die Parteiinstanzen. Kämmerling,
der schon „in jungen Jahren Verantwortung übernommen hat“ und
seit April vergangenen Jahres den Eschweiler Stadtverband führt,
sei es gelungen, in einer Stadt, wo der Bürgermeister, Rudi
Bertram, und der Fraktionsvorsitzende, Leo Gehlen, „solche
Schwergewichte sind“, sein Profil zu schärfen. „Ein Grund,
weshalb ich ihn als Landtagskandidaten vorschlagen will, ist die
Intensität, mit der er in seinem Wahlkreis gearbeitet hat.“ Und
mit durchschlagendem Erfolg: In „Stadtmitte“ wurde Kämmerling
bei der Kommunalwahl mit rund 47 Prozent der Stimmen direkt gewählt.
„Der Mann besitzt ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und
Authentizität“, er gehöre nicht zu den Angepassten und habe
„keine Angst vor Fürstenthronen“, so Schulz. „Das finde ich
toll.“
Für ihn selbst sei Stefan Kämmerling „nie der Bequemste im
Unterbezirksvorstand“ gewesen, aber: „Jemand, der sich auch
mit einem big shot („hohes Tier“) anlegt, ist genau derjenige,
den man braucht.“
In den nächsten Wochen werden die Parteigremien die Entscheidung
treffen. „Wir haben sicher eine hohe Zustimmung zu Stefan Kämmerling“,
betont Schulz, auch aus Stolberg und der Nordeifel.
„Wir brauchen wieder einen starken Vertreter gegenüber der
Landesregierung“, warf Kämmerling dem CDU-Landtagsabgeordneten
Axel Wirtz, der im Mai 2010 wieder antritt, gleich den
Fehdehandschuh hin. Wobei er seine Verankerung in der Basis
betont: „Da ich ein Kommunalpolitiker bin, bekomme ich die ganz
normalen Nöte mit. Ich möchte auch im Landtag Kommunalpolitiker
bleiben.“
Wobei ihm, dem Bankkaufmann, an erster Stelle die von den Kommunen
seit Langem geforderte Gemeindefinanzreform am Herzen liegt.
Die Finanznot der Städte und Gemeinden ist bei der Landtagswahl
die „offene Flanke“ der schwarz-gelben Koalition, meint Martin
Schulz: „Diese Regierung lässt ihre Gemeinden im Stich – ohne
Rücksicht auf deren Verpflichtungen zur Daseinsvorsorge.“
Gedankenspiele in der SPD kreisen um eine Art „Bad Bank“ für
die Entschuldung der Kommunen. „Bei Banken werden faule Kredite
ausgelagert.“
Für die Darlehensverpflichtungen der Kommunen gibt es reale
Gegenwerte.
„Warum kann man die eigentlich nicht aus dem Haushalt auslagern
in eine Art Auffangfinanzierung?“, fragt Schulz. „Durch
Umfinanzierung könnten die Städte von den schlimmsten Sorgen
befreit werden.“
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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„Schockiert“
über die Schäden am Rathaus
Streit
um die Verwendung der Mittel aus dem Konjunkturpaket in
Simmerath. SPD setzt Gelder für Bordsteinabsenkungen durch.
Kompromiss gefunden.
Simmerath.
Das Rathaus in Simmerath muss dringend saniert werden: Das Dach
ist undicht, an einigen Stellen muss das Regenwasser schon in
Eimern aufgefangen werden. Auch in die oberen Schichten der
Verklinkerung ist Feuchtigkeit eingedrungen, die Fugen dort sind
schon abgeplatzt, so dass die Steine nur noch lose aufliegen.

Nach
35 Jahren ist auch das Rathaus fällig: Die Gemeindeverwaltung
meldete jetzt hohen Sanierungsbedarf für das Gebäude an. Foto:
P. Stollenwerk
Finanziert
werden soll die 400 000 Euro-Maßnahme aus dem Konjunkturpaket II,
aus dem der Gemeinde noch 778 500 Euro zur Verfügung stehen.
Mehr als 32 000 Euro von der ursprünglichen Gesamtsumme in Höhe
von von 811 179 Euro werden in den Breitband-Ausbau in
Lammersdorf, Huppenbroich, Eicherscheid und Hammer investiert.
230 000 Euro sollen zudem für die Sanierung des gemeindeeigenen
Gebäudes an der Bickerather Straße 1 (alte Volksschule)
investiert werden.
Die Vorschläge der Verwaltung sorgten im Bauausschuss allerdings
für eine hitzige Debatte und für massiven Streit. Am langen Ende
(mit Unterbrechung der Sitzung) aber stand ein einmütiger und
einstimmiger Kompromiss.
Völlig überrascht
Von der Vorlage der Verwaltung über die Sanierung des Rathauses
(„dringender Handlungsbedarf“) waren die Fraktionen am Tag vor
der Sitzung völlig überrascht worden. Die CDU sei da „anderer
Meinung“, erklärte Alex Stiel, der die Position der CDU erläuterte:
300 000 Euro sollen „zunächst“ für die Sanierung des
Rathauses (Dach und Klinkerwände) reichen; und statt 230 000 Euro
für das Haus an der Bickerather Straße will die CDU nur 70 000
Euro für eine neue Heizung ausgeben.
Unstrittig war für die CDU die vorgesehene Investition von 13 000
Euro für die Flutlichtanlage am Ausweichsportplatz in Lammersdorf
wie auch die 18 000 Euro für Sanierungen an den Gerätehäusern
der Feuerwehren. Somit blieben für weitere Projekte noch rund 377
000 Euro übrig.
Die SPD war „stinksauer“ über den Vorschlag der Verwaltung,
405 000 Euro für die Sanierung des Rathauses auszugeben, sagte Marc
Topp, Sprecher der SPD-Fraktion im Bauausschuss. Auch sei er
„schockiert“ über den plötzlichen Sanierungsbedarf am
Rathaus. Da werde plötzlich so getan, als stünde das Rathaus
„kurz vor dem Zusammenbruch“.

„Das
nun vorgelegte Paket spiegelt nichts mehr von den Vorschlägen
wider. Die ganze Arbeit war für die Katz.“
Marc
Topp, Ortsvorsteher Rollesbroich
Von
den Ortsvorstehern seien vor Wochen Vorschläge eingefordert
worden, wie denn das „Gemeinwohl vor Ort gefördert“ werden könne.
Nun würden diese Vorschläge plötzlich nicht mehr gelten. Topp:
„Das nun vorgelegte Paket spiegelt nichts mehr von den Vorschlägen
wider. Die ganze Arbeit war für die Katz“, schimpfte Marc
Topp, der als Ortsvorsteher seinerseits vorgeschlagen hatte,
mit Hilfe des Konjunkturpaketes, Rollesbroich mit Breitband zu
versorgen und in den Orten an den Einmündungen die Bordsteine
abzusenken (Barrierefreiheit).
Nach dem Vorschlag der CDU sollten unter anderem Wirtschaftswege
in Strauch (26 000 Euro) ausgebaut werden; für eine
Flutlichtanlage an einem neuen Kleinspielfeld in Simmerath sollten
11 700 Euro aufgebracht werden.
Weitere Projekte nach dem CDU-Vorschlag: 18 500 Euro für die
Umstellung der Heizung im Gemeinschaftshaus in Eicherscheid von
Elektro auf Gas, energetische Sanierung des „Haus des Gastes“
in Erkensruhr und des Eifelhauses in Einruhr; Ausbau eines
Wirtschaftsweges in Kesternich, Sanierung der alten Schule in
Paustenbach (30 000 Euro), neue Heizung in der ehemaligen Schule
in Huppenbroich (35 000 Euro), Bau eines DFB-Kleinspielfeldes am
Sportplatz in Steckenborn (25 000 Euro) und Erneuerung einer
Sitzgruppe am Friedhof in Steckenborn und an der Parkecke an der K
12 von Steckenborn nach Woffelsbach. Vor allem über die
Sitzgruppe in Steckenborn schimpfte Marc Topp: Das sei eine Farce,
dass Sitzgruppen wichtiger sein sollten als die Barrierefreiheit
an den Gehwegen, es sei eine „Unverschämtheit“, wenn Bürger,
die auf einen Rollator angewiesen seien, die Bürgersteige nicht
erreichen könnten.
„Dafür ist kein Geld da“
Es sei nicht möglich, in allen Orten die Bürgersteige
abzusenken, konterte Alex Stiel, „dafür ist kein Geld da“. Marc
Topp ließ aber nicht locker: Die Gemeinde könne die Gehwege
an den Einmündungen nach und nach absenken, doch auch dafür
plane die CDU keinen Ansatz.
Auch Heribert Vroemen (UWG) plädierte dafür, mit dem Absenken
der Bordsteine im Interesse der Bürger zu beginnen, „das ist
dringend nötig“.
Herrmann-Josef Bongard (FDP) drängte auf einen Konsens, die
Sanierung des Rathauses und die Barrierefreiheit seien wohl
„wichtiger als der Ausbau von Wirtschaftswegen“.
Günter Mießen (Grüne) äußerte die Sorge, dass die Vorschläge
der CDU nicht geprüft seien. „Was werfen wir über Bord, wenn
das Geld nicht reicht ?“ Alex Stiel hielt der SPD vor, auch sie
hätte wie die CDU neue Vorschläge einbringen können, wie denn
das „restliche Geld“ aus dem Konjunkturpaket verwendet werden
könne.
Schließlich wurde die Sitzung unterbrochen – für interne
Beratungen in den Fraktionen. Das Ergebnis: Die CDU verzichtet auf
die Sitzgruppe in Steckenborn, auf den Ausbau der Wirtschaftswege,
zudem reduziert sie den Ansatz für das „Haus des Gastes“ in
Erkensruhr auf 60 000 Euro. Stattdessen werden nun, wie die SPD
dies gefordert hatte, 65 000 Euro eingeplant für das Absenken von
Bordsteinen an Einmündungen als ersten Schritt. Die Priorität
liege dabei wegen der Seniorenheime im Zentralort in Simmerath;
zudem werden nun noch 24 000 Euro vorgemerkt für neue Fenster im
Rathaus.
Mit dem Kompromiss waren dann alle Fraktionen zufrieden, der
Beschluss darüber wurde dann auch einstimmig gefasst. Der
Anmerkung von Edgar Titz (SPD) dazu: „Jeder Ortsvorsteher
hat was bekommen.“ fügte Ralf Löhr (CDU) hinzu: „Selbst der
Marc Topp.“ (dm)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Eine
Hecke als Hürde für die Ortsumgehung
Annäherung
an eine Lösung für Kesternich: Ortsvorsteher sieht auch
Enttäuschung bei einigen Anwohnern. Neues Gutachten wird
eingeholt.
Simmerath.
Massiver Lärmschutz und fließender Verkehr, der möglichst weit
weg ist von der Bebauung: Das sind die wichtigsten Forderungen an
die geplante Umgehungsstraße in Kesternich. Ortsvorsteher Ulrich
Offermann versicherte, er werde „ständig“ den Lärmschutz
einfordern. Er rief die Bürger dazu auf, ebenfalls durch
„Bedenken und Anregungen“ auf den Lärmschutz zu drängen.

Im
Bereich eines Einzelhaus-Grundstückes (ganz re.) und der Brücke
unter der L166 soll die Kesternicher Ortsumgehung in Richtung
Einruhr geführt werden.
Foto: P. Stollenwerk
Die
geplante Ortsumgehung für Kesternich war nun abermals Thema im
Simmerather Bauausschuss. Bürgermeister Hubert Breuer informierte
den Ausschuss und die zahlreichen Zuhörer über das Ergebnis
eines Behördentermins Anfang September. Teilgenommen hatten daran
unter anderem Achim Großmann, Parlamentarischer Staatssekretär
im Bundesverkehrsministerium, der Bundestagsabgeordnete Helmut
Brandt sowie Edgar Klein und Edgar und Christoph Jansen vom
Landesbetrieb Straßenbau NRW, Niederlassung Eifel-Ville, die
Untere Landschaftsbehörde, die Kesternicher Ratsvertreter Bernd
Goffart und Helmut Keischgens, Bürgermeister Hubert Breuer und
Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns.
Im Ortstermin sei für die Trasse eine „Möglichkeit“ gefunden
worden, die auch die Bewohner der Rurberger Straße „zufrieden
stellen“ könne, „wenn auch nicht ganz“, sagte Hubert
Breuer.
Aus seiner Sicht sei ein „akzeptabler und machbarer
Kompromiss“ erreicht worden. Dazu gehöre auch, dass der
Verkehr, der von Einruhr hoch kommt, über einen Kreisverkehr vor
dem Ortseingang abgeleitet werde. Die neue Straße solle
nordwestlich „hinter der Brücke am Einzelhaus“ abzweigen. Die
Bewohner im Dreieck würden durch einen Wall (am wegfallenden
Teilstück der L 166) vor dem Verkehrslärm geschützt.
Der Landesbetrieb wird nun die Kompromiss-Variante durchplanen,
dazu gehört auch, dass die ökologischen Auswirkungen (Eingriffe
in die Natur) gutachterlich überprüft werden. Der vorgeschlagene
Kreisverkehr soll durch „Bypässe“ (wie in Würselen) verstärkt
werden, damit der „Verkehr fließender“ werde, ergänzte
Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns. Die „Bypässe“ seien zwar
noch keine „beschlossene Sache“, sie sollen aber geprüft
werden.
Ortsvorsteher Ulrich Offermann betrachtete die neue Variante der
Streckenführung recht skeptisch: „Auch bei der neuen Trasse
gibt es tüchtige Verlierer, die Leute sind sehr enttäuscht.“
Offermann sieht ein „Teilstück, wo nichts getan“ werde, dort
rücke die „Trasse den Leuten auf die Pelle“.
Es müsse daher in Sachen Lärmschutz unbedingt etwas geschehen.
Auch an die Anwohner der Rurberger Straße und der Ecke Nordstraße/Sief
appellierte er, ebenfalls auf den Lärmschutz zu drängen.
Alex Stiel, Sprecher der CDU-Fraktion im Bauausschuss, zeigte sich
sicher, dass die nun gefundene Variante der Trasse „voll den
Konsens“ finde. Jetzt sei es notwendig, die „Grundplanung auf
den Weg zu bringen“, in der Detailplanung könnten die Bürger
dann wieder „Bedenken und Anregungen“ vorbringen.
Hermann Josef Bongard (FDP) zeigte sich überzeugt, dass mit der
neuen Variante die Ortsumgehung „Schritt für Schritt in die
richtige Richtung“ komme. Zu prüfen sei, ob es wirklich
notwendig sei, dass an der vorhandenen 2,85 Meter hohen Brücke,
die über den von der Rurberger Straße abgehenden Wirtschaftsweg
führt, festgehalten werden müsse. Nach der aktuellen Überlegung
kann erst hinter der Brücke mit einer möglichen Verschwenkung
der neuen Trasse in Richtung Ortsausgang Einruhr begonnen werden.
Hermann-Josef Bongard mahnte: Aufgabe der Umgehung müsse es sein,
„den Verkehr konsequent aus dem Ort herauszuhalten“.
Zur vorhandenen Hecke merkte Bürgermeister Hubert Breuer an:
„Die Hecke ist ökologisch sehr wertvoll“, daher könne die
Trasse dorthin nicht geführt werden.
Das wiederum konnte Marc Topp (SPD) „nicht ganz verstehen, dass
eine Hecke wichtiger ist als der Mensch“. „Doch da sind uns
wohl die Hände gebunden“, sagte Topp, der es „interessant“
fand, „welche Tiere denn da kreuchen und fleuchen“.

Heribert
Vroemen (UWG) zeigte sich besorgt: „Die Tiere können uns die
Umgehung noch kippen“.
Nach mehr als halbstündiger Debatte stimmte der Bauausschuss
„dem Ergebnis des Behördentermins“ zu, lediglich Günter Mießen
von den Grünen sagte Nein, denn die Grünen lehnen eine
Ortsumgehung wegen der massiven Eingriffe in die Natur ab, sie plädieren
für „intelligente Lösungen“ durch Ampeln, Kreisverkehre,
Vorfahrtsänderungen und ein besseres Angebot im öffentlichen
Nahverkehr.
Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns kündigte an, dass die Bürger
über die Detailplanungen in einer öffentlichen Versammlung
informiert würden. (dm)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Lösungen
für Lammersdorf werden gesucht
Verkehrsbelastung
besonders an den Wochenenden gestiegen. Lange Liste von Wünschen
der SPD-Ratsfraktion als Diskussionsgrundlage.
Lammersdorf.
Die Bewohner von Hoscheiter Straße, Kirchstraße, Im Pohl, Jägerhausstraße,
Sonntagstraße und Bergstraße wissen es am besten: Lammersdorf
ist kein Dorf im klassischen Sinne mehr. Die steigende
Verkehrsbelastung besonders an den Wochenenden erdrückt den Ort.
Der Nationalpark Eifel und andere touristische Errungenschaften
aus jüngster Zeit haben zu einer spürbaren Erhöhung des
Verkehrsaufkommens geführt.

Unter
zunehmender Verkehrslast, wie hier auf der Bergstraße, leidet
auch der Ort Lammersdorf.
Foto: Sarah-Maria Berners
An
Firma Junker denken
Aus dem Ort heraus gibt es mehrere Initiativen, die dringend
Abhilfe fordern. Eine lange Liste hat auch die Simmerather
SPD-Fraktion zusammengestellt, die gestern Abend in der Sitzung
des Strukturausschusses auch die Grundlage für weitere Diskussion
und die Suche nach Lösungen bot. Als Ergebnis einer öffentlichen
Versammlung Ende April hat die SPD einmal alle Wünsche gesammelt,
die aus den Reihen der Bevölkerung geäußert wurden.
Auch von der Verwaltung wird bestätigt, dass die Situation in
Lammersdorf Handlungsbedarf erfordert. Die Achsen der B 399 und
der B 266 laufen hier zusammen. Festgestellt wurde aber auch, dass
„zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit nicht alle
verkehrsberuhigenden Maßnahmen einsetzbar sind“.
Auch über die finanziellen Auswirkungen des Vorschlagskataloges
konnte die Verwaltung keine Angaben machen, da dies davon abhänge,
in wessen Trägerschaft Maßnahmen erfolgen würden. Beim
Landesbetrieb Straßenbau, so hatte die Verwaltung vorgeschlagen,
sollte die Thematik der Verkehrsberuhigung Lammersdorf als
„unbedingt notwendig“ eingestuft werden.
Die zur Diskussion gestellte Wunschliste der SPD-Fraktion ist
lang, wobei ein Punkt bei allen Vorschlägen unbedingt berücksichtigt
werden soll: Die Schwerlasttransporte der Firma Junker dürfen
nicht behindert werden.
Was wurde nun von den Bürgern an Beschwerden und Wünschen geäußert?
Auf allen Durchgangsstraßen führen Motorräder häufig zu
schnell und zu laut, hieß es. Durch den permanent starken
Durchgangsverkehr steige die C0 2-Belastung. Nach Beobachtungen
der Anwohner hat der Lieferverkehr zugenommen, und mancher zusätzliche
Lkw durchquert Lammersdorf, seitdem die Autobahn-Maut erhoben
wird.
Auf der Hoscheiter Straße verleite die breite Ausbauweise die
Autofahrer zum Schnellfahren, auf dem Geh-Radweg werde geparkt,
und die stationäre Geschwindigkeitsmessanlage führe dazu, dass
vor der Anlage abrupt gebremst werde.
Auf der Bergstraße wurden die hohen Fahrgeräusche als störend
empfunden, ebenso zu hohe Geschwindigkeiten und die Problematik
des Abbiegens in die Straße Auf der Ley. Auf der Paustenbacher
Straße haben Anwohner festgestellt, dass die Tempo-30-Zone von
kaum jemandem eingehalten werde; mehr noch: Man habe hier
Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h festgestellt. Geschwindigkeiten
bis zu 180 km/h wurden sogar von der Jägerhausstraße gemeldet.
Weitere Kritikpunkte der Bürger sind: Das Abholen und Bringen der
Kinder zum Kindergarten Im Pohl führe zu Gefährdungen, und
teilweise seien es die Anwohner selbst, die sich nicht an die
Tempo-30-Zonen hielten.
Auch konkrete Vorschläge zur Abhilfe wurden bereits von den
Anwohnern eingebracht. Kreisverkehre am Ortseingang, optische
Verengungen, mehr Geschwindigkeitskontrollen, der Einbau von „Flüsterasphalt“,
mehr Fußgänger-Überwege und nicht zuletzt langfristige Überlegungen
zum Bau einer Umgehungsstraße für Lammersdorf stehen auf der
Wunschliste. Und über den Horizont von Lammersdorf hinaus wurde
auch angeregt, eine Verkehrskonzept für die gesamte Region zu
erstellen. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Hochstimmung
in der Hochburg
Die
SPD Simmerath kostet den Erfolg bei der Kommunalwahl genüsslich
aus. Kritik am Wahlkampfstil der CDU in Rollesbroich.

Herzlich
umarmen sich die Genossen: Marc Topp (re.) holte im gesamten Kreis
Aachen das beste SPD-Einzel-Ergebnis, Gregor Harzheim trumpfte
trotz Niederlage als Bürgeremeisterkandidat in Simmerath auf.
Links: Martin Peters, SPD-Bundestagskandidat. Foto: P. Stollenwerk
Rollesbroich.
Bester Laune begrüßte SPD-Vorsitzender Marc Topp am
Donnerstagabend seine treuen Simmerather Parteifreunde im Saal Zum
Nationalpark zur Mitgliederversammlung. Das Treffen des
Ortsvereins Strauch-Simmerath stand noch ganz unter dem Eindruck
der erst wenige Tage zurückliegenden Kommunalwahl, die nicht nur
dem Rollesbroicher Ortsvorsteher und Ratsvertreter ein geradezu
sensationelles Ergebnis einbrachte, sondern auch insgesamt die
Simmerather Sozialdemokraten mit sieben Prozent Stimmenzuwachs und
zwei weiteren Sitzen im Gemeinderat stärkte.
Hochstimmung herrschte daher auch in der neuen SPD-Hochburg
Rollesbroich; am Wahlabend hatte Marc Topp bereits mit über 100
Anhängern den perfekten Tag in Rollesbroich gefeiert, was selbst
seine tollsten Erlebnisse als Karnevalsprinz in den Schatten
stellte.
Nicht weniger Beifall spendete die Versammlung aber auch
„unserem Fast-Bürgermeister Gregor Harzheim“, dem letztlich
nur 400 Stimmen gefehlt hätten, um die Sensation perfekt zu
machen.
Rückblickend sprach Marc Topp von einem „harten und
anstrengenden Wahlkampf“ mit dem „besten Ergebnis, das die SPD
bei einer Kommunalwahl je in der Gemeinde Simmerath erreicht
hat.“ Allerdings sei auch deutlich geworden, „dass wir in
einigen Orten Probleme haben.“
Bürgermeister-Kandidat Gregor Harzheim habe „ein
Riesenpensum“ geleistet ohne den Vorteil seines Kontrahenten zu
besitzen, der seine Position als Beigeordneter „voll in den
Wahlkampf eingebracht hat.“ 76,6 und 57,2 Prozent in
Steckenborn, 56 und 52 in Lammersdorf sowie 50 Prozent der Stimmen
in Paustenbach seien Ergebnisse, die zeigten, dass „es richtig
knapp war“ und Gregor Harzheim als Bürgermeister ein „echte
Alternative“ gewesen sei.
Gregor Harzheim, noch unter dem emotionalen Eindruck des langen
und interessanten Wahlkampfes und des hervorragenden Ergebnisses
stehend, räumte ein, dass er am Ende doch „enttäuscht und bedrückt“
gewesen sei, das Ziel nicht erreicht zu haben, aber demokratische
Ergebnisse müsse man akzeptieren. „Es tut mit leid für alle,
die auf mich gesetzt haben.“
Harzheim blickte insgesamt auf einen Wahlkampf „ohne Tiefschläge“
zurück „mit Ausnahme von Rollesbroich.“ Je näher der Wahltag
gerückt sei, desto „verletzender und beleidigender“ seien die
Attacken der beiden CDU-Bewerber geworden. Die „klare Quittung für
dieses Verhalten sei das hervorragende Ergebnis von Marc Topp
gewesen, der mit 73,6 Prozent in Rollesbroich „ein überwältigendes
Ergebnis“ erzielt habe, das er sich in den zurückliegenden fünf
Jahren erarbeitet habe.
Rein rechnerisch gebe es jetzt im Gemeinderat bei 16 CDU-Sitzen
und 16 Sitzen der anderen Fraktionen eine Patt-Situation. Durch
den Verlust ihrer absoluten Mehrheit herrsche jetzt auch für die
CDU eine neue Situation. „Sie kann nicht frei schalten und
walten wie bisher.“
SPD-Bundestagskandidat Martin Peters (Stolberg) brauchte bei
soviel Rückenwind die Simmerather Genossen nicht lange zu
motivieren, ihn im jetzt bevorstehenden Bundestagswahlkampf zu
unterstützen. Auch der stellvertretende Kreisvorsitzende zollte
den Parteifreunden in der Eifel höchsten Respekt, den politischen
Kontrahenten „an den Rand einer Niederlage“ gebracht zu haben.
Man habe sich durch das hervorragende Ergebnis politisch mehr
Respekt verschafft, und man könne feststellen, dass es noch
SPD-Potenzial in der Eifel gebe.
Im Wahlkampf bis zum 27. September gelte es nun, die Unterschiede
deutlich zu machen. Martin Peters hofft dabei auf die volle
Unterstützung bei der Schluss-Mobilisierung: „40 Prozent der Wähler
entscheiden sich erst in den letzten zwei Wochen vor der Wahl und
fünf Prozent erst in der Wahlkabine.“
Über
Gesamtschule Simmerath nachdenken
Die
Arbeit gehe jetzt weiter, kehrte Gregor Harzheim zum politischen
Alltagsgeschäft zurück. Die langfristige Sicherung des
Krankenhauses Simmerath und eine Lösung für die Ortsumgehung
Kesternich seien große Aufgaben wie auch eine Neukonzeption für
die Hauptschule Simmerath. Gespräche mit den Nachbarkommunen
seien notwendig, und es gelte auch „ohne ideologische Tabu“ über
die Einrichtung einer Gesamtschule nachzudenken, „sonst nutzt
die beste Gebäudesanierung nichts.“(P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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SPD
hält Rückschau auf Kommunalwahl
Rollesbroich.
Der SPD-Ortsverein Strauch-Simmerath lädt zur
Mitgliederversammlung für heute, 3. September, um 20 Uhr in das
Restaurant „Zum Nationalpark“ in Rollesbroich ein. Neben der
Wahl eines Delegierten und eines Ersatzdelegierten stehen Referate
von Gregor Harzheim zur Kommunalwahl 2009 und Martin
Peters zur Bundestagswahl 2009 auf dem Programm.
Gäste
sind herzlich willkommen!
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Eine
Mehrheit auf dünnem Eis
Nach
dem Verlust der absoluten Mehrheit brechen für die CDU in
Simmerath neue Zeiten an. Wird Rollesbroich jetzt zur
SPD-Hochburg?
Simmerath.
78 Stimmen fehlten der CDU, dann hätte sie im Simmerather
Gemeinderat einen Sitz mehr und damit noch einmal die absolute
Mehrheit erreicht. So aber rutschte sie knapp unter die 50 Prozent
und ist nur noch stärkste Fraktion. 16 Sitze fielen der CDU zu,
16 Sitze auch den anderen Parteien (SPD: 8, UWG: 4, Grüne 2, FDP:
2). Zwar kann die CDU im Gemeinderat noch auf die Stimme des Bürgermeisters
zählen, aber die Mehrheit bewegt sich auf sehr dünnem Eis. Die
CDU wird sich also um einen Partner bemühen müssen.
Die CDU hatte alle ihre 16 Direktkandidaten über die Reserveliste
abgesichert. Dies erwies sich als kluge Voraussicht, da wegen des
Total-Absturzes in Rollesbroich ansonsten kein örtlicher
CDU-Vertreter im Gemeinderat vertreten gewesen wäre. Die wenigen
fehlenden Stimmen der CDU führten auch dazu, dass für den
Steckenborner CDU-Vertreter Ralph Löhr der eigentlich recht
sichere Reservelistenplatz 17 nicht mehr reichte und er somit
nicht mehr dem Rat angehören wird.

Der
Erdrutsch in Rollesbroich, wo SPD-Ortsvorsteher Marc Topp mit 73,6
Prozent triumphierte, hatte entscheidenden Anteil an den neuen
Verhältnissen im Gemeinderat. Da nützten auch in letzter Minute
von der Rollesbroicher CDU verteilte Flugblätter („Besser zwei
Praktiker als ein Theoretiker“) nicht mehr, um Marc Topp, der
gute Prognosen besaß, zu stoppen. Rollesbroich scheint auf dem
besten Wege, Lammersdorf als SPD-Hochburg abzulösen.
Nicht gelungen ist der Wechsel allerdings bei der Bürgermeisterwahl.
In seinem Heimatort kam der neue CDU-Bürgermeister Karl-Heinz
Hermanns zwar auf 52,1 Prozent, aber ein Plus von nur 27 Stimmen
gegenüber SPD-Bewerber Gregor Harzheim dürfte kein Grund zum
Jubeln sein.
Ansonsten gab es auch andernorts viel Bewegung. Die Verluste der
CDU in Huppenbroich (-10,1 Prozent), Steckenborn (-15,2), Teilen
von Simmerath (-18,7) und Rollesbroich (-23,4) werden der CDU zu
denken geben.
Wirklich massive Verluste gab es für die SPD nur in Erkensruhr
(-14,5 Prozent), ansonsten überwiegen die Zuwächse, allen voran
Rollesbroich (+28,6), Simmerath-Nordwest (+17,9), Steckenborn
(+17,1).
Guter Dinge war auch die UWG, die nur in Kesternich-Oberdorf (-9,9
Prozent) höhere Verluste quittieren musste, ansonsten aber
durchweg zulegte, was unter dem Strich ja auch mit einem Sitz mehr
belohnt wurde.
In Kesternich-Unterdorf gaben die Wähler dem UWG-Kandidaten mit
33,1 Prozent eigentlich einen klaren Auftrag, aber Helmut
Keischgens, der sich bewusst nicht auf der Reserveliste absichern
ließ, wird dem neuen Gemeinderat nicht angehören.
FDP und Grüne, die jeweils ihre beiden Sitze behielten, traten
praktisch auf der Stelle, abgesehen von einem kleinen Ausreißer
der Grünen, die im Wahlbezirk Steckenborn-Ost mit 12,2 Prozent
Zuwachs ihr Ergebnis (24,2 Prozent) glatt verdoppelten. Unter dem
Strich aber herrschte bei den beiden kleinen Fraktionen Enttäuschung.
(P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Ära
der CDU-Vorherrschaft in der Eifel geht zu Ende
Kommunalwahl
macht die Politik in Roetgen, Simmerath und Monschau
bunter. „Das ist hier nicht mehr wie früher.“
Nordeifel.
Die Zeiten der absoluten CDU-Vorherrschaft in der Eifel scheinen
vorbei zu sein. Nach der Wahl 2009 wird auch in den
Kommunalparlamenten in Roetgen, Simmerath und Monschau das
politische Leben farbiger.
In Roetgen hat die CDU erdrutschartige 14 Prozent an die UWG
verloren und endet bei knapp 27 Prozent. Addiert mit den Verlusten
von Grünen und FDP ziehen die Unabhängigen aus dem Stand mit
20,5 Prozent und fünf Sitzen in den Rat ein. Der alte und neue Bürgermeister
heißt Manfred Eis (SPD), der seinem CDU-Konkurrenten Michael
Seidel mit 63:37 Prozent keine Chance ließ.
In Simmerath rutschte die CDU erstmals unter die absolute
Mehrheit, während die SPD wieder die Talsohle verlassen hat und
die UWG längst keine Randgruppe mehr ist. Die CDU einerseits und
die vier anderen Fraktionen andererseits verfügen über je 16
Sitze. Der neue Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (CDU) schnitt
mit 54,9 Prozent klar besser als seine Partei ab und darf nun bei
Stimmengleichheit im Rat den Ausschlag geben. In Monschau
behauptete die CDU zumindest ihre absolute Ratsmehrheit und freute
sich mit Bürgermeisterkandidatin Magga Ritter über deren klaren
Sieg. „Das ist nicht mehr wie früher, als die Leute hier wie
selbstverständlich CDU wählten. Auch wir müssen im immer bunter
werdenden Parteienspektrum um jeden Wähler kämpfen“, zog
CDU-Vorsitzender Alexander Lenders eine positive Bilanz.
Gleichwohl werde seine Partei den Verlust zweier Direktmandate und
den starken Zugewinn der Grünen „sehr genau analysieren“,
sagte Lenders. (an)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Karl-Heinz
Hermanns ist neuer Bürgermeister, doch CDU verliert
Mit
54,9 Prozent im Amt. CDU rutscht unter 50 Prozent. SPD
legt zu.
Simmerath.
Karl-Heinz Hermanns (CDU) ist für sechs Jahre zum neuen
Simmerather Bürgermeister gewählt worden. Mit 54,89 Prozent
(4505 Stimmen) ließ erden SPD-Konkurrenten Gregor Harzheim, der
auf 45,11 Prozent (3703 Stimmen) kam um knappe 10 Prozent hinter
sich.
Die Partei des neuen Bürgermeisters konnte allerdings ihrem
Spitzenmann nicht folgen und rutschte erstmals bei einer
Kommunalwahl unter die 50 Prozent-Marke. Mit 49,05 Prozent verlor
sie die absolute Mehrheit im Gemeinderat und verschlechterte sich
gegenüber 2004 um fast acht Prozent und verliert gleichzeitig
zwei Sitze im Gemeinderat.
Die Christdemokraten sind damit die Wahlverlierer, während die
SPD sich mit 25,25 Prozent um sieben Prozent verbesserte und zwei
Sitze im Rat dazu gewann. Wahlgewinner ist auch die UWG, die sich
mit 13,4 Prozent leicht verbesserte und einen Sitz mehr (jetzt
vier) dazu gewann. Nur minimale Veränderungen gab es bei den Grünen
(von 6,5 auf 6,2 Prozent verschlechtert) und bei der FDP (von 6,1
auf 6,2 Prozent verbessert), die bei je zwei Sitzen bleiben und
sich enttäuscht zeigten.
Freier Fall der CDU Rollesbroich
Kurz vor 20 Uhr zeichnete sich ab, dass Karl-Heinz Hermanns es
schaffen würde. Die Parteifreunde hielten ihn ständig auf dem
Laufenden, während im Ratssaal, wo rund 50 Bürger die Wahl
verfolgten, die Ergebnisse eintrafen. Es gab Beifall, als
Wahlleiter Manfred Nellessen um 19.54 Uhr das Ergebnis bekanntgab.
„Mit Freude“ vernahm der neuen Bürgermeister das Ergebnis,
das im übrigen nicht weit seiner persönlichen Prognose entfernt
lag. Nicht in allen 16 Wahlbezirken hatte Karl-Heinz Hermanns die
Nase vorn; in zwei Lammersdorfer Bezirken und in den beiden
Steckenborner Bezirken war Gregor Harzheim der Gewinner, in
Steckenborn-Ost waren es sogar fast 77 Prozent. Mit ebenfalls 77
Prozent erzielte Karl-Heinz Hermanns dieses Ergebnis in Einruhr,
in Hammer brachte er es sogar auf 85 Prozent.
Aufhorchen ließ das geradezu sensationelle Ergebnis von Marc Topp
(SPD) in Rollesbroich, der mit 73,6 Prozent sich gegenüber 2004
um fast 30 Prozent verbessert und die CDU im freien Fall auf 19,1
Prozent abstürzen ließ.
In Einruhr gab es für Christoph Poschen mit 81 Prozent den höchsten
CDU-Sieg im Gemeindegebiet, was der UWG mit ihrem Bewerber Helmut
Keischgens in Kesternich-Unterdorf mit 33 Prozent gelang.
Das Riesen-Ergebnis in Rollesbroich dürfte wohl der CDU im
Gemeinderat wohl die absolute Mehrheit gekostet haben; sie besitzt
jetzt nur noch die Hälfte der 32 Ratssitze, die 33. Stimme hat
der Bürgermeister. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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„Kämpfen
um jeden Meter“
Ortsumgehung:
Für die Bürger in Kesternich die beste Lösung erzielen.
Staatssekretär Achim Großmann und Eifeler Genossen gestern vor
Ort.
Kesternich.
„Wir sehen ein Maisfeld. Wo liegt hier der ökologische Wert? Es
gibt doch kaum eine intensivere Form der landwirtschaftlichen
Nutzung“, sagt Gregor Harzheim und hat den Bereich im Blick, wo
nach seinem und dem Wunsch der Kesternicher Bevölkerung einmal
die neue Trasse für die Ortsumgehung verlaufen soll.

Bürgermeisterkandidat
Gregor Harzheim
Der
SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Simmerath denkt wie viele
andere Bürger, aber die Erfahrung lehrt auch, dass beim Neubau
von Straßen die ökologischen Bedenken nicht so leicht vom Tisch
zu fegen sind. Und diese Bedenken wiegen im Falle Kesternich sehr
schwer.
Vor Ort machten sich gestern die Simmerather Genossen gemeinsam
mit dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Achim Großmann
und dem Bundestagskandidaten Martin Peters im Rahmen ihrer
„Sommertour“ ein Bild über die Maßnahme. Achim Großmann,
der im Herbst seine politische Laufbahn beendet, würde noch gerne
sehen, dass bis dahin eine Lösung auf dem Weg ist, die im Sinne
der Bevölkerung ist.

vlnr:
Uwe Zink, Martin Peters, Gregor Harzheim und Achim Grossmann
machen sich
"Im Dreieck" ein Bild von der Situation vor Ort
Die
insgesamt 1,8 Kilometer lange Umgehung hat zwei kritische Punkte.
Im Bereich Nordstraße rückt die Umgehung recht nahe an die
Bebauung heran, während im Südteil die Trassenführung
umstritten ist. Der Landesbetrieb Straßenbau hat eine Variante
vorgelegt, die vorsieht, dass die im Bereich Rurberger Straße auf
die Landstraße mündende Umgehung auf der bisherigen Trasse
fortgeführt werden soll, um dann mit einem leichten Linksknick in
die B 266 Richtung zu münden. Dies würde aber bedeuten, dass das
unmittelbar an der Landstraße grenzende Wohngebiet Im Dreieck
unter einem deutlich höheren Verkehrsaufkommen zu leiden hätte.
Großmann und seine Eifeler Freunden wollen sich bemühen, dass im
Sinne der Bevölkerung die Trasse der Umgehung soweit wie möglich
nach Süden weg von der Bebauung verschoben wird. „Wir kämpfen
da um jeden Meter“, sagt Großmann, wohl wissend, dass nicht nur
in Heckenstrukturen eingegriffen werden müsste sondern auch die
Tierwelt (es gibt hier Vorkommen von Kiebitzen und Fledermäusen)
in der Argumentation einen hohen Stellenwert besitzt. Großmann:
„Bei derartigen Maßnahmen werden die Umweltkriterien sehr hoch
eingestuft.“ Die entscheidende Frage sei allerdings, „wie
solche Schwierigkeiten überwunden werden können.“ Außerdem
gelte es zu bedenken, dass eine ortsferne Variante teurer werde.
Auch für Uwe Zink, SPD-Kandidat für das Amt des Städteregionsrates,
unterstützt ein Abrücken der Trasse von der Bebauung. Es bedürfe
allerdings guter Argumente, um die gewünschte Variante letztlich
zu erreichen. Auch die Kosten-Nutzen-Relation müsse stimmen.
Achim Großmann hofft, dass ein gemeinsamer Termin mit dem
Landesbetrieb im September die Voraussetzungen für eine „neue
Problemaufnahme“ schafft.
Aus der Sicht von Gregor Harzheim sei man jetzt an einem Punkt
angekommen, „wo die Trasse realisierbar ist.“ Und er betont
noch einmal: „Die als Argument ins Feld geführten „massiven
ökologischen Bedenken“ im südlichen Teil der Trasse
„leuchten einfach nicht ein.“ Es weiß aber auch, dass die
Gegenargumentation auf sicheren Füßen stehen muss, um auch
eventuell denkbaren juristischen Schritten Stand halten zu können.
(P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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Rechtfertigt
„ominöse Umfrage“ einen Kreisverkehr?
SPD
möchte Verkehrsproblematik an der Kreuzung Rollesbroich mit
anderen Mitteln lösen. Gemeinde bisher noch nicht aktiv.
Rollesbroich.
Die Kreuzung am Ortseingang Rollesbroich ist für Bevölkerung in
Rollesbroich ein Problem, und wird in der Polizei-Statistik als
Unfallhäufungspunkt geführt. Über Möglichkeiten, das
Verkehrsaufkommen in den Griff zu bekommen (an einem Wochenende
sind hier bis zu 20 000 Fahrzeuge unterwegs) gibt es allerdings
unterschiedliche Auffassungen.
Ortsvorsteher Marc Topp erläuterte jetzt anlässlich eines
Ortstermins mit Staatssekretär Achim Großmann die Situation vor
Ort, wobei er eine „ominöse Umfrage“ des CDU-Ortsverbandes
Rollesbroich als wenig hilfreich bezeichnete, die Problematik zu lösen.
In der Umfrage waren Bürger zur Alternative „Ampel oder
Kreisverkehr?“ gefragt worden. Eine Mehrheit hatte sich dabei für
einen Kreisverkehr ausgesprochen. Ungefähr 40 Antworten seien
eingegangen, hieß es beim SPD-Ortstermin. Bei rund 450 Einwohnern
könne man hier sicherlich nicht von einer repräsentativen
Erhebung sprechen, so Marc Topp.
Einen Kreisverkehr hält der Ortsvorsteher zudem für nicht
realisierbar. „Dann würden die Autos ja bei den Leuten durchs
Wohnzimmer fahren“, hält er fest. Außerdem sei diese Lösung
bei den Bürgern nicht gewünscht.
Einen unzweifelhaften Beitrag zur Verkehrssicherheit hätten
bereits die beiden Überwachungskameras geleistet.
Achim Großmann wundert sich ebenfalls über die Aktivitäten der
CDU. Die Gemeinde Simmerath sei bisher in Richtung Kreisverkehr
bisher nicht aktiv geworden. Wohl aber habe sich die
Unfallkommission im Jahr 2008 mit der Situation in Rollesbroich
beschäftigt und festgestellt, dass die Einsicht des Autofahrers
in den Kreuzungsbereich und auch die Wahrnehmung der Stoppstraße
unzureichend seien.
Zur Verbesserung der Situation sei daher eine eindeutigere
Beschilderung erforderlich wie auch eine verstärkte Markierung.
Nachdenken könne man schließlich auch noch über kleinere
preiswerte Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung vor unter hinter dem
Kreuzungsbereich.
Das sieht auch Uwe Zink, Städteregionskandidat der SOD nicht
anders: Kleine Veränderungen am Straßenprofil könnten schon
viel bewirken. Hier solle in Verbindung mit dem Landesbetrieb Straßenbau
eine Abwägung der Möglichkeiten erfolgen.
Information
über Sanierung folgt noch hier
Anfang
der Woche wurden am Ortseingang Rollesbroich Sperrschilder
aufgestellt. Die Deckensanierung der Dürener Straße zwischen
Konertzweg und Fuhrtstraße kann beginnen.
Noch werden einige Vorarbeiten geleistet; die Vollsperrung ist
erst ab nächste Woche Realität. Insgesamt soll die Maßnahme
drei Wochen dauern.

Über
den Beginn der Maßnahme zeigte sich Ortsvorsteher Marc Topp überrascht.
Er hätte gerne in seiner Funktion als Ortsvorsteher die Bürger
über die bevorstehende Sperrung und damit verbundene Umleitung über
Lammersdorf informiert, doch sei ihm nichts vom Maßnahmenbeginn
bekannt gewesen. Die Information der Bevölkerung wolle er nun
kurzfristig nachholen. Zum Teil sollen im Zuge der Deckensanierung
auch die Bürgersteige abgesenkt werden.
Um die Initiative zu Deckensanierung hatte es zuvor einen
politischen Schlagabtausch gegeben. Marc Topp: „Ich bin froh,
dass es jetzt losgeht.“ (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)
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