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Schulz fordert
Bestandsgarantie für ländliche Kliniken
Wirtz ein "Arbeitsverweigerer"
Simmerather Haushalt 2012
einstimmig verabschiedet
Bauzeit soll ein Jahr nicht
überschreiten
Ortsumgehung: Flinte nicht ins
Korn werfen
Sportplatzkonzept soll für die
gesamte Gemeinde aufgestellt werden
Warten auf die neuen Pläne
"Große Lösung" bei der
Sekundarschule
Neues Bauland in der
Buschgasse in Eicherscheid
In Simmerath: "Am besten die
Finger davon lassen"
Sekundarschule: Simmerath will
die "große Lösung"
Ein neuer Sportplatz noch in weiter Ferne
"Simmerather Interessen"
sollen artikuliert werden
"Mäusetunnel" auf der B258
bleibt ein Dauerbrenner
"Simmerath ist Mittelzentrum"
"Neue Tür nach Hürtgenwald"
Gemeinschaftsschule auf Augenhöhe
Bauzaun
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Rollesbroich: Schnelle Lösung des Verkehrsproblems muss her Neue
Zufahrt zur Biogasanlage nur über den Klageweg?
Simmerath
vor Bruch mit Monschau
Monschau
will Geld für Simmerather Hauptschule umwidmen
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in Simmerath wird noch nicht abgeschrieben
Gemeinschaftsschule:
Simmerath sieht das bessere Raumkonzept Führt
Radweg zur Revolution? "Bewegen
uns im Bereich der Spekulation"
Die
Bildungsstätte als Aushängeschild Abwassergebühren:
CDU vermisste den Protest des BBKE Steuererhöhungen
der Knackpunkt im Haushalt Simmerather
Genossen bündeln die Kräfte
SPD
gründet neuen Ortsverein |
Pressemeldungen
Mo. 07.05.2012
Schulz
fordert Bestandsgarantie für ländliche Kliniken
Präsident des
EU-Parlamentes legt ein starkes Wort für die Eifelklinik
Simmerath ein. Gemeinsam mit Stefan Kämmerling zu Gast.

v.l.n.r.: Dr. Ulrich
Mauerer, Martin Schulz, K.-H. Hermanns, Stefan
Kämmerling, Gregor Harzheim, Siegfried Peeters
Foto: Anneliese Lauscher
Simmerath. Im
Krankenhaus Simmerath, der Eifelklinik St. Brigida,
wurde hoher Besuch empfangen: Martin Schulz, der
Präsident des Europäischen Parlaments, kam zusammen mit
Stefan Kämmerling, dem Landtagskandidaten der SPD, nach
Simmerath, um sich vor Ort über das Krankenhaus zu
informieren. Die beiden Politiker wurden begleitet von
Karl-Heinz Hermanns, dem Bürgermeister der Gemeinde
Simmerath, der auch Vorsitzender des
Krankenhaus-Beirates ist, von Gregor Harzheim, dem
Fraktionsvorsitzenden der SPD im Simmerather Rat und von
Siegfried Peeters, dem Vorsitzenden der SPD Simmerath.
Herzlich hieß sie Dr. Ulrich Mauerer, der
Geschäftsführer der Eifelklinik, willkommen, ihn
begleitete die Vorsitzende des Betriebsrates, Simone
Werker-Schwartz.
Dr. Mauerer stellte die
Artemed-Gruppe vor, die vor zwei Jahren das Krankenhaus
übernommen hat, und erinnerte an die Ereignisse vor der
Übernahme, als das Krankenhaus schlecht belegt war, die
Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten nicht gut
funktionierte und das Vertrauen gesunken war. „Wir
konnten das Vertrauen wieder gewinnen“, berichtete Dr.
Mauerer. Er zeigte die wesentlichen Neuerungen auf, die
Investitionen in Stationen und den neuen
Kreißsaalbereich. Laut einer Untersuchung der
Techniker-Krankenkasse, die 2000 deutsche Krankenhäuser
nach verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtete, steht
die Eifelklinik ganz oben in der Bewertung durch
Patienten, „viermal auf dem Siegertreppchen und zweimal
auf Platz 2“. Dies führt Dr. Mauerer darauf zurück,
„dass die Patienten hier besondere Zuwendung erfahren
und sich gut aufgehoben fühlen“.
Gregor Harzheim erinnerte an
die unruhige Zeit der Besorgnis, als die Bevölkerung für
den Erhalt „ihres“ Krankenhauses auf die Straße ging.
Mit offensichtlicher Bewunderung sagte Martin Schulz:
„Ich habe noch nie gehört, dass sich eine
Bürgerinitiative gründet zum Erhalt eines
Krankenhauses.“ Es sei „interessant und faszinierend,
welchen Optimierungsprozess hier ein
privatwirtschaftliches Unternehmen in Gang gesetzt hat“.
Bürgermeister Karl-Heinz
Hermanns, der auch als Vorsitzender des
Krankenhaus-Beirates sprach, hielt den Gästen vor Augen,
dass das Krankenhaus mit 235 Beschäftigten der
zweitgrößte Arbeitgeber in der Gemeinde sei. Sorgen
macht ihm der Landeskrankenhausplan, wonach die
Eifelklinik über 75 anerkannte Betten verfügt, aber
einen deutlich höheren Bedarf angemeldet habe.
Einigkeit über Parteigrenzen
„Egal ob schwarz, rot oder
gelb oder grün, hier muss parteiübergreifend Einigkeit
bestehen“, forderte Karl-Heinz Hermanns. Er richtete an
Stefan Kämmerling den Appell, dass er sich für das
Krankenhaus einsetzen möge, falls er in den Landtag
gewählt werde.
Dieser pflichtete ihm bei
und versicherte, er sei sensibilisiert für dieses
Anliegen „Ich möchte ein Freund dieser Klinik werden“,
sagte Stefan Kämmerling. Martin Schulz fügte hinzu: „Ich
weiß nicht, wie lange es noch gutgeht mit dem Druck der
Durchökonomisierung. Krankenhäuser wie dieses hier im
ländlichen Raum, die einen Sicherstellungsauftrag haben,
müssten unabhängig von der Ökonomisierung in ihrer
Existenz gesichert sein. Das muss man auf Landesebene
diskutieren.“
Nach einer kleinen
Besichtigungsrunde hätte der Präsident des EU-Parlaments
gerne eine Kerze in der Kapelle angezündet – für den 1.
FC Köln. Das ging leider nicht, denn er wollte die
dortige Andacht nicht stören. Und wie man inzwischen
weiß, hätten wohl selbst 1000 Kerzen nichts genützt.(ale)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Sa. 21.04.2012
Wirtz ein
„Arbeitsverweigerer“
SPD-Landtagskandidat Stefan Kämmerling geht gegen den
politischen Konkurrenten verbal rustikal zur Sache.
Simmeraths Fraktionschef Gregor Harzheim: Gemeindeverwaltung
wird „nicht gut geführt“.
Eicherscheid. Die
Gründung der SPD Simmerath vor 50 Jahren soll am Samstag,
16. Juni, mit einem Festabend im Hotel „Lammersdorfer Hof“
begangen werden. Dies teilte Franz-Josef Hammelstein im
Rahmen der Jahreshauptversammlung mit.
Zum Jubiläumshighlight führte
Vorsitzender Siegfried Peeters aus, werde Franz Müntefering
die Laudatio halten und neu in die Partei eintretenden
Genossen ihr Mitgliedsbuch überreichen, die Ehrung
verdienter Parteiangehöriger stehe zudem im Mittelpunkt der
Veranstaltung, bereichert von Darstellung geschichtlicher
Ereignisse und Entwicklungen wie Referaten zu aktuellen
tagespolitischen Themen. Sogar ein kabarettistisches
Unterhaltungsprogramm sei in Vorbereitung.

v.l.n.r.: Norbert Brewer
(Schriftführer), Siegfried Peeters (Vorsitzender),
Landtagskandidat Stefan Kämmerling und Fraktionsvorsitzender
Gregor Harzheim
Foto: Stefan Kämmerling
Aus dem Bericht des Vorsitzenden
ging hervor, dass die Präsenz der Nordeifeler SPD mit einem
Stand auf dem Simmerather Markt reichen Zins für den
sozialen Zweck trug: Mehr als 12 000 Euro wurden erzielt und
lokalen Kindergärten bereitgestellt. Die Werbung neuer und
vor allem junger Mitglieder werde, konstatierte Siegfried
Peeters, als vordringlich erachtet. Zehn Prozent Zuwachs
seien das erklärte Nahziel, dann könne die „magische Hundert
“ statt derzeit 96 ausgewiesener Parteifreunde übersprungen
werden. Die Gründung eines Verbandes Nordeifeler
Jungsozialisten sei demnach denkbar.
Martin Schulz mischt mit
Mit einer umfangreichen
Werbekampagne, versprach Peeters, werde Simmeraths
Ortsverein die Bewerbung des Landtagskandidaten Stefan
Kämmerling vorbehaltlos unterstützen. Dieser tritt am 13.
Mai zur Landtagswahl in Konkurrenz zum CDU-Politiker Axel
Wirtz an, dem er 2010 nur hauchdünn unterlegen war.
Kämmerling möchte nun den Wahlkreis in seiner Heimatstadt
Eschweiler, Stolberg, Monschau, Roetgen und Simmerath für
die SPD erobern. Zum Erreichen dieses Ziels wird auch der
Präsident des Europaparlamentes, Martin Schulz, in den
nächsten Tagen mit seinen Nordeifeler Parteifreunden auf
Bürgertour gehen und Wähler mobilisieren.
„Es gab nichts auszusetzen, wir
konnten Simmeraths Haushaltssatzung ohne Wenn und Aber
zustimmen und den Entwurf im Einklang mit allen
Ratsfraktionen verabschieden“, erklärte Gregor Harzheim,
SPD-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat.
Gleichwohl übte er Kritik: „Die
Verwaltung im Rathaus wird nicht gut geführt. Wir mussten
daher die Erweiterung des Stellenplans ablehnen.“ Harzheim
bedauerte, „dass sich die Mehrheitsfraktionen nicht auf ein
gemeinsames Schwimmbad für alle drei Nordeifelkommunen
verständigen konnten, die jetzige kleine Lösung wird nun
teurer“. Harzheim bezeichnete es als „unlauter“, die
einstige Sportstätte als Bauland zu vermarkten. Man habe dem
Sportverein Zusagen gemacht, „die Versprechungen aber nicht
eingehalten“.
„Zirkus“ in der Schulpolitik
Zum Thema „Wirtschaftswege“
stellte der Fraktionssprecher fest, ständig würden mit
fadenscheinigen Begründungen neue Wege geteert, offenbar
damit „vor allem illegaler Autoverkehr ungehindert fließen“
könne. Zufrieden zeigte sich Gregor Harzheim in der
Schulfrage darüber, „dass im Zirkus um den Streit zwischen
den Verwaltungsspitzen Simmerath und Monschau endlich
Frieden geschlossen“ wurde. Der Dauerstreit der
Nachbarkommunen ließ viele junge Roetgener zu
Unterrichtsstätten in Aachen oder Stolberg abwandern, sie
gingen damit der Nordeifeler Schullandschaft verloren“.
Zum Komplex des 700 Millionen
teuren Pumpspeicherkraftwerks meinte Harzheim, grundsätzlich
seien die Genossen offen für gute Methoden, Energie zu
speichern und bei Bedarf kostengünstig abzurufen, aber
„viele Fragen bleiben unbeantwortet, wir haben Sorge um das
touristisch attraktive Erholungsgebiet Rursee. Welche
Auswirkungen hat etwa der ständig schwankende Wasserstand
auf Tiere, Fischer, Angler, Segler, die weiße Flotte,
Wanderer und Naturfreunde?“
„Blockadepolitik“ beenden
Landtagskandidat Stefan
Kämmerling zeigte sich für den 13. Mai optimistisch:“Die
Blockadepolitik der CDU und das Versagen der FDP auf der
ganzen Linie müssen ein Ende haben.“ Die schwarz–gelbe
Landesregierung habe die Schulden auf 130 Milliarden Euro
hochgetrieben. Kämmerling bezeichnete den Düsseldorfer
CDU–Parlamentarier Axel Wirtz als „nicht unumstritten“
Axel Wirtz habe „den Zenit
überschritten und trat die vergangenen zwei Jahre als
Oppositioneller im Landtag schlicht als Arbeitsverweigerer
auf“, obwohl er in seinem Wahlkreis „in der Pflicht“ sei.
Kämmerling postulierte zum Abschluss seiner Ansprache: „Wir
Nordeifeler Sozialdemokraten sind für Beibehaltung von
Gymnasium und Realschule, zugleich aber für die Einführung
der Gemeinschaftsschule.“ (M. S.)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Mi. 18.04.2012
Simmerather Haushalt 2012 einstimmig verabschiedet
Simmerath. Die Not ist
groß. Seit Jahren schimpfen die Kommunen über die ihrer Meinung
unzureichende finanzielle Ausstattung durch das Land. Das
fortgesetzte Klagen über die Benachteiligung des ländlichen
Raumes bestimmte auch die Haushaltsdebatte im Rat der Gemeinde
Simmerath, die am Ende zumindest in einem Punkt keinen Grund zur
Klage bot: Die fünf Fraktionen verabschiedeten den Etat 2012
einstimmig.
Das strukturelle Defizit von 2,8
Millionen Euro ließ zwar keine Freude aufkommen, aber im
Vergleich zu vielen anderen Kommunen kann Simmerath die
Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes vermeiden, so
dass - wenn auch stark eingeschränkt - noch selbstbestimmter
Handlungsspielraum vorhanden ist.
Der Haushalt 2012, von der Verwaltung streng an finanziellen
Realitäten orientiert aufgestellt, bot wenig Raum für
ausschweifende politische Auseinandersetzungen und auch
Änderungsanträge blieben daher in den Schubladen.
CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer brachte es bei der Debatte am
Dienstagabend auf den Punkt: «Der Haushalt bietet einen
Kompromiss zwischen der Notwendigkeit zu sparen und der Absicht,
die positive Entwicklung der Gemeinde Simmerath nicht zu
bremsen.»
Offensichtlich werde aber im Haushalt 2012 die finanzielle
Benachteiligung des ländlichen Raumes durch die rot-grüne
Landesregierung. Erfreulich sei, dass in Simmerath große
Investitionen zur Verbesserung der Lebensqualität jetzt zum
Abschluss gebracht werden könnten. In Zukunft sei es geboten,
jede einzelne Maßnahme auf ihre Notwendigkeit hin zu überprüfen.
Nicht mehr in Frage gestellt für 2013 werde der Ausbau der
Straße Erkensruhr-Hirschrott und der Lindenstraße in Simmerath.
SPD-Fraktionssprecher Gregor Harzheim sah in der Vermeidung
eines Haushaltsicherungskonzeptes einen positiven Effekt des
Haushalts 2012, dennoch ändere dies nichts daran, dass die
finanzielle Ausstattung der Gemeinde «unverändert unzureichend»
sei. Nicht abrücken wolle die SPD von der Forderung, dass
Simmerath einen neuen Sportplatz brauche. Dieses Versprechen
gegenüber der Hansa Simmerath müsse eingehalten werden; zur
Einhaltung dieses Versprechens forderte Harzheim auch die
Mehrheitsfraktion auf. Ein zentrales Thema für die Zukunft sei
die Neuorganisation des Schulwesens. Die Sekundarschule
Nordeifel müsse 2013 ihre Arbeit aufnehmen. Die schon einmal
erfolgte Verschiebung habe beim Wahlverhalten der Schüler in
Roetgen bereits negative Auswirkungen gezeigt.
FDP-Fraktionssprecher Hermann-Josef Bongard sah auch den
positiven Effekt des Haushaltsplans darin, dass sich die
Gemeinde die Freiheit zur Selbststimmung über ihre Finanzen
erhalten habe. Wie die anderen Fraktionen auch, griff Bongard
auch die Pläne für einen Neubau der Naturkundlichen
Bildungsstätte am Bauernmuseum Lammersdorf auf. Zur
Entscheidungsfindung sei es unerlässlich, zuvor eine Konzeption
zu erstellen. Unzufrieden müsse man mit der derzeitigen
Situation in Woffelsbach sein. Während die
Dorferneuerungsmaßnahme ihrer Vollendung entgegen sehe, gebe es
bei der «neuen Mitte» kein richtiges Vorwärtskommen, was
anscheinend an der personellen Unterbesetzung der Bauabteilung
der Gemeinde liege.
Grünen-Sprecher Klaus Stockschlaeder sah im Etat 2012 «keine
wirklichen Einsparmöglichkeiten.» Die Forderung nach einer
besseren finanziellen Ausstattung der Kommunen sei
gerechtfertigt, aber auch bei Bund und Land sehe man nur «in
tiefe Schuldenlöcher.» Auch eigene Anstrengungen in Simmerath
dürften nicht fehlen. Der geplante Windpark Lammersdorfer Wald
werde ab 2014 im Haushalt mit einer Einnahme von 450 000 Euro
geführt. Sparen allein nütze nichts. Für den kommenden Haushalt
werde man einige konkrete Vorschläge einbringen wie die Gemeinde
ihre Einnahmen verbessern könne.
UWG-Sprecher Stephan Weber sah einen Haushalt, der Sparwillen
zum Ausdruck bringe, allerdings müsse man in Zukunft bei
Großprojekten wie bei der energetischen Sanierung der
Hauptschule Simmerath strenger die Kosten-Nutzen-Relation
betrachten. Verzichten solle man auch auf das Gutachten für eine
nicht finanzierbare Naturkundliche Bildungsstätte. Zur Erzielung
von Einnahmen dürfe es zu keiner weiteren Belastung der Bürger
kommen.
Abschließend versicherte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, dass
es in seiner Wahlzeit keinen Vorschlag der Verwaltung geben
werde, die Steuern zu erhöhen. Im übrigen werte er die
einstimmige Verabschiedung des Haushalts als «ein
bemerkenswertes Ergebnis in schwierigen Zeiten.»
Stellenplan nur von der
Mehrheit getragen
Nicht so glatt wie die Verabschiedung des Haushaltes 2012 ging
der Stellenplan der Verwaltung über die Bühne, der mit den
Stimmen von der CDU/FDP-Mehrheit verabschiedet wurde. SPD und
UWG stimmten dagegen, die Grünen enthielten sich.
Streitpunkt war die Erhöhung um 1,5 Stellen, die
CDU-Sprecher Bruno Löhrer als «gerechtfertigt» bezeichnete, da
mehr Aufgaben auf die Verwaltung zukommen würden. Die
steigende Belastung des Personals sah zwar auch SPD-Sprecher
Gregor Harzheim, aber es sei nicht erkennbar, ob mit mehr
Personal auch die Probleme gelöst würden. Außerdem zeigte er
sich nicht einverstanden mit dem Verfahren, dass der
Bürgermeister kurzfristig die neuen Stellen angemeldet habe.
Bürgermeister Hermanns entgegnete, dass er vor der
Fraktionssitzung des Hauptausschusses seine Absichten zum
Stellenplan bekundet habe. (P.St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Do. 05.04.2012
Bauzeit soll ein Jahr nicht überschreiten
Pumpspeicherkraftwerk Rursee: Eine Mauer im Schilsbachtal
erscheint unrealistisch. Transparente Diskussion gewünscht.
Simmerath. Das geplante
Pumpspeicherkraftwerk Rursee soll einmal riesige Mengen an
Wasser zur Stromerzeugung bewegen, aber ehe es soweit ist,
bewegen die Bürger zunächst einmal zahlreiche Fragen, auf die es
oft noch keine zufriedenstellenden Antworten gibt. Wie lange
wird der Rursee während der Bauphase trockengelegt? Wird die
touristische Nutzung eingeschränkt? Wie stark schwankt der
Rurseepegel? Wie wirken sich die Strömungen aus? Welchen Umfang
genau nimmt das Oberbecken bei Strauch ein? Und: Was hat der
Bürger eigentlich für einen Nutzen von einem Kraftwerk?
|
Antworten auf diese und andere Fragen, soweit dies in
diesem frühen Stadium möglich ist, sollen bei einer in
rund vier Wochen stattfindenden Bürgerinformationen
gegeben werden.
Eine lebhafte Diskussion löste das Mammut-Projekt
Pumspeicherkraftwerk (Leistung 650 Megawatt) im
Zusammenhang mit der formal erforderlichen Änderung des
Regionalplanes jetzt auch im Simmerather
Planungsausschuss aus, und nach 100 Minuten Information
und Austausch steht aus Sicht des Talsperrenbetreibers,
dem Wasserverband Eifel-Rur (WVER) zumindest fest, dass
zum jetzigen Zeitpunkt der Planung keine
Hinderungsgründe vorliegen, die zu einem Scheitern des
Projektes führen würden. Der Stadtwerkeverbund Trianel
als Bauherr des Kraftwerkes ist ernsthaft am Standort
Rurtalsperre interessiert; derzeit wird in NRW aktuell
nur noch ein weiteres Projekt im Regierungsbezirk
Detmold ernsthaft verfolgt.
Auch seitens des Ausschusses zeigte man sich am Fortgang
des Projektes interessiert, was in einem einstimmigen
Beschluss zum Ausdruck kam. Allerdings hielt man auch
fest, dass als Voraussetzung die touristische Nutzung
des Rursees im bisherigen Umfang weiter möglich sein
muss (hier denkt man vor allem an die Pläne für die
Woffelsbacher Bucht) und die Bauzeit möglichst kurz
gehalten werden soll. Mit transparenten Informationen
für die Bürger solle das Projekt begleitet werden.
Diese drei Punkte sind auch ganz im Sinne des WVER, wie
Herbert Polczyk, beim Wasserverband zuständig für den
Talsperrenbetrieb, in der Sitzung betonte. Auf die
Anfrage der Trianel GmbH, die Rurtalsperre für
erneuerbare Energien zu nutzen, war der WVER übrigens
bestens vorbereitet, hatte doch unabhängig davon Anfang
des vergangenen Jahres ein Treffen der
NRW-Wasserverbände stattgefunden, um festzustellen,
welche Gewässer im Lande für Pumpspeicherkraftwerke
überhaupt geeignet wären.
Was man beim WVER schon
weiß: Die drei Dammbauwerke des Rursees machen bei
Pegelschwankungen ebenso wenig Probleme wie auch die
Uferlinie. Das Strömungsverhalten würde sich verändern
und sich in der Schilsbachbucht, wo der Entnahmeturm für
die Beschickung des Oberbeckens bei Strauch gebaut
werden soll, auf jeden Fall so stark auswirken, dass
ungeübte Schwimmer den Rursee dort besser meiden. In
diesem Bereich ist auch eine Aufwirbelung von Sediment
zu erwarten. Nicht betroffen von diesen
Strömungsbewegungen wäre die Woffelsbacher Bucht. Eine
weitere Aufgabe sei, so Polczyk, die Steganlagen zu
optimieren. |

Die Schilsbachbucht (Foto:
P. Stollenwerk) |
Zum Thema Freizeit-Nutzung erinnerte
Polczyk noch einmal an die Ursprungsfunktion der 1939 in Betrieb
genommenen Talsperre. Der wasserwirtschaftliche Aspekt müsse
immer im Vordergrund stehen, wenngleich der WVER die
touristische Nutzung nach wie vor unterstützend begleite. Hier
kommt dann auch die bereits emotional diskutierte Frage der
Bauzeit ins Spiel. Polczyk: „Auf die Talsperre als
Hochwasserspeicher können wir nicht länger als ein Jahr
verzichten.“ Wilde Spekulationen gab es bereits um eine Mauer,
die das Schilsbachtal vom übrigen See abtrennen und als
Austauschbecken für das Kraftwerk dienen könnte. Da ein solches
Projekt eine Bauzeit von bis zu fünf Jahren in Anspruch nehmen
würde, wird diese mögliche Variante vom WVER erst gar nicht
verfolgt.
Polczyk: „So lange können wir das Talsperrensystem nicht außer
Betrieb nehmen.“ Die Bauzeit von einem Jahr, beginnend nach dem
Frühjahrshochwasser, könne allerdings nur ein Ziel sein.
Außergewöhnlich schlechte Witterung würde die Phase verlängern.
Problematisch mit einem Vollstau werde es auch dann, wenn sich
der Bauphase direkt ein Trockenjahr anschließe.
Bruno Löhrer (CDU) begrüßte
grundsätzlich die Planung, forderte aber die Trianel GmbH auf,
darüber nachzudenken, wie entstehende wirtschaftliche Nachteile
der Rurseenutzer ausgeglichen werden könnten.
Für Manfred Sawallich (SPD) ist von
entscheidender Bedeutung, dass man offen sein müsse für alle
Fragen und „nichts beschönigen“ dürfe. „Wir erwarten ehrliche
Antworten, die in Übereinstimmung mit dem Wassersport und der
touristischen Nutzung zu bringen sind.“
Hermann-Josef Bongard (FDP) wusste,
dass es auch „Ängste und Befürchtungen“ gebe, umso mehr sei eine
transparente Diskussion erforderlich.
Markus Hakes, Trianel-Projektleiter
Wasserspeicherkraftwerke Deutschland, betonte, dass es bei der
Bauzeit „ein gewisses Restrisiko“ gebe, aber Ziel sei es,
innerhalb eines Jahres den Entnahmeturm zu bauen. Zum
praktischen Betrieb des Kraftwerkes widersprach Hakes der
landläufigen Vorstellung, dass ruckartig sieben Millionen
Kubikmeter Wasser zwischen Ober- und Unterbecken ausgetauscht
würden. Die bewegten Mengen seien weitaus geringer, und häufig
werde das Kraftwerk nur unter Teillast gefahren.(P. St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Sa. 10.03.2012
Ortsumgehung: Flinte nicht ins Korn werfen
Trotz
Rückstufung: Trasse soll noch auf den Tisch
Kesternich. Eine Ortsumgehung der B 266 für Kesternich ist
politisch gesehen vom Tisch, seitdem die Landesregierung die
Prioritätenliste für Straßenbaumaßnahmen neu aufgestellt hat.
Dabei wurde die Ortsumgehung Kesternich in den „nachrangigen
Bedarf“ zurückgestuft. Aus der Sicht der Landesregierung soll
das Verfahren „ruhend gestellt“ und damit abgeschlossen werden.
Mit
dieser Regelung aber ist man bei der Gemeinde Simmerath nicht
ganz glücklich, weil bereits eine Bürgerbeteiligung terminiert
und die Festlegung der Trassenführung durch den Landesbetrieb
Straßenbau kurz vor dem Abschluss stand. Die planende Behörde
hatte im November des vergangenen Jahres die Planunterlagen
bereits nebst Umweltverträglichkeitsstudie und Verkehrsgutachten
der Gemeinde zugesandt. Zumindest den Verfahrensschritt des
Linienbestimmungsverfahrens solle man noch zu Ende führen,
meinte die Verwaltung und erhielt jetzt auch im Tiefbauausschuss
Zustimmung für diese Auffassung.
Der
Ausschuss beschloss bei seiner Sitzung am Donnerstagabend bei
einer Gegenstimme, dass die Gemeinde Simmerath in Gesprächen mit
dem NRW-Verkehrsministerium darauf drängen soll, das
Linienbestimmungsverfahren für eine Ortsumgehung weiterzuführen
und die Einstufung aus dem nachrangigen Bedarf wieder
zurückzunehmen. Zudem gelte es auch, das wieder gestiegene
Verkehrsaufkommen zu berücksichtigen.
Eine
Ortsumgehung für Kesternich sei nach wie vor „sinnvoll und
notwendig“, unterstrich Sascha Schlepütz (CDU). Daher sei es
auch sinnvoll, eine Darstellung der Trassenführung als
Diskussionsgrundlage zu präsentieren. Mit der Rückstufung sei
dieser die Grundlage genommen worden.
Nach
wie vor bedürfe es einer Ortsumgehung für Kesternich, meinte
auch Marc Topp (SPD), der einen Sachstandsbericht über das
Verfahren gewünscht hatte.
Reserviert betrachtete Günter Mießen (Grüne) die erneuten
Aktivitäten. „Das wäre zugleich der Start für eine neue
Diskussionsrunde.“ Dann rede man in fünf bis zehn Jahren noch
immer über eine Umgehung, „die nie kommen wird.“ Außerdem
blockiere man alternative innerörtliche Lösungen für eine
Verkehrsführung.
Bruno
Löhrer (CDU) betrachtete es als nicht angebracht, dass die
Landesregierung ein Verfahren abrupt abbreche, und auch Ulrich
Offermann, der Kesternicher Ortsvorsteher witterte noch Chancen:
„Wir sollten beim Thema Ortsumgehung die Flinte noch nicht ins
Korn werfen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ (P. St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Mi. 25.01.2012
Sportplatzkonzept soll für gesamte Gemeinde aufgestellt werden
Simmerath. «Wir fordern den
Sportplatz», hatte der Fußball-Nachwuchs der Hansa Simmerath auf ein
Plakat geschrieben und war damit in den Sitzungssaal des Simmerather
Rathauses eingezogen, wo der Strukturausschuss über einen
Fußballplatz im Zentralort Simmerath debattierte, nachdem das alte
Sportplatzgelände in Wohngebiet umgewandelt wird.

Foto: Peter Stollenwerk
Die Kinder mussten ihr
Plakat nach freundlicher Aufforderung durch den
Ausschussvorsitzenden Jens Wunderlich zwar wieder einrollen, weil
die Gemeindeordnung Meinungsäußerungen dieser Art nicht zulässt,
aber die Problematik war den Entscheidungsträgern sehr wohl bewusst.
Rund 40 Hansa-Mitglieder, darunter auch Vorsitzender Manfred Abel,
verfolgten die einstündige Beratung, die mit der Feststellung
endete, das zum jetzigen Zeitpunkt keine Entscheidung über einen
Sportplatzneubau in Simmerath getroffen werden kann. Nun soll die
Verwaltung mit dem neugegründeten Gemeindesportverband und unter
Einbeziehung der Fußballvereine ein Konzept erstellen, das den
zukünftig tatsächlich zu erwartenden Bedarf an Sportplätzen
definiert.
Bei diesen Überlegungen dürfte dann neben den Wünschen aus Simmerath
auch beispielsweise die weitere Planung des Sportzentrums in
Kesternich eine Rolle spielen. Die Ergebnisse dieses Arbeitskreises
sollen dann die Grundlage für einen Beschluss bilden. Bis dahin muss
sich die Hansa-Fußballabteilung also noch gedulden.
Zuvor hatte für die CDU Christoph Poschen ebenfalls festgestellt,
dass die Sportplatzfrage für Simmerath «noch nicht entscheidungsreif»
sei. Die demografische Entwicklung werde auch beim Fußball spürbar,
und die Anzahl der Mannschaften gehe zurück. Die Hansa hat derzeit
eine Seniorenmannschaft in der Kreisliga C als Spielgemeinschaft mit
Viktoria Huppenbroich gemeldet sowie je eine A-, F- und
Bambini-Mannschaft.
Um so mehr, betonte Poschen bedürfe es einer Bedarfsanalyse. «Als
Kommunalpolitiker dürfen wir nicht an diesem Bedarf vorbei
entscheiden.»
Unbedingt an einem Sportplatz in Simmerath festhalten wollte
dagegen die SPD, erst recht nachdem die Hansa einen
Alternativvorschlag für einen Sportplatzbau (Naturrasen) eingebracht
hat, der 200.000 Euro unter der vorliegenden Berechnung der
Verwaltung liegt. Norbert Brewer erinnerte zudem daran, dass der
Hansa vor zwei Jahren mit Wegfall der Josef Jansen-Sportstätte ein
adäquater Ersatz versprochen worden sei.
Daher wolle man konsequent an einem neuen Sportplatz auf dem
Grundstück neben der Leitstelle festhalten. Der Fußballabteilung
müsse eine Perspektive für ihre Arbeit eröffnet werden, wolle man
ein Auseinderbrechen der Abteilung verhindern.
Für Günter Mießen (Grüne) stand ebenfalls die Bedarfsermittlung im
Vordergrund, gelt es doch allen Akteuren gerecht zu werden. Als
«nicht entscheidungsreif» sah auch Stephan Weber (UWG) die
Sportplatzfrage. Auch die Hansa dürfe sich einer Kooperation nicht
verschließen, und bei der zukünftigen Planung sei es auch ganz
wichtig, «über den Tellerrand hinauszuschauen.»
Auch für Hermann-Josef Bongard (FDP) galt es, «zusammen mit den
Vereinen eine vernünftige Lösung für die gesamte Bevölkerung zu
finden.»
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der als Alternativvorschlag die
Aufwertung des Kleinspielfeldes an der Hauptschule ins Spiel
gebracht hatte, stellte fest, dass man der Hansa nichts wegnehmen
wolle. Die Gemeinde müsse aber verantwortlich mit den Finanzmitteln
haushalten, und weniger als 100 Geburten im Jahr seien ebenfalls
eine Tatsache, die bei den zukünftigen Planungen zu berücksichtigen
sei. Er strebe eine Lösung an, «mit der die Hansa leben kann.»
(P.St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Sa. 07.01.2012
Warten auf die neuen
Pläne
Ortsumgehung Kesternich bleibt auch
2012 der politische Dauerbrenner
Kesternich. Seit fast einem Jahrzehnt ist sie der Dauerbrenner,
wenn es um Ortspolitik in Kesternich geht: die Umgehungsstraße. Vor
etwa zwei Jahren sprach Vieles dafür, dass eine Umgehung für den Ort
und damit eine Entlastung der an den Hauptverkehrsstraßen lebenden
Bürger greifbar nahe war. Nun aber ist auch das Jahr 2011 ins Land
gegangen und mit ihm drei weitere genannte Termine, die vom
zuständigen Landesbetrieb Straßenbau für ein Vorlegen der
Ausbauplanung genannt worden waren. Hieß es zunächst, „bis Ostern“
würden die neuen Pläne vorgelegt, wurden daraus zunächst die
Sommerferien und schließlich der Herbst 2011.
Nun hat das
Jahr 2012 begonnen, doch die Pläne des Landesbetriebs lassen weiter
auf sich warten. „Der zuständige Dezernent beim Landesbetrieb
Straßenbau befindet sich noch in Urlaub. Wir hoffen, nächste Woche
etwas mehr sagen zu können“, konnte Simmeraths Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns keinen neuen Wasserstand vermelden und wusste
auch noch nicht, wie der CDU-Ortsverband Kesternich, der die
Umgehung als Topthema für seine Jahreshauptversammlung am 16. Januar
angekündigt hat, die Sache dann behandeln wird.
Bei den
führenden Parteien besteht weitgehend Einigkeit über eine Zustimmung
zur Ortsumgehung, auch wenn die Simmerather SPD in einer
Resolution im Oktober betonte,
„dass eine Lösung gefunden wird, die das Problem nicht nur von einem
Ortsteil auf einen anderen Ortsteil verschiebt“, und die Umgehung
auch wirklich eine Umgehung des Ortes sein müsse und einen
annehmbaren Kompromiss darstelle, mit dem alle Beteiligten leben
könnten.
Nachrangiger
Bedarf
Bei der CDU schoss
man sich indes auf die rot-grüne Landesregierung ein, die die
Ortsumgehung im Spätsommer in den „nachrangigen Bedarf“
zurückgestuft hatte. Während die SPD erläuterte, die
Prioritätensetzung sei notwendig, weil man Geld aus dem
Straßenneubauetat in den Straßenunterhalt umschichten wolle, sieht
die Union hier die grundsätzliche Absicht von Rot-Grün, Straßen nur
zu erhalten statt neue zu bauen.
mehr dazu
Indes hat
die Städteregion nun Zahlen vorgelegt, die Aufschluss über
Verkehrsdichte und Temponiveau auf den betroffenen Straßen geben.
Bei einer neuntägigen Dauermessung im Juli (mit Wochenende, aber
ohne Rurseefest) wurden auf der B 266 in Höhe Haus Nr. 143, also am
Ortsausgang Richtung Einruhr, 22 000 Fahrzeuge insgesamt gemessen,
die aus dem Ort fuhren und 24 000, die nach Kesternich einfuhren.
„Besonders ortsauswärts geben da viele schon Gummi“, kommentierte
Detlef Funken eine Verstoßquote von fast 22 Prozent. Ortseinwärts
waren es immerhin noch 9,6 prozent, die zu schnell waren.
Geahndet
wurde dies bei der Dauermessung übrigens nicht – im Gegensatz zu den
immerhin 24 Terminen, zu denen der mobile „Blitzer“ 2011 in
Kesternich parkte, dabei 7313 Fahrzeuge zählte und deren 1223 (16,7
Prozent) blitzte.
Etwas
gemächlicher, nach Meinung der Anwohner aber immer noch viel zu
schnell, fährt man auf der Straucher Straße. Hier wurden –
allerdings schon 2010 – in zwei Winterwochen 12 530 Autos
ortseinwärts und 13 000 ortsauswärts gezählt. In Höhe der Einmündung
„Im Sief“ waren 4,6 Prozent der Fahrer, die nach Kesternich
hineinfuhren, zu schnell. Richtung Strauch betrug die Verstoßquote
nach Angaben der Städteregion 6,6 Prozent.(hes)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Do. 15.12.2011
„Große Lösung“ bei der Sekundarschule
Hürtgenwald, Monschau und Simmerath
verständigen sich auf gemeinsamen Beschluss zur Weiterentwicklung der
Schullandschaft

Zug um Zug geht die energetische
Sanierung des Hauptschulgebäudes in Simmerath weiter.
Ein Standort Simmerath bei Errichtung einer Sekundarschule ist für
den Gemeinderat unverzichtbar.
Foto: P. Stollenwerk
Nordeifel. Kurz vor dem Jahresende 2011 und kurz vor der möglichen
Zerschlagung der Schullandschaft in der Nordeifel haben alle
Beteiligten dann doch noch die Kurve bekommen, um gemeinsam auf die
Zielgerade einzubiegen: Der Errichtung einer gemeinsamen
Sekundarschule der vier Eifelkommunen Hürtgenwald, Monschau, Roetgen
und Simmerath zum Schuljahr 2013/14 steht nichts mehr im Wege.
Der Gemeinderat
Simmerath sprach sich in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig
für die für diese „große Lösung“ aus; zeitgleich verabschiedete auch
der Stadtrat Monschau einen wortgleichen Beschluss, ein Konzept für
die Errichtung einer gemeinsamen Sekundarschule zu erarbeiten. Der
ebenfalls am Dienstag tagende Roetgener Gemeinderat kam zwar noch zu
keiner politischen Willensbildung, steht aber der Mitgliedschaft in
einem noch zu gründenden Schulzweckverband durchaus positiv
gegenüber sobald die Rahmenbedingungen geklärt sind. Heute tagt der
Rat der Gemeinde Hürtgenwald, wo die Verwaltung vorgeschlagen hat,
dass sich die Kommune im Interesses eines regionalen Konsens‘ zur
Weiterentwicklung der Schullandschaft an der Errichtung einer
Sekundarschule beteiligt.
Kritik am
Projektbüro
Die Diskussion im
Simmerather Gemeinderat wurde bestimmt von der Erleichterung
darüber, schließlich doch noch einen gemeinsamen Weg gefunden zu
haben, aber auch von dem ernsthaften Appell, dass bei der
Aufstellung einer Konzeption für die Sekundarschule Fairness und
Gleichbehandlung aller Partner das oberste Gebot sind. Unverzichtbar
und „Voraussetzung für eine gemeinsame Lösung“ ist laut
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns dabei ein Schulstandort Simmerath.
CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer sprach rückblickend von einer
„erstaunlichen Entwicklung“, die man vor einigen Monaten noch nicht
für möglich gehalten hätte. Begünstigt worden sei diese Entwicklung
auch dadurch, dass Simmerath sich zwecks Kooperation in Richtung
Hürtgenwald orientiert habe, vor allem aber durch die Feststellung
der Bezirksregierung, dass die Errichtung einer Sekundarschule ohne
regionalen Konsens nicht machbar sei. Als „wohltuend“ bezeichnete er
es, dass in der Schulfrage in Simmerath stets Einmütigkeit
geherrscht habe. Weniger wohl fühlte sich Löhrer allerdings mit der
Beauftragung der Projektgruppe „biregio“ aus Bonn zur Fortschreibung
des Schulentwicklungsplans für die Region. Das Büro hatte bereits
Anfang des Jahres, damals beim Start der Verhandlungen der drei
Eifelkommunen über die Errichtung einer Gemeinschaftsschule, einen
Schulentwicklungsplan vorgelegt, laut Löhrer mit einer „einseitigen
Darstellung.“ Um so mehr solle die Verwaltung daher auf eine
objektive Vorgehensweise des Büros achten.
Laut
Beschluss soll das Büro, das bereits Erhebungen vorgenommen hat,
einen gemeinsamen Schulentwicklungsplan für die vier an der
Sekundarschule beteiligten Kommunen aufstellen mit dem Ziel, drei
Schulstandorte (Hürtgenwald, Monschau und Simmerath) mit jeweils
mindestens zwei Zügen der Jahrgangsstufen 5 bis 10 zu schaffen.
Die Bedenken
über die Beauftragung der „biregio“ teilte auch Hermann-Josef
Bongard (FDP), wenngleich es nun entscheidend sei, dass man die
Chance ergreife, um in der Eifel „ein neues Kapitel in der
Schullandschaft“ aufzuschlagen, mit drei gleichwertigen Standorten.
Erleichtert zeigte sich Franz-Josef Hammelstein (SPD) darüber, dass
nun eine „große Lösung“ gefunden worden sei, auch wenn man
verschmerzen müsse, dass die Sekundarschule erst zum Schuljahr
2013/14 starten könne. Durch die Verzögerung aber habe man auch Zeit
gewonnen, um ein solides und qualitativ gutes Angebot zu schaffen.
Ein Schulstandort Simmerath sei unverzichtbar, da er für die Kommune
auch einen Standortvorteil bedeute. Bei der Aufstellung des
Schulentwicklungsplans gelte es daher, auf Gleichbehandlung zu
achten. Er lobte das „partnerschaftliche Verhalten“ der Gemeinde
Hürtgenwald; nun gelte es, „die Hand in Richtung Monschau
auszustrecken“.
„Wachsam
bleiben“
Klaus
Stockschlaeder (Grüne) sah in der Bezirkregierung den wesentlichen
Auslöser, „dass sich alle noch einmal bewegt haben“.
Auf Distanz
zur „biregio“ gingen auch Claus Brust („Das Büro ist
voreingenommen“) und Stephan Weber (UWG), der Zweifel daran äußerte,
ob es möglich sei, im Beschluss von vorneherein drei Schulstandorte
festzulegen.
Bernd
Goffart (CDU) bat darum, jetzt gemeinsam den neuen Weg zu
beschreiten und ein Signal zu geben, „dass wir gemeinsam mit
Monschau die Chance ergreifen wollen“. Diese Chance sah auch Ulrich
Offermann (CDU). Auch er appellierte an „Gleichbehandlung und
ehrliche Zusammenarbeit“, wenngleich es gelte, „wachsam zu bleiben“.
In diesem Sinne äußerte sich auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns.
„Wir wollen den ernsthaften Versuch starten, auf Augenhöhe zu
kooperieren.“ Die Kritik am Projektbüro „biregio“ könne er
nachvollziehen, aber das Büro habe bereits zahlreiche Daten erhoben,
so dass es keinen Sinn mache, den Auftrag neu zu vergeben. Außerdem
werde sich zeigen, „wie die Anmeldezahlen für die Sekundarschule in
Simmerath sein werden.“ Hermanns warb um „Vertrauensvorschuss“ und
hielt fest: „Die Eltern wollen, dass wir zusammenarbeiten.“ (P. St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Do. 08.12.2011
Neues Bauland in der
Buschgasse in Eicherscheid
Simmerath. An der Buschgasse in Eicherscheid wird neues Bauland
ausgewiesen. Der Simmerather Planungsausschuss folgte mit dem
Beschluss, hier den Innenbereich in Eicherscheid auszuweiten, jetzt
einem Antrag von Ortsvorsteher Günter Scheidt, der entsprechende
Wünsche von Anwohnern formuliert hatte. Die zur Verabschiedung
anstehenden Flächennutzungsplan der Gemeinde Simmerath ist das
Gebiet als gemischte Baufläche vorgesehen. Die Verwaltung hielt es
für sinnvoll sogar den gesamten am Misch/Dorfgebiet ausgewiesenen
unterhalb der jetzigen Buschgasse, der im Außenbereich und damit im
Landschaftsschutzgebiet liege, als Baufläche auszuweisen
Da damit zu
rechnen sei, dass in Zukunft häufoger solche Anträge gestellt würde,
bat Jens Wunderlich (CDU) die Verwaltung darum mit den Anwohnern
abzuklären, ob diese auch bereit sind, die Kosten für Planung zu
übernehmen. Für Manfred Sawallich (SPD) stellte sich die Frage,
ob überhaupt Bedarf bestehe, das gesamte Gebiet zu erschließen.
Der
Ausschuss kam schließlich überein, zunächst wie beantragt, für den
nordwestlichen Bereich einen Bebauungsplan aufzustellen, für den
südöstlichen Bereich soll zunächst das Interesse der Anlieger
abgefragt werde, ehe man weiter plant. Die Kosten für die Planung
sollen von den Anwohnern übernommen werden (P. St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Mi.
07.12.2011
In Simmerath: „Am besten die
Finger davon lassen“
Eigenversorgung mit Strom „eine Nummer zu groß“. SPD und Grüne sehen
ihren Informationsbedarf noch nicht gedeckt.
Simmerath. Der Worte sind nach mehrheitlicher Auffassung genug
gewechselt, jetzt sollte entschieden werden, ob es sich die Gemeinde
Simmerath alleine oder mit Partnern zutraut, die Stromversorgung
nach Ende der Laufzeit der Konzessionsverträge mit dem RWE in
Eigenregie zu übernehmen. Nach einer längeren Debatte im Simmerather
Hauptausschuss und drei vorangegangenen Informationsveranstaltungen
kam man bei vier Gegenstimmen zu der Auffassung, „dass wir am besten
die Finger davon lassen“, so CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer.
Eine von den
drei Eifelkommunen Monschau, Roetgen und Simmerath in Auftrag
gegebene Machbarkeitsstudie hatte bei den drei Bürgermeistern
bereits die einheitliche Erkenntnis bewirkt, von einer
Rekommunalisierung des Stromnetzes Abstand zu nehmen. Stattdessen
möchte man lieber ein optimales Ergebnis beim Neuabschluss der
Konzessionsverträge, die wieder eine Laufzeit von 20 Jahren haben
könnten, zu erzielen. Die alten Verträge laufen Ende 2012 aus.
Eine so
klare Festlegung behagte SPD und Grünen zum jetzigen Zeitpunkt aber
noch nicht. „Wir vergeben eventuell eine große Chance“, befürchtete
Günter Mießen (Grüne). Die Möglichkeit, mit Hilfe des
Perlenbachverbandes einen kommunalübergreifenden Zweckverband für
die eigene Stromversorgung zu gründen, sah er als noch nicht
ausreichend geprüft an. Auch sollte man noch Vertreter der Kommune
Schönau (Schwarzwald) einladen, die über das dort erfolgreiche
Projekt einer eigenen kommunalen Stromversorgung informieren
sollten. Auch SPD-Sprecher Gregor Harzheim sah darin „einen guten
Vorschlag.“
Die
Einbindung des Perlbachverbandes ist für Bruno Löhrer hingegen kaum
vorstellbar: „Das ist eine Nummer zu groß.“ Sein Informationsbedarf
sei durch die intensive Diskussion gedeckt, aber es sei jedem
unbenommen, weitere Prüfungen vorzunehmen.
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns räumte einer kommunalen Lösung bei
der Suche nach der besten Lösung aber nur wenig Chancen ein. In der
Machbarkeitsstudie sei die Rede davon, dass man 50 000 Euro
einsparen könne, aber das enorm hohe einzugehende Risiko
rechtfertige eine solche Ersparnis nicht. Zudem gebe es derzeit
erheblich differierende Vorstellungen in zweistelliger
Millionenhöhe, was den Ankauf des Netzes betreffe. Hier drohe also
zunächst einmal ein langwieriger Rechtsstreit.
Gegen
weitere Informationen wollte sich aber auch Karl-Heinz Hermanns
nicht wehren. Er werde in seiner Funktion als neuer
Verbandsvorsteher des Wasserversorgungszweckverbandes ab 1. Januar
2012 das Thema dort zur Sprache bringen, um eine Einschätzung dieses
Vorschlages zu erhalten.
Keinen
Diskussionsbedarf gab es zum gleichen Komplex beim Thema
Gasversorgung, was in Simmerath ohnehin bei weitem nicht die
Bedeutung gegenüber der Stromversorgung besitzt. Auch hier laufen
die Konzessionsverträge aus. Das Risiko einer Rekommunalisierung
wurde ebenfalls als zu groß betrachtet und das Thema damit
einstimmig zu den Akten gelegt.(P. St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Fr.
25.11.2011
Sekundarschule: Simmerath
will die «große Lösung»
Simmerath. «Die große Lösung»,
also eine Sekundarschule mit vier Eifelkommunen an drei Standorten,
wollen alle Fraktionen in Simmerath.
Dennoch benötigte der Generations-,
Schul- und Sozialausschuss der Gemeinde Simmerath am Donnerstagabend
nochmals über eine Stunde Diskussionszeit und sogar eine
Sitzungsunterbrechung, ehe man die richtige Formulierung für den
Beschlussvorschlag gefunden hatte. Schließlich sollte darin zum Ausdruck
kommen, dass Simmerath lieber schon nächstes Jahr mit der Sekundarschule
starten würde und man größten Wert auf einen Teilstandort Simmerath
legt.
Klare Wort aus Köln
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns skizzierte noch einmal die Chronologie
der bewegten Novembertage, die die große Wende im scheinbar
festgefahrenen Schulstreit gebracht hatten. Entscheidend sei letztlich
gewesen, dass die Bezirksregierung in aller Deutlichkeit Alleingängen
ohne regionalen Konsens eine Absage erteilt habe.
«Weder Monschau und Roetgen noch Simmerath und Hürtgenwald hätten also
alleine eine Sekundarschule genehmigt bekommen», stellte Hermanns fest.
Oder wie Hermann-Josef Bongard es formulierte: «Die positive Wendung war
nicht der Einsicht der Beteiligten geschuldet, sondern der klaren Ansage
der Bezirksregierung».
Auch Ministerium stimmt zu
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns berichtete, dass zunächst die
Bezirksregierung und wenige Tage später auch das Schulministerium in
Düsseldorf «eine Zweizügigkeit an drei Standorten als genehmigungsfähig
anerkannt» hätten. Damit sei der Weg frei für eine große Lösung, die es
nun unter den vier Kommunen mit Leben zu füllen gelte.
Während Josef Mohren für die CDU einen «nach langer Diskussion in
unserer Fraktion» erarbeiteten Beschlussentwurf vorlegte, starteten die
Sozialdemokraten noch einmal den Versuch, Konkurrenzdenken zwischen den
Nachbargemeinden zu schüren. Auf der Fotomontage mit den vier
Bürgermeistern in der Tageszeitung von Mittwoch sei «ja deutlich zu
sehen, wer am Steuer sitze», interpretierte Sprecher Siggi Peeters, und
sein Genosse Stefan Kaever warf Bürgermeister Hermanns gar vor, er habe
sich beim Starttermin für die Sekundarschule «erneut von Frau Ritter
unterbuttern lassen».
Der Bürgermeister aber ließ diesen SPD-Angriff schmunzelnd als
«politisches Scharmützel» an sich abperlen und verteidigte sogar die
Kollegin: «Frau Ritter wäre auch lieber schon 2012 gestartet, musste
sich aber letztlich den Fakten und dem Willen der Politik in ihrem Rat
beugen», so Hermanns. Nach einer Sitzungsunterbrechung räumte dann
auch die SPD-Vertreter ein, «dass gut' Ding Weile haben will», und man
den Start erst zum Schuljahr 13/14 mittrage, immer vorausgesetzt, dass
die «große Lösung» kommt.
Immerhin wurde die SPD-Formulierung in den langen Beschlussvorschlag
aufgenommen, dass der Ausschuss «die zeitliche Verzögerung des Projektes
um ein Jahr bedauert, da dadurch einem weiteren Jahrgang die Chance auf
gemeinsames Lernen verwehrt wird».
Gisela Kampshoff-Enderle hätte für die Grünen auch gerne einen Start
schon im August 2012 gesehen, aber letztlich habe die Verschiebung
einige Vorteile: «Das Konzept kann so gründlich ausgearbeitet,
Schulkonferenz-Beschlüsse können in Ruhe gefasst und den Eltern Zeit für
ihre Entscheidung gegeben werden», fasste die Grünen-Vertreterin
zusammen. Kampshoff-Enderle erinnerte daran, «dass letztlich die Eltern
die Standortfrage entscheiden», es also zum jetzigen Zeitpunkt müßig
sei, festzulegen, wo wie viele Züge untergebracht würden.
Das bekräftigte auch Uli Offermann (CDU): «Das können wir nicht
bestimmen. Und wenn aufgrund der Elternentscheidung oder der
demografischen Entwicklung Kinder fehlen, dann muss leider Gottes ein
Standort aufgegeben werden», so der Abgeordnete aus Kesternich.
Offermann sieht es als «Gebot der politischen Fairness», den späteren
Start zuzustimmen, wenn eine Partnerkommune darum bitte, weil sie noch
nicht so weit sei.
Dem pflichtete auch Hermann-Josef Bongard bei: «Es ist zwar schade, aber
ein neues Verfahren braucht seine Zeit». Bürgermeister Karl-Heinz
Hermanns setzte den Deckel auf die Termindebatte: «Lieber eine große
Lösung 2013 als eine kleine nächstes Jahr».
Mit dem mühsam erarbeiteten Beschlussvorschlag konnten sich schließlich
alle Fraktionen anfreunden, auch UWG-Vertreter Stephan Weber, der sich
als Vertragsjurist zunächst an der ein oder Formulierung in den
Vorschlägen von CDU und SPD gestört hatte. Teil dieses einstimmig
verabschiedeten Beschlusses ist neben der weiteren Verfahrensweise auch
der Hinweis, wie mit den bisherigen Beschlüssen umzugehen ist: «Die
Umsetzung des Ratsbeschlusses, wonach die Verwaltung zielführende
Verhandlungen mit der Gemeinde Hürtgenwald über die Bildung einer
Sekundarschule führen soll, wird bis auf weiteres umgesetzt».
Positiver Impuls
Und schlussendlich gab Simmeraths Generationenausschuss mit seinem
Beschluss der weiteren Entwicklung einen positiven Impuls mit auf den
weg: «Der Ausschuss hofft, dass nun ein Weg gefunden ist, damit für die
Kinder und Jugendlichen der vier Kommunen eine qualitativ hochwertige,
wohnortnahe, gemeinsame Sekundarschule angeboten werden kann». (hes)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Mi.
23.11.2011
Ein neuer
Sportplatz noch in weiter Ferne
Simmerath. Einigkeit herrschte
im Simmerather Hochbauausschuss darüber, dass der Zentralort Simmerath
unbedingt einen neuen Sportplatz braucht. Ob es aber je dazu kommt, ist
derzeit höchst ungewiss.
Nachdem die Planungen der Gemeinde Simmerath
vorsehen, die vorhandene Josef Jansen-Sportstätte als Wohngebiet zu
vermarkten (was bisher noch nicht gelungen ist), ist man gemeinsam der
Hansa-Gemeinschaft Simmerath auf der Suche nach einer Alternative.
Auch im Ausschuss wurde intensiv diskutiert, wie man zu einer Lösung
finden kann und wie vor allem die veranschlagten Kosten in Höhe von
660.000 Euro für einen Kunstrasenplatz mit Flutlichtanlage gestemmt
werden sollen.
Bei der Entscheidung für den Bau einer neuen Schwimmhalle (die 50 Jahre
alte Halle musste vor rund anderthalb Jahren aufgrund von Bauschäden
gesperrt werden) wurde beschlossen, das gesamte 33.000 Quadratmeter
Gelände der Josef Jansen-Sportstätte mit Schwimmhalle, Turnhalle und
Sportplatz in ein Wohngebiet umzuwandeln. Der zu erwartende
Verkaufserlös soll unter anderem für die Teilfinanzierung des derzeit
laufenden Schwimmhallen-Neubaus verwendet werden. Außerdem hat die
Gemeinde Simmerath einen Zuschuss in Höhe von 400.000 Euro für den Bau
eines neuen Sportplatz vorgesehen.
Inzwischen haben mehrere Gespräche mit der Hansa-Gemeinschaft Simmerath
stattgefunden. Als Standort für einen Sportplatz wurde das neben der
Leitstelle Simmerath gelegene Wiesengrundstück ausgewählt. Bei einer
Ortsbesichtigung mit Vertretern des Sportvereins erklärte sich der
Ehrenvorsitzende das Hansa, Wolfgang Lützenberger, seines Zeichens
Diplom-Ingenieur, bereit, kostenlos eine Vorplanung mit Kostenberechnung
zu erstellen. Bei dieser Berechnung sollten auch die Eigenleistungen des
Vereins berücksichtigt werden. Damit es zu einer seriösen Berechnung
kommt, wurden von der Gemeinde Simmerath die Kosten für das
Bodengutachten übernommen. Diese Bodengutachten sorgte dann bereits für
die erste Überraschung. Das am Rande des Kranzbruchvenns liegende
Grundstück befindet sich auf nicht tragfähigem Schlufflehm, so das ein
Bodenaustausch erfolgen müsste.
Die Kostenberechnung hat es auch in sich: Ohne Stellplätze, ohne
Flutlicht und ohne Sportheim würde ein Rasenplatz etwa 450.000 Euro
kosten. Ein Ausbau als Kunstrasenplatz würde die Kosten auf 580.000 Euro
steigen lassen. Ein Kunstrasenplatz mit Flutlichtanlage und etwa 20
Stellplätzen würde bei 660 000 Euro landen. Die Kosten für ein Sportheim
und eventuell eine Laufbahn kämen noch dazu.
Darüber hinaus, so führt Lützenberger in seiner Berechnung auf, sehe der
Verein keine Möglichkeit zur Erbringung von Eigenleistung. Im Verein
sind die Meinungen beim Thema Eigenleistung gespalten, da durch den
Beschluss der Gemeinde die vorhandene Sportplatzanlage geopfert wurde
und die Motivation bei Ersatzbeschaffung Hand anzulegen daher eher
gering ist.
Für die Verwaltung aber steht fest, dass ohne Vereins-Eigenleistung kein
neuer Sportplatz errichtet werden kann, da der Zuschuss auf 400 000 Euro
limitiert ist.
Ein anderes Grundstück in Simmerath ist nicht zu finden; zudem hält die
Verwaltung es für unabdingbar, dass der Sportplatz sich in unmittelbarer
Nähe des neuen Schulzentrums befindet, um Synergieeffekte zu nutzen.
Inzwischen hat die Verwaltung weitere mögliche Alternativen aufgezeigt;
dies auch vor dem Hintergrund, dass der Spielbetrieb der
Fußballabteilung der Hansa Simmerath derzeit überschaubar ist. Die
einzige Seniorenmannschaft der Hansa spielt in der Kreisliga C mit einer
Spielgemeinschaft mit Huppenbroich. Die Heimspiele werden je zur Hälfte
in Simmerath und Huppenbroich ausgetragen. Desweiteren nehmen eine
A-Jugendmannschaft sowie eine F-Jugend- und eine Bambini-Mannschaft an
der Meisterschaft teil.
Anstelle eines neuen Sportplatzes, so unterbreitete Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns den Hansa-Verantwortlichen, könne er sich auch die
Erweiterung des vorhandenen Tartan-Kleinspielfeldes hinter der
Sporthalle der Hauptschule von bisher 42 x 55 Meter auf 42 x 70 Meter
vorstellen. Bei einer Umgestaltung als Kunstrasenplatz wäre mit Kosten
von rund 200 000 Euro zu rechnen. Für den Jugendspielbetrieb wären diese
Maße ausreichend. Hier könnte dann auch ein neues Sportheim entstehen,
während Dusch- und Umkleidemöglichkeiten in der Sporthalle genutzt
werden könnte. Gleichzeitig könnte die Infrastruktur des Sportplatzes
Huppenbroich verbessert werden.
Nicht auf ungeteilte Begeisterung stieß dieser Vorschlag bei der Hansa,
die an ihrer alten Platzanlage hängt. Dennoch will die Gemeinde die
Ergebnisse der vereinsinternen Gespräche abwarten.
Die Diskussion im Hochbauausschuss wurde dominiert von einem
Fragenkatalog der SPD-Fraktion, nachdem Marc Topp mehrere Positionen in
der vorliegenden Kostenberechnung angezweifelt hatte und es für möglich
hielt, die Kosten zu senken, wenn man ein zweites Gutachten durch eine
Fachfirma einholen würde.
Beste Lösung nicht möglich
Christoph Poschen (CDU) sah dieses Unterfangen nicht als zielführend an,
da man zunächst die weiteren Gespräche mit der Hansa abwarten solle. Zu
den von der SPD angesprochenen Punkten könne man den Planer ja direkt
befragen.
Auch Bürgermeister Hermanns mahnte, «die Realitäten zu sehen», selbst
wenn ein weiteres Gutachten tatsächlich eine Preissenkung herbeiführen
würde. Im übrigen koste ein neues Gutachten auch Geld, und er sehe
keinen Grund an der Kostenberechnung Lützenbergers zu zweifeln. Wenn die
Hansa daran festhalte, keine Eigenleistung einzubringen, dann stelle
sich die Frage eines weiteren Kostenvoranschlags ohnehin nicht.
Verständnis zeigte Stefan Weber (UWG) für die Haltung der Hansa, der ein
intaktes Sportgelände weggenommen werde. Sicher sei aber, dass für 400
000 Euro kein neuer Sportplatz zu bekommen sei.
Der praktikabelste und naheliegendste Vorschlag für einen neuen
Sportplatz lässt sich nicht umsetzen: Dies wäre die Erweiterung des
Kleinspielfeldes. Doch dann gerät die Anlage zu einem Drittel in das
Naturschutzgebiet Kranzbruch. Hermanns: «Da gibt es keine Chance. Das
haben wir mit den Behörden rauf und runter abgeklärt.»
Eindeutig gegen einen Sportplatz-Neubau in Simmerath sprach sich
CDU-Ratsvertreter Josef Mohren aus. «Wir werden in Zukunft in der
Gemeinde Simmerath zu viele Sportplätze haben.» Das Ziel müsse sein,
verstärkt die Plätze in anderen Orten zu nutzen. Als ersten Verein
treffe es jetzt eben die Hansa, weil durch die «Schwimmbad-Katastrophe»
eine neue Situation entstanden sei.
Nach langer Diskussion wurde der SPD-Antrag auf Einbeziehung eines
weiteren Planungsbüros für eine alternative Kostenberechnung abgelehnt,
während Einigkeit darüber herrschte, dass die Verwaltung die
Möglichkeiten der Gewährung von Fördermittel prüfen solle.
Zu den Realitäten bei den Überlegungen für einen Sportplatz-Neubau zählt
auch die Gesamtsituation des Amatuerfußballs, die Simmeraths
Hochbauausschuss-Ausschusssvorsitzender Jens Wunderlich in seiner
Funktion als Mitglied des Jugendausschusses beim Fußballverband
Mittelrhein (FVM) erläuterte. Hier gehe man davon aus, dass innerhalb
der nächsten Jahre die Zahl von bisher 1200 Mannschaften im FVW-Bereich
um ein Drittel abnehmen werde.
Diese Entwicklung sei auch eine Folge der offenen Ganztagsschulen, die
sich auf das Freizeitverhalten auswirke. Wenn die Kinder heute bis 16
oder 17 Uhr in der Schule blieben, dann sei es um so wichtiger, dass
sich die Sportstätten in direkter Nähe zu den Schulen befänden.
Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns geht sogar davon aus, dass
auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in 10 Jahren in
der Eifel nur noch die Hälfte der jetzt gemeldeten Fußball-Mannschaften
am Start sein wird.
(P.St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Fr.
14.10.2011
«Simmerather Interessen»
sollen artikuliert werden
Simmerath. Die Forderung einer
besseren Verkehrsanbindung der Eifel an das Oberzentrum Aachen ist nicht
neu. Besonders aus den beiden Eifelkommunen Monschau und Simmerath ist
dieser Forderung seit Jahrzehnten zu hören. Jetzt meldet sich wieder
einmal die Gemeinde Simmerath zu Wort, nachdem die Ausbaupläne
möglicherweise in eine entscheidende Phase eintreten.
Wie berichtet favorisiert die Stadt Aachen
inzwischen einen reduzierten Ausbau der Monschauer Straße. Demnach soll
der Streckenabschnitt von der Autobahnauffahrt Lichtenbusch bis zur
Einmündung Pascalstraße in Oberforstbach nur noch dreispurig ausgebaut
werden, das restliche Stück L 233 soll wie gehabt zweispurig bleiben.
Dabei hatte der Landesbetrieb Straßenbau bereits vorzeigefertige Pläne
eines vier- bzw. dreispurigen Ausbaus in der Schublade liegen.
Die in Aachen eingekehrte Bescheidenheit bei den Ausbauplänen hat nun in
den vergangenen Wochen vielfache Diskussion ausgelöst. In der
Simmerather Ratssitzung am Donnerstagabend stellte CDU-Fraktionssprecher
Bruno Löhrer den Antrag, dass der Rat den Bürgermeister beauftragen
möge, «die Interessen der Gemeinde Simmerath für eine leistungsfähige
Verkehrsanbindung» deutlich zu artikulieren.
Gemeint seien damit neben der Monschauer Straße auch die B 258. Dem
Wunsch des CDU-Sprechers, dass man diese Thematik parteiübergreifend
betrachten möge, schlossen sich die Ratskollegen einstimmig an. Wie und
wo Bürgermeister Hermanns die Interessen einbringen wird, bleibt ihm
überlassen.
Problemphase am Morgen
Bruno Löhrer sah auch die «schützenswerten Interessen» der Anwohner in
Oberforstbach, aber ein «vernünftiger Zugang» der Gemeinde Simmerath zur
Autobahn sein unabdingbar. Hermann-Josef Bongard (FDP) stellte das
«vitale Interesse» der Gemeinde Simmerath an einer leistungsfähigen
Anbindung heraus. «Das ist nicht nur die Sache der Stadt Aachen. Da
dürfen wir uns einmischen.» Für die Anwohner in Oberforstbach könne ein
Ausbau der Monschauer Straße durchaus vorteilhaft sein, da dieser auch
mit effektiven Lärmschutzmaßnahmen verbunden sei.
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns ging auf eine Einlassung der
Grünen-Bundestagsabgeordneten Bettina Herlitzius ein, die von einer nur
geringen Steigerung des Verkehrsaufkommens auf der Monschauer Straße in
den letzten zehn Jahren gesprochen hatte. Dies, so Hermanns wolle er
nicht abstreiten, aber es gehe um die Problemphase für die Pendler am
frühen Morgen mit ständig langen Staus. 70 Prozent der Simmerather
Arbeitnehmer pendelten nach Aachen aus. Außerdem sei eine verbesserte
Verkehrsanbindung auch ein wesentlicher Faktor für die Attraktivität des
Standortes Simmerath und damit der Ansiedlung von Unternehmen.
Marc Topp (SPD) wünschte sich, dass die Beteiligten in einen Dialog
über die beste Lösung treten würden. Seiner Meinung würde bereits ein
Veränderung der Ampelschaltung zu den Stoßzeiten auf der Monschauer
Straße spürbare Entlastung bringen, «aber das ist nicht gewollt.» (P.St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Mo.
10.10.2011
„Mäusetunnel“ auf der B 258
bleibt ein Dauerbrenner
Die
Verkehrssituation stand im Mittelpunkt bei der SPD Simmerath.
Landesbetrieb Straßenbau soll für Kesternich Zahlen vorlegen.
Lammersdorf. Um Themen der aktuellen
Simmerather Kommunalpolitik ging es bei der Mitgliederversammlung der
Simmerather Genossen.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins der
Gemeinde Simmerath, Siegfried Peeters, zeigte sich nicht nur mit der
regen Teilnahme auf der Mitgliederversammlung seiner Partei, die im „Lammersdorfer
Hof“ stattfand, zufrieden, auch die im Januar erfolgte Fusion der
Ortsvereine aus Eicherscheid, Rurberg, Strauch-Simmerath und
Lammersdorf-Paustenbach bezeichnete er als richtigen Schritt und wurde
von ihm als voll funktionsfähig bezeichnet.
25
Genossen war der Einladung zur Mitgliederversammlung gefolgt und
erfuhren in einem Sachstandsbericht von ihrem Vorsitzenden auch, dass
bisher fünf Vorstandssitzungen an wechselnden Orten im Gemeindeverband
stattgefunden haben.
Peeters
wies in seinem Tätigkeitsbericht auf den mehrmals erscheinenden
Bürgerbrief, die Verabschiedung verschiedener Budgets, den ins Leben
gerufenen Südkreis-Gesprächskreis und die Förderung verschiedener
Kindergärten hin.
Natürlich kam auch die viel diskutierte Umgehungsstraße in Kesternich
zur Sprache. Die jüngsten Vorschläge der Grünen-Abgeordneten Bettina
Herlitzius (MdB) zu einer innerörtlichen Lösung stießen bei Siegfried
Peeters auf Unverständnis und wurden scharf kritisiert. Hierzu wurde von
der Mitgliederversammlung eine Resolution verabschiedet , die den
Landesbetrieb Straßen NRW auffordert, umgehend die Planung für eine
Ortsumgehung in Kesternich vorzulegen und die Ergebnisse der aktuellen
Langzeit-Verkehrszählung öffentlich zu machen. Nur auf dieser Grundlage
sei es möglich, den beiden Interessengemeinschaften eine Basis für eine
Diskussion zu geben.
Zur
dortigen Verkehrssituation fügte Marc Topp an: “Was sich dort entwickelt
hat, ist nicht mehr erträglich.“
Landtagskandidat Stefan Kämmerling ging gleichfalls auf die regionale
Verkehrssituation in Kesternich ein und wies in diesem Zusammenhang auf
die Verminderung der Bundesmittel hin, die verschiedene Projekt im
Bedarf nach hinten rücken lassen.
Der
Fraktionsvorsitzende Gregor Harzheim fasste nochmals die jüngste
Entwicklung zum geplanten Ausbau bzw. dessen Reduzierung der B 258
(Monschauer Straße Richtung Aachen) zusammen. Unverständnis wurde von
ihm auch zu den noch immer nicht verschwundenen „Mäusetunneln“ auf der
Himmelsleiter geäußert.
Zum
Themenkomplex B 258 konnte Marc Topp sich dann auch nicht mehr zurück
halten und merkte an, dass MdL Axel Wirtz (CDU), der sich dafür in der
Vergangenheit sehr stark gemacht habe, nun scheinbar in der Versenkung
verschwunden sei.
Gregor
Harzheim kam zum Schluss noch auf das angespannte Verhältnis zwischen
den Kommunen Simmerath und Monschau zu sprechen, was durch
unterschiedliche Auffassungen zu Schwimmhallen, Schulen und
Gewerbebetriebe gekennzeichnet sei und meinte hierzu: „Wir müssen wieder
zu einer Politik kommen, die mit einander spricht.“
Der
Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Aachen Martin Peters lobte schließlich
die geplante Schulkooperation zwischen Simmerath und Hürtgenwald, da
dort auch Kreisgrenzen überschritten würden.
Verdiente Mitglieder geehrt
Im
Anschluss an die einzelnen Vorträge wurde Gabi Offermann aus Kesternich
als Beisitzerin und Werner Helgers aus Konzen als Revisor einstimmig
nachgewählt.
Der
Vorsitzende Siegfried Peeters konnte auf der Versammlung auch
langjährige Mitglieder ehren. Für ihre 10-jährige Mitgliedschaft wurden
Hans D. Bremen, Richard Breuer, Michael Paffen und Norbert Brewer
geehrt. 25 Jahre gehören Waltraud Nischwitz, Jutta Waauf-Lethen, Dieter
Genreith, Josef Granrath und Robert Velz der SPD an. (ho)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Do.
15.09.2011
„Simmerath ist
Mittelzentrum“
Planungsausschuss schießt auch in der ersten Sitzung nach der
Sommerpause scharf gegen die Pläne der Nachbarkommune, neues Gewerbe
anzusiedeln.
Simmerath. Die erste Sitzung nach der parlamentarischen
Sommerpause verlief in seltener Einmütigkeit. Zumindest bei „Punkt
drei“, der, „zum ersten Mal in meinen 22 Jahren Kommunalpolitik“
(CDU-Sprecher Bruno Löhrer) ein Monschauer Thema betraf. Die
Nachbarkommune möchte in Imgenbroich ein weiteres Gewerbegebiet
ansiedeln, und das passt Rat und Verwaltung nun überhaupt nicht. Vor
allem das geplante Fachmärkte-Zentrum und ein weiterer
Vollsortimenter hielten am Dienstagabend die Sprecher aller
Fraktionen für „vollkommen überflüssig“, ja gefährlich, weil dies zu
einem „ruinösen Wettbewerb“ führe und für die Gemeinde Simmerath
nach Expertenschätzung einen Kaufkraftverlust von 15 Prozent und
mehr bedeute. Entsprechende Mahnungen hatten ja vor wenigen Tagen
zum zweiten Mal auch einige Simmerather Gewerbetreibende öffentlich
geäußert (wir berichteten).
Harsch
kritisiert wurde im Planungsausschuss nun besonders auch die
Vorgehensweise seitens der Monschauer Verwaltung. Bürgermeisterin
Margareta Ritter hatte nämlich eine Woche vor der Simmerather
Sitzung mitgeteilt, dass sie „beabsichtige, dem Rat der Stadt
Monschau vorzuschlagen, aufgrund der vorgebrachten Bedenken im
Rahmen der Beteiligung der Kommunen und Behörden, die Planungen zu
überarbeiten und die Verkaufsflächen zu reduzieren“. Die Planung zur
Ansiedlung eines Fachmarktzentrums mit zentrenrelevanten Sortimenten
solle danach nicht weiter verfolgt werden, so die Bürgermeisterin,
die aber ankündigte: „Die überarbeiteten Planungen zur Ansiedlung
eines Lebensmittelvollsortimenters werden ... erneut vorgestellt“.
So sehr
Rat und Verwaltung in Simmerath grundsätzlich die Monschauer
Überarbeitungsabsicht begrüßen, so sehr befürchtet man dahinter doch
einen Schachzug des Nachbarn. „Der Gemeinde Simmerath wird dadurch
die Möglichkeit genommen, schon im ersten Schritt des Verfahrens
Bedenken zu äußern“, meinte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, und
auch Stephan Weber (UWG) befürchtet, „dass wir hier durch die kalte
Küche ausgesperrt werden sollen, denn wir wissen ja nun überhaupt
nicht, wie umfänglich die neue Planung ist“. Was sei beispielsweise,
wenn Monschau statt der verworfenen zentrenrelevanten Fachmärkte nun
mit nicht-relevanten Fachmärkten wie Möbel-, Bau- und Hobbymarkt um
die Ecke komme? Klaus Stockschlaeder ging noch härter mit den
Nadchbarn ins gericht: „Da wird von Monschauer Seite alles getan,
immer wieder einen neuen Streitpunkt hochzufahren“, meinte der
Grünen-Politiker zur Vorgehensweise der Stadt.
CDU-Sprecher Bruno Löhrer sah einen anderen Ansatz, das Monschauer
Vorhaben zu unterbinden. „Die überdimensionierte Planung wird immer
wieder damit begründet, dass Monschau Mittelzentrum sei. Diese
Auffassung stammt aber noch aus den 70er Jahren und ist heute von
der Realität überrollt worden“, sagte Löhrer und stellte fest:
„Simmerath hat 3000 Einwohner mehr und ist nicht nur bezüglich
Versorgung der Bevölkerung de facto das Mittelzentrum der Region“,
meinte Löhrer.
Gespräch
vorab vermisst
Manfred
Sawallich (SPD) bedauerte „das neue Feld des Streits“ und warf der
Stadt Monschau Versäumnisse vor: „Warum kann man ein solches
Vorhaben nicht so mit der Nachbarkommune abstimmen, dass beide und
vor allem der Kunde gewinnen? So geht es zu Lasten beider Gemeinden,
weil der Bedarf an Einzelhandel für Monschau wie auch für Simmerath
längst gedeckt ist“, hätte sich der Sozialdemokrat „ein Gespräch
vorab gewünscht“. Er habe, schloss Sawallich, „nichts gegen fairen
Wettbewerb“, aber hier werde „großen, deutschlandweit
konkurrierenden Konzernen die Tür zum Duell geöffnet“.
Und
Parteigenosse Marc Topp sieht mit einem weiteren Vollsortimenter
„die letzten kleinen Märkte in den Orten noch mehr in ihrer Existenz
bedroht als ohnehin schon“.
Der
Planungsausschuss formulierte schließlich in seinem Berschluss
„erhebliche Bedenken“ gegen den Bebauungsplan „Imgenbroich
Nord-West“ und beauftragte die Verwaltung, in allen weiteren
Verfahrensschritten die Bedenken der Gemeinde Simmerath
vorzubringen.(hes)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Do.
21.07.2011
„Neue Tür nach Hürtgenwald“
Gemeinderat Simmerath beschließt neue Wege in der Schulpolitik
Simmerath. Die Gemeinde Simmerath möchte mit der Gemeinde
Hürtgenwald künftig in Fragen der Schulpolitik kooperieren. Nachdem
der Schulausschuss bereits die Weichen für eine Zusammenarbeit mit
der Nachbarkommune im Kreis Düren gestellt hatte, folgte nun auch
der Gemeinderat einstimmig dem Ausschuss. Bürgermeister Karl-Heinz
Hermanns sieht in dieser Einstimmigkeit eine gute Verhandlungsbasis:
„Damit hat der Rat bewiesen, dass er in Kernfragen über
parteipolitische Grenzen hinweg zusammensteht.“
Die
Beschlüsse zur Errichtung einer Gemeinschaftsschule mit Monschau und
Roetgen wurden aufgehoben. Stattdessen wird eine „partnerschaftliche
Kooperation“ mit der Gemeinde Hürtgenwald angestrebt, die die beiden
Bürgermeister „zielführend“ fortsetzen sollen. Eingebunden in das
Modell ist auch das Franziskus-Gymnasium Vossenack.
In
der kurzen Ratsdebatte überwog die Freude darüber, dass nun auf
Landesebene zwischen den politischen Kräften endlich der
Schulfrieden im Lande hergestellt wurde (s. Box).
CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer begrüßte diesen Konsens und sah
ein „zukunftsfähiges Modell“ mit Hürtgenwald. Man sollte die
Vergangenheit jetzt ruhen lassen“, empfahl Franz-Josef Hammelstein
(SPD). Es sei „eine Tür nach Hürtgenwald“ geöffnet worden. „Dort
sitzt ein freundlicher Nachbar.“ Das neue Schulmodell, betonte der
Simmerather Schulausschuss-Vorsitzende, müsse „attraktiv und
qualifiziert“ sein. Klaus Stockschlaeder (Grüne) hoffte auf eine
„tragfähige Lösung“ mit Hürtgenwald, während Hermann-Josef Bongard
(FDP) ebenfalls die Chance sah, dass „jedes Ende auch ein Neubeginn
ist.“ Stefan Weber (UWG) zeigte sich „felsenfest überzeugt“ davon,
„dass es sich lohnt, mit Hürtgenwald zu verhandeln“, während
Gregor Harzheim (SPD) noch einmal an den Ausgangspunkt zurückkehrte
und daran erinnerte, dass es von Beginn das Ziel der Gemeinde
Simmerath gewesen sei, ein weiterführendes Schulangebot zu erhalten.
(P. St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Sa.
16.07.2011
Gemeinschaftsschule „auf
Augenhöhe“
Kooperation Simmerath und Hürtgenwald einstimmig vom Schulausschuss
unterstützt. „Zielführende Gespräche“ fortsetzen.
Die
Hauptschule Simmerath ist ein Auslaufmodell. Schon zum nächsten
Schuljahr gibt es keine neue Eingangsklasse mehr. Stattdessen soll
hier die Gemeinschaftsschule einziehen. Foto: P. Stollenwerk
Simmerath. Wenn es in der Gemeinde Simmerath demnächst für
Eltern um die Entscheidung für die Schullaufbahn ihrer Kinder geht,
dann wird die Schulstadt Monschau eine ernstzunehmende Konkurrenz
erhalten. Mit einem einstimmigen Beschluss brachte der Simmerather
Schulausschuss am Donnerstagabend ein Kooperationsmodell zur Bildung
einer Gemeinschaftsschule mit der Gemeinde Hürtgenwald auf den Weg
(wir berichteten). Vorausgesetzt, dass das Vorhaben klappt, soll ab
dem Schuljahr 2012/13 eine Gemeinschaftsschule mit zwei Standorten
in den Hauptschulgebäuden Simmerath und Kleinhau angeboten werden.
Die ersten Vorgespräche zwischen
Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Hürtgenwalds
Bürgermeister Axel Buch haben bereits stattgefunden. Man sieht sich
als „vetrauensvolle Partner“ - eine Verhandlungsposition, die in den
zuvor stattgefundenen Gesprächen mit Monschau vermisst wurde, wie
bei der rund 90-minütigen Diskussion im Ausschuss deutlich wurde.
Der Ausschuss beauftragte den
Bürgermeister, die Gespräche und Überlegungen „zielführend
fortzusetzen“. Gleichzeitig wurden die bestehenden Ratsbeschlüsse
zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule Nordeifel durch die
Kommunen Simmerath, Monschau und Roetgen aufgehoben.
„Es ist eine Menge passiert“,
bilanzierte Ausschussvorsitzender Franz-Josef Hammelstein. Der
Versuch der Monschauer Bürgermeisterin, Fördermittel von Simmerath
nach Monschau umzuwidmen, habe „Turbulenzen“ ausgelöst und in
Simmerath die Zweifel verstärkt, ob Monschau überhaupt noch an einer
Kooperation interessiert sei.
„Monschau hat die Tür zugemacht“,
lautete für Günter Scheidt (CDU) das Fazit des zurückliegenden
halben Jahres, in dem die Stadt den Antrag auf Einrichtung einer
Gemeinschaftsschule alleine gestellt habe. Die Gespräche mit der
Nachbarkommune Hürtgenwald dagegen seien „gut angelaufen“. Das
Hauptschulgebäude in Simmerath biete die besten Voraussetzungen für
ein weiterführendes Schulangebot. In diesem Zusammenhang verwies er
auch auf die mit Hürtgenwald bereits hervorragend funktionierende
Zusammenarbeit im Bereich der Förderschule. Auch Bernd Goffart (CDU)
sah einen gelungenen Start in der Kooperation mit Hürtgenwald. Dies
sei keine Notlösung. Vielmehr habe er das Gefühl, „dass wir auf
Augenhöhe verhandeln.“ Die durch das Franziskus-Gymnasium zugesagte
Kooperation mit einer Gemeinschaftsschule Simmerath/Hürtgenwald sei
zudem ein unschätzbarer Vorteil, da sie auch das Gymnasium als dann
zentral liegenden Einrichtung stärke.
„Wichtig ist ein gutes Konzept für
die Schülerbeförderung, das die Eltern überzeugt“, lenkte Siegfried
Peeters (SPD) den Blick auf die praktische Seite einer Kooperation,
während Klaus Stockschlaeder (Grüne) die Hoffnung äußerte, „dass wir
die Eltern mitnehmen können und die mentale Offenheit vorhanden
ist.“
Ein wesentlicher Punkt, der alle
zukünftigen Gemeinschaftsschulen betrifft, ist derzeit noch die
unklare Gesetzeslage im Land,weshalb Stephan Weber (UWG) auch
Bedenken äußerte, sich auf den Begriff Gemeinschaftsschule
festzulegen; man möge sich auch daher andere Optionen offenhalten.
Zur aktuellen Situation teilte
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns mit, dass der Gesetzesentwurf der
rot-grünen Landesregierung eine Dreizügigkeit der
Gemeinschaftsschule vorsehe (25 Schüler pro Klasse). Im Entwurf ist
auch die Rede davon, dass bei neuen Schulmodellen auch eine
Abstimmung mit den Nachbarkommunen erfolgen sollte. Hermanns
sicherte zu, dass man selbstverständlich auch die Stadt Monschau
einbeziehen werde. Es sei nicht das Ziel, „bestehende Schulen in
Monschau zu gefährden, aber wir wollen für Simmerath ein attraktives
Angebot in der Sekundarstufe I schaffen.“ So gehe man davon aus,
dass auch weiterhin ein bestimmter Anteil Simmerather Schüler die
Realschule in Monschau besuche.
Von allen Seiten wurde bei der
Diskussion nachhaltig darauf hingewiesen, dass das
Beförderungsangebot für die Schulkinder stimmen muss. Angedacht ist
schon einmal der Einsatz von Kleinbussen möglichst ohne Umsteigen am
Bushof Simmerath. (P. St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten

Mo.
16.05.2011
Bauzaun
am Spielplatz verschwindet sofort
Simmerath.
Geschlossen! Seit zwei Jahren stehen Kinder und Eltern am Spielplatz
Fuggerstraße im Zentrum Simmeraths vor einem Bauzaun, während die
Spielgeräte unbenutzt bleiben - ein trauriger Anblick und ein großes
Ärgernis dazu.

Noch ist der Spielplatz an der Fuggerstraße
in Simmerath geschlossen. Dieser Zustand soll sich aber schon in den nächsten
Tagen ändern.
Foto: P. Stollenwerk
Dieser
Zustand soll sich bereits in den nächsten Tagen ändern. Der
Spielplatz, stets ein beliebter Treffpunkt, soll mit sofortiger Wirkung
wieder geöffnet werden. Dies beantragte der Simmerather Ortsvorsteher
Stefan Haas jetzt in der Sitzung des Tiefbauausschusses.
Mit diesem Antrag rannte er bei den anderen Fraktionen offene Türen
ein, so dass der Bauhof nun umgehend den Zustand der Geräte und der
Anlage in Augenschein nehmen wird, um dann den Platz wieder zu öffnen.
Aktivitäten für Jung und Alt
Der Spielplatz Fuggerstraße soll Vorbild-Charakter für die Gemeinde
Simmerath bekommen: Hier soll der erste Generationen-Spielplatz
entstehen. Generationen-Spielplätze liegen voll im Trend. Jung und Alt
können sich einfinden - und für ältere Menschen sollen hier
keineswegs nur Ruhebänke, sondern auch Angebote zur leichten
sportlichen Betätigung geschaffen werden. Der Platz an der Fuggerstraße
soll aber nur den Beginn einer neuen Konzeption für alle Spielplätze
im Gemeindegebiet darstellen, denn auch in anderen Orten, wie
Eicherscheid, Kesternich, Lammersdorf und Strauch sollen mit der Zeit
Generationen-Spielplätze entstehen.
Der Tiefbauausschuss diskutierte in seiner Sitzung intensiv über das
zukünftige Spielplatzkonzept in Simmerath. Insgesamt gibt es 21 Spielplätze
im Gemeindegebiet; dazu hatte die Verwaltung eine 100-seitige
Dokumentation über den Zustand der Spielplätze vorgelegt. Als
Grundlage für ein neues Konzept sei die Zustandsbeschreibung aber nur
bedingt hilfreich, meinte Jens Wunderlich (CDU). Wichtig sei vielmehr,
welche Maßnahmen erforderlich seien, wo der größte Bedarf herrsche
und wie das Konzept finanziert werde. Auch müsse geklärt werden, wie
das Engagement von Privatinitiativen oder Vereinen bei der Pflege der
Spielplätze zu bewerten sei.
Die Idee, dass die Ortsvorsteher in die neue Konzeption einbezogen
werden sollen, rief bei Marc Topp (SPD), dem Rollesbroicher
Ortsvorsteher, nicht gerade restlose Begeisterung hervor, da es bei der
Ausstattung von Generationen-Spielplätzen entsprechender Kompetenzen
bedürfe.
Diese Auffassung unterstützte auch Günter Mießen (Grüne). Auch eine
Einbindung der Zielgruppe, von Senioren bis zu Kindern im
Grundschulalter, sei im Vorfeld erforderlich. Klar war dem Ausschuss
auch, dass ein neues Spielplatzkonzept auch mit höheren Kosten
verbunden ist. Derzeit kalkuliert die Gemeinde jährlich 25 000 Euro für
die Unterhaltung der 21 Plätze ein. Dabei ist der Arbeitsaufwand höchst
unterschiedlich. Wo Privatinitiativen bei der Pflege und Wartung helfen,
fallen nur wenige Stunden für den Bauhof, andernorts sind es ungleich
mehr.
Die Verwaltung will sich nun bemühen, bis zur nächsten Sitzung des
Ausschusses das Konzept für die Spielplätze zu verfeinern und auch
abzuklären, ob es Fördermittel für Generationen-Spielplätze gibt.
Umgehend in Angriff genommen werden soll - wie gesagt - die Umgestaltung
des Spielplatzes Fuggerstraße. Dieser Platz war seinerzeit wegen
anhaltendem Vandalismus geschlossen worden. «Davor dürfen wir nicht
kapitulieren», warnte Marc Topp. «Es wäre ein fatales Signal, wenn
der Platz weiter geschlossen bliebe.» (P.St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten
Fr.
15.04.2011
Biogasanlage
Rollesbroich: Schnelle Lösung des Verkehrsproblems muss her
Ortsvorsteher
Marc Topp möchte die Anwohner nicht länger vertrösten
Rollesbroich.
Auf eine schnelle Lösung, die den Interessen der Anwohner entgegen
kommt, hofft Rollesbroichs Ortsvorsteher Marc Topp bei der Biogasanlage
in Rollesbroich.

Marc Topp, Ortsvorsteher Rollesbroich
Wie
berichtet fühlen sich die Anwohner durch das hohe Verkehrsaufkommen von
landwirtschaftlichen Fahrzeugen seit geraumer Zeit stark belästigt.
„Befremdet“ zeigte sich der Ortsvorsteher daher auch über die
Haltung der Städteregion im laufenden Verfahren, die davon gesprochen
hatte, dass es noch einige Monate dauern könne, ehe mit einer
Entscheidung über die Frage der Zuwegung zur Anlage zu rechnen sei.
Solange möchte Marc Topp aber die Anwohner auf keinen Fall vertrösten.
Für die Bürger der Fuhrtstraße, der Otto Voss-Straße und der
Kalltalstraße sei der jetzige Zustand aufgrund der hohen
Fahrzeugfrequenz „unhaltbar“, abgesehen von den Straßenschäden auf
den schmalen Anliegerstraßen.
Die Bevölkerung warte seit zweieinhalb Jahren auf eine Veränderung.
Daher erwartet Topp von der Städteregion, dass sie sich umgehend mit
dem Betreiber der Biogasanlage und der Gemeinde Simmerath an einen Tisch
setzt, um eine neue Trassenführung zur Anlage über Wirtschaftswege
sicherzustellen. (P. St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten
Do.
14.04.2011
Neue
Zufahrt zur Biogasanlage nur über den Klageweg?
Die
Gemeinde Simmerath will verhindern, dass die Rollesbroicher weiter dem
an- und abfahrenden Verkehr ausgesetzt sind
Von
Christoph Classen
Simmerath/Rollesbroich.
Die Sache mit der Biogasanalage stinkt Manfred Sawallich ganz
gewaltig. „Ich finde es unmöglich, was da passiert. Das ist Hohn. Ich
bin empört. Es geht eindeutig gegen die Bürger von Rollesbroich“,
schimpfte der SPD-Mann in der jüngsten Sitzung des Simmerather
Planungsausschusses. Bruno Löhrer (CDU) formulierte es etwas
weniger emotional, in der Sache war man sich aber einig: „Es ist nicht
in Ordnung, was da läuft“, sagt er.
Dabei richtet sich die Kritik der Politik weniger gegen die
Rollesbroicher Biogasanlage, sondern vielmehr gegen das
Verkehrsaufkommen, das sie verursacht. „Wir haben phasenweise Probleme
wegen der sehr intensiven Bestückung der Anlage“, sagte der
Vorsitzende des Planungsausschusses, Gregor Harzheim (SPD). Nach seiner
Darstellung gebe es über längere Zeiträume gar keine
Lieferungsfahrten und dann „bis zu 40 an einem Tag.“
Jürgen Förster vom Simmerather Planungsamt mag diese Zahl auf Anfrage
nicht bestätigen. Er sagt allerdings, dass im vorab vorgestellten
Verkehrsgutachten von ein bis zwei Fahrzeugen die Rede war, die täglich
die Biogasanlage ansteuerten. Da sich der Verkehr aber nicht so
verteile, wie prognostiziert, gebe es eben Tage, an denen die Anlage überhaupt
keinen Verkehr verursache und Tage, an denen eine Menge Traktoren und
Laster dorthin unterwegs seien. Fakt ist jedenfalls: „Es gibt regelmäßig
Beschwerden der Anwohner“, sagt Förster. Entlang der Fuhrtstraße ist
die Kritik am lautesten, über diese wird die Biogasanlage derzeit nämlich
hauptsächlich angesteuert.
Der Planungsausschuss möchte dem ein Ende machen, indem die umliegenden
Wirtschaftswege, die über die Landstraße führen, so ausgebaut werden,
dass der an- und abfahrende Verkehr zu und von der Biogasanlage zukünftig
über diese Strecken fließen kann. „Wir sind derzeit dabei einen
Erschließungsvertrag auszuhandeln“, sagt Förster. Erschwerend kommt
allerdings hinzu, dass von der Städteregion Aachen bislang stets die
Auffassung vertreten wurde, eine Erschließung der Anlage allein über
die Fuhrtstraße sei völlig ausreichend. Und weil die Gemeinde
Simmerath in diesem Punkt die exakt gegenteilige Meinung vertritt, hat
sie der Biogasanlage bislang ihr gemeindliches Einvernehmen verweigert.
Die Sache ist einigermaßen kompliziert. Die ursprüngliche Genehmigung
für die Biogasanlage galt im Verbund mit einem Schweinemastbetrieb und
wurde im Rahmen eines sogenannten „privilegierten Bauverfahrens“
erteilt. Dieser Weg konnte allerdings nur eingeschlagen werden, weil das
Vorhaben als landwirtschaftliche Nutzung deklariert worden war.
Separate Genehmigung
Da der Schweinemastbetrieb vor geraumer Zeit selbigen aber eingestellt
hat, ist für die Biogasanlage nun eine separate Genehmigung
erforderlich – diesmal für eine gewerbliche Nutzung. Der Betreiber
hat alle Auflagen erfüllt, es fehlt eben nur noch ein gemeindliches
Einvernehmen aus Simmerath.
Die jüngste Sitzung des Planungsausschusses machte deutlich, das man
unter den derzeitigen Voraussetzungen wohl nicht gewillt ist, diese zu
erteilen. Bei der Städteregion kann man das aber relativ gelassen
sehen. „Die kann das fehlende gemeindliche Einvernehmen ersetzen, wenn
sie darauf beharrt, dass die Erschließung über die Fuhrtstraße
ausreichend ist“, sagt Förster.
„Wir sind letzten Endes die Genehmigungsbehörde“, bestätigt Holger
Benend, Pressesprecher der Städteregion. Mit dem Hinweis, dass es in
Sachen Biogasanlage um ein laufendes Verfahren gehe, bittet er um Verständnis
dafür, dass man es nicht weiter kommentieren möchte. Nur so viel:
„Es ist richtig, dass es verschiedene Auffassungen über die Zuwegung
gibt“, sagt Benend. Derzeit werde die Sache abgewägt, in einigen
Monaten sei mit einer Entscheidung zu rechnen. Benend: „Und wenn die
Gemeinde Simmerath dann glaubt, dass das so nicht richtig ist, steht ihr
immer noch der Klageweg offen.“
Quelle:
Aachener Nachrichten
Fr.
08.04.2011
Simmerath
vor dem Bruch mit Monschau
Simmerath.
Für Gesprächsstoff und Zündstoff hat die Anregung der Monschauer
Bürgermeisterin Margareta Ritter gesorgt, bei der Bezirksregierung
anzufragen, ob eine Reduzierung der bewilligten Landeszuschüsse zur
Sanierung der Hauptschule Simmerath denkbar sei und diese frei werdenden
Mittel für einen Anbau der geplanten Gemeinschaftsschule in Monschau
verwendet werden könnten.
Diese Vorgehensweise der Monschauer Bürgermeisterin hat man in
Simmerath «mit Befremden und Unverständnis zur Kenntnis genommen,»
heißt es jetzt in einer gemeinsamen Stellungnahme von Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns und allen fünf Fraktionen des Gemeinderates (CDU,
SPD, UWG, Bündnis90/Die Grünen und FDP). Man steht vor dem Bruch mit
der Nachbarkommune.
Es stelle schon «einen einmaligen Vorgang» dar, wenn eine
Nachbarkommune, mit der man bisher in vielen Bereichen partnerschaftlich
zusammengearbeitet habe, versuche, «bewilligte Fördermittel während
einer laufenden Maßnahme streitig zu machen.»
Der «Gipfel der Unverschämtheit» sei jedoch, dass dieses Ansinnen,
ohne vorher mit Simmerath zu sprechen, direkt an die Bezirksregierung
herangetragen worden sei «und das einen Tag, nachdem wir die gemeinsame
Beantragung einer Gemeinschaftsschule beschlossen hatten.»
Der Gemeinde Simmerath sei mit Bescheid der Bezirksregierung Köln vom
23. September 2009 eine Zuwendung in Höhe von 4455000 Euro für die
energetische und bauliche Sanierung des Gebäudes der
Gemeinschafts-Hauptschule Simmerath mit Zweifach-Sporthalle bewilligt
worden. Der erste Bauabschnitt sei nahezu abgeschlossen, einzelne
Aufträge für den zweiten Bauabschnitt bereits vergeben.
Der Bewilligungsbescheid enthalte eine Zweckbindungsfrist von 10 bzw. 20
Jahren, wonach die sanierten Gebäudeteile für Zwecke der sozialen
Infrastruktur genutzt werden müssten. «Diese Auflage wird die Gemeinde
problemlos auch ohne einen Standort als Gemeinschaftsschule erfüllen,»
heißt es in der Stellungnahme weiter.
Auch wird noch einmal betont, «dass der beste Standort für eine
Gemeinschaftsschule (an einem Standort mit Beschulung aller Schüler der
Klassen 5-10) die jetzige Hauptschule Simmerath wäre». Hierzu habe die
Stadt Monschau jedoch erklärt, diese Möglichkeit bei der
Elternbefragung in keinem Fall zuzulassen, da sie einen Alleinstandort
Simmerath selbst bei einem mehrheitlichen Votum der Eltern nicht
akzeptieren werde: «Der Dank dafür, dass wir diese Haltung zähneknirschend
akzeptiert haben, ist nun das Begehren der Stadt Monschau, der Gemeinde
Simmerath die Fördermittel für dieses Gebäude streitig zu machen und
sie selbst zu vereinnahmen,» kommt der große Ärger in dem gemeinsamen
Schreiben zum Ausdruck.
Durch eine E-Mail von Bürgermeisterin Ritter sei Bürgermeister
Hermanns am Tag nach der Simmerather Ratssitzung erstmalig über die
Absicht der Stadt Monschau unterrichtet worden, prüfen zu lassen, ob
Mittel, die für die Sanierung der Hauptschule Simmerath bewilligt
wurden, auf die Gemeinschaftsschule Monschau übertragen werden könnten.
«In dieser E-Mail ist anders als im Zeitungsbericht an keiner Stelle
die Rede davon, dass dies nur im Falle der Zustimmung Simmeraths in
Betracht gezogen wird.»
In Kenntnis des von der Stadt Monschau beauftragten
Schulentwicklungplanes sei die Aussage von Bürgermeisterin Ritter, «wonach
es in den ersten beiden Jahren keines Anbaus an der
Elwin-Christoffel-Schule bedürfe, offensichtlich unwahr. Das Gutachten
der Stadt Monschau sagt aus, dass bei Vierzügigkeit 13 Klassen und
Fachräume und bei Dreizügigkeit mindestens fünf Klassenräume an der
Elwin-Christoffel-Schule fehlen,» heißt es weiter.
Fraglich erscheint es den Verfassern des Schreibens auch, «ob es
vertretbar ist, dass sich eine Stadt mit einem Haushaltsdefizit von 8,4
Mio. Euro in 2011, die sich darüber hinaus im Nothaushalt befindet,
einen Schulanbau leisten möchte, wenn hierzu andere Alternativen
vorhanden sind.» .
Abschließend heißt es: «Die Vorgehensweise der Stadt Monschau stellt
für uns einen derartig großen Vertrauensverlust dar, dass Simmerath in
allen Bereichen so z.B. bei den gemeinsamen Zweckverbänden und beim
Tourismus zu entscheiden hat, ob eine weitere Zusammenarbeit mit der
Stadt Monschau im Interesse der Simmerather Bevölkerung noch sinnvoll
ist.»
Sollte die Stadt Monschau, wie sie es sich in den letzten Monaten stets
auf die Fahnen geschrieben habe, «bei einer Gemeinschaftsschule tatsächlich
in erster Linie das Kindeswohl im Auge haben, sollte sie von ihrem
Ansinnen Abstand nehmen und sich für den für unsere Kinder besten
Standort, nämlich den alleinigen Standort in Simmerath, entscheiden.»
(P.St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten
Mi.
06.04.2011
Monschau
will Geld für Simmerather Hauptschule umwidmen
Monschau/Simmerath.
Rund 7,5 Millionen Euro sind der Gemeinde Simmerath für die
energetische Sanierung ihres Gebäudekomplexes Hauptschule
zugesagt worden. Mit der Sanierung der Sporthalle steht der
erste Bauabschnitt vor dem Abschluss.
Bevor nun weitere bauliche Maßnahmen am Schulgebäude selbst in
Angriff genommen werden sollte, tritt die Nachbarkommune
Monschau mit dem Vorschlag auf den Plan, dass geprüft werden
solle, «ob für die eventuelle Erweiterung der
Elwin-Christoffel-Realschule im Rahmen der Einrichtung einer
Gemeinschaftsschule bereits bewilligte, aber noch nicht
beauftragte Fördermittel für die Hauptschule Simmerath,
umgewidmet werden könnten, soweit die Gemeinde Simmerath dem
zustimmt». So formuliert es Monschaus Bürgermeisterin
Margareta Ritter in einem Schreiben an Regierungspräsidentin
Gisela Walsken.
Aus Sicht der Stadt Monschau hat die Elternbefragung zur
Einrichtung einer Gemeinschaftsschule für die Kommunen
Monschau, Roetgen und Simmerath eine eindeutige Situation
ergeben. Die Eltern hatten bei Standortfrage zu zwei Drittel
einen alleinigen Schulstandort Monschau favorisiert.
Aus der Sicht von Margareta Ritter «besteht jetzt Klarheit»,
da sowohl die drei Schulkonferenzen wie auch die Eltern sich
eindeutig entschieden hätten. Außerdem sei das positive Votum
der Eltern für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule «ein
Riesenschritt.»
Die Frage nach der möglichen Umwidmung der Mittel von Simmerath
nach Monschau bezeichnet die Monschauer Bürgermeisterin auf
Anfrage der Lokalredaktion als eine logische Folgerung. «Man
muss sich fragen, ob das Geld in Simmerath noch richtig angelegt
wäre, bevor dies der Bund der Steuerzahler tut.» Unter anderem
soll an die Hauptschule Simmerath, deren «beginnende Auflösung»
der Rat beschlossen hat, eine Mensa angebaut werden.
Bei einer Unterbringung der Gemeinschaftsschule in der Elwin
Christoffel-Realschule Monschau ist laut Margareta Ritter ein «minimaler
Ausbau» erforderlich, der eine Million Euro nicht überschreite.
In den ersten beiden Jahren bedürfte es überhaupt keiner
baulichen Anpassung, erst bei Beginn der Vierzügigkeit sei zusätzlicher
Raumbedarf gegeben. (P.St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten
Mi.
06.04.2011
Gemeinschaftsschule
in Simmerath wird noch nicht abgeschrieben
Simmerath.
Aus Sicht der Gemeinde Simmerath ist bei der Standort-Frage einer
künftigen Gemeinschaftsschule Nordeifel noch nicht das letzte Wort
gesprochen. Zwar haben sich die Eltern bei einer Befragung mehrheitlich
für einen alleinigen Standort Monschau ausgesprochen, aber erst das
tatsächliche Anmeldeverhalten der Eltern zum Start des Schulversuchs ab
dem Schuljahr 2012/13 werde Fakten schaffen, war die durchgängige
Meinung im Gemeinderat.
So beschloss der Rat, angelehnt an einen Vorschlag der CDU, einstimmig,
dass Simmerath mit seiner Hauptschule am gemeinsamen Schulversuch «Modellvorhaben
Gemeinschaftsschule» mit Monschau und Roetgen teilnimmt. Ferner stellte
der Rat fest, dass sich bei der Elternbefragung eine Mehrheit der
Simmerather Eltern für zwei Schulstandorte in Monschau und Simmerath
ausgesprochen habe. Das Gesamtergebnis der Befragung favorisiere zwar
einen alleinigen Standort Monschau, was man auch akzeptiere.
Von einer Beteiligung an der Trägerschaft der Gemeinschaftsschule in
Monschau sieht die Gemeinde Simmerath aber «zurzeit» ab, wurde bei
drei Gegenstimme (zwei Grüne, eine UWG) beschlossen. Ausdrücklich hieß
es aber weiter im Beschluss, dass sich Simmerath sodann an einer Trägerschaft
beteiligen werde, wenn entsprechend dem Willen der Simmerather Eltern
die Gemeinschaftsschule doch noch an zwei Standorten in Monschau und
Simmerath eingerichtet werde.
Die vorausgegangene einstündige Debatte diente der Vergangenheitsbewältigung,
richtete aber auch den Blick nach vorne.
So warb Grünen-Fraktionssprecher Klaus Stockschlaeder engagiert dafür,
dass sich Simmerath bereits zum jetzigen Zeitpunkt an einer Trägerschaft
beteiligen solle, um deutlich zu machen, «dass die Gemeinschaftsschule
auch eine Simmerather Schule ist.» Wenn tatsächlich alle 334 Eltern,
die für die Einrichtung einer Gesamtschule votiert hätten, dies auch
umsetzten, «dann bekommen wir eine sechszügige Schule.» Für einen
solchen Fall, prognostizierte Stockschlaeder, «wird Simmerath ohnehin
Standort.»
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sah die Aussagekraft des Fragebogens
zurückhaltender: «Es bleibt abzuwarten, ob das Votum auch später dem
tatsächlichen Anmeldeverhalten entspricht.» Dies gelte insbesondere für
die Roetgener Schüler. Wichtig sei es allerdings, dass die drei
Kommunen gemeinsam den Antrag für die Teilnahme am Schulversuch
stellten. «Das hat mehr Gewicht.»
Von einem «erwarteten Ergebnis» der Elternbefragung sprach
CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer. Das mehrheitliche Votum der
Simmerather Eltern für zwei Schulstandorte gelte es aber zu würdigen,
weshalb man erst dann in die Trägerschaft einsteige, wenn Simmerath
Teil-Standort der Gemeinschaftsschule werde.
«Simmerath ist nicht gut aus der Sache herausgekommen», blickte
Franz-Josef Hammelstein (SPD) auf die Schuldebatte zurück. Man sei von
Monschau «eingesackt» worden. «Vielleicht haben wir uns zu früh
positioniert.» Für Hammelstein blieb ein «bitterer Nachgeschmack»
zurück, insbesondere aufgrund der gemeinsamen Erklärung aller
Monschauer Fraktionen, die den Eindruck erweckt habe, als habe man es in
Simmerath «mit Lokalpolitikern» zu tun. Der Lammersdorfer
Ratsvertreter zeigte sich überzeugt, dass «der Standort Simmerath,
auch von den Räumen her, die bessere Lösung» gewesen wäre. Zu befürchten
sei, dass am Standort Monschau «langfristig die Schüler fehlen.»
«Von Beginn an», zeigte sich Hermann-Josef Bongard (FDP) enttäuscht,
habe Monschau auf dem Standort als Gemeinschaftsschule beharrt, und die
Nachbarkommunen seien lediglich eingeladen worden, sich zu beteiligen.
Daher sei es folgerichtig, wenn Simmerath derzeit von einer Trägerschaft
absehe.
Auch für Ulrich Offermann (CDU) ist Simmerath als Teil-Standort für
eine Gemeinschaftsschule noch lange nicht aus dem Rennen, spielte er auf
das für eine Gemeinschaftsschule nicht ausreichende Raumangebot an der
Elwin-Christoffel-Realschule an. «Die Fakten» des Raumgebotes in
Simmerath und Monschau seien auch die Bezirksregierung bekannt. Diese
Frage werde bei der Genehmigung und der möglichen Gewährung von Zuschüssen
«sicher eine Rolle spielen.» (P.ST.)
Quelle:
Aachener Nachrichten
Fr.
25.03.2011
Gemeinschaftsschule:
Simmerath sieht das bessere Raumkonzept
Simmerath.
Nicht gut zu sprechen war der Schulausschuss der Gemeinde Simmerath in
seiner Sondersitzung auf das bisherige Vorgehen der Nachbarkommune
Monschau beim Projekt Gemeinschaftsschule für die Kommunen Monschau,
Roetgen und Simmerath. Die Diskussion über die Standortfrage hat
inzwischen tiefe politische Gräben aufgerissen.
Zur Beruhigung trug da auch nicht eine noch kurz vor der Sitzung geführte
Korrespondenz der beiden Verwaltungsspitzen bei. Die Monschauer Bürgermeisterin
Margareta Ritter hatte darin noch einmal betont, dass für eine
Gemeinschaftsschule ein alleiniger Standort an der Elwin
Christoffel-Realschule (ECR) Monschau favorisiert werde. Die Gemeinde
Simmerath sei aber mit ihrer Hauptschule eingeladen, sich ebenfalls am
Schulversuch der Gemeinschaftsschule zu beteiligen.
An Deutlichkeit nichts vermissen ließ dann auch der Beschluss des
Simmerather Schulausschusses, der weiterhin an zwei Standorten für eine
Gemeinschaftsschule festhalten möchte. Man sei bereit einer Kompromisslösung
zuzustimmen, wenn zumindest alle Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6
aus Monschau, Roetgen und Simmerath komplett in Simmerath beschult würden,
wurde bei einer Gegenstimme (Gisela-Kampshoff-Enderle/Grüne)
beschlossen. Sollte das Ergebnis der Elternbefragung keinen
Schulstandort Simmerath ergeben, werde man dieses Ergebnis akzeptieren,
aber zugleich auch von einer Trägerschaft der Gemeinschaftsschule in
Monschau absehen, hieß es weiter im Beschluss.
Aufhorchen ließ in der Sitzung, der auch einige Ratsvertreter aus
Monschau beiwohnten, ein Leitfaden des NRW-Schulministeriums, der, so
Josef Mohren (CDU), « bisher übersehen worden ist.» Darin heißt es,
dass es in Zeiten rückläufiger Schülerzahlen kaum vertretbar sei, «auf
der einen Seite neuen Schulraum zu bauen, während andernorts qualitativ
gute Schulgebäude leer stehen.»
Daraus folgerte der Schulausschuss, dass zum Beginn des Schulversuchs im
Schuljahr 2012/13 mit der Gemeinschaftshauptschule Simmerath ein den
Belangen einer Gemeinschaftsschule «voll entsprechendes Gebäude» zur
Verfügung stehe. Im Hinblick auf die Schülerzahlen (die überwiegende
Zahl der zu erwartenden Gemeinschaftsschüler komme aus der Gemeinde
Simmerath) und von den Raumkapazitäten her sah der Ausschuss die
Hauptschule Simmerath «als den geeigneteren Standort.»
Fahrtkilometer errechnet
Bezug genommen wurde dabei auch auf den aktuellen Schulentwicklungsplan
der Stadt Monschau, wonach sowohl im Hauptschulgebäude Monschau wie
auch in der Elwin-Christoffel-Realschule die für eine
Gemeinschaftsschule erforderlichen Räume nicht zur Verfügung stehen würden.
Diese Situation, so hieß es im Ausschuss, könne bei der Genehmigung
zum Problem werden. Zudem berichtete Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns,
dass laut Information des Städte- und Gemeindebundes zum nächsten
Schuljahr 14 Gemeinschaftsschulen in NRW starten würden; für das
Schuljahr 2012/13 würden zudem mehr als 40 weitere
Interessensbekundungen vorliegen. Da das Land aber eine Obergrenze von
50 Gemeinschaftsschulen festgelegt habe, dürften einige Projekte nicht
zum Zuge kommen.
Eine interessantes Detail zur Standortfrage hatte Siegfried Peeters
(SPD) ausgearbeitet, indem er die Fahrtkilometer von den einzelnen Orten
nach Monschau bzw. Simmerath auflistete. Aus dieser Aufstellung ergab
sich, dass zwar vor allem die Kinder aus Höfen und Kalterherberg eine
weitere Fahrstrecke in Kauf nehmen müssten, ansonsten aber Simmerath
zentraler liege und daher die «nahe liegende Lösung» sei.
Übersicht
Fahrtkilometer hier
Bernd Goffart (CDU) fand nicht nur in den Geburtenzahlen (zuletzt 63 in
Monschau und 111 in Simmerath) weitere Argumente, die für einen
Standort der Gemeinschaftsschule in Simmerath sprechen würden. Ein
Einstieg in Simmerath bringe mehr Zulauf, und aus Monschau ginge der
Gemeinschaftsschule «kein Kind verloren», da sich in Monschau keine
Alternativen böten, wohl aber für die Simmerather Kinder mit Angeboten
in Nideggen, Kleinhau und Hürtgenwald.
Auch Günther Scheidt (CDU) sah eine 5. und 6. Klasse in Simmerath «hervorragend
aufgehoben.» Für einen alleinigen Standort verfüge die
Elwin-Christoffel-Realschule nicht über genügend Kapazitäten; allein
schon für den Schulsport sei die dortige Sporthalle zu klein.
Emotional auf den bisherigen Verlauf der Verhandlungen reagierte
Hermann-Josef Bongard (FDP): «Mit Monschau ist eine Kooperation einfach
nicht hinzukriegen,» störte er sich an der «Arroganz, Monschau als
alleinigen Schulstandort einzufordern.» Wenn Monschau seinen eigenen
Weg gehe, «dann ist das Projekt zum Scheitern verurteilt.»
Tief saß der Stachel der Enttäuschung auch bei Ulrich Offermann (CDU):
Er sei «unvorstellbar enttäuscht» über das Verhalten aus Monschau,
die Nachbarkommune lasse jedes Feingefühl und den Willen zur
Gemeinsamkeit vermissen. Es müsse doch wohl erlaubt sein, die Vorteile
eines Schulstandortes Simmerath herauszustellen.
Alle Beteiligten, unabhängig von kommunaler Zugehörigkeit, haben erklärt,
dass der Elternwille das Maß aller Dinge dafür sein, ob für die 5.
und 6. Klasse ein Standort der Gemeinschaftsschule in Simmerath
einegrichtet wird. Diese Befragung startet in der kommenden Woche. (P.St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten
Do.
24.03.2011
Führt
Radweg zur Revolution?
An
einigen Stellen, an denen die Ravel-Route die Straßen kreuzt, sollen
Velos stets Vorfahrt haben. In Simmerath wird die Planung skeptisch
gesehen.
Von
Christoph Classen
Simmerath.
Sollte der Ravel-Radweg tatsächlich so verwirklicht werden, wie es die
derzeitige Planung vorsieht, dann führt er zu einer Revolution der Straßenverkehrsordnung.
Einer kleinen zumindest, wenigstens an einigen Stellen. Dort nämlich,
wo die Route Straßen quert, die von verhältnismäßig wenigen Autos
befahren werden, sollen Radler bedingungslos Vorfahrt haben. In der jüngsten
Sitzung des Simmerather Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalauschusses (TVDA)
sorgten die Pläne Pläne für eine lebhafte Diskussion. Der Reihe nach.
Die Ravel-Route soll nach ihrer Fertigstellung im Jahr 2012 auf einer
Gesamtlänge von etwa 130 Kilometern die Städte Aachen, Monschau, St.
Vith und Ulfingen miteinander verbinden. Dabei führen 28,5 Kilometer über
das Gebiet der Städteregion. Letztere steuert 650 000 Euro zur
Realisierung des Projekts bei, das voraussichtlich mit Gesamtkosten in Höhe
von 11,3 Millionen Euro zu Buche schlägt. 5,1 Millionen Euro fließen
aus Mitteln der EU.
Investitionen, die sich lohnen sollen. Städteregionsrat Helmut
Etschenberg sprach beim ersten Spatenstich von einer „Flagschiff-radroute“,
die es „als Rückgrat des Fahrradtourismus“ zu etablieren gelte. Schön
und gut, so der einhellige Tenor der Mitglieder des TVDA, gegen das
Projekt habe man ja generell nichts einzuwenden, im Gegenteil. Aber die
uneiheitliche Regelung der Vorfahrt, die an manchen Stellen den
motorisierten Verkehr und an anderen die Fahrradfahrer bevorzugt, wurde
parteiübergreifend als Problem gesehen.
Die Vorfahrt für Radfahrer widerspreche dem „allgemeinen Verkehrsgefühl“,
es werde dadurch „auf den Kopf gestellt“, sagte Franz-Josef
Hammerstein (SPD). Gefährliche Situationen an den Querungsstellen seien
programmiert. Jens Wunderlich (CDU) teilt die Bedenken. Er sagte: „Wir
müssen klären, wie das woanders läuft. In Roetgen zum Beispiel.“
Von Seiten der Verwaltung wurde hervorgestrichen, dass es für Simmerath
keine Sonderregelung gebe. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass die
uneinheitliche Vorfahrtsregelung für den gesamten Verlauf der Route auf
dem Gebiet der Städteregion gilt.
Konkret geht es im Falle Simmeraths um Querungsstellen an der B 399 in Höhe
Hoscheiter Straße/Bahnhofstraße, am Wiehweg, Im Venn und Im Brand
(alle Lammersdorf). Geplant ist, dass zukünftig allein an der
Bundesstraße Autofahrer Vorfahrt vor den Velos haben werden. An den
anderen drei Stellen wird es dagegen freie Fahrt für Radler geben. Dort
wo die Route die Straßen quert soll dies durch Rampen – 12 Zentimeter
hoch, bis zu 1,70 Meter lang – verdeutlicht werden.
Der Vorschlag von Marc Topp (SPD) in die nächste Sitzung einen
Vertreter der Städteregion einzuladen, der über die Beweggründe der
Vorfahrtsregelung aufklärt, fand eine einstimmige Mehrheit. „Ich
gehe davon aus, dass die Planer sich über diesen Punkt Gedanken gemacht
haben“, sagte der Beigeordnete Roger Nießen.
Damit liegt er richtig. „Wir haben uns da lange, lange, lange Gedanken
gemacht“, sagt Manfred Strang auf Anfrage unserer Zeitung. Strang ist
bei der Städteregion als Projektleiter für die Ravel-Route zuständig
und erklärt, wie es zu der gemischten Vorfahrtregelung gekommen ist.
Letztlich ausschlaggebend seien eine Empfehlung des Allgemeinen
Deutschen Fahrrad-Clubs und der der eigene Anspruch an das Projekt.
„Wenn man alle 300 Meter anhalten muss, wird das kein Premium-Radweg“,
sagt Strang.
Er betont allerdings, dass er die in Simmerath vorgebrachten Bedenken
nachvollziehen könne, gleichsam sagt der Projektleiter, dass man alles
tue, damit sie sich im Nachhinein nicht als begründet erweisen. So würde
jede Querung unübersehbar markiert und beschildert. „Und jeder
Radfahrer ist eben ein Verkehrsteilnehmer, der die Augen offen halten
muss“, sagt Strang. Er würde sich auch auf der Ravel-Route
gegenseitige Rücksichtnahme wünschen. Revolution klingt anders.
Quelle:
Aachener Nachrichten
Do.
24.02.2011
„Bewegen
uns im Bereich der Spekulation“
Simmerather
Planungsausschuss reagiert zurückhaltend auf Einzelhändler-Appell zum
Entwicklungskonzept in Imgenbroich
Simmerath.
Nachdem eine Gruppe namhafter Simmerather Einzelhändler in einem Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns überreichten Appell massive Sorgen über eine „überdimensionierte“
Entwicklung des Einzelhandels in Imgenbroich zum Ausdruck brachte, erhob
die Verwaltung das Thema der geplanten Erweiterung des Gewerbegebietes
Imgenbroich auch wegen seiner hohen politischen Bedeutung zum Thema in
Planungsausschuss.
 |
Zahlreiche
Zuhörer im Ratssaal, darunter viele Simmerather
Gewerbetreibende, teilten wohl die Ansicht des
Ausschusschussvorsitzenden Gregor Harzheim, dass „dieser Punkt
die Gemüter bewegt“. Harzheim wünsche sich dennoch „eine
sachliche Diskussion“. |
Auch wenn
das Klima zwischen den Nachbarkommunen derzeit belastet sei, „sollten
wir mehr miteinander statt übereinander reden“.
Der Appell des Vorsitzenden kam an, und auch der vom Ausschuss
einstimmig gefasste Beschluss gebot Zurückhaltung: Zu konkreten
Ansiedlungen im Bereich Imgenbroich könne keine Aussage getroffen
werden, da die erforderlichen Unterlagen der Stadt Monschau noch nicht
vorliegen würden. Sollte sich aber abzeichnen, dass sich durch die
Planung „erhebliche negative Auswirkungen“ auf den zentralen Ort
Simmerath abzeichnen, werde „ein derartiges Ansinnen als nicht zielführend
angesehen“, hieß es.
Auch CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer hielt fest, dass man sich
derzeit noch im „Bereich der Spekulation“ bewege. Die Angaben der
Simmerather Einzelhändler zum Umfang der geplanten
Gewerbegebietserweiterung in Imgenbroich seien „nicht verifizierbar
und daher schwierig zu beurteilen“. Sollte diese Angaben allerdings
zutreffen, dann werde man in Simmerath einer solchen Planung
widersprechen. Keine Einwände, so Löhrer, habe man gegen eine „maßvolle
Entwicklung in Imgenbroich.“
 |
Norbert
Brewer (SPD) appellierte an alle Beteiligten, „den Weg der
Gemeinsamkeit zu gehen und gemeinsame Konzepte“ zu entwickeln,
sonst sehe er die Gefahr, „dass man irgendwann isoliert
ist.“ |
Den
Aufruf zur Gemeinsamkeit unterstrich auch Stephan Weber für die UWG.
Sollten die Angaben der Simmerather Geschäftsleute allerdings
zutreffen, „dann ist die Planung in Tat überdimensioniert“ und würde
eine Existenzbedrohung für die Geschäftswelt in Monschau und Simmerath
darstellen.
„Kein Verbrechen“
Ebenfalls die Gemeinsamkeit in den Blickpunkt zu rücken, war die
Auffassung von Klaus Stockschlaeder (Grüne). Im übrigen sei es „kein
Verbrechen“ der Stadt Monschau, wenn Weideland als Gewerbefläche
ausgewiesen werde; nicht anders habe auch die Ansiedlungspolitik in
Simmerath ausgesehen.
Schließlich hoffte Uli Offermann (CDU), dass die zahlreichen
ausgesprochenen Appelle nicht an „an der Ampel Am Gericht im Winde
verwehen“.
Zuvor hatte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns über die Vorberatung des
Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes der Stadt Monschau im Arbeitskreis
Städteregionales Einzelhandelskonzeptes (Strikt) berichtet.
In diesem Arbeitskreis habe nicht nur die Gemeinde Simmerath ihre
Bedenken geäußert, wenngleich die Simmerath bislang über keine
offiziellen Informationen verfüge.
Sobald das Konzept vorliege, werde eine erneute Beratung im
Planungsausschuss stattfinden.
Hermanns: Nach Angaben der Simmerather Einzelhändler könnten für den
genannten Umfang der geplanten Erweiterung in Imgenbroich (es war die
Rede von einem Baumarkt, einem Vollsortimenter und einem Kaufland)
Beweise beigebracht werden. (P. St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten
Fr.
11.02.2011
Die
Bildungsstätte als Aushängeschild
Lammersdorf.
Einen umfassenden Überblick über die Flora und Fauna in der Nordeifel
gibt die naturkundliche Bildungsstätte Nordeifel. Über 100 Exponate
sollen dazu dienen, das Naturverständnis fördern, so hat es der
unlängst verstorbene Oberförster Jürgen Mueller, der Initiator der
Bildungsstätte, einmal gesagt.
Viele
Jahre war die Sammlung im Flur der Grundschule in Lammersdorf
untergebracht. Wegen Baumaßnahmen musste die Ausstellung, zu der auch
eine hervorragende Schmetterlingssammlung gehört, vor den Sommerferien
2007 abgebaut werden. Seither wird sie zwischengelagert, lediglich eine
Vitrine ist in der Schule verblieben.
Dieser wenig zufrieden stellende Zustand soll nach dem Willen der
Gemeinde Simmerath in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören.
Geplant ist, in direkter Nachbarschaft zum Bauernmuseum Lammersdorf neue
Räumlichkeiten und damit ein weiteres touristisches Aushängeschild für
Simmerath zu schaffen. Die Angliederung an das Bauernmuseum würde
Synergieeffekte schaffen, zudem wäre die Lage unmittelbar am künftigen
Ravel-Radweg ideal.
Während die Gemeinde den Prozess um die grundsätzliche
Realisierbarkeit des Projektes bereits eingeleitet hat, herrscht auf
politischer Ebene noch keine Einmütigkeit.
Im Rahmen der kürzlich stattgefundenen Haushaltsdebatte ließ
CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer keinen Zweifel daran, dass der Bau
der naturkundlichen Bildungsstätte neben dem Bauernmuseum eine für das
Image der Gemeinde und für Touristen «notwendige Investition»Ô
darstelle. Voraussetzung sei allerdings eine entsprechende Zuschussgewährung.
SPD-Fraktionssprecher Gregor Harzheim bezeichnete solche Überlegungen
allerdings als «Wunschkonzert». Er sprach von 250000 Euro Kosten bei
90.000 Euro Zuschuss. Auch wenn es bedauerlich sei, dass die Sammlung
nicht angemessen präsentiert werden könne, dürfe die Gemeinde nicht
«umgebremst» mehr Geld ausgeben als vorhanden sei.
Aus Sicht der Gemeinde Simmerath ist über die Finanzierung noch lange
nicht das letzte Wort gesprochen. «Erklärtes Ziel» sei es, dass die
Belastung des Gemeindehaushaltes «so gering wie möglich» ausfallen
soll, erklärt Ulrike Lange-Wiemers, die Referentin von Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns auf Anfrage.
Die Gemeinde habe daher eine Reihe von Kooperationspartnern ins Boot
geholt, um innerhalb einer Projektgruppe ein Konzept für die
naturkundliche Bildungsstätte zu erarbeiten. Zielgruppen, Didaktik und
die Gestaltung der Ausstellung sollen dabei eine Rolle spielen. Mit
Hilfe eines Fachplaners soll das Konzept dann verfeinert und die
passende Förderkulisse ausgewählt werden. Sowohl das Leader-Programm
wie auch eine Interreg-Förderung kommen hier als Möglichkeiten in
Betracht. Ulrike Lange-Wiemers: «Die konkrete Synopse der Förderprogramme
kann erst nach Erstellung des musealen Konzeptes erfolgen.»
Auch der zunächst einmal der erforderliche Grundstückstausch bzw.
-ankauf ist abhängig von der Förderkulisse und den entsprechenden
Beschlüssen des Fachausschusses.
Das Grundstück liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Raeren, weshalb auch
die deutschsprachige Gemeinschaft in Person von Minister Karl-Heinz
Lambertz und Tourismusministerin Isabelle Weykmans, die dem Projekt sehr
positiv gegenüberstehen, zu den Kooperationspartnern gehören. (P.St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten
Fr.
28.01.2011
Abwassergebühren:
CDU vermisst den Protest des BBKE
Simmerath.
Die von der rot-grünen Landesregierung geplante Streichung der
Abwassergebührenhilfe in Höhe von vier Millionen Euro sorgt weiter für
politischen Zündstoff in der Region.
Waren
es im vergangenen Jahr noch insgesamt sechs Millionen Euro, die an
Kommunen mit einer überdurchschnittlich hohen Abwassergebühr im Lande
verteilt wurden, so sind es jetzt nur noch vier Millionen Euro und im
Jahr 2012 sogar nur noch zwei Millionen Euro.
Für die CDU ist die Sache klar: Die neue Landesregierung setze ihre
Prioritäten in den Ballungsgebieten und vernachlässige den ländlichen
Raum. Aber auch für die SPD ist der Fall ebenso klar: Die im
vergangenen Jahr erfolgte Erhöhung der Abwasserhilfe um zwei auf sechs
Millionen Euro sei ein Wahlgeschenk der CDU gewesen und nicht auf Dauer
angelegt worden.
Auch auf die Haushaltsdebatte im Simmerather Gemeinderat färbte jetzt
die Landespolitik deutlich ab, ohne dass sich Standpunkte näherten.
CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer sah bereits durch die Reduzierung
der Beihilfe eine Erhöhung der Abwassergebühren in Simmerath um 70
Cent im Jahr 2012 zukommen. Löhrer vermisste den Solidaritätsgedanken
in der Landesregierung und sah ein klare Bevorteilung der Großstädte,
deren Zuweisungen aufgrund der hohen Soziallasten erhöht worden seien.
In diesem Zusammenhang brachte Löhrer seine «Verwunderung» darüber
zum Ausdruck, dass man in letzten Wochen keine Äußerung des «selbst
ernannten Bürgerbündnisses Simmerath» zu dieser Absicht der
Landesregierung habe vernehmen können. Als im vergangenen Jahr die
CDU/FDP-Landesregierung die Abwasserhilfe landesweit um rund zwei
Millionen Euro erhöht habe, habe das BBKE «lauthals proklamiert»,
dass dies zu wenig sei. Wieso aber werde jetzt, da vier Millionen Euro
gestrichen worden sein, kein Protest angekündigt. Für Löhrer stellte
sich Frage, wie es um die «oft betonte parteipolitische Neutralität»
des BBKE bestellt sei.
Claus Brust (UWG) fühlte sich angesprochen und bat um etwas Geduld.
Auch das BBKE plane eine Protestaktion, die sogar noch «viel härter»
ausfallen werde als die bislang geübte Kritik.

Gregor Harzheim, Fraktionsvorsitzender
Zum
Thema Reduzierung der Abwassergebührenhilfe legte SPD-Fraktionssprecher
Gregor Harzheim Wert auf die Feststellung, dass die
CDU/FDP-Landesregierung im Jahr 2010 die Erhöhung ausdrücklich nur für
ein Jahr und nicht dauerhaft beschlossen habe. Dies sei auch im
CDU/FDP-Antrag zum Gemeindefinanzierungsgesetzt nachzulesen.
Harzheim: Der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz habe die Bürger in
Simmerath und Monschau «reingelegt, aber das hat er clever gemacht.»
Quelle:
Aachener Nachrichten
Do.
27.01.2011
Steuererhöhungen
der Knackpunkt im Haushalt
Grundstücksbesitzer
werden kräftig zur Kasse gebeten. Simmerath verabschiedet Etat 2011 mit
einem Defizit von 4,1 Mio. Euro. Nothaushalt abgewendet.
Simmerath.
Die Gemeinde Simmerath kann auch im laufenden Jahr weiterhin ohne
Fremdbestimmung wirtschaften und ihre großen Projekte, wie den Neubau
des Hallenbades, die Sanierung der Hauptschule oder den Start der
„Neuen Mitte“ in Woffelsbach tatkräftig umsetzen. Das ist die gute
Nachricht, aber man muss dafür einen hohen Preis zahlen, wie bei der
Verabschiedung des Haushaltsplanes 2011 und der damit verbundenen rund
zweieinhalbstündigen Debatte in der Gemeinderatssitzung deutlich wurde.
Ein so genannter Nothaushalt, der die Gemeinde in ihrer Handlungsfähigkeit
an die Kette gelegt hätte, wurde nur abgewendet, weil die Steuerzahler
kräftig zur Kasse gebeten werden.
Die Gemeinde war wegen einer Reduzierung der Schlüsselzuweisungen des
Landes um 1,5 Millionen Euro gezwungen, Einnahmeverbesserungen von gut
400 000 Euro zu erzielen. Dieses Vorhaben ist auch gelungen, weil wie
gesagt kräftig an der Steuerschraube gedreht wurde. Auf Antrag der
CDU-Fraktion wird die Grundsteuer A (unbebaute Grundstücke) von 290 auf
300 Prozentpunkte erhöht, die Grundsteuer B (bebaute Grundstücke)
klettert von 391 auf stolze 450 Prozentpunkte, während die
Gewerbesteuer in der Gemeinde Simmerath von 407 auf 420 Punkte ansteigen
wird.
Die Erhöhung der Grundsteuer B um 15 Prozent trifft vor allem die
Eigenheimbesitzer, für die die Erhöhung je nach Grundstücksgröße
zwischen 30 und 80 Euro Mehrkosten im Jahr ausmacht.
Immerhin versprach Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, dass er in der
laufenden Legislaturperiode „keiner weiteren Steuererhöhung mehr
zustimmen“ werde.
Der Knackpunkt bei der Debatte war die umstrittene Steuererhöhung, nach
Auffassung von CDU und Verwaltung aber die einzige realistische Chance,
um den Haushalt 2011 auf sichere Füße zu stellen und handlungsfähig
zu bleiben. Dabei hatte sich auch SPD durchaus mit einer Erhöhung der
Grundsteuer B angefreundet, allerdings wollte man nicht über 420
Prozentpunkt hinausgehen.
Ein Polster von nur 200 000 Euro Mehreinnahmen, entgegnete der Bürgermeister,
sei aber zu gering, vor allem in der Vorausschau auf den Haushalt 2012.
Hermanns warnte vor einem solchen Risiko, denn ein Nothaushalt bedeute
heute, „dass die Daumenschrauben angezogen werden.“ Da ließen
Kommunalaufsicht und Bezirksregierung keinen Spielraum. Sollten
allerdings in den Folgejahren weitere Reduzierungen von
Finanzzuweisungen auf die Gemeinde zukommen, „dann ist Feierabend.“
Die anschließenden Versuche des Bürgermeisters, eine getrennte
Abstimmung über das Steuerpaket und den restlichen Haushalt herbeizuführen,
waren allerdings nur von mäßigem Erfolg gekrönt. Für den Etat 2011
ohne das erhöhte Steuerpaket gab es 21 Ja-Stimmen (CDU, FDP, Grüne),
11 Nein-Stimmen (SPD, UWG) und eine Enthaltung. Für den kompletten
Haushalt mit Steuererhöhungen gab es 19 Ja-Stimmen (CDU, FDP) und 14
Nein-Stimmen.
Karl-Heinz Hermanns hatte zuvor noch um eine breite Zustimmung geworben,
hinterlasse es doch bei der Kommunalaufsicht einen „besseren
Eindruck“, wenn der Haushalt von einer möglichst breiten Mehrheit
getragen werde.
Die unterschiedlichen Positionen zum Haushalt waren zuvor in den
Stellungnahmen der fünf Ratsfraktionen zum Ausdruck gekommen:
Verteilungskampf
CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer stellte den Willen der
Mehrheitsfraktion heraus, „trotz schlechter Finanzlage der Gemeinde“
und des finanziellen Tiefschlags durch das Land die positive Entwicklung
der Gemeinde nicht zu bremsen.“ Beim Verteilungskampf zwischen ländlichem
Raum und städtischen Gebieten hätten sich die Landespolitiker aus den
Großstädten durchgesetzt. Trotz dieser negativen Vorzeichen wolle man
wichtige Investionen in der Gemeinde Simmerath weiter vorantreiben. Um
aber handlungsfähig zu bleiben, sei eine Einnahmeverbesserung durch
Steuererhöhungen „zwingend erforderlich.“ Trotz dieser Erhöhung
wies Löhrer die Darstellung der UWG zurück, wonach das Leben in
Simmerath nicht mehr zu bezahlen sei. Alle Fraktionen forderte Löhrer
auf, die Steuererhöhungen mitzutragen und das Abstimmungsverhalten
nicht von „wahltaktischen Überlegungen“ geprägt sein solle.
SPD-Fraktionsvorsitzender Gregor Harzheim bezeichnete den Haushalt
2011 als „absolut enttäuschend und ohne Perspektive.“ Was der
Mehrheitsfraktionen geblieben sei, sei das „Drehen an der
Steuerschraube, das Ausquetschen der Bürger.“ Eine „moderate Erhöhung“
der Grundsteuer B auf 420 Prozentpunkte hätte man mittragen können.
Man erkenne zwar an, dass die Kommunalpolitik nur begrenzte Möglichkeiten
besitze, die Kommunalpolitik in den Griff zubekommen, weshalb auch die
SPD die Forderung an das Land nach einer umfassenden
Gemeindefinanzreform unterstütze.
Die Sanierung des Hauptschulgebäudes sei sehr wichtig für die
Erhaltung der Infrastruktur, wobei bei der Entscheidung für die
Schwimmhalle die Chance für ein gemeinsames Projekt mit Monschau vertan
worden sei und das Kirchturmsdenken dominiert habe.
UWG-Fraktionsvorsitzender Claus Brust konnte für seine Fraktion vor
allem wegen der Erhöhung der Steuersätze dem Haushalt nicht zustimmen.
Auch in kommenden Jahren werde die Gemeinde Simmerath nicht von einer
schwierigen Finanzlage verschont bleiben. Es drohe das Abrutschen in den
Nothaushalt und Überschuldung. Brust: „Unsere Kommune geht am Krückstock
und niemand ist bereit, die Schuldenproblematik wirklich zu lösen.“
Steuererhöhungen seien jedenfalls der falsche Ansatz. Vor der
finanziellen Belastung durch die großen Projekte in der Gemeinde habe
die UWG ausdrücklich gewarnt. Man habe nicht dafür gestimmt, „aber
wir sind auch nicht dagegen“.
FDP-Fraktionssprecher Hermann-Josef Bongard sah, dass sich für die
Gemeinde Simmerath auch auf lange Sicht keine durchgreifende
Verbesserung der Finanzen abzeichne.
Der „schmerzlichen Erkenntnis“, dass die einzige Chance in der Stärkung
der Steuerkraft der Gemeinde bestehe, stelle man sich, um das Abgleiten
in den Nothaushalt zur verhindern. Mit einem Investitionsvolumen von
etwa 8,5 Millionen Euro stelle die Gemeinde ihre Willen „zur aktiven
Gestaltung des Gemeinwesens“ unter Beweis.
Lob für den Kämmerer
Grünen-Fraktionssprecher Günter Mießen kritisierte, dass sich mit ständig
schwankenden Finanzzuweisungen von Bund und Land „keine vernünftige
Kommunalpolitik“ machen lasse. Die Gefahr eines Nothaushaltes ängstigte
den Grünen-Sprecher nicht so sehr, zumal Simmerath bereits einige große
Projekte auf den Weg gebracht habe. Darunter sei auch keine überflüssigen
Projekte, „sieht man einmal vom Musikpavillon Simmerath ab. In der
Steuererhöhung sah er das „falsche Signal“, stattdessen sollte man
Bund und Land deutlich machen, dass deren Finanzpolitik aus Sicht der ländlichen
Kommunen nicht weiter tragbar sei.
In einem Punkt waren sich allerdings alle Fraktionen einig - im
einhelligen Lob und der hohen Wertschätzung für Kämmerer Edmund
Kreutz, der in zwei Monaten in den Ruhestand geht und somit für 2011
seinen letzten Haushaltsplan aufstellte. Der langjährige Hüter der
Simmerather Finanzen erhielt uneingeschränktes Lob für seine
detailgenaue Arbeit, aber auch für stets mahnende Worte an die Adresse
der Kommunalpolitiker. (P. St.)
Quelle:
Aachener Nachrichten
So.23.01.2011
Simmerather
Genossen bündeln die Kräfte
Lammersdorf.
«Hier ist heute etwas Historisches passiert, und wir sind dabei
gewesen», formulierte am Ende der Versammlung Franz-Josef
Hammelstein, langjähriger Vorsitzender des Ortsvereins
Lammersdorf.
Am
Freitag gründete sich ein neuer Ortsverein der SPD, er heißt
«Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Ortsverein Gemeinde
Simmerath» und vereint die bisherigen Ortsvereine Eicherscheid,
Lammersdorf/Paustenbach, Rurberg/Woffelsbach und
Strauch/Simmerath.
Seit
zwei Jahren haben die Genossen den Gedanken dieses
Zusammenschlusses diskutiert; damit wird eine Bündelung der
politischen Arbeit verfolgt, es sollen kurze Entscheidungswege
geschaffen werden. Marc Topp, Ortsvorsteher von Rollesbroich und
in diesem Amt in der Gemeinde roter Alleinunterhalter, sieht
durchaus, dass einige Parteimitglieder ihrem kleinen Ortsverein
nachtrauern könnten: «Da sind Strukturen über Jahre
gewachsen.» Doch sieht die Absichtserklärung, die alle
bisherigen Ortsvereinsvorsitzenden unterzeichnet haben, vor,
dass «die Identität und Verbundenheit durch lokale Ortsgruppen
erhalten bleibt».
Es
waren 29 stimmberechtigte Genossinnen und Genossen in den
Lammersdorfer Hof gekommen, dazu Gäste aus dem Ortsverein
Monschau.
So
wurden Brigitte Olschewski und Roland Krökel gleich darum
gebeten, das Stimmenzählen zu übernehmen, das machten sie ohne
zu Zögern und mit großer Sorgfalt. Man hatte sich gründlich
auf diese Versammlung vorbereitet und eine souveräne
Versammlungsleitung gewählt: Martin Peters. Der junge
Unterbezirksvorsitzende bewies Übersicht und Fingerspitzengefühl,
an seiner Seite Stefan Kämmerling, der stellvertretende
Unterbezirksvorsitzende, außerdem der UB-Geschäftsführer Theo
Niewerth, und der bisherige Vorsitzende des Gemeindeverbands
Simmerath, Manfred Sawallich.
Noch
einmal erinnerte Sawallich an das gemeinsame Votum aller
Ortsvereine, diesen neuen Ortsverein zu gründen; er appellierte
an die Solidarität der Genossen. Er hatte für jeden
Vorsitzenden der ehemaligen Ortsvereine ein originelles Präsent
mitgebracht. Dann schritt man zur Wahl.
Siegfried
Peeters Vorsitzender

Der neue Vorstand. Es fehlen Marlis
Titz und Marc Topp
Foto:
Anneliese Lauscher
Alle
Vorstandsmitglieder wurden mit deutlicher Mehrheit gewählt.
Vorsitzender des neuen Ortsvereins wurde Siegfried Peeters, ihn
werden Manfred Sawallich und Siegfried Lauscher vertreten. Zum
Kassierer wurde Edgar Titz gewählt, zum Schriftführer Norbert
Brewer, sein Stellvertreter wurde Stephan Kaever.
Seniorenbeauftragter ist nun Hans Claessen, Winfried Dick
vertritt ihn. Grundsätzlich sollen zehn Beisitzer im Vorstand
mitarbeiten, am Freitag wurden neun gewählt, und zwar
Franz-Josef Hammelstein, Gregor Harzheim, Otto Jungblut, Marlis
Titz, Marc Topp, Martina Achterberg, Herbert Bachhoven, Wolfgang
Franzen und Gabriele Keutgen-Bartosch.
In
seinem Referat über die Gemeindepolitik hob der
Fraktionsvorsitzende der SPD, Gregor Harzheim, einige aktuelle
Punkte heraus, so zum Beispiel das Bestreben, sich in Sachen
Schulpolitik mit den Nachbarkommunen Monschau und Roetgen an
einen Tisch zu setzen. «Wir haben immer schon darauf
hingewiesen, dass die Hauptschule eine ungesicherte Zukunft hat.
Die Gemeinschaftsschule mit zwei Standorten, Simmerath und
Monschau, kann hoffentlich mit dem Schuljahr 2012/13 starten»,
so Gregor Harzheim.
Dass
die Gehwege an Übergängen abgesenkt werden, womit eine
Erleichterung für alle Bürger/innen gegeben sein wird, die mit
Kinderwagen oder Rollator unterwegs sind, sieht Gregor Harzheim
auch als Erfolg des beharrlichen Insistierens der SPD.
Grundsätzlich
wünscht er sich mehr Gespräche, mehr Austausch im Rat der
Gemeinde Simmerath. Und dem Haushalt werde die SPD am Dienstag
nicht zustimmen, wenn die Grundsteuer B über 420 Prozentpunkte
ansteigen sollte.
CDU-Antrag
nur für 2010
Stefan
Kämmerling griff die Thematik der Abwassergebührenbeihilfe
auf. Er habe recherchiert, dass im Wahljahr von der CDU (Axel
Wirtz) im Landtag ein Antrag für diese Beihilfe gestellt worden
sei, der sich ausdrücklich auf das Jahr 2010 beschränkte. Er
wolle nun Axel Wirtz auffordern, diesen Antrag erneut zu
stellen.
Brigitte
Olschewski, die Ortsvereinsvorsitzende der SPD Monschau, die
sich für die partnerschaftliche Zusammenarbeit bei den
Simmerathern bedankte, hatte ein nützliches Geschenk
mitgebracht: eine Klingel, mit der man die Aufmerksamkeit erhöhen
und die Redezeit beenden kann! «Das wäre unsere nächste
Anschaffung gewesen«, meinte lachend Siegfried Peeters.
Quelle:
Aachener Nachrichten
Sa.15.01.2011
SPD
gründet einen neuen Ortsverein
Lammersdorf.
Auf Anregung der Simmerather
SPD-Ortsvereine hat der Unterbezirksvorstand beschlossen, einen
gemeinsamen, neuen Ortsverein zu bilden. Die Gründungsversammlung des
Ortsvereins Gemeinde Simmerath wird am Freitag, 21. Januar, 19.30 Uhr in
Lammersdorf, Lammersdorfer Hof, Kirchstraße 50, stattfinden. Die
Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit werde auch in Simmerath
immer deutlicher. Dies habe die Diskussionen der vergangenen Jahre in
der SPD der Gemeinde Simmerath deutlich gezeigt, heißt es in der
Einladung.
Quelle:
Aachener Nachrichten
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