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Willkommen in unserem
kleinen Pressearchiv
Hier
finden Sie Artikel ab dem Jahr 2010.
Viel Spaß beim Nachlesen.
Warten
auf das Wartehäuschen
Eicherscheid.
Die geplante Wartehalle an der Haltestelle am Gericht sei noch immer
nicht aufgestellt, beklagte Ratsherr Otto Jungblut (SPD) im Simmerather
Tiefbauausschuss. „Die Kinder stehen dort im Regen.“ Warum die
Wartehalle, die im Frühjahr einem Sturm zum Opfer fiel, noch immer
nicht da sei, wollte er von der Verwaltung wissen. Auch machte Jungblut
die Verwaltung darauf aufmerksam, dass die Bodenplatte, auf dem das
bisherige Häuschen an der Haltestelle „nicht abgesichert“ sei, da
sei „Handlungsbedarf“. Der Ratsvertreter wollte weiterhin von der
Verwaltung wissen, wann denn endlich auf den Straßen in Eicherscheid in
den 30-Zonen, dort wo „rechts vor links“ gelte, aufgetragen würden.
Mit dieser Anfrage, so Otto Jungblut, greife er auch Fragen aus der Bevölkerung
auf. Bruno Laschet von der Verwaltung machte deutlich: Die Markierungen
auf den Straßen werden „frühestens im nächsten Frühjahr“
aufgetragen. CDU-Sprecher Jens Wunderlich mahnte, die „Haifischzähne
auf den Straßen nicht überzubewerten“, sie seien nur eine
„optische Hilfe“, sie hätten im Verkehrsrecht keinerlei
Bedeutung“. (rpa)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Opposition
sieht Gemeinschaftsschule als Chance
Simmerath.
Den Vorwurf des Simmerather CDU-Fraktionsvorsitzenden Bruno Löhrer, die
Oppositionsparteien torpedierten eine überkommunale Lösung bei der
Frage zur Zukunft der Schulen im Sekundarbereich I, wollen die drei
Fraktionsvorsitzenden der SPD, der UWG und der Grünen nicht
unkommentiert stehen lassen.
Gregor
Harzheim, Claus Brust und Günter Mießen stellten jetzt klar, dass
schon seit Jahren feststehe, dass die Hauptschule wegen des
demographischen Wandels und wegen stetig sinkender Akzeptanz in der Bevölkerung
«keine Zukunft» mehr habe. Seit zwei Jahren komme sowohl in der
Hauptschule Monschau-Roetgen als auch in der GHS Simmerath nur noch mit
Mühe eine Eingangsklasse (weniger als 20 Schüler) zustande.

SPD-Fraktionsvorsitzender Gregor Harzheim
Die
Simmerather Oppositionsparteien hätten ebenso wie die Landes-CDU diese
«dramatische Entwicklung» mit ihrem Festhalten an der Hauptschule «beharrlich
ignoriert». Noch vor einem Jahr sei die Diskussion dazu im Simmerather
Schulausschuss immer wieder verschleppt worden, unter anderem mit dem
Hinweis auf die Landtagswahlen im Mai 2010.
SPD, UWG und Grüne in Simmerath vertreten die Meinung, dass das Projekt
«Gemeinschaftsschule» der neuen Landesregierung «eine Perspektive und
gemeinsame Chance für die Schullandschaft im Sekundarbereich I in der
Nordeifel sein könnte». Daher habe am 26. September beantragt, dies zu
prüfen. Im Antrag stehe, dass eine Abstimmung mit den Nachbarkommunen
und eine rechtzeitige Einbeziehung von Eltern und Lehrern unbedingt nötig
sei, um eine einvernehmliche Lösung zu erzielen.
Deshalb sei die anstehende Infoveranstaltung mit einer Expertin von der
Regierung und allen Beteiligten am 8. November in Monschau zu begrüßen.
Ergänzend teilt UWG-Fraktionsvorsitzender Claus Brust mit, dass die
Gemeinschaftsschule ganz neue Möglichkeiten biete für individuelle Förderung
und ein durchlässiges, flexibles System. Sie seien als Ganztagsschulen
konzipiert und es böten sich Möglichkeiten zu kreativen und
gesellschaftlichen Angeboten, zu Ruhe- und Studienzeiten, in denen die
Hausaufgaben in Anwesenheit eines Lehrers erledigt werden könnten.
Die wichtigste Frage sei, wie eine Gemeinschaftsschule in das bestehende
dreigliedrige Schulsystem eingegliedert werden solle, «ohne dass
Nachteile für bestimmte Schülergruppen entstehen oder der Begriff nur
ein Etikettenschwindel ist».
Die Voraussetzungen an der Simmerather Hauptschule bezeichnen SPD, Grüne
und UWG als «denkbar günstig». Das rundum erneuerte Gebäude der
Hauptschule mit der räumlichen Verbundenheit von neuer Mensa,
Dreifachhalle, Sportplatz, berufsbildendem Zentrum und in der Zukunft
einem Schwimmbad, böten «sehr gute Voraussetzungen für einen
attraktiven Schulstandort». Auch die Lage der Schule am Ortsrand,
umgeben von Wiesen, sei ideal.
Wenn CDU-Sprecher Bruno Löhrer behaupte, dass die Gespräche der
Verwaltungen Monschau, Simmerath und Roetgen «wesentlich weiter sind»
dann dokumentiere er nur, dass der Bürgermeister mit der CDU/FDP «wieder
etwas heimlich ausbrütet».
Claus Brust betont, dass es seitens der Opposition kein «Störfeuer»
gebe, wie Bruno Löhrer es behauptet habe. Der UWG-Sprecher: «Wenn er
Militärausbildung hätte wie ich, würde er wissen, wozu ein Störfeuer
dient.»
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

„Unauffällige
Unfallsituation“
Die Wünsche
der Bürger nach einer Verbesserung der Verkehrssituation in
Lammersdorf dürften sich nicht erfüllen. Fahrbahnverengungen möglich.
Lammersdorf.
„Ich hätte mir bessere Ergebnisse für Lammersdorf gewünscht“,
kommentierte Marc Topp (SPD) im Simmerather Verkehrsausschuss jetzt das
Ergebnis einer Zusammenkunft der Verkehrskommission. Zur Debatte standen
dabei eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verbesserung der
Verkehrssituation in Lammersdorf. Zusammengetragen worden die Vorschläge
bei einer Bürgerversammlung im April 2009; anschließend hatte die
SPD-Fraktion beantragt, über die Anregungen zu beraten.

Marc Topp, Sprecher der SPD im
TVDA
Keine
unfallträchtigen Stellen
Die Fazit in der Verkehrskommission fiel aus Lammersdorfer Sicht enttäuschend
aus. So erkannte die Polizei mangels unfallträchtiger Stellen „keinen
Handlungsbedarf, und auch das Straßenverkehrsamt der Städteregion
Aachen stellte eine „unauffällige Unfallsituation“ fest, wenngleich
die Bereitschaft der Bürger, sich mit der Verkehrssituation in
Lammersdorf zu beschäftigen, begrüßt wurde.
Für möglich erklärt wurde allerdings die Überwachung durch mobile
Geschwindigkeitsmessungen. Sollten diese nicht zum Erfolg führen, ließe
sich über Fahrbahnverengungen, Fahrbahnversätze oder alternierende
Parkstände reden, die allerdings nicht die Leistungsfähigkeit einer
klassifizierten Straße beeinträchtigen dürften, so die
Verkehrsexperten.
Eine weitere stationäre Messstelle in der Bergstraße ist nach Einschätzung
des Straßenverkehrsamtes nicht realisierbar, weil die aktuelle
Rechtsprechung solche Maßnahmen nur noch an Unfallhäufungsstellen oder
vor Kindergärten oder Schulen zulässt.
Für die Einrichtungen von weiteren Querungshilfen, was auch von Bürgern
angeregt wurde, müsse der Bedarf nachgewiesen werden.
Marc Topp regte an, mobile Tempomessungen auf der Bergstraße (in Höhe
auf der Ley) vorzunehmen, wie auch auf der Jägerhausstraße. Für eine
gute Maßnahme halte er es auch, auf die Hoscheiter Straße leichte erhöhte
weiße Querbalken aufzutragen – als Erinnerung für die Autofahrer,
vom Gas zu gehen.
Lammersdorfs Ortsvorsteher Robert Johnen regte an, am Ortseingang
Bergstraße eine LED-Leuchte mit dem Hinweis auf 50 km/h zu errichten.
Nachdem die Querungshilfe vor der Firma Junker entfernt worden sei,
sollte hier der Hinweis „Vorsicht Fußgänger!“ angebracht werden,
so der Ortsvorsteher.
Der Verkehrsausschuss kam überein, dass die Lammersdorfer Ratsvertreter
weitere Detailfragen im Dialog klären sollten. Dieses Ergebnis werde
dann als Grundlage für die Beschlussfassung im Simmerather Rat dienen.
(P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

„Heizer“
sind nicht erwünscht
Was tun
gegen Motorradlärm in der Eifel? Resolution an Verkehrsminister.
Nordeifel.
Motorradfahrer gehörten schon immer zur kurvenreichen Eifel, doch
ihre Zahl ist den zurückliegenden Jahren sprunghaft angestiegen. „Das
sind die Geister, die wir riefen“, deutete Otto Jungblut die andere
Seite der Tourismuswerbung an. Der SPD-Ratsvertreter aus Eicherscheid
sprach sich in der Sitzung des Simmerather Verkehrsausschusses dafür
aus, mit „durchgreifenden Maßnahmen“, wie verstärkten Kontrollen
und dem Einsatz des Polizeikrades dem Problem zu Herr zu werden.

Otto Jungblut, Mitglied TVDA
Am Ende
wurde schließlich eine Resolution an das Landesverkehrsministerium
verabschiedet, mit dem Inhalt, „gesetzliche Grundlagen zu schaffen, um
wirksamer technische Veränderungen an Zweirädern zu verfolgen“ und
die Möglichkeiten zu verbessern, Geschwindigkeitsüberschreitungen
besser ahnden zu können, z. B. durch die Einführung von
Frontkennzeichen.
In diesem Sommer ging eine Vielzahl von Beschwerden bei der Verwaltung
ein, worin unverantwortliche Geschwindigkeitsüberschreitungen und
enorme Lärmbelästigungen beklagt wurden. Als besonders störend werden
die so genannten „Heizer“ empfunden, die immer wieder an Wochenenden
insbesondere zwischen sieben und 10 Uhr ihr Unwesen treiben, weil das
dann noch vorherrschende geringe Verkehrsaufkommen hohe
Geschwindigkeiten zu ässt und auf Rundkursen die Jagd nach Bestzeiten
einsetzt.
Gesetze haben Grenzen
Erst am vergangenen Sonntag konnte sich Bürgermeister Karl-Heinz
Hermanns auf Einladung eines Bürgers in Hammer selbst davon überzeugen,
dass der Motorradlärm ein nicht von der Hand zu weisendes Problem
darstellt.
Vor dem Hintergrund der Beschwerden fand Anfang Juli ein Erörterungsgespräch
mit Bezirksregierung, Polizei Aachen, Städteregion, Landesbetrieb Straßenbau
und der Gemeinde statt. Die gesetzlichen Möglichkeiten, so die ernüchternde
Erkenntnis, reichten nicht aus, um dem Lärmproblem beizukommen.
Repressive Maßnahmen seien kaum noch möglich. Lärmmessungen, so der
Einwand von Benjamin Steinborn (FDP) seien mit relativ einfachen
Mess-Methoden aber immer noch möglich.
Weitere Straßensperrung erschienen der Runde auch nicht als
praktikabel, da man damit das Problem nur verlagere. Die Sperrung der L
128 zwischen Woffelsbach und Steckenborn an Wochenenden sei damals
allein aufgrund der erhöhten Unfallzahlen erfolgt.
Die Gesamt-Problematik und auch den Wunsch nach mehr Kontrollen möchte
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auch zum Thema bei der nächsten
Sicherheitskonferenz des Polizeipräsidenten machen.
Unter dem Strich wurde festgehalten, dass Biker in der Gemeinde
Simmerath grundsätzlich gern gesehene Gäste seien. Lediglich der
geringe Anteil Rasern und Lärmproduzenten sei nicht erwünscht. (P.
St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Eine
böse Überraschung in der Römerstraße
Ausbau
eines 400 Meter langen Teilstücks in Einruhr mit Kanalsanierung soll
800 000 Euro kosten. Schwarzdecke extrem schadhaft. Finanzierung ist
aber unrealistisch. Auf Bürger würde ein hoher Kostenanteil zukommen.
Einruhr.
„Da sind wir böse überrascht worden“, stellte Bauamtsleiter Bruno
Laschet im Simmerather Tiefbauausschuss fest, nachdem das Ausmaß der
Kosten für den Ausbau der Römerstraße in Einruhr auf dem Tisch lag.
Über 800 000 Euro soll der Ausbau kosten. Immerhin: Darin enthalten ist
auch die komplette Sanierung des über 40 Jahren alten Kanals. Nicht
enthalten sind allerdings die Ingenieurleistungen und weitere
Nebenkosten, die Summe würde also noch steigen.
Große Schwierigkeiten, eine solche Maßnahme zu akzeptieren, hatten
auch die Ausschussmitglieder. Marc Topp (SPD) zeigte sich „ziemlich
verwundert“, und erinnerte daran, dass 50 Prozent der Kosten für den
Straßenausbau von den Anwohnern zu tragen seien - und das bei nur etwa
35 betroffenen Grundstücken.

Marc Topp, Sprecher der SPD im
TVDA
Helfen
Dorferneuerungsmittel?
„Die Maßnahme ist zwar wünschenswert, aber unter finanziellen
Gesichtspunkten sehen wir schwarz“, schätzte auch CDU-Sprecher Bruno
Löhrer die Situation ein.
Der hohe Kostenanteil der Bürger sei äußerst problematisch. Da für
das Jahr 2011 kaum eine Umsetzung zu erwarten sei (das letzte Wort hat
der Gemeinderat) soll sich die Gemeinde Simmerath bemühen, über
Dorferneuerungsmittel die Maßnahme umzusetzen.
Zuvor hatte das beauftragte Ingenieurbüro detailliert das Vorhaben erläutert.
Demnach ist die Schwarzdecke extrem schadhaft,, es gibt Risse und
Absenkungen und der Untergrund ist nicht mehr tragfähig. Im Ergebnis
ist die Verkehrssicherheit damit nicht mehr gegeben.
Kaum besser fiel auch das Ergebnis der Kanalbefahrung per Kamera aus.
Die 1967 verlegte Trennkanalisation ist an so vielen Stellen so
schadhaft, dass eine Erneuerung für 400 000 Euro noch um 50 000 Euro günstiger
als eine Sanierung wäre. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Spielplatz-Schließung
„das falsche Signal“
Die
Simmerather SPD-Fraktion beantragt, den seit einem Jahr wegen
Vandalismus geschlossenen Spielplatz an der Fuggerstraße wieder zu öffnen.
Grundsätzliche Debatte über Spielplätze erforderlich.
Simmerath.
„Wegen Vandalismus gesperrt!“ An dieses Schild in der Fuggerstraße
in Simmerath hat man sich fast schon gewöhnt. Das Schild ist an einem
wenig attraktiven Bauzaun befestigt, der den Zugang zum am Ende der Straße
liegenden Spielplatz versperrt. Seit einem Jahr ist das jetzt schon so,
die Spielgeräte geben ein trauriges Bild ab, das Grundstück auch.
Nun hat die Simmerather SPD-Fraktion beantragt, den Spielplatz wieder
für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es sei das falsche
Signal, wenn man vor immer wieder auftretendem Vandalismus kapituliere
und die Kinder einer Spielmöglichkeit beraubt würden. Abgesehen davon,
dass der jetzige Zustand des Grundstückes „kein Schmuckstück für
Simmerath“ darstelle, heißt es in dem Antrag weiter. Gerade im
Ortskern ist aus Sicht der SPD der Bedarf für einen Spielplatz
unstrittig. Hier sollte man ein Zeichen für Familienfreundlichkeit
setzen.
Nachdem der Spielplatz besonders in den Sommermonaten immer häufiger
als abendlicher Treffpunkt missbraucht wurde und morgens die Mütter mit
ihren Kinder leere Bierflaschen und andere Hinterlassenschaften im Sand
vorfanden, schloss die Gemeinde kurzerhand das Gelände.
Verwaltung: Nicht notwendig
Der Antrag der SPD stand jetzt im Simmerather Tiefbauausschuss zur
Beratung an und löste eine grundsätzliche Debatte über die Situation
der gemeindlichen Spielplätze aus. Schon im Frühjahr hatte der
Simmerather Ortsvorsteher Stefan Haas um Prüfung gebeten, ob eine
Verlagerung der Spielgeräte an eine andere Stelle im Gemeindegebiet möglich
wäre. Ein unbedingte Notwendigkeit zur Beibehaltung des Spielplatzes
Fuggerstraße mitten im Simmerather Geschäftszentrum wird aus Sicht der
Verwaltung nicht gesehen.
Der Spielplatz wurde im Sommer 2003 komplett erneuert. Für neuen Sand
und neue Spielgeräte wurden 12 500 Euro investiert.
Marc Topp (SPD) regte an, den Spielplatz kurzfristig wieder
herzurichten. Gleichzeitig solle die Verwaltung stichprobenartig
Kontrollen vornehmen, damit es nicht erneut zu Missbrauch komme.
Auch Bruno Löhrer (CDU) vertrat die Ansicht, dass man den Spielplatz
nicht sofort aufgeben solle, allerdings sei es erforderlich, sich einmal
grundsätzlich mit den Spielplätzen in der Gemeinde zu beschäftigen.
Daher wurde auch der SPD-Antrag zunächst zurückgestellt, bis der
Ausschuss sich in einer der nächsten Sitzungen einmal generell mit der
Spielplatz-Thematik beschäftigt hat, um dann festzulegen, welche
Spielplätze in Zukunft überhaupt noch offen gehalten werden. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Für
Unterführung muss die Kostenaufteilung klar sein
Mehr
Sicherheit für Fußgänger an der Rurbrücke in Einruhr:
Machbarkeitsstudie des Wasserverbandes Eifel-Rur liegt vor.
Einruhr.
Ein interessantes Projekt an der Rurbrücke in Einruhr soll Gestalt
annehmen: Die viel befahrene B 266 am Ortsrand des Landes-Silberdorfes
soll eine Unterquerung für Fußgänger erhalten. Die Pläne dafür
sind bereits recht weit vorangeschritten, was bei der Diskussion im
Simmerather Tiefbauausschuss zwar für Erstaunen bei der SPD sorgte,
ansonsten aber durchaus als reizvolle Lösung gesehen wurde, hier mehr
Sicherheit für Fußgänger zu schaffen. Sowohl der
Premium-Wanderweg Eifelsteig wie auch der Wildnis-Trail verlaufen hier,
mit vielen Wanderern, und gerade an Wochenenden stellt man fest, dass
immer mehr Fußgänger die viel befahrene B 266 überqueren.
Einigkeit herrschte im Ausschuss aber darüber, dass die
Kostenverteilung für die Unterführung geklärt sein müsse und sich
die Gemeinde nicht in ein finanzielles Abenteuer stürzt.
Als „grundsätzlich sinnvoll“ bezeichnet auch CDU-Fraktionssprecher
Bruno Löhrer die Maßnahme, wobei klar sein sollte, dass die Unterführung
an der Einruhrer Seite, wie auch vom Einruhrer Ortsvorsteher gewünscht,
verlaufen sollte. Dem Gemeinderat solle empfohlen werden, im
Haushaltsplan 2011 Planungsmittel einzustellen. Außerdem will die
Verwaltung bis zur Ratssitzung versuchen, eine klare Aussage zu den
Kosten zu erhalten und wie diese aufgeteilt werden. Diese Beschluss
fasste dann auch bei den Gegenstimmen von SPD und UWG der Ausschuss.
Der Landesbetrieb Straßenbau hat in Vorgesprächen zu erkennen gegeben,
dass er sich an den Kosten beteiligen würde, auf keinen Fall aber diese
ganz übernimmt. Nach einer ersten groben Kostenermittlung würde die
Unterführung zwischen 100 000 und 150 000 Euro kosten, die Gemeinde
Simmerath wäre mit 70 000 bis 100 000 Euro in der Pflicht.
Marc Topp (SPD) verwies darauf, dass die derzeitige Haushaltslage der
Gemeinde es nicht zulasse, solche Projekte in Angriff zunehmen, selbst
wenn der Sinn der Maßnahme nicht von der Hand zu weisen sei. An anderer
Stelle aber müsse man auch die Wünsche von Bürgern zurückstellen,
„und daran werden wir gemessen.“

Marc Topp, Sprecher der SPD im
TVDA
Ortsvorsteher
Christoph Poschen erinnerte, daran die Idee einer Unterführung von der
Einruhrer Dorfwerkstatt ausgegangen sei. Daraufhin hat der Wasserverband
Eifel-Rur eine Machbarkeits-Studie vorgelegt, worin er fünf
Alternativen für eine Unterführung aufzeigt.
Man sollte daher die „Chance ergreifen, eine solches Projekt mit
finanzieller Hilfe Dritter zu verwirklichen,“ so der Ortsvorsteher. Um
eine Kostendarstellung zu erhalten, sei es allerdings erforderlich, auch
in die Planung einzusteigen.
Dass die Gemeinde Simmerath in letzter Zeit „etwas zu häufig in die Fördertöpfe
greife“, meinte Erika Frank (UWG). Es gebe auch noch viele andere
Gefahrenpunkte in der Gemeinde, wo man aktiv werden könnte.
(P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Neue
Schwimmhalle in zwei Jahren fertig?
Auch Simmerath
nimmt Abstand von gemeinsamem Projekt mit Monschau. SPD vermisst
„ernsthafte Verhandlungen.“
Simmerath.
Jetzt hat auch Simmerath seinen Ratsbeschluss zum Bau einer neuen
Schwimmhalle: Nach über zweistündiger kontroverser Debatte beschloss
der Gemeinderat am Dienstagabend mit Mehrheit den Bau einer eigenen
Halle auf einem Grundstück neben der Hauptschule. Die
Baukosten-Obergrenze wurde auf vier Millionen Euro festgelegt. Durch
Anwendung eines Vergabeverfahrens, das Planungs- und Bauleistungen in
eine Hand gibt, soll erreicht werden, dass die neue Simmerather
Schwimmhalle bereits im Sommer 2012 zur Verfügung steht.
„Keine signifikanten Vorteile“
Die Verwaltung hatte sich viel Arbeit mit einer Gegenüberstellungen der
Kosten für ein eigenes wie auch gemeinsames Projekt mit Monschau
gemacht, war aber übereinstimmend mit der Stadt Monschau zur der
Auffassung gekommen, dass „keine signifikanten Vorteile“ bei der
Realisierung einer gemeinsamen Halle erkennbar seien. Die Gegenüberstellung
zeige zudem, dass selbst unter günstigsten Bedingungen eine gemeinsame
Halle für Simmerath immer die teurere Lösung darstelle. So stimmte der
Rat mit 21 Ja-Stimmen (CDU, FDP, Grüne) für den Bau einer eigenen
Schwimmhalle, die elf Vertreter von SPD und UWG stimmten dagegen.
SPD-Sprecher Gregor Harzheim trauerte der vergebenen Chance
interkommunaler Zusammenarbeit nach, konnte die Vergleichszahlen der
Verwaltung nicht alle nachvollziehen und bezweifelte, „dass es
wirklich ernsthafte Verhandlungen“ mit Monschau gegeben habe.
Der Bürgermeister habe sein Konzept durchsetzen wollen, doch seiner
Meinung nach wäre eine gemeinsame Halle für Simmerath die beste Lösung
gewesen.

Trauert der vergebenen
Chance eines gemeinsamen Schwimmbades nach.
SPD-Fraktionsvorsitzender Gregor Harzheim
UWG-Fraktionssprecher
Claus Brust sah das Scheitern darin begründet, „dass die beiden Bürgermeister
und beiden großen Fraktionen nicht zueinander finden.“ Die Zahlen der
Verwaltung stifteten zudem nur „neue Verwirrung“. Er halte eine
Sanierung der seit Mai 2010 geschlossenen Halle für die „billigste Lösung“.
Ein entsprechender Antrag, verbunden mit dem Vorschlag, die
Beschlussfassung zu verschieben, wurde aber abgelehnt.
Karl-Heinz Hermanns konnte kein Kommunikationsproblem erkennen, vielmehr
hätten beide Bürgermeister erkannt, „dass sich eine gemeinsame Halle
nicht rechnet“. Dies sei durch Zahlen belegt worden.
Von „durchdachten Vorstellungen“ der Verwaltung sprach auch
CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer. Der Gedanke, dass beide Kommunen
Vorteile von einer gemeinsamen Schwimmhalle hätten, sei zwar reizvoll,
aber ein solches Projekt habe „keinen Zweck“. Beide Partner müssten
einverstanden sein, doch Tatsache sei, dass Monschau sich durch
Ratsbeschluss auf den Standort für das Vennbad festgelegt habe.
Mit Interesse verfolgten auch einige Mitglieder der
Interessengemeinschaft Schwimmbad Nordeifel die Debatte, die zuvor auch
die Verwaltung mit Zahlenmaterial versorgt hatte. Wichtig sei es jedoch,
betonte der Bürgermeister, alle Fakten in die Berechnung einzubeziehen.
Grünen-Fraktionssprecher Günter Mießen hielt die Zahlen der
Verwaltung für so aussagekräftig, „dass sich damit arbeiten lässt“.
Dass ein gemeinsames Schwimmbad nicht realisiert werde, sei bereits frühzeitig
erkennbar gewesen, da Monschau am Vennbad festhalten wolle.
Auf die Beschlusslage in Monschau verwies auch FDP-Fraktionssprecher
Hermann-Josef Bongard. Durch den Bau eines eigenen Bades, das zudem
attraktiver sei, werde Simmerath nicht schlechter gestellt. Abschließend
hielt Stephan Weber (UWG) fest, dass beide Kommunen es versäumt hätten,
sich frühzeitig um eine gemeinsame Halle zu kümmern. „Jetzt ist es
zu spät.“ (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Gemeinsames
Schwimmbad für die SPD noch aktuell
Simmerather
und Monschauer Sozialdemokraten bleiben bei ihrer Forderung nach einer
gemeinsamen Lösung beider Kommunen
Simmerath.
Die SPD Simmerath hält – gemeinsam mit ihren SPD-Kollegen in Monschau
– mit Nachdruck an ihrer Forderung für ein gemeinsames Schwimmbad für
Simmerath und Monschau an einem für beide Gemeinden zentralen Ort fest.
Die SPD begrüßt und unterstützt zudem die Arbeit der
Interessengemeinschaft für ein gemeinsames Schwimmbad. Dies betont
jetzt der Simmerather SPD-Fraktionsvorsitzende Gregor Harzheim in einer
Presseerklärung.

Gregor Harzheim,
Fraktionsvorsitzender
An die
Finanzen denken
Gemeinsam würden beide Kommunen in die Lage versetzt, mit gleichem oder
gar geringerem finanziellen Aufwand ein größeres und attraktiveres
Schwimmbad zu errichten, das sowohl die Belange des Schul- und
Vereinsschwimmens befriedigt als auch für Bürger und Touristen ein
attraktives Angebot darstellt. Das wichtigste Argument stellt allerdings
aus Sicht der Simmerather SPD für die Gemeinde die dauerhaft geringeren
Unterhaltungskosten dar, die sich Monschau und Simmerath teilen könnten.
„Angesichts der absolut leeren Kassen in Simmerath ein Argument, an
dem die Gemeinde“, so Fraktionsvorsitzender Gregor Harzheim, „nicht
vorbei kann“. Als Standort eines gemeinsamen attraktiven Hallenbades
kommt aus Sicht der SPD das Gebiet der Ortschaften Simmerath,
Imgenbroich und Konzen in Betracht. Enttäuscht ist Harzheim vom
Verhalten der Simmerather CDU und ihres Bürgermeisters, „die
offensichtlich ein gemeinsames Schwimmbad nicht wollen und nicht
ernsthaft mit der Stadt Monschau verhandeln“. Stichhaltige Argumente
aus Simmerather Sicht gegen ein gemeinsames Schwimmbad seien bisher
nicht bekannt.
Seitens des Simmerather Bürgermeisters werde auf die Kapita–lisierungszahlung
des ehemaligen Kreises Aachen an die Gemeinde Simmerath verwiesen. Aus
Sicht der SPD Simmerath ist die Kapitalisierungszahlung an den Betrieb
eines Schwimmbades gebunden und nicht an den Betrieb eines Schwimmbades
nur unter Simmerather Trägerschaft. Dem Kreis sei es um die
Sicherstellung eines Hallenbadangebotes für die Bevölkerung gegangen,
„nicht um die Festschreibung von Kirchturmspolitik“.
Weiterhin werde von Simmerather Seite auf die Verpflichtung zur Abnahme
eines Fernwärmekontingentes verwiesen. Auch dieses Argument, so
Harzheim, sei nur vorgeschoben, denn bei Neuerrichtung der Schwimmhalle
an anderer Stelle könnten die frei werdende künftige Wohnbauflächen
mit Fernwärme erschlossen werden.
„Wirklich stichhaltige Argumente“, so Harzheim, „die gegen den Bau
eines gemeinsamen Schwimmbades aus Simmerather Sicht sprechen, sind bis
jetzt nicht bekannt. Die SPD fordert CDU und Bürgermeister auf, sich künftig
ernsthaft für eine gemeinsame Schwimmhalle einzusetzen und keine
„Pseudo-Gespräche“ zu führen. Harzheim: „Dafür haben wir keine
Zeit, es ist vielmehr Eile geboten, damit der jetzige unbefriedigende
Zustand nicht unnötig verlängert wird.“
Denn klar sei, so Harzheim, „wir brauchen trotz leerer Kassen für
Simmerather Schulen, Vereine, Bürger und Touristen auf jeden Fall ein
attraktives Hallenbad – und das möglichst bald“.
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Verkehrsberuhigung
in Rollesbroich
Verengungen
auf der Dürener Straße zunächst provisorisch. Von 7836 gemessenen
Fahrzeugen 51,2 Prozent schneller als 60 km/h.
Rollesbroich.
Die Dürener Straße (K 32) in Rollesbroich wird verkehrsberuhigt. Zwei
versetzt angeordnete Verengungen zu beiden Seiten der Fahrbahn sollen für
diese Beruhigung sorgen.
Die Verengungen werden zunächst mit gelber Folie provisorisch markiert
und mit rot-weißen Warnschildern kenntlich gemacht.
Obwohl die Verwaltung ursprünglich die Notwendigkeit nicht sah, peilte
die Verkehrskommission am 22. April vor Ort mit zwei geparkten Pkw die
Lage. Wegen des offensichtlichen Effektes entschloss man sich zu dieser
Form der Verkehrsberuhigung und folgte damit einem Antrag der
SPD-Ratsfraktion.

Freut sich, dass dem Antrag der
SPD nun doch gefolgt wird:
Marc Topp, Ortsvorsteher Rollesbroich
In den
kommenden Monaten soll eine neuerliche Geschwindigkeitsmessung
Erkenntnisse liefern, ob die beabsichtigte Geschwindigkeitsreduzierung
auch nachhaltig eingetreten ist.
Weitere Messungen
Gemessen worden war bereits vom 19. bis 26. Januar in Höhe der Einmündung
„Am Bachhof“ mit einer so genannten Viacount-Anlage. Dabei handelt
es sich um eine unscheinbare und kaum wahrzunehmende Messeinrichtung,
die zur statistischen Erfassung eingesetzt wird.
Diese Statistik besagt: Von den 7836 gemessenen Fahrzeugen fuhren 51,2
Prozent schneller als 60 km/h. Von diesen 51,2 Prozent fuhren wiederum
19,3 Prozent schneller als 75 km/h. Gemessen wurden ausschließlich
Fahrzeuge, die in den Ort hineinfuhren.
Der Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss winkte das Vorhaben einmütig
durch und wird über die neuen Messergebnisse informiert. Die Verwaltung
erhielt den Auftrag, besonders den Schwerlastverkehr in diesem Bereich
im Auge zu behalten. (ess)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

„Die
schwarze Spitze erscheint hilflos“
SPD
Simmerath: „Es ist nicht unsere Aufgabe, der CDU-Mehrheit zu
helfen“. Arbeitsgruppe Simmerath-Monschau einrichten.
Simmerath.
Kommunalpolitisch gut in der Spur sieht sich die SPD Simmerath. Gut ein
halbes Jahr nach der Kommunalwahl haben sich die Simmerather
Sozialdemokraten mit ihrer Rolle als führende Oppositionspartei im
Gemeinderat angefreundet.

v.l.n.r.: Marc Topp, Stefan Kämmerling,
Manfred Sawallich und Gregor Harzheim
Dies wurde
auch deutlich bei der Mitgliederversammlung des Gemeindeverbandes am
Montagabend im Hotel zur Post in Simmerath, wo sich Fraktionssprecher
Gregor Harzheim „amüsiert“ über jüngste Äußerungen des
Simmerather CDU-Gemeindeverbandesvorsitzenden Bernd Goffart zeigte, der
die SPD nach der Wahl-Niederlage ihres Bürgermeister-Kandidaten als
„angeschlagen und unkreativ“ bezeichnet hatte.
Harzheim konnte sich nicht erklären, „welche Ergebnisse da gemeint
sind.“ Es sei auch nicht populistisch, wenn die SPD den Haushalt
abgelehnt habe. Die SPD bleibe bei ihrer Auffassung, dass der Etat 2010
„keine Perspektive“ biete. Im Übrigen sei es nicht Aufgabe der
Opposition, „der CDU-Mehrheit zu helfen.“ Die Simmerather
Sozialdemokraten sähen ihre Aufgabe vielmehr darin, Alternativen
aufzuzeigen.
Gar als „lernresistent“ bezeichnet der stellvertretende
SPD-Gemeindeverbandsvorsitzende Marc Topp die CDU im Gemeinderat, obwohl
es bei der Kommunalwahl in einigen Orte „Totalabstürze“ gegeben
habe. „Die schwarze Spitze erscheint hilflos“, erklärte sich Topp
die Angriffe der CDU.
Zuvor hatte Gemeindeverbandsvorsitzender Manfred Sawallich noch einmal
eine positive Analyse des Kommunalwahlergebnisses 2009 vorgenommen. Er
erinnerte an das „herausragende Einzelergebnis“ von Ortsvorsteher
Marc Topp in Rollesbroich und an das „traumhafte gute Abschneiden“
vor Gregor Harzheim als Bürgermeister-Kandidat. Der insgesamt „gute
Stimmenzuwachs“ hätte dazu geführt, dass die SPD im Gemeinderat ihre
Fraktion von bisher sechs auf jetzt acht Mitglieder habe erweitern können.
Mit diesem „bisher besten Ergebnis, das je auf Gemeindeebene erzielt
worden ist“, sei es gelungen, die absolute Mehrheit der CDU zu
brechen. Sawallich: „Darauf lässt sich für die Zukunft aufbauen.“
In die FDP setze er die Hoffnung, dass diese als Koalitionspartner der
CDU „noch ein paar Zeichen setzt“, auch wenn es „schöner“
gewesen wäre, wenn man mit wechselnden Mehrheiten hätte arbeiten können.
In seinen weiteren Betrachtungen zur aktuellen Kommunalpolitik forderte
Gregor Harzheim eine Anpassung des Gemeindefinanzierungsgesetzes, um den
Kommunen eine „auskömmliche Finanzausstattung“ zu gewähren. In
Simmerath freue man sich zwar über die Zuschüsse für die Sanierung
Hauptschule Simmerath, aber die damit verbundenen Auflagen für das 7,2
Millionen Euro-Projekt seien nicht immer sinnvoll. So werde an eine
Schule, „die ohnehin schon viel zu groß ist“, noch eine Mensa
angebaut, anstatt die vorhandenen Räume zu nutzen. Harzheim: „So
wirft man Geld zum Fenster hinaus. Das ist absurd.“
Auch die Städteregion Aachen stehe in der Verantwortung für die
Kommunalfinanzen. Sie müsse versuchen, ihre finanziellen Probleme aus
eigener Kraft zu lösen anstatt die Kommunen zusätzlich zu belasten.
Als wichtigen Punkt in der Zukunft, gerade im Hinblick auf Einsparmöglichkeiten,
bezeichnete Gregor Harzheim die interkommunale Zusammenarbeit. Die SPD
schlage die Einrichtung einer Arbeitsgruppe vor, die prüfen möge, was
an Kooperation der drei Eifelkommunen „rechtlich möglich und
politisch gewollt ist.“ Dringend entwickelt werden müsse ein „Nordeifeler
Schulkonzept“, wozu es ja schon erste Gespräche auf Verwaltungsebene
gegeben habe. In einem solchen Konzept müsse die Hauptschule Simmerath
als Bildungseinrichtung für die Sekundarstufe I ihren festen Platz
haben. Wenn allerdings die Landesregierung weiterhin starr am
dreigliedrigen Schulsystem festhalte, dann habe die Hauptschule
Simmerath keine Chance mehr, „selbst wenn wir sie mit Marmor
auslegen.“
In diesem Zusammenhang begrüßte der Simmerather SPD-Fraktionssprecher
den Vorschlag der Monschauer Genossen, die Möglichkeiten einer
gemeinsamen Schwimmhalle zu prüfen, wobei es gelte, „die Reste der
Kirchturmspolitik zu überwinden.“ Ein Neubau an zentraler Stelle würde
nicht unbedingt teurer als die Sanierung der beiden vorhandenen Hallen,
wohl aber wären auf lange Sicht die Unterhaltungs- und Betriebskosten
geringer.
Zu mehrheitlich beschlossenen Ausschreibung einer Beigeordneten-Stelle
in der Gemeinde Simmerath ging Gregor Harzheim auf Distanz. Besser wäre
eine personelle Verstärkung der Verwaltung an anderer Stelle gewesen,
„dort, wo die konkrete Alltagsarbeit geleistet wird.“ (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Höchstes
Lob für Wahlsieger Topp
SPD-Ortsvereins
Strauch-Simmerath beleuchtet Ortspolitik und stimmt sich auf die
Landtagswahlen ein. Kämmerling: „SPD-Beteiligung an der künftigen
Landesregierung würde politische Landschaft verändern“.
Kesternich.
In der Gaststätte Jousten fand am Donnerstag eine gut besuchte
Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins Strauch-Simmerath statt. Die
Genossinnen und Genossen befassten sich mit der aktuellen
Kommunalpolitik und natürlich auch mit den bevorstehenden
Landtagswahlen.
Aus dem Willy-Brandt-Haus in Berlin bekommt man nicht alle Tage Post; über
einen Brief des Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel herrschte in
Kesternich große Freude. Siegfried Peeters, der Vorsitzende des
Ortsvereins, reichte ihn rund. Hierin gratuliert Sigmar Gabriel dem
Genossen Marc Topp, der bei den Kommunalwahlen ein herausragendes
Ergebnis in Rollesbroich erzielte (73 Prozent) und dessen „persönliche
Überzeugungskraft“ hierzu beigetragen habe.
Auch Siegfried Peeters, der im vergangenen Jahr das Amt des
Ortsvereins-Vorsitzenden von Marc Topp übernommen hat, zeigte sich über
diese Anerkennung vom ersten Mann in der SPD hoch erfreut. „Ich werde
mich anstrengen, damit ich das Amt annähernd so gut und erfolgreich
ausfüllen kann wie du“, sagte er zu Marc Topp.

Siegfried Peeters, Vorsitzender
des SPD-Ortsvereins
Strauch-Simmerath (links),
freut sich mit Marc Topp
über die Post aus Berlin. Foto:
Anneliese Lauscher
Stefan Kämmerling,
der Landtagskandidat aus Eschweiler, hat sich in den letzten Wochen sehr
interessiert gezeigt am Geschehen in der Nordeifel, seine
„Tatkraft-Tour“ wurde viel beobachtet und brachte ihn in Berührung
mit den Menschen in der Region in ihrem Alltag. Er fokussierte einige
Vorhaben der SPD und machte deutlich, was sich ändern werde, sollte die
SPD nach den Landtagswahlen in NRW das Sagen haben: Die Studiengebühren
müssen weg, „Bildung darf nicht vom Portemonnaie der Eltern abhängen“.
Das Schulsystem muss verändert werden, es muss möglich werden, die
Entscheidung über eine weiterführende Schule im fünften, sechsten
oder siebten Schuljahr zu fällen. Und es soll einen Mindestlohn geben,
von dem man „in Würde“ leben kann. Dass auch das
Gemeindefinanzierungsgesetz auf den Prüfstand gehöre, nahmen die
Parteifreunde in Kesternich zufrieden zur Kenntnis.
|

Landtagskandidat
Stefan Kämmerling
|
„Ein Sieg der SPD
am 9. Mai oder eine Beteiligung an der Landesregierung würde die
politische Landschaft verändern; dann haben CDU und FDP im
Bundesrat keine Mehrheit mehr, und wir könnten beispielsweise die
unsoziale Kopfpauschale im Gesundheitswesen kippen“, schwor Stefan
Kämmerling seine Genossen ein.
|
Aus der
Arbeit der SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Simmerath hob Gregor
Harzheim einige Punkte hervor; seine Partei habe den Haushalt abgelehnt,
unter anderem weil sie die Herrichtung eines Wirtschaftsweges in Strauch
im Augenblick nicht für dringlich hält und ihr die Zuweisungen an die
Rursee-Touristik zu hoch erscheinen. Aber auch die Einrichtung einer
Beigeordnetenstelle wurde gegen den Willen der SPD beschlossen; die
Genossen meinen, eine Verstärkung des Personals im
Sachbearbeiterbereich sei sinnvoller.
Zum Simmerather Krankenhaus steht die SPD ausdrücklich, das Komitee zur
Rettung des Krankenhauses wird voll und ganz unterstützt. Für die Übernahme
durch die Städteregion seien aber noch Detailfragen zu klären.
In einer „Politik-Werkstatt“ können nicht nur SPD-Mitglieder
angeregte Gespräche führen. Am 7. April wird zum Hotel zur Post in
Simmerath eingeladen, ab 19 Uhr geht es um aktuelle Themen. (ale)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Mehr
Geld für die Städteregion von den Kommunen
Beschluss
im Simmerather Gemeinderat nur noch Makulatur. SPD und UWG scheitern. Grüne:
Nicht nur Forderungen stellen.
Simmerath.
Spätestens als Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns dem Simmerather
Gemeinderat mitten in der Debatte mitteilte, dass der zeitgleich tagende
Städteregionstag in Aachen soeben mit Mehrheit den Haushalt und damit
auch die Erhöhung der Städteregionsumlage beschlossen habe, waren die
beiden Anträge von SPD und UWG Makulatur und die Debatte über das Für
und Wider dieser Umlage Zeitverschwendung.
CDU-Fraktionschef Bruno Löhrer brachte es auf den Punkt: „Wir sollten
so tun, als wüssten wir nichts von diesem Beschluss, sonst brauchen wir
nämlich gar nicht weiter zu reden.“
In ihren fast gleich lautenden Anträgen hatten SPD und UWG zuvor
gefordert, die Erhöhung der Städtregionsumlage abzulehnen. Mehr noch,
die Gemeinde Simmerath solle mit anderen Kommunen die Städteregion dazu
bewegen, das Defizit von rund 25 Millionen Euro aus der eigenen Rücklage
zu decken.
Die Argumente hüben wie drüben waren längst ausgetauscht und was
parlamentarisch zu einer großen Stunde der Opposition werden sollte,
versandete von einer Sekunde auf die nächste im Nichts. Zu den Stimmen
von CDU und FDP gesellte sich noch Klaus Stockschlaeder von den Grünen,
der von SPD und UWG mehr Struktur in deren Politik forderte: „Wir können
und alle nicht einerseits freuen, dass die Städteregion dass
Krankenhaus übernimmt, aber andererseits sagen, nicht mit unserem
Geld!“ (ess)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Fuhrtstraße
soll vom Schwerverkehr entlastet werden
Biogasanlage
im Außenbereich Rollesbroichs auf anderem Weg erschließen? Dem
Bauherrn „eine Perspektive“ aufgezeigt.
Rollesbroich.
Wenig Akzeptanz in Teilen der Rollesbroicher Bevölkerung hat in der
Vergangenheit ein Schweinemastbetrieb mit Biogasanlage im Außenbereich
des Ortes gefunden. Dies liegt vor allem daran, dass die Anwohner der
Fuhrtstraße die Leidtragenden der Schwerverkehrs sind, der zum Hof hin
und zurück pendelt.
Für den Betrieb der Biogasanlage und des Schweinemastbetriebes waren
das rund 800 Fahrten pro Jahr. Die bescheidene Ausbaubreite der
Fuhrtstraße mit ihren Wegeseitegräben ist für ein solches
Verkehrsaufkommen allerdings nicht geeignet, insbesondere wenn sich
schwerere Fahrzeuge hier begegnen.
Die Baugenehmigung für den Schweinemastbetrieb ist inzwischen
erloschen, die Biogasanlage aber soll als gewerblicher Betrieb im Außenbereich
fortgeführt werden.
Im Simmerather Planungsausschuss wurde jetzt darüber beraten, ob die
Gemeinde ihr Einvernehmen erteilt. „Das ist nicht so einfach“,
meinte CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer, denn es gelte nach wie vor
darauf zu achten, dass die Anlieger nicht zu sehr belästigt würden.
Das Problem Fuhrtstraße bleibt nämlich weiterhin bestehen, wenngleich
die Zahl der täglichen Fahrten mit schweren Güllefässern auf 300 pro
Jahr absinken würde.
Wirtschaftswege ausbauen?
Die Verwaltung will nun ihre Zustimmung davon abhängig machen, ob eine
andere Erschließung zum Betrieb gefunden wird und die Fuhrtstraße
entlastet wird. Der Vorschlag lautete daher, dass der Betreiber der
Biogasanlage die Fahrten zu seinem Betrieb über Wirtschaftswege am Ende
der Fuhrtstraße zur Dürener Straße hin sicherstellen soll.
Voraussetzung wäre ein Ausbau der vorhandenen Wirtschaftswege, wobei
die Gemeinde gegen Kostenerstattung diesen Ausbau vornehmen könne. Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns: „So zeigen wir dem Betrieb eine Perspektive auf,
statt die Baugenehmigung zu versagen.“ Diesen Vorschlag aber
bezeichnete Manfred Sawallich (SPD) als „falsches Signal“ an den
Bauherrn, denn der Ausbau von Wirtschaftswegen sei für den
Antragsteller wohl kaum realistisch. Was realistisch sei, betonte Klaus
Stockschlaeder (Grüne), liege in der Entscheidung des Bauherrn.
Somit beschloss der Planungsausschuss bei vier Enthaltungen, dass die
Gemeinde mit diesem Vorschlag an den Antragsteller herantreten will.
Helmut Keischgens (UWG) hatte zuvor noch das Problem des Umweltschutzes
angesprochen, schließlich befinde sich die mit Gülle betriebene
Biogasanlage im Einzugsbereich der Kalltalsperre. Jürgen Förster von
der Bauverwaltung erläuterte, dass diese Frage Teil des
Baugenehmigungsverfahrens sei. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Beton
und das triste Grau bald Vergangenheit
Hauptschule
Simmerath wird für 7,2 Millionen Euro umgekrempelt. Sanierungs- und
Umbaupläne überzeugten die Politik. Start noch in diesem Jahr.

Foto: Aachener Nachrichten
Simmerath.
Rund 7,2 Millionen Euro stehen zur Verfügung, um die Hauptschule
Simmerath auf Vordermann zu bringen, die derzeit eher dem Charme der
grauen Plattenbauten im real existierenden Sozialismus zu DDR-Zeiten
versprüht. Architekt Klaus Allnoch aus Köln formulierte das so: „Da
hatte damals jemand viel Beton zur Verfügung.“ Und auch die
WC-Anlagen der Schule haben es dem Planer angetan: „Wir haben schon
vieles saniert, aber so was hatten wir auch noch nicht.“
„Große Betonwüste“ weicht
Alles wird gut: Noch in diesem Jahr soll es mit der Sanierung der
Zweifach-Turnhalle und mit dem Neubau der Mensa losgehen, im nächsten
Jahr sind die sanitären Anlagen, der Südflügel und Teile des Hauptgebäudes
dran, im Jahr 2012 der Rest des Hauptgebäudes und der Nordflügel des
heterogenen Komplexes. Nach aktueller Zeitplanung ist noch vor
Weihachten 2012 die Baustelle geschlossen und damit ein Jahr Bauzeit
eingespart. Die Zeit bis dahin wird, nimmt man einmal die Turnhalle aus,
nur mit Beeinträchtigungen des Unterrichts vor sich gehen können.
Stau- und Lärmbelästigung ließen sich nicht völlig vermeiden, baten
Allnoch und seine Kollegen aus der Planungscrew bereits jetzt um Verständnis.
Nach der energetischen und baulichen Sanierung wird von der „großen
Betonwüste“ nichts mehr zu sehen sein. Auch das triste Grau ist dann
verschwunden und freundliche, bunte Farben bestimmten von außen die
Optik der Schule. Die gesamte Betonfassade wird entfernt und durch ein
modernes Vollkernmaterial ersetzt. Neben wartungsfreien Aludächern gibt
es überall Dreifach-verglasung und Dämmung, die allen Anforderungen
ans Energie- sparen gerecht wird. „Alles muss raus“ heißt es in den
Klassenräumen für die abgehangenen Decken, um die Speicherfähigkeit
der Betondecken besser nutzen zu können. Neue Lüftungsgänge und
schallabsorbierende Deckensegel werden eingebaut. Erdberührende Böden
werden erneuert, weil, so Allnoch, bestimmte Dämmwerte eingehalten
werden müssen. Einige Zahlen: Die Außenwände erhalten eine 32
Zentimeter dicke Dämmung, das Dach eine 40 Zentimeter dicke, die
Kellerdecke eine 25 Zentimeter dicke und die Böden, die das Erdreich
berühren, werden mit einer vier Zentimeter dicken Vakuumdämmung
isoliert.
Essen wird geliefert
Das alles soll die Schule energetisch zu einem Passivhaus machen.
Weitere Bausteine dazu sind, so Bauphysiker Oliver Schwinn, Solarthermie,
Sonnenluftkollektoren, Fernwärme und Photovoltaik. Thomas Ratmann
schließlich, zuständig für die technische Ausstattung, machte den
Politikern unter anderem Wärmetauscher, Wärmepumpen und ein neues
Beleuchtungssystem nach dem Stand der Technik schmackhaft. Neu hinzu
kommt eine Mensa mit mindestens 64 und höchstens 80 Plätzen, wo die
Schüler im Zwei-Schicht-Betrieb verköstigt werden können. Auf eine
teure Profi-Küche verzichten die Planer, denn das Essen wird
angeliefert und der gesamte Spülkram später wieder abgeholt. Neue Räume
werden geschaffen, um die Toiletten für Jungen und Mädchen trennen zu
können. Auch ist die Aufteilung so angelegt, dass nach dem Umbau des
Stuhllagers ein Fassungsvermögen von 200 Personen entsteht. Daher, so
Architekt Klaus Allnoch, biete es sich an, die Mensa auch anderweitig zu
nutzen, oder sie an Auswärtige zu vermieten. Eine Grünzone mit
Terrasse soll den Bereich um die Mensa verschönern. Das Geld ist
vorhanden, der Vortrag der Planer war wohl überzeugend. Folglich fiel
das Votum der Politik einstimmig aus. (ess)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Beigeordneter
soll Bürgermeister Hermanns entlasten
Simmerath.
Allein auf weiter Flur hat sich die SPD-Fraktion wiedergefunden, als es
um die Neubesetzung der Beigeordnetenstelle ging, die seit der Wahl von
Karl-Heinz Hermanns zum Bürgermeister vakant ist.

Gregor Harzheim,
Fraktionsvorsitzender
«Eine
Verwaltung dieser Größenordnung kann auch ohne Beigeordneten geführt
werden», machte SPD-Fraktionschef Gregor Harzheim in der Ratssitzung am
Donnerstagabend ein Fass auf. Die SPD wolle die Stelle im Stellenplan
belassen, aber andere Schwerpunkte setzen, beispielsweise den unübersehbaren
zusätzlichen Personalbedarf für die Bearbeitung der Wohngeldanträge
befriedigen. Harzheim: «Wir müssen über andere
Organisationsstrukturen nachdenken. Der Bürgermeister hat inzwischen
eine persönliche Assistentin. Auch deshalb stellt sich die Frage, ob
dann noch ein Beigeordneter zur Entlastung des Bürgermeisters her muss.»
Terminflut nimmt zu
Hermanns sah sich zu einer Klarstellung genötigt. Ulrike Lange-Wiemers
sei nur zu etwa 20 Prozent seine persönliche Referentin, so der Bürgermeister.
Darüber hinaus betreue sie den gesamten Tourismusbereich und kümmere
sich um die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde. Er habe den Anspruch,
sich um die Bedürfnisse der Mitarbeiter der Verwaltung zu kümmern und
für die Belange der Bürger dazusein. Beides sei aufgrund der
Terminflut kaum noch möglich.
Überdies scheide sein allgemeiner Vertreter und Kämmerer Edmund Kreutz
im nächsten Frühjahr aus dem aktiven Berufsleben aus. Die Neubesetzung
der Beigeordnetenstelle müsse auch vor diesem Hintergrund gesehen
werden. Einen Technischen Beigeordneten, wie eigentlich gewünscht, wird
es nicht geben können, weil nach der Gemeindeordnung ein Beigeordneter,
wenn er der einzige ist, zum gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst befähigt
sein muss.
Dennoch soll der neue Mann/die neue Frau auf die technischen Bereiche
einer Verwaltung spezialisiert sein, während der Bürgermeister
weiterhin der zuständige Dezernent für die reinen Verwaltungsbereiche
bleibt. Während die schwarz-gelbe Kooperation sich vorbehaltlos hinter
das Anliegen des Bürgermeisters stellte, blieb die Kritik der UWG
verhalten.
«Wir können dem Beschlussvorschlag der Verwaltung folgen, aber wir möchten
geprüft wissen, ob durch den neuen Beigeordneten und eine
Umstrukturierung im Personalbestand mehr Effizienz zu erreichen ist»,
forderte Ratsherr Stephan Weber. Klaus Stockschlaeder von den Grünen
gab dem Bürgermeister noch einen guten Rat mit auf den Weg: «Ich
hoffe, dass durch den neuen Beigeordneten mehr Ruhe und Gelassenheit
einzieht. Ich habe nämlich das Gefühl, alle stehen bei 110 Grad unter
Volldampf. Herr Hermanns, Sie werden lernen müssen, Dinge zu
delegieren!» Der/die neue Beigeordnete soll nach Möglichkeit schon am
1. Juli den Dienst antreten.
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Lammersdorfer
Sozialdemokraten sind zufrieden
SPD sieht
sich als zuverlässiger Partner der Bürger bestätigt.
Sanierungskonzept für die Hauptschule angemahnt.
Lammersdorf.
Keinen Hehl machte Vorsitzender Franz-Josef Hammelstein in seinem
Rechenschaftsbericht bei der Lammersdorfer SPD daraus, dass man bei den
drei Wahlen des vergangenen Jahres nur mit dem Abschneiden bei der
Kommunalwahl zufrieden sein konnte. Wäre es ausschließlich nach dem
Willen der Wähler in Lammersdorf und Rollesbroich gegangen, hieße der
Bürgermeister Gregor Harzheim.

Als vor 25 Jahren Gorbatschow
die Führung der KPDSU in der Sowjetunion übernahm, traten Walter Schleyer
und Edgar Titz in die SPD ein. Nun wurden sie in Lammersdorf geehrt. Unser
Bild zeigt sie mit den Gratulanten (von links) Fraktionssprecher Gregor
Harzheim, Walter Schleyer, Vorsitzender Franz-Josef Hammelstein, Edgar Titz
und Landtagskandidat Stefan Kämmerling. Foto: Dieter Münker
Dass man
aber zwei Vertreter mehr in den Rat entsenden konnte, zeige, dass die
SPD als zuverlässiger Partner geschätzt werde. Eingesetzt habe man
sich für eine Lösung der Probleme mit dem Oberflächenwasser im
Mittelvenn: „Wir bleiben dran!“ Dringlich sei auch eine Lösung der
Verkehrsprobleme, die Ortseingänge müssten so gestaltet werden, dass
der Verkehr wirksam gebremst werde. Ein Anfang sei die Verkehrszählung.
Unbegreiflich sei, dass der Talsperrenverband die Wege um die
Kalltalsperre wieder somit Split abgedeckt habe, dass Spaziergänger wie
Radfahrer abgeschreckt würden.
Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise seien in Simmerath angekommen, sah
Fraktionssprecher Gregor Harzheim angesichts eines Haushaltsdefizits von
mehr als fünf Millionen Euro. Um so unverständlicher sei, dass die Städteregion
ihr Defizit auf die Kommunen abwälze, statt wie diese versuche, ihren
Fehlbedarf aus eigenen Kraft abzudecken. Und wie in Roetgen werde auch
im Simmerather Rat beantragt, die Gemeinde solle sich gegen diese
weitere Erhöhung der Regionsumlage wehren. Für den Gemeindehaushalt
forderten die Oppositionsfraktionen, die Sanierung der Kanalisation zu
strecken und auch Zurückhaltung zu üben bei der Wiederbesetzung der
Beigeordnetenstelle. Dass die Gemeinde nun noch einmal die doppelte Höhe
der Einnahmen aus der Fremdenverkehrsabgabe bei der Rurseetouristik
zuschießen müsse, davon sei zu Beginn keine Rede gewesen.
Wenn auch bei den Gebäuden unstrittig hoher Sanierungsbedarf bestehe,
so müsse man doch vor der Sanierung der Hauptschule ein Konzept
vorlegen, wie hoch der Raumbedarf für die Zukunft anzusetzen sei.
Harzheim bedauerte, dass es kein gemeinsames Konzept der Eifelgemeinden
gebe. Nach seiner Einschätzung führe der Weg angesichts zurückgehender
Schülerzahlen in Simmerath zu einer Gemeinschaftsschule bis zum 6. oder
auch 7. Schuljahr, wenn nicht sogar zu einer Gesamtschule.
Als Gast berichtete Stefan Kämmerling, wo er die Schwerpunkte seiner
politischen Arbeit bei einer Wahl in den Landtag sieht: Bildung müsse
als Investition in die Zukunft kostenfrei bleiben, vom Kindergarten bis
zum Studium. Über den Einfluss im Bundesrat müsse sich das Land für
einen flächendeckenden Mindestlohn einsetzen, „von dem der Mensch in
Würde leben kann“. Er werde sich dafür einsetzen, dass Land und
Gemeinden Aufträge nur an solche Firmen vergeben, die Tariflöhne
zahlen. Zur Förderung alternativer Energien werde eine neue
Landesregierung ein eine-Million-Dächer-Programm auflegen. Das Land sei
auch gefragt, wenn es um den Fortbestand des Simmerather Krankenhauses
gehe. Abschließend nahm er auch zum Verhältnis zur Linkspartei
Stellung: „Die SPD sucht die Auseinandersetzung, nicht die
Zusammenarbeit!“ (Mü)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Auch
die Bürger in Silberscheidt sollen nicht vergessen werden
Verkehrskommission
soll nach Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung suchen. Antrag der SPD führt
zu längerer Diskussion.
Rollesbroich.
Die Anwohner der Siedlungshäuser in Silberscheidt haben beim
Rollesbroicher Ortsvorsteher Marc Topp Klage darüber geführt, dass der
Autoverkehr mit teilweise stark erhöhtem Tempo über die Landstraße
rollt. Die Grundstückszufahrten liegen zudem in einer unübersichtlichen
Kurve, was eine zusätzliche Gefahr, besonders für die Kinder
darstellt.

Marc Topp, Sprecher
der SPD-Fraktion
im Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss
In der jüngsten
Sitzung des Tiefbauausschusses stellte Marc Topp nun für die
SPD-Fraktion einen Antrag zur Diskussion, durch verkehrsberuhigenden Maßnahme,
z. B. Fahrbahnverengungen und Tempomessungen, die Situation zu entschärfen.
Außerdem sollte im Bereich der Häuser eine Straßenlaterne installiert
werden. Nach längerer Diskussion und einer Sitzungsunterbrechung wurde
die Kompetenz, welche Maßnahmen möglich sind, einstimmig an die
Verkehrskommission weitergegeben, nachdem sich die CDU-Fraktion strikt
gegen Fahrbahnverengungen ausgesprochen hatte. Gleichzeitig soll die
Verwaltung darauf drängen, dass umgehend Geschwindigkeitskontrollen
angeordnet werden sollen.
Dass eine zusätzliche Straßenlaterne errichtet wird, erscheint
hingegen unrealistisch. In der Sitzung wurde auf mehrere ähnlich
gelagerte Beispiele verwiesen, wo der Landesbetrieb Straßenbau
derartige Lichtquellen auf freier Strecke unter Hinweis auf die damit
verbundenen Irritationen der Verkehrsteilnehmer strikt abgelehnt habe.
(P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Mehr
Platz und weniger Verbrauch im Kindergarten
Simmerather
Hochbauausschuss stimmt dem Ausbau und der energetischen Sanierung der
Betreuungseinrichtung in Woffelsbach zu
Woffelsbach.
Der Kindergarten in Woffelsbach wird energetisch saniert (Fassaden,
Fenster und Flachdach), außerdem wird ein neuer Ruheraum für die
Betreuung für Kinder unter drei Jahre angebaut. Der Hochbauausschuss
der Gemeinde Simmerath hat nun die Verwaltung beauftragt, bei der Städteregion
Aachen die Baugenehmigung zu beantragen.
Bereits im Mai des vergangenen Jahres hatte der Bauausschuss
entschieden, aus Mitteln des Konjunkturprogramms II einen Betrag von 105
000 Euro zur Verfügung zu stellen, um den Kindergarten zu sanieren und
zu erweitern.
Der Landschaftsverband Rheinland hat die Anforderungen an das
Raumprogramm für Kindertageseinrichtungen geändert. So ist es
notwendig, für die Betreuung der U3-Kinder (unter Dreijährige) einen
Ruheraum einzurichten. Für diese Maßnahme erhält die Gemeinde
(voraussichtlich) eine weitere Landesförderung von 108 000 Euro, so
dass für die Sanierung und den Anbau ein Gesamtbetrag von 213 000 Euro
zur Verfügung steht.
Monika Liedtke von der Verwaltung erläuterte im Ausschuss die Pläne,
die ein Architekturbüro aus Roetgen ausgearbeitet hat. Danach wird der
Kindergarten um einen Ruheraum erweitert, vergrößert wird auch das Büro
der Leiterin des Kindergarten; zum Raumangebot gehören ein Gruppenraum,
eine Teeküche, ein großer Flur und ein Bereich Dusch/Wickeln.
Vorgesehen ist auch eine neue Außentür, die den Zugang zum Garten ermöglicht.

Siegfried Lauscher, Sprecher der
SPD-Fraktion
im Struktur- und Hochbauausschuss
Der Anbau
macht die Änderung des Bebauungsplanes erforderlich. Der Ausschuss
stimmte dem Vorhaben zu, allerdings unter dem Vorbehalt, dass die
Landesmittel in Höhe von 108 000 Euro für die U3-Plätze auch tatsächlich
bewilligt werden. Derzeit sind, so Siegfried Lauscher (SPD), die
Raumverhältnisse im Kindergarten recht beengt, was sich nach dem Anbau
aber ändern werde. Positiv sei, so Siegfried Lauscher und auch
CDU-Sprecher Christoph Poschen, dass in Woffelsbach der Kindergarten
saniert und erweitert werden könne, ohne dass die Gemeinde selber dafür
Geld aufbringen müsse. (dm)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

„Ohne
Visionen und ohne Mut“
SPD-Fraktion
zum Haushalt: „Die Gemeinde verzehrt ihr Vermögen“
Simmerath.
Keine Zustimmung gab es von Seiten der SPD-Fraktion für den
Haushaltsplan 2010 der Gemeinde Simmerath. SPD-Fraktionsvorsitzender
Gregor Harzheim zeigte sich enttäuscht über einen „handwerklich zwar
solide“ erstellten Etat, der aber politisch enttäuschend sei, weil er
„ohne Perspektive, ohne Visionen und ohne Mut“ aufgestellt worden
sei. Man vermisse Ideen, dem Defizit zu begegnen. Stattdessen werde die
Ausgleichsrücklage der Gemeinde komplett aufgebraucht. Harzheim: „Die
Gemeinde verzehrt ihr Vermögen.“

Gregor Harzheim,
Fraktionsvorsitzender
Unbequeme
Maßnahmen zur Verringerung des Defizits habe die Mehrheitsfraktion
vermieden, und ein Umdenken sei nicht zu erkennen.
Auch Gregor Harzheim sah, dass die Finanzausstattung der Kommunen durch
Bund und Land in der Tat unzulänglich sei, von Solidarität oder
Lastenausgleich könne keine Rede mehr sein. Scharfe Kritik übte
Harzheim daran, dass die Städteregion der Gemeinde „schamlos in die
Tasche“ greife. Dass nur die Hälfte des Städteregions-Defizits auf
die Kommunen abgewälzt werde, bezeichnete er als „eigentümliche Form
von Partnerschaft“.
Uneingeschränkt sprach sich SPD für die Sanierung des Hauptschulgebäudes
aus, um deren Fortbestand als einzige Schule der Gemeinde Simmerath im
Sekundarbereich zu unterstützen. Dies sei der SPD so wichtig, dass sie
es in Kauf nehme, dass noch kein klares inhaltliches Konzept für die
Zukunft der Schule existiere. Unverständlich sei allerdings, dass bei
einer gerade einmal einzügigen Schule nun auch noch für 200 000 Euro
eine Mensa angebaut werde müsse. Hier müssten alle Alternativen geprüft
werden.
Die Erhöhung der Zuweisungen an die Rursee-Touristik habe sich die
Mehrheitsfraktion „zu einfach“ gemacht. Auch dieser Bereich könne
nicht gänzlich von Einsparbemühungen ausgeschlossen werden.
Nicht mittragen könne die SPD schließlich auch den Ansatz für den
Ausbau eines Wirtschaftweges in Strauch, „damit illegaler Autoverkehr
hier besser fließen kann“.
Auch wenn man seitens der Kommunalpolitik nur über begrenzte Möglichkeiten
verfüge, die Finanzlage zu verbessern, sei es ein „großes Versäumnis“
der Politik der Mehrheitsfraktion aus den vergangenen Jahren,
vermeidbare Belastungen von der Gemeinde fernzuhalten, weshalb man auch
den Haushalt 2010 nicht mittragen könne. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Was
tun, wenn das Streusalz ausgeht?
Gregor
Harzheim sieht aufgrund der Liefer-Engpässe Bedarf an Aufklärung
Simmerath.
Der Winter ist hart und Salz knapp: Noch nicht auf Null, aber als auf
„ein Minimum reduziert“ bezeichnete Simmeraths Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns den noch vorhandenen Bestand an Streusalz im Silo
der Gemeinde Simmerath.

Gregor Harzheim,
Fraktionsvorsitzender
Anlass der
Auskunft war eine aus aktuellem Anlass gestellte Anfrage des
SPD-Fraktionsvorsitzenden Gregor Harzheim in der Sitzung des
Gemeinderates, die die Rechtslage bei der Räum- und Streupflicht zum
Inhalt hatte. Nachdem die Gemeinde Roetgen über kein Streusalz mehr
verfügte, der Bürgermeister aber erklärt hatte, dass die Gemeinde bei
einem Unfall nicht zur Rechenschaft gezogen werden könne, wenn sie
nachweise, dass sie sich intensiv um Streumittel bemüht, aber diese
nicht erhalten habe, folgerte Harzheim, dass dies dann auch für alle Bürger
gelten müsse, „die kein Streusalz mehr bekommen haben“, um damit
die Gehwege abzustreuen. In der Satzung der Gemeinde sei lediglich die
Rede davon, dass Gehwege mit „abstumpfenden oder auftauenden
Mitteln“ abzustreuen seien, sodass auch durchaus Sand oder Split zum
Einsatz kommen könnten.
Harzheim bat darum, dass die Gemeinde in diesem Punkt die Bevölkerung
über die Rechtslage aufklären möge.
Den Liefer-Engpass beim Streusalz erklärte Bürgermeister Hermanns
damit, dass viele Kommunen, die sonst nie Salz bestellt hätten, jetzt
auch beliefert werden wollten.
Die Gemeinde Simmerath habe an ihren Lieferanten die Erwartung
ausgesprochen, dass Simmerath als langjähriger und regelmäßiger Kunde
auch in schwierigen Zeiten bedient werde. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Pressemitteilung
der SPD-Fraktion Simmerath
zum Thema „Bürgersprechstunde“
Beginnend
mit dem 11. Januar 2010 bietet die SPD-Fraktion Simmerath an jedem
zweiten Montag im Monat eine Bürgersprechstunde an.
Damit
soll den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Simmerath die Möglichkeit
geboten werden im Vieraugengespräch ihre Anliegen, Sorgen, Ideen und
Anregungen vorzubringen. Falls erforderlich, können in der auf die Bürgersprechstunde
folgenden Fraktionssitzung die aktuellen Themen dann sofort behandelt
werden.
Die
SPD-Fraktion Simmerath sieht die Bürgersprechstunde als weiteren
Schritt zu mehr Bürgernähe und zu mehr Bürgerbeteiligung. Die Bürgersprechstunde
soll jeweils rechtzeitig in der Tagespresse angekündigt werden und
findet von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr im Fraktionszimmer der SPD im Rathaus
Simmerath statt. Auf Grund der Öffnungszeiten des Rathauses sollte
immer der Hintereingang vom Parkplatz aus verwendet werden.
Die
Gemeinderatsmitglieder der SPD werden abwechselnd zu Gesprächen zur
Verfügung stehen. Den Anfang macht dabei Marc Topp aus Rollesbroich.

Die SPD Fraktion im Rat der
Gemeinde Simmerath
v.l.n.r.: Siegfried Lauscher, Marc Topp, Gregor Harzheim, Norbert Brewer,
Franz-Josef Hammelstein, Marlis Titz, Siegfried Peeters, Otto Jungblut
Neben der
Bürgersprechstunde ist die SPD Simmerath u.a. natürlich auch im
Internet unter www.spd-simmerath.de erreichbar. Hier finden
interessierte Bürger eine Vielzahl von Informationen rund um die
politische Arbeit der SPD und Ansprechpartner für die einzelnen Orte
Simmeraths.

SPD-Spende
für zwei Eifeler Kindergärten
„Seit
zehn Jahren“, rechnet Edgar Titz, Ratsherr der Gemeinde Simmerath,
„sammelt der Simmerather SPD-Gemeindeverband für Projekte Nordeifeler
Kindergärten.“ Bis dato seien so bereits an die 10 000 Euro
zusammengekommen und nutzbringend verwendet worden.
Vor wenigen Tagen besuchten Otto Jungblut und Marlis Titz die Kindergärten
Kesternich und Eicherscheid (Foto), wo sie den Betreuerinnen je 200 Euro
überreichten. Das Geld wurde auf dem Simmerather Markt erwirtschaftet,
wo die Simmerather Sozialdemokraten stets eine Cafeteria betreiben.

Im
kommenden Frühjahr, so die Initiatoren, sollen die Eicherscheider Förderschule
und der Dedenborner Kindergarten in den Genuss der jüngst erzielten
Markterlöse kommen. Foto: privat
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Der
Frust über das Defizit lähmt alle Aktivitäten
Ein Minus
in Höhe von 5,1 Millionen Euro lässt in der Gemeinde Simmerath nur
wenig Spielraum zu. Bürgermeister Hermanns: „Heile Welt ist
vorbei.“
Simmerath.
Der Gestaltungsspielraum wird angesichts der sich dramatisch
entwickelnden Finanzlage für die Kommunen immer geringer. So klang auch
bei der Beratung über die Haushaltssatzung in der Gemeinde Simmerath im
Hauptausschuss unüberhörbar der Frust durch.
Für den Haushalt 2010 muss Simmerath mit einem Defizit in Höhe von 5,1
Millionen Euro leben. Das Gesamtvolumen des Etats beläuft sich auf 32
Millionen Euro. Allein 30 Prozent davon müssen für die Städteregionsumlage
aufwendet werden. Diese hohe Belastung für die Kommunen war somit mal
wieder ein Diskussionsthema, zumal nach den aktuellen Berechnungen die
Umlage noch einmal um zwei Prozent erhöht werden muss, was für
Simmerath eine stolze Zusatzbelastung von 765 000 Euro bedeutet.
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns fand dennoch anerkennende Wort für
Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der entgegen bisheriger Praxis die
Kommunen der Region lediglich mit 50 Prozent der entstandenen
Zusatzkosten belaste, die andere Hälfte werde der Ausgleichsrücklage
der Städteregion entnommen.
Die Kommunen fühlten sich als Partner wahrgenommen, und dieser Weg sei
seiner Meinung die einzige Möglichkeit, um dem Land die Notwendigkeit
eines neuen Gemeindefinanzierungsgesetzes deutlich zu machen.
Ein Defizit von 5,1 Millionen Euro sei für Simmerath „nicht
akzeptabel“, hielt CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer fest, und
auch SPD-Fraktionschef Gregor Harzheim sprach von einem „sehr ernüchternden
Haushaltsplan.“ Entsprechend knapp fielen auch die Änderungsanträge
der Fraktionen im Gemeinderat aus.
UWG: Überall zwei Prozent sparen
Kritisch sah Harzheim die Erhöhung der Städteregionsumlage, selbst
wenn die Kommunen nur mit 50 Prozent belastet würden.
Für Hermann-Josef Bongard (FDP) war es wichtig, „dass es in
Woffelsbach weitergeht“, indem 2010 Mittel für die Gestaltung der
„Neuen Mitte“ eingesetzt worden seien.
UWG-Sprecher Claus Brust hatte im Gegensatz zu CDU und SPD keine
konkreten Änderungsanträge für den Haushalt eingebracht. Sein
Sparvorschlag lautete, „quer durch alle Investitionen“ zwei Prozent
einzusparen und ebenso die Personalkosten der Gemeindeverwaltung um zwei
Prozent zu reduzieren.
Diese Forderung rief Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auf den Plan.
„Durch Gegensteuern kann man überhaupt nichts mehr erreichen“,
machte er die Dimension deutlich. Allein die Hilfen zur Erziehung seien
in der Städteregion um eine Million Euro gestiegen. Hinzu komme eine
enorme Steigerung bei den Sozialhilfekosten, da der Bund sich immer mehr
aus der Finanzierung zurückziehe. Hermanns: „Die heile Welt ist
vorbei.“
Die Forderung nach Personaleinsparungen bei der Verwaltung wies der
Simmerather Bürgermeister scharf zurück. „Einige Mitarbeiter stehen
bereits vor dem Kollaps“, beschrieb er die Fülle an Aufgaben. Wenn
man den Bürger-Service, wie z. B. die künftige Öffnung des Rathauses
am Donnerstag bis 19 Uhr, aufrecht erhalten wolle, könne man dies nicht
mit noch weniger Personal leisten.
Was die Änderungsanträge zum Haushalt betrifft, bot Bruno Löhrer den
anderen Fraktionen ein interfraktionelles Abstimmungsgespräch im
Vorfeld der im Januar anstehenden Verabschiedung des Hauhalts an. (P.
St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Eine
Angleichung der Gebühren wird nicht erreicht
Die ab 1.
Januar 2010 geltende neue Friedhofssatzung in der Gemeinde Simmerath
erfüllt noch nicht die Erwartungen.
Simmerath.
Wenn ab 1. Januar 2010 die neue Friedhofssatzung der Gemeinde Simmerath
in Kraft tritt, dann wurde ein wichtiges Ziel nicht erreicht: Der
bislang bestehende hohe Kostenunterschied zwischen einer Erdbestattung
und einer Urnenbeisetzung konnte nicht ausgeglichen werden.

Dennoch
schafft die neue Satzung viel Raum für neue Bestattungsformen, wie z.
B. das pflegefreie Gemeinschaftsgrab. Hier erfolgen auf einer
ausgewiesenen Fläche Urnen- oder Erdbestattungen, wobei die Gemeinde
ein gemeinschaftliches Denkmal errichtet, woran kleine Tafeln mit den
Namen der Verstorbenen angebracht werden. Diese Form der Bestattung, so
die Vermutung, dürfte in zukünftig an Attraktivität gewinnen, aber
preiswert ist das Gemeinschaftsgrab nun bei weitem nicht, da der
Gesamtaufwand aufgeteilt werden muss. Demnach ergeben sich bei einer
Erdbestattung Kosten in Höhe von 2700 Euro; bei einem Urnengrab sind es
1950 Euro.
Nach erneuter Beratung verabschiedete der Haupt- und Finanzausschuss die
neue Satzung einstimmig in seiner Sitzung am Dienstagabend.
Die Verwaltung hatte errechnet, dass sich der Gesamtaufwand für 2010 um
17 000 Euro erhöhen wird, was auf die gestiegenen Personalkosten für
die Gemeindearbeiter zurückzuführen ist. Zudem geht man von einer
leicht steigenden Anzahl der Bestattungen aus (135 gegenüber 130 im
Vorjahr).
Trotz steigender Zahl nimmt aber die Benutzung der Leichenhallen
aufgrund der nach wie steigenden Feuerbestattungen weiterhin ab. Die
zwangsläufige Folge ist, dass auch die Gebühr für die Leichenhalle
erhöht werden muss, die übrigens bei Aufbewahrung einer Urne gleich
hoch ist.
Die Verwaltung geht im Jahr 2010 trotz angenommener 135 Bestattungen von
nur 75 Leichenhallenbenutzungen aus und nur 115 neuen
Grabnutzungsrechten (20 Urnenbeilegungen).
Ein wesentlicher Anlass, die Friedhofssatzung zu erarbeiten, war die
immer stärkende Kostendifferenz zwischen einer Urnenbestattung und
einer Erdbestattung, doch nach einer ersten Kalkulation für das Jahr
2010 kann die Verwaltung keine Entlastung in Aussicht stellen, im
Gegenteil: Die Gebühr für eine Erdbestattung erhöht sich von 585 auf
620 Euro, während sich die Gebühr bei der Urnenbestattung um 105 Euro
(von 325 Euro auf 220 Euro) verringert.
Die Verwaltung sieht sich jedoch in der Pflicht,
„verursachergerecht“ die Gebühren zu ermitteln. In der Stadt Aachen
zum Beispiel erhebt man für Urnen- und Reihengrab pauschal die gleiche
Gebühr, in Simmerath hält man laut Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns
eine solche Regelung für rechtlich problematisch.
Die Kosten für ein Gemeinschaftsgrab seien in der Tat „recht hoch“,
stellte auch CDU-Sprecher Bruno Löhrer fest. Möglicherweise könne man
die Gebühr nach den ersten Erfahrungen später anpassen. Man müsse
andererseits aber bedenken, dass weder Kosten für Grabgestaltung noch
die Pflege anfielen.
Insgesamt könne man mit der neuen Satzung noch nicht zufrieden sein, da
die Urnenbeisetzungen deutlich günstiger ausfielen und sich die
Hoffnung auf eine Angleichung nicht erfüllt hätten, aber eine andere
Regelung sei wohl rechtlich „nicht vertretbar“. Löhrer rechnete
aus, dass ein Reihengrab künftig 309 Euro teurer werde. Lediglich das
Doppel-Wahlgrab werde um 491 Euro günstiger.

SPD-Fraktionsvorsitzender Gregor
Harzheim
„Nicht
ganz glücklich“ zeigte sich auch SPD-Sprecher Gregor Harzheim mit der
neuen Satzung. Eigentlich habe man verhindern wollen, dass Bürger sich
aus finanziellen Gründen für eine bestimmte Bestattungsform
entscheiden würden. Dies sei nicht gelungen, aber aus rechtlicher Sicht
müsse man wohl so verfahren.
Für UWG-Sprecher Claus Brust war wichtig, dass eine jährliche Überprüfung
der Gebühren erfolge; soviel Vertrauen setze er in die Verwaltung. (P.
St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Neuer Vorstand
beim
SPD-Ortsverein Strauch-Simmerath
Rollesbroich.
Kurz vor dem Jahreswechsel tagten die Mitglieder des SPD-Ortsvereins
Strauch-Simmerath noch einmal, um Teile des Vorstandes neu zu wählen.
„Ich stelle mein Amt als Vorsitzender nach 10 Jahren Tätigkeit zur
Verfügung“, so Marc Topp, der seit dem 27. Oktober neben seinen
Aufgaben als Ortsvorsteher von Rollesbroich auch zweiter
stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Simmerath ist. Nach einem
kurzen Jahresrückblick, in dessen Mittelpunkt u.a. die drei vergangenen
Wahlen des Jahres 2009 standen, wurde Siegfried Peeters aus Kesternich
einstimmig zum neuen Vorsitzenden des mitgliederstärksten
SPD-Ortsvereins in der Gemeinde Simmerath gewählt. Dieser bedankte sich
bei seinen Genossen für den großen Vertrauensvorschuss und unterstrich
die Verantwortung der SPD in Simmerath, dem Wählervotum der
Kommunalwahl 2009 durch kontinuierliche, engagierte politische Arbeit
gerecht zu werden. „Vor allem müssen wir die Bürger deutlicher als
bisher wissen lassen, was wir für sie tun.“ gab Siegfried Peeters im
Hinblick auf eine notwendig intensivere Öffentlichkeitsarbeit zu
denken.
Bei weiteren Wahlen wurden jeweils einstimmig Marc Topp (Rollesbroich)
zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden, Norbert Brewer (Simmerath)
zum Geschäftführer und Stephan Kaever (Dedenborn) zum
stellvertretenden Geschäftsführer gewählt. Unverändert in ihren Ämtern
blieben Gregor Harzheim (Steckenborn) als zweiter stellvertretender
Vorsitzender und Martina Achterberg (Strauch) als Kassiererin. Winfried
Dick regte an, sich im neuen Jahr Gedanken zum Namen des Ortsvereins zu
machen, da die Bezeichnung Strauch-Simmerath irreführend sei. Alle
durch den Ortsverein vertretenen Ortschaften sollen sich angesprochen fühlen.

vlnr: Martina Achterberg, Gregor
Harzheim, Siegfried Peeters, Marc Topp, Norbert Brewer, Stephan Kaever
SPD
kostet Wahlerfolg genüsslich aus
Simmerather
Genossen sehen „starkes Potential“ in ihren Reihen. Jetzt steht die
Landtagswahl am 9. Mai im Blickpunkt.
Simmerath.
Die Simmerather SPD ist immer noch in Feierlaune. Die Ergebnisse der
Kommunalwahlen beflügeln die Genossen, es herrscht Optimismus und
Tatendrang.

Strahlende Gesichter und
Geschenke bei den Simmerather Genossen: In einer harmonischen Versammlung
wurden verdiente Mitstreiter geehrt. v.l.n.r.: Stefan Kämmerling, der
Landtagskandidat, Robert Velz, Gregor Harzheim und Edgar Titz. Foto: Anneliese
Lauscher
Zu
einer gemeinsamen Vorstandssitzung hatte der Vorsitzende des
Gemeindeverbands Simmerath, Manfred Sawallich, die Vorstände der
einzelnen Ortsvereine eingeladen; im Hotel zur Post wurde rege von der
Gelegenheit zum Gedankenaustausch und Ausblick in die Zukunft Gebrauch
gemacht. Marc Topp, der dem Ortsverein Strauch/Simmerath vorsteht, und
bekanntlich in Rollesbroich ein Traumergebnis holte, drückte nochmals
seine Freude hierüber aus, aber auch seine Zuversicht für die
bevorstehende Arbeit. Paul Jacobs, Vorsitzender des Ortsvereins
Eicherscheid, frohlockte: „Dass ich das auf meine alten Tage noch
miterleben darf, dass die SPD nun acht Mandate im Gemeinderat hat!“
Aus dem Ortsverein Lammersdorf/Paustenbach berichtete Franz-Josef
Hammelstein, dass man auf ein Konzept für eine andere Verkehrsführung
dränge, damit weniger LKW durch den Ort führen. Auch liege ihm die
Information der Bürger sehr am Herzen; er sehe das Informationsblatt,
das die SPD in Rollesbroich regelmäßig verteile, als vorbildlich an.
Im Hinblick auf die NRW-Landtagswahlen, die am 9. Mai 2010 stattfinden,
macht man sich in der SPD Gedanken, wie man die Menschen, für die man
sich besonders einsetzen will, ins Wahllokal bekommt. „Ausgerechnet
diejenigen, für die wir uns stark machen, gehen nicht zur Wahl“,
lautete die Feststellung von Manfred Sawallich.
Gregor Harzheim, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat, meinte zunächst
mit einem zufriedenen Lächeln, man könne die Ergebnisse der
Kommunalwahl „immer wieder auf der Zunge zergehen lassen“. Er sieht
ein „starkes Potential“ in seiner Partei. Man werde weiter darauf
hinarbeiten, dass die Kindergärten und Grundschulen in den Dörfern
erhalten blieben. „Wir sind stolz darauf, dass wir von Anfang an den
Gedanken der Offenen Ganztagsschule vorangebracht haben“, sagte Gregor
Harzheim. Für die Hauptschulen forderte er ein gemeinsames Konzept für
die Stadt Monschau und die Gemeinden Roetgen und Simmerath. „Ein schön
saniertes Gebäude hilft nicht“, meinte er im Hinblick auf die
Hauptschule Simmerath, „da müssen Kinder rein!“
Gebäudemanagement nötig
Ein Gebäudemanagement sei nötig, davon ist er überzeugt, dann könne
man beizeiten Mängel an Bauten feststellen. Für den öffentlichen
Nahverkehr müsse man Geld in die Hand nehmen, die Mobilität der Bürger
müsse gewährleistet sein.
Aus Eschweiler war Stefan Kämmerling zur Versammlung gekommen; er ist
der designierte Landtagskandidat der SPD. Der 33-jährige Finanzfachmann
und Mitarbeiter der Sparkasse erläuterte seine Vorstellungen von einem
„Wahlkampf mit überzeugenden Ideen“. Voller Energie werde er sich
„die Hacken ablaufen und in jeden großen und kleinen Ortsverein
gehen“.
Aus der aktiven Fraktionsarbeit ziehen sich zwei Männer zurück, denen
Gregor Harzheim herzlich dankte: Robert Velz aus Lammersdorf, der
jahrelang in verschiedenen Ausschüssen mitgewirkt hat, und Edgar Titz,
langjähriges Ratsmitglied, „bei dem man immer weiß, woran man
ist“.
Manfred Sawallich ergriff die Gelegenheit, sich abschließend im Namen
aller Genossinnen und Genossen bei Gregor Harzheim noch einmal zu
bedanken für seinen „mitreißenden, optimistischen, hervorragend geführten
Wahlkampf!“ (ale)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Auch
die SPD stellt einen Bürgermeister
Bernd
Goffart (CDU) zum ersten, Marc Topp zum zweiten Stellvertreter in
Simmerath gewählt. Ortsvorsteher einstimmig gewählt.

2. stellvertretender Bürgermeister:
Marc Topp
Simmerath.
In durchweg entspannter Atmosphäre kam der Simmerather Gemeinderat zu
seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Allerdings dauerte es über
drei Stunden, ehe die umfangreiche Tagesordnung abgehandelt worden war
und die über 20 Pflicht-Tagesordnungspunkte abgearbeitet waren , von
der Wahl der Ortsvorsteher bis zur Besetzung der Ausschüsse.
Der neue Rat zählt wie bisher 32 Mitglieder (CDU: 16, SPD: 8, UWG: 4,
Grüne: 2, FDP: 4). Dem hauptamtlichen Bürgermeister Karl-Heinz
Hermanns werden zwei ehrenamtliche Stellvertreter zur Seite gestellt.
Zum ersten Stellvertreter wurde in geheimer Abstimmung Bernd Goffart
(Kesternich) als gemeinsamer Kandidat von CDU und FDP mit 17 Ja-Stimmen
gewählt (eine Stimme war ungültig). Nach dem Höchstzahlverfahren
entfiel das Amt des zweiten Stellvertreters auf Marc Topp (SPD), der 14
Ja-Stimmen von der gemeinsamen Liste, bestehend aus SPD, UWG und Grünen,
erhielt.
Völlig unproblematisch verlief die Wahl der elf Ortsvorsteher, die
allesamt einstimmig gewählt wurden und bis auf Marc Topp, Rollesbroich
(SPD), alle der CDU angehören. Neu im Amt ist Hans-Josef Hilsenbeck
(Dedenborn), der Arno Braun ablöst. In Lammersdorf tritt Robert Johnen
die Nachfolge von Manfred Offermann an. Im Simmerath wird Stefan Haas
aus Witzerath neuer Ortsvorsteher, der Andreas Hermanns ablöst. Im
Amt bleiben Heiner Jansen (Rurberg) und Reinhold Jansen (Woffelsbach),
die aber nicht mehr dem Gemeinderat angehören.
Bestätigt im Amt wurden ferner; Günter Scheidt (Eicherscheid),
Christoph Poschen (Einruhr), Ulrich Offermann (Kesternich), Alex Stiel
(Steckenborn) und Bruno Löhrer (Strauch).
Nicht durch kamen SPD und UWG mit ihrem Antrag, die freihändige
Auftragsvergabe des Bürgermeisters auf eine Summe von 20 000 Euro zu
beschränken. Es bleibt wie bisher bei einer Höchstsumme von 40 000
Euro, wobei die Verwaltung zugesagt hat, dass sie auch in Zukunft den
Fachausschuss bei Auftragsvergaben von grundsätzlicher Bedeutung
beteiligen wird, unabhängig von der Höhe der Auftragssumme.
Die durch die Bürgermeisterwahl freigewordene Bürgermeister-Stelle
soll vorerst nicht neu besetzt werden. Zu gegebener Zeit, kündigte
Karl-Heinz Hermanns an, werde er das Thema zur Diskussion stellen.
Einstimmig als Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters wurde Kämmerer
Kreutz gewählt, zu dessen Stellvertreter (Verhinderungsvetreter) Bruno
Wilden, der Leiter des Ordnungsamtes.
Zügig abgehandelt war auch die Besetzung der neuen Ausschüsse, die zum
Teil umbenannt wurden. Um so zäher hingegen gestaltete sich die
abschließende Wahl von Gemeindevertretern in über 30 Verbände,
Vereine und Institutionen. Hier hatte die SPD jeweils einen
Alternativvorschlag unterbreitet, so dass es zu einer wenig effektiven
Einzelabstimmung kam, da erwartungsgemäß die CDU/FDP-Mehrheit in
stetiger Wiederholung den Vorschlag der SPD/UWG/Grünen-Liste jeweils überstimmten.
Die letzten Zuschauer verließen unterdessen den Sitzungssaal.
In den beiden vorangegangenen interfraktionellen Gesprächen waren
offenbar doch nicht alle Fragen zur Sprache gekommen. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

„Keine
Angst vor Fürstenthronen“
SPD-Kreisvorsitzender
Martin Schulz sieht im Eschweiler Stadtverbands-Chef Stefan Kämmerling
die erste Wahl als Kandidat für den Landtag.
Von
Silvia Kurth
Kreis
Aachen. „Ein außergewöhnliches politisches Talent“ legt Martin
Schulz, Kreisvorsitzender der SPD, seiner Partei und, wenn dort alles
gut geht, im kommenden Jahr dem Wahlvolk ans Herz: Stefan Kämmerling,
33-jähriger Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Eschweiler, soll im Mai
2010 im Wahlkreis 4 (Eschweiler, Stolberg, Roetgen, Simmerath, Monschau)
für den Landtag kandidieren.

„Der Mann besitzt ein
hohes Maß an Glaubwürdigkeit“: Martin Schulz (l.), Vorsitzender des
SPD-Unterbezirks, schlägt den Eschweiler Stadtverbandsvorsitzenden Stefan Kämmerling
als Kandidaten für den Landtag im Südkreis vor. Foto: Silvia Kurth
Einen
Kandidaten vorzuschlagen „ist das vornehme Recht eines
Unterbezirksvorsitzenden“, sagte Martin Schulz am Freitagabend bei
einem Besuch in Eschweiler. „Das habe ich selten gemacht.“ Diesmal
aber begleiten klare öffentliche Worte des Fraktionsvorsitzenden der
Sozialdemokratischen Partei im Europaparlament einen Kandidaten durch
die Parteiinstanzen. Kämmerling, der schon „in jungen Jahren
Verantwortung übernommen hat“ und seit April vergangenen Jahres den
Eschweiler Stadtverband führt, sei es gelungen, in einer Stadt, wo der
Bürgermeister, Rudi Bertram, und der Fraktionsvorsitzende, Leo Gehlen,
„solche Schwergewichte sind“, sein Profil zu schärfen. „Ein
Grund, weshalb ich ihn als Landtagskandidaten vorschlagen will, ist die
Intensität, mit der er in seinem Wahlkreis gearbeitet hat.“ Und mit
durchschlagendem Erfolg: In „Stadtmitte“ wurde Kämmerling bei der
Kommunalwahl mit rund 47 Prozent der Stimmen direkt gewählt. „Der
Mann besitzt ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Authentizität“,
er gehöre nicht zu den Angepassten und habe „keine Angst vor Fürstenthronen“,
so Schulz. „Das finde ich toll.“
Für ihn selbst sei Stefan Kämmerling „nie der Bequemste im
Unterbezirksvorstand“ gewesen, aber: „Jemand, der sich auch mit
einem big shot („hohes Tier“) anlegt, ist genau derjenige, den man
braucht.“
In den nächsten Wochen werden die Parteigremien die Entscheidung
treffen. „Wir haben sicher eine hohe Zustimmung zu Stefan Kämmerling“,
betont Schulz, auch aus Stolberg und der Nordeifel.
„Wir brauchen wieder einen starken Vertreter gegenüber der
Landesregierung“, warf Kämmerling dem CDU-Landtagsabgeordneten Axel
Wirtz, der im Mai 2010 wieder antritt, gleich den Fehdehandschuh hin.
Wobei er seine Verankerung in der Basis betont: „Da ich ein
Kommunalpolitiker bin, bekomme ich die ganz normalen Nöte mit. Ich möchte
auch im Landtag Kommunalpolitiker bleiben.“
Wobei ihm, dem Bankkaufmann, an erster Stelle die von den Kommunen seit
Langem geforderte Gemeindefinanzreform am Herzen liegt.
Die Finanznot der Städte und Gemeinden ist bei der Landtagswahl die
„offene Flanke“ der schwarz-gelben Koalition, meint Martin Schulz:
„Diese Regierung lässt ihre Gemeinden im Stich – ohne Rücksicht
auf deren Verpflichtungen zur Daseinsvorsorge.“
Gedankenspiele in der SPD kreisen um eine Art „Bad Bank“ für die
Entschuldung der Kommunen. „Bei Banken werden faule Kredite
ausgelagert.“
Für die Darlehensverpflichtungen der Kommunen gibt es reale Gegenwerte.
„Warum kann man die eigentlich nicht aus dem Haushalt auslagern in
eine Art Auffangfinanzierung?“, fragt Schulz. „Durch Umfinanzierung
könnten die Städte von den schlimmsten Sorgen befreit werden.“
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

„Schockiert“
über die Schäden am Rathaus
Streit
um die Verwendung der Mittel aus dem Konjunkturpaket in
Simmerath. SPD setzt Gelder für Bordsteinabsenkungen durch. Kompromiss
gefunden.
Simmerath.
Das Rathaus in Simmerath muss dringend saniert werden: Das Dach ist
undicht, an einigen Stellen muss das Regenwasser schon in Eimern
aufgefangen werden. Auch in die oberen Schichten der Verklinkerung ist
Feuchtigkeit eingedrungen, die Fugen dort sind schon abgeplatzt, so dass
die Steine nur noch lose aufliegen.

Nach 35 Jahren ist auch
das Rathaus fällig: Die Gemeindeverwaltung meldete jetzt hohen
Sanierungsbedarf für das Gebäude an. Foto: P. Stollenwerk
Finanziert werden
soll die 400 000 Euro-Maßnahme aus dem Konjunkturpaket II, aus dem der
Gemeinde noch 778 500 Euro zur Verfügung stehen.
Mehr als 32 000 Euro von der ursprünglichen Gesamtsumme in Höhe von
von 811 179 Euro werden in den Breitband-Ausbau in Lammersdorf,
Huppenbroich, Eicherscheid und Hammer investiert.
230 000 Euro sollen zudem für die Sanierung des gemeindeeigenen Gebäudes
an der Bickerather Straße 1 (alte Volksschule) investiert werden.
Die Vorschläge der Verwaltung sorgten im Bauausschuss allerdings für
eine hitzige Debatte und für massiven Streit. Am langen Ende (mit
Unterbrechung der Sitzung) aber stand ein einmütiger und einstimmiger
Kompromiss.
Völlig überrascht
Von der Vorlage der Verwaltung über die Sanierung des Rathauses
(„dringender Handlungsbedarf“) waren die Fraktionen am Tag vor der
Sitzung völlig überrascht worden. Die CDU sei da „anderer
Meinung“, erklärte Alex Stiel, der die Position der CDU erläuterte:
300 000 Euro sollen „zunächst“ für die Sanierung des Rathauses
(Dach und Klinkerwände) reichen; und statt 230 000 Euro für das Haus
an der Bickerather Straße will die CDU nur 70 000 Euro für eine neue
Heizung ausgeben.
Unstrittig war für die CDU die vorgesehene Investition von 13 000 Euro
für die Flutlichtanlage am Ausweichsportplatz in Lammersdorf wie auch
die 18 000 Euro für Sanierungen an den Gerätehäusern der Feuerwehren.
Somit blieben für weitere Projekte noch rund 377 000 Euro übrig.
Die SPD war „stinksauer“ über den Vorschlag der Verwaltung, 405 000
Euro für die Sanierung des Rathauses auszugeben, sagte Marc Topp,
Sprecher der SPD-Fraktion im Bauausschuss. Auch sei er „schockiert“
über den plötzlichen Sanierungsbedarf am Rathaus. Da werde plötzlich
so getan, als stünde das Rathaus „kurz vor dem Zusammenbruch“.

„Das nun
vorgelegte Paket spiegelt nichts mehr von den Vorschlägen wider. Die ganze
Arbeit war für die Katz.“
Marc Topp,
Ortsvorsteher Rollesbroich
Von
den Ortsvorstehern seien vor Wochen Vorschläge eingefordert worden, wie
denn das „Gemeinwohl vor Ort gefördert“ werden könne. Nun würden
diese Vorschläge plötzlich nicht mehr gelten. Topp: „Das nun
vorgelegte Paket spiegelt nichts mehr von den Vorschlägen wider. Die
ganze Arbeit war für die Katz“, schimpfte Marc Topp, der als
Ortsvorsteher seinerseits vorgeschlagen hatte, mit Hilfe des
Konjunkturpaketes, Rollesbroich mit Breitband zu versorgen und in den
Orten an den Einmündungen die Bordsteine abzusenken (Barrierefreiheit).
Nach dem Vorschlag der CDU sollten unter anderem Wirtschaftswege in
Strauch (26 000 Euro) ausgebaut werden; für eine Flutlichtanlage an
einem neuen Kleinspielfeld in Simmerath sollten 11 700 Euro aufgebracht
werden.
Weitere Projekte nach dem CDU-Vorschlag: 18 500 Euro für die Umstellung
der Heizung im Gemeinschaftshaus in Eicherscheid von Elektro auf Gas,
energetische Sanierung des „Haus des Gastes“ in Erkensruhr und des
Eifelhauses in Einruhr; Ausbau eines Wirtschaftsweges in Kesternich,
Sanierung der alten Schule in Paustenbach (30 000 Euro), neue Heizung in
der ehemaligen Schule in Huppenbroich (35 000 Euro), Bau eines
DFB-Kleinspielfeldes am Sportplatz in Steckenborn (25 000 Euro) und
Erneuerung einer Sitzgruppe am Friedhof in Steckenborn und an der
Parkecke an der K 12 von Steckenborn nach Woffelsbach. Vor allem über
die Sitzgruppe in Steckenborn schimpfte Marc Topp: Das sei eine Farce,
dass Sitzgruppen wichtiger sein sollten als die Barrierefreiheit an den
Gehwegen, es sei eine „Unverschämtheit“, wenn Bürger, die auf
einen Rollator angewiesen seien, die Bürgersteige nicht erreichen könnten.
„Dafür ist kein Geld da“
Es sei nicht möglich, in allen Orten die Bürgersteige abzusenken,
konterte Alex Stiel, „dafür ist kein Geld da“. Marc Topp ließ
aber nicht locker: Die Gemeinde könne die Gehwege an den Einmündungen
nach und nach absenken, doch auch dafür plane die CDU keinen Ansatz.
Auch Heribert Vroemen (UWG) plädierte dafür, mit dem Absenken der
Bordsteine im Interesse der Bürger zu beginnen, „das ist dringend nötig“.
Herrmann-Josef Bongard (FDP) drängte auf einen Konsens, die Sanierung
des Rathauses und die Barrierefreiheit seien wohl „wichtiger als der
Ausbau von Wirtschaftswegen“.
Günter Mießen (Grüne) äußerte die Sorge, dass die Vorschläge der
CDU nicht geprüft seien. „Was werfen wir über Bord, wenn das Geld
nicht reicht ?“ Alex Stiel hielt der SPD vor, auch sie hätte wie die
CDU neue Vorschläge einbringen können, wie denn das „restliche
Geld“ aus dem Konjunkturpaket verwendet werden könne.
Schließlich wurde die Sitzung unterbrochen – für interne Beratungen
in den Fraktionen. Das Ergebnis: Die CDU verzichtet auf die Sitzgruppe
in Steckenborn, auf den Ausbau der Wirtschaftswege, zudem reduziert sie
den Ansatz für das „Haus des Gastes“ in Erkensruhr auf 60 000 Euro.
Stattdessen werden nun, wie die SPD dies gefordert hatte, 65 000 Euro
eingeplant für das Absenken von Bordsteinen an Einmündungen als ersten
Schritt. Die Priorität liege dabei wegen der Seniorenheime im
Zentralort in Simmerath; zudem werden nun noch 24 000 Euro vorgemerkt für
neue Fenster im Rathaus.
Mit dem Kompromiss waren dann alle Fraktionen zufrieden, der Beschluss
darüber wurde dann auch einstimmig gefasst. Der Anmerkung von Edgar
Titz (SPD) dazu: „Jeder Ortsvorsteher hat was bekommen.“ fügte
Ralf Löhr (CDU) hinzu: „Selbst der Marc Topp.“ (dm)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Eine
Hecke als Hürde für die Ortsumgehung
Annäherung
an eine Lösung für Kesternich: Ortsvorsteher sieht auch Enttäuschung
bei einigen Anwohnern. Neues Gutachten wird eingeholt.
Simmerath.
Massiver Lärmschutz und fließender Verkehr, der möglichst weit weg
ist von der Bebauung: Das sind die wichtigsten Forderungen an die
geplante Umgehungsstraße in Kesternich. Ortsvorsteher Ulrich Offermann
versicherte, er werde „ständig“ den Lärmschutz einfordern. Er rief
die Bürger dazu auf, ebenfalls durch „Bedenken und Anregungen“ auf
den Lärmschutz zu drängen.

Im Bereich eines
Einzelhaus-Grundstückes (ganz re.) und der Brücke unter der L166 soll die
Kesternicher Ortsumgehung in Richtung Einruhr geführt werden.
Foto: P. Stollenwerk
Die geplante
Ortsumgehung für Kesternich war nun abermals Thema im Simmerather
Bauausschuss. Bürgermeister Hubert Breuer informierte den Ausschuss und
die zahlreichen Zuhörer über das Ergebnis eines Behördentermins
Anfang September. Teilgenommen hatten daran unter anderem Achim Großmann,
Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, der
Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt sowie Edgar Klein und Edgar und
Christoph Jansen vom Landesbetrieb Straßenbau NRW, Niederlassung
Eifel-Ville, die Untere Landschaftsbehörde, die Kesternicher
Ratsvertreter Bernd Goffart und Helmut Keischgens, Bürgermeister Hubert
Breuer und Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns.
Im Ortstermin sei für die Trasse eine „Möglichkeit“ gefunden
worden, die auch die Bewohner der Rurberger Straße „zufrieden
stellen“ könne, „wenn auch nicht ganz“, sagte Hubert Breuer.
Aus seiner Sicht sei ein „akzeptabler und machbarer Kompromiss“
erreicht worden. Dazu gehöre auch, dass der Verkehr, der von Einruhr
hoch kommt, über einen Kreisverkehr vor dem Ortseingang abgeleitet
werde. Die neue Straße solle nordwestlich „hinter der Brücke am
Einzelhaus“ abzweigen. Die Bewohner im Dreieck würden durch einen
Wall (am wegfallenden Teilstück der L 166) vor dem Verkehrslärm geschützt.
Der Landesbetrieb wird nun die Kompromiss-Variante durchplanen, dazu gehört
auch, dass die ökologischen Auswirkungen (Eingriffe in die Natur)
gutachterlich überprüft werden. Der vorgeschlagene Kreisverkehr soll
durch „Bypässe“ (wie in Würselen) verstärkt werden, damit der
„Verkehr fließender“ werde, ergänzte Beigeordneter Karl-Heinz
Hermanns. Die „Bypässe“ seien zwar noch keine „beschlossene
Sache“, sie sollen aber geprüft werden.
Ortsvorsteher Ulrich Offermann betrachtete die neue Variante der
Streckenführung recht skeptisch: „Auch bei der neuen Trasse gibt es tüchtige
Verlierer, die Leute sind sehr enttäuscht.“ Offermann sieht ein
„Teilstück, wo nichts getan“ werde, dort rücke die „Trasse den
Leuten auf die Pelle“.
Es müsse daher in Sachen Lärmschutz unbedingt etwas geschehen. Auch an
die Anwohner der Rurberger Straße und der Ecke Nordstraße/Sief
appellierte er, ebenfalls auf den Lärmschutz zu drängen.
Alex Stiel, Sprecher der CDU-Fraktion im Bauausschuss, zeigte sich
sicher, dass die nun gefundene Variante der Trasse „voll den
Konsens“ finde. Jetzt sei es notwendig, die „Grundplanung auf den
Weg zu bringen“, in der Detailplanung könnten die Bürger dann wieder
„Bedenken und Anregungen“ vorbringen.
Hermann Josef Bongard (FDP) zeigte sich überzeugt, dass mit der neuen
Variante die Ortsumgehung „Schritt für Schritt in die richtige
Richtung“ komme. Zu prüfen sei, ob es wirklich notwendig sei, dass an
der vorhandenen 2,85 Meter hohen Brücke, die über den von der
Rurberger Straße abgehenden Wirtschaftsweg führt, festgehalten werden
müsse. Nach der aktuellen Überlegung kann erst hinter der Brücke mit
einer möglichen Verschwenkung der neuen Trasse in Richtung Ortsausgang
Einruhr begonnen werden. Hermann-Josef Bongard mahnte: Aufgabe der
Umgehung müsse es sein, „den Verkehr konsequent aus dem Ort
herauszuhalten“.
Zur vorhandenen Hecke merkte Bürgermeister Hubert Breuer an: „Die
Hecke ist ökologisch sehr wertvoll“, daher könne die Trasse dorthin
nicht geführt werden.
Das wiederum konnte Marc Topp (SPD) „nicht ganz verstehen, dass eine
Hecke wichtiger ist als der Mensch“. „Doch da sind uns wohl die Hände
gebunden“, sagte Topp, der es „interessant“ fand, „welche Tiere
denn da kreuchen und fleuchen“.

Heribert
Vroemen (UWG) zeigte sich besorgt: „Die Tiere können uns die Umgehung
noch kippen“.
Nach mehr als halbstündiger Debatte stimmte der Bauausschuss „dem
Ergebnis des Behördentermins“ zu, lediglich Günter Mießen von den
Grünen sagte Nein, denn die Grünen lehnen eine Ortsumgehung wegen der
massiven Eingriffe in die Natur ab, sie plädieren für „intelligente
Lösungen“ durch Ampeln, Kreisverkehre, Vorfahrtsänderungen und ein
besseres Angebot im öffentlichen Nahverkehr.
Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns kündigte an, dass die Bürger über
die Detailplanungen in einer öffentlichen Versammlung informiert würden.
(dm)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Lösungen
für Lammersdorf werden gesucht
Verkehrsbelastung
besonders an den Wochenenden gestiegen. Lange Liste von Wünschen der SPD-Ratsfraktion
als Diskussionsgrundlage.
Lammersdorf.
Die Bewohner von Hoscheiter Straße, Kirchstraße, Im Pohl, Jägerhausstraße,
Sonntagstraße und Bergstraße wissen es am besten: Lammersdorf ist kein
Dorf im klassischen Sinne mehr. Die steigende Verkehrsbelastung
besonders an den Wochenenden erdrückt den Ort. Der Nationalpark Eifel
und andere touristische Errungenschaften aus jüngster Zeit haben zu
einer spürbaren Erhöhung des Verkehrsaufkommens geführt.

Unter zunehmender
Verkehrslast, wie hier auf der Bergstraße, leidet auch der Ort Lammersdorf.
Foto: Sarah-Maria Berners
An
Firma Junker denken
Aus dem Ort heraus gibt es mehrere Initiativen, die dringend Abhilfe
fordern. Eine lange Liste hat auch die Simmerather SPD-Fraktion
zusammengestellt, die gestern Abend in der Sitzung des
Strukturausschusses auch die Grundlage für weitere Diskussion und die
Suche nach Lösungen bot. Als Ergebnis einer öffentlichen Versammlung
Ende April hat die SPD einmal alle Wünsche gesammelt, die aus den
Reihen der Bevölkerung geäußert wurden.
Auch von der Verwaltung wird bestätigt, dass die Situation in
Lammersdorf Handlungsbedarf erfordert. Die Achsen der B 399 und der B
266 laufen hier zusammen. Festgestellt wurde aber auch, dass „zur
Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit nicht alle
verkehrsberuhigenden Maßnahmen einsetzbar sind“.
Auch über die finanziellen Auswirkungen des Vorschlagskataloges konnte
die Verwaltung keine Angaben machen, da dies davon abhänge, in wessen
Trägerschaft Maßnahmen erfolgen würden. Beim Landesbetrieb Straßenbau,
so hatte die Verwaltung vorgeschlagen, sollte die Thematik der
Verkehrsberuhigung Lammersdorf als „unbedingt notwendig“ eingestuft
werden.
Die zur Diskussion gestellte Wunschliste der SPD-Fraktion ist lang,
wobei ein Punkt bei allen Vorschlägen unbedingt berücksichtigt werden
soll: Die Schwerlasttransporte der Firma Junker dürfen nicht behindert
werden.
Was wurde nun von den Bürgern an Beschwerden und Wünschen geäußert?
Auf allen Durchgangsstraßen führen Motorräder häufig zu schnell und
zu laut, hieß es. Durch den permanent starken Durchgangsverkehr steige
die C0 2-Belastung. Nach Beobachtungen der Anwohner hat der
Lieferverkehr zugenommen, und mancher zusätzliche Lkw durchquert
Lammersdorf, seitdem die Autobahn-Maut erhoben wird.
Auf der Hoscheiter Straße verleite die breite Ausbauweise die
Autofahrer zum Schnellfahren, auf dem Geh-Radweg werde geparkt, und die
stationäre Geschwindigkeitsmessanlage führe dazu, dass vor der Anlage
abrupt gebremst werde.
Auf der Bergstraße wurden die hohen Fahrgeräusche als störend
empfunden, ebenso zu hohe Geschwindigkeiten und die Problematik des
Abbiegens in die Straße Auf der Ley. Auf der Paustenbacher Straße
haben Anwohner festgestellt, dass die Tempo-30-Zone von kaum jemandem
eingehalten werde; mehr noch: Man habe hier Geschwindigkeiten bis zu 100
km/h festgestellt. Geschwindigkeiten bis zu 180 km/h wurden sogar von
der Jägerhausstraße gemeldet.
Weitere Kritikpunkte der Bürger sind: Das Abholen und Bringen der
Kinder zum Kindergarten Im Pohl führe zu Gefährdungen, und teilweise
seien es die Anwohner selbst, die sich nicht an die Tempo-30-Zonen
hielten.
Auch konkrete Vorschläge zur Abhilfe wurden bereits von den Anwohnern
eingebracht. Kreisverkehre am Ortseingang, optische Verengungen, mehr
Geschwindigkeitskontrollen, der Einbau von „Flüsterasphalt“, mehr
Fußgänger-Überwege und nicht zuletzt langfristige Überlegungen zum
Bau einer Umgehungsstraße für Lammersdorf stehen auf der Wunschliste.
Und über den Horizont von Lammersdorf hinaus wurde auch angeregt, eine
Verkehrskonzept für die gesamte Region zu erstellen. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Hochstimmung
in der Hochburg
Die SPD
Simmerath kostet den Erfolg bei der Kommunalwahl genüsslich aus.
Kritik am Wahlkampfstil der CDU in Rollesbroich.

Herzlich
umarmen sich die Genossen: Marc Topp (re.) holte im gesamten Kreis Aachen das
beste SPD-Einzel-Ergebnis, Gregor Harzheim trumpfte trotz Niederlage als Bürgeremeisterkandidat
in Simmerath auf. Links: Martin Peters, SPD-Bundestagskandidat. Foto: P.
Stollenwerk
Rollesbroich.
Bester Laune begrüßte SPD-Vorsitzender Marc Topp am Donnerstagabend
seine treuen Simmerather Parteifreunde im Saal Zum Nationalpark zur
Mitgliederversammlung. Das Treffen des Ortsvereins Strauch-Simmerath
stand noch ganz unter dem Eindruck der erst wenige Tage zurückliegenden
Kommunalwahl, die nicht nur dem Rollesbroicher Ortsvorsteher und
Ratsvertreter ein geradezu sensationelles Ergebnis einbrachte, sondern
auch insgesamt die Simmerather Sozialdemokraten mit sieben Prozent
Stimmenzuwachs und zwei weiteren Sitzen im Gemeinderat stärkte.
Hochstimmung herrschte daher auch in der neuen SPD-Hochburg
Rollesbroich; am Wahlabend hatte Marc Topp bereits mit über 100 Anhängern
den perfekten Tag in Rollesbroich gefeiert, was selbst seine tollsten
Erlebnisse als Karnevalsprinz in den Schatten stellte.
Nicht weniger Beifall spendete die Versammlung aber auch „unserem
Fast-Bürgermeister Gregor Harzheim“, dem letztlich nur 400 Stimmen
gefehlt hätten, um die Sensation perfekt zu machen.
Rückblickend sprach Marc Topp von einem „harten und anstrengenden
Wahlkampf“ mit dem „besten Ergebnis, das die SPD bei einer
Kommunalwahl je in der Gemeinde Simmerath erreicht hat.“ Allerdings
sei auch deutlich geworden, „dass wir in einigen Orten Probleme
haben.“
Bürgermeister-Kandidat Gregor Harzheim habe „ein Riesenpensum“
geleistet ohne den Vorteil seines Kontrahenten zu besitzen, der seine
Position als Beigeordneter „voll in den Wahlkampf eingebracht hat.“
76,6 und 57,2 Prozent in Steckenborn, 56 und 52 in Lammersdorf sowie 50
Prozent der Stimmen in Paustenbach seien Ergebnisse, die zeigten, dass
„es richtig knapp war“ und Gregor Harzheim als Bürgermeister ein
„echte Alternative“ gewesen sei.
Gregor Harzheim, noch unter dem emotionalen Eindruck des langen und
interessanten Wahlkampfes und des hervorragenden Ergebnisses stehend, räumte
ein, dass er am Ende doch „enttäuscht und bedrückt“ gewesen sei,
das Ziel nicht erreicht zu haben, aber demokratische Ergebnisse müsse
man akzeptieren. „Es tut mit leid für alle, die auf mich gesetzt
haben.“
Harzheim blickte insgesamt auf einen Wahlkampf „ohne Tiefschläge“
zurück „mit Ausnahme von Rollesbroich.“ Je näher der Wahltag gerückt
sei, desto „verletzender und beleidigender“ seien die Attacken der
beiden CDU-Bewerber geworden. Die „klare Quittung für dieses
Verhalten sei das hervorragende Ergebnis von Marc Topp gewesen, der mit
73,6 Prozent in Rollesbroich „ein überwältigendes Ergebnis“
erzielt habe, das er sich in den zurückliegenden fünf Jahren
erarbeitet habe.
Rein rechnerisch gebe es jetzt im Gemeinderat bei 16 CDU-Sitzen und 16
Sitzen der anderen Fraktionen eine Patt-Situation. Durch den Verlust
ihrer absoluten Mehrheit herrsche jetzt auch für die CDU eine neue
Situation. „Sie kann nicht frei schalten und walten wie bisher.“
SPD-Bundestagskandidat Martin Peters (Stolberg) brauchte bei soviel Rückenwind
die Simmerather Genossen nicht lange zu motivieren, ihn im jetzt
bevorstehenden Bundestagswahlkampf zu unterstützen. Auch der
stellvertretende Kreisvorsitzende zollte den Parteifreunden in der Eifel
höchsten Respekt, den politischen Kontrahenten „an den Rand einer
Niederlage“ gebracht zu haben. Man habe sich durch das hervorragende
Ergebnis politisch mehr Respekt verschafft, und man könne feststellen,
dass es noch SPD-Potenzial in der Eifel gebe.
Im Wahlkampf bis zum 27. September gelte es nun, die Unterschiede
deutlich zu machen. Martin Peters hofft dabei auf die volle Unterstützung
bei der Schluss-Mobilisierung: „40 Prozent der Wähler entscheiden
sich erst in den letzten zwei Wochen vor der Wahl und fünf Prozent erst
in der Wahlkabine.“
Über
Gesamtschule Simmerath nachdenken
Die
Arbeit gehe jetzt weiter, kehrte Gregor Harzheim zum politischen
Alltagsgeschäft zurück. Die langfristige Sicherung des Krankenhauses
Simmerath und eine Lösung für die Ortsumgehung Kesternich seien große
Aufgaben wie auch eine Neukonzeption für die Hauptschule Simmerath.
Gespräche mit den Nachbarkommunen seien notwendig, und es gelte auch
„ohne ideologische Tabu“ über die Einrichtung einer Gesamtschule
nachzudenken, „sonst nutzt die beste Gebäudesanierung nichts.“(P.
St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

SPD
hält Rückschau auf Kommunalwahl
Rollesbroich.
Der SPD-Ortsverein Strauch-Simmerath lädt zur Mitgliederversammlung für
heute, 3. September, um 20 Uhr in das Restaurant „Zum Nationalpark“
in Rollesbroich ein. Neben der Wahl eines Delegierten und eines
Ersatzdelegierten stehen Referate von Gregor Harzheim zur
Kommunalwahl 2009 und Martin Peters zur Bundestagswahl 2009 auf
dem Programm.
Gäste
sind herzlich willkommen!
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Eine
Mehrheit auf dünnem Eis
Nach
dem Verlust der absoluten Mehrheit brechen für die CDU in Simmerath
neue Zeiten an. Wird Rollesbroich jetzt zur SPD-Hochburg?
Simmerath.
78 Stimmen fehlten der CDU, dann hätte sie im Simmerather Gemeinderat
einen Sitz mehr und damit noch einmal die absolute Mehrheit erreicht. So
aber rutschte sie knapp unter die 50 Prozent und ist nur noch stärkste
Fraktion. 16 Sitze fielen der CDU zu, 16 Sitze auch den anderen Parteien
(SPD: 8, UWG: 4, Grüne 2, FDP: 2). Zwar kann die CDU im Gemeinderat
noch auf die Stimme des Bürgermeisters zählen, aber die Mehrheit
bewegt sich auf sehr dünnem Eis. Die CDU wird sich also um einen
Partner bemühen müssen.
Die CDU hatte alle ihre 16 Direktkandidaten über die Reserveliste
abgesichert. Dies erwies sich als kluge Voraussicht, da wegen des
Total-Absturzes in Rollesbroich ansonsten kein örtlicher CDU-Vertreter
im Gemeinderat vertreten gewesen wäre. Die wenigen fehlenden Stimmen
der CDU führten auch dazu, dass für den Steckenborner CDU-Vertreter
Ralph Löhr der eigentlich recht sichere Reservelistenplatz 17 nicht
mehr reichte und er somit nicht mehr dem Rat angehören wird.

Der
Erdrutsch in Rollesbroich, wo SPD-Ortsvorsteher Marc Topp mit 73,6
Prozent triumphierte, hatte entscheidenden Anteil an den neuen Verhältnissen
im Gemeinderat. Da nützten auch in letzter Minute von der
Rollesbroicher CDU verteilte Flugblätter („Besser zwei Praktiker als
ein Theoretiker“) nicht mehr, um Marc Topp, der gute Prognosen besaß,
zu stoppen. Rollesbroich scheint auf dem besten Wege, Lammersdorf als
SPD-Hochburg abzulösen.
Nicht gelungen ist der Wechsel allerdings bei der Bürgermeisterwahl. In
seinem Heimatort kam der neue CDU-Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns
zwar auf 52,1 Prozent, aber ein Plus von nur 27 Stimmen gegenüber
SPD-Bewerber Gregor Harzheim dürfte kein Grund zum Jubeln sein.
Ansonsten gab es auch andernorts viel Bewegung. Die Verluste der CDU in
Huppenbroich (-10,1 Prozent), Steckenborn (-15,2), Teilen von Simmerath
(-18,7) und Rollesbroich (-23,4) werden der CDU zu denken geben.
Wirklich massive Verluste gab es für die SPD nur in Erkensruhr (-14,5
Prozent), ansonsten überwiegen die Zuwächse, allen voran Rollesbroich
(+28,6), Simmerath-Nordwest (+17,9), Steckenborn (+17,1).
Guter Dinge war auch die UWG, die nur in Kesternich-Oberdorf (-9,9
Prozent) höhere Verluste quittieren musste, ansonsten aber durchweg
zulegte, was unter dem Strich ja auch mit einem Sitz mehr belohnt wurde.
In Kesternich-Unterdorf gaben die Wähler dem UWG-Kandidaten mit 33,1
Prozent eigentlich einen klaren Auftrag, aber Helmut Keischgens, der
sich bewusst nicht auf der Reserveliste absichern ließ, wird dem neuen
Gemeinderat nicht angehören.
FDP und Grüne, die jeweils ihre beiden Sitze behielten, traten
praktisch auf der Stelle, abgesehen von einem kleinen Ausreißer der Grünen,
die im Wahlbezirk Steckenborn-Ost mit 12,2 Prozent Zuwachs ihr Ergebnis
(24,2 Prozent) glatt verdoppelten. Unter dem Strich aber herrschte bei
den beiden kleinen Fraktionen Enttäuschung. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Ära
der CDU-Vorherrschaft in der Eifel geht zu Ende
Kommunalwahl
macht die Politik in Roetgen, Simmerath und Monschau bunter.
„Das ist hier nicht mehr wie früher.“
Nordeifel.
Die Zeiten der absoluten CDU-Vorherrschaft in der Eifel scheinen vorbei
zu sein. Nach der Wahl 2009 wird auch in den Kommunalparlamenten in
Roetgen, Simmerath und Monschau das politische Leben farbiger.
In Roetgen hat die CDU erdrutschartige 14 Prozent an die UWG verloren
und endet bei knapp 27 Prozent. Addiert mit den Verlusten von Grünen
und FDP ziehen die Unabhängigen aus dem Stand mit 20,5 Prozent und fünf
Sitzen in den Rat ein. Der alte und neue Bürgermeister heißt Manfred
Eis (SPD), der seinem CDU-Konkurrenten Michael Seidel mit 63:37 Prozent
keine Chance ließ.
In Simmerath rutschte die CDU erstmals unter die absolute Mehrheit, während
die SPD wieder die Talsohle verlassen hat und die UWG längst keine
Randgruppe mehr ist. Die CDU einerseits und die vier anderen Fraktionen
andererseits verfügen über je 16 Sitze. Der neue Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns (CDU) schnitt mit 54,9 Prozent klar besser als seine
Partei ab und darf nun bei Stimmengleichheit im Rat den Ausschlag geben.
In Monschau behauptete die CDU zumindest ihre absolute Ratsmehrheit und
freute sich mit Bürgermeisterkandidatin Magga Ritter über deren klaren
Sieg. „Das ist nicht mehr wie früher, als die Leute hier wie
selbstverständlich CDU wählten. Auch wir müssen im immer bunter
werdenden Parteienspektrum um jeden Wähler kämpfen“, zog
CDU-Vorsitzender Alexander Lenders eine positive Bilanz. Gleichwohl
werde seine Partei den Verlust zweier Direktmandate und den starken
Zugewinn der Grünen „sehr genau analysieren“, sagte Lenders. (an)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Karl-Heinz
Hermanns ist neuer Bürgermeister, doch CDU verliert
Mit 54,9
Prozent im Amt. CDU rutscht unter 50 Prozent. SPD legt zu.
Simmerath.
Karl-Heinz Hermanns (CDU) ist für sechs Jahre zum neuen Simmerather Bürgermeister
gewählt worden. Mit 54,89 Prozent (4505 Stimmen) ließ erden
SPD-Konkurrenten Gregor Harzheim, der auf 45,11 Prozent (3703 Stimmen)
kam um knappe 10 Prozent hinter sich.
Die Partei des neuen Bürgermeisters konnte allerdings ihrem Spitzenmann
nicht folgen und rutschte erstmals bei einer Kommunalwahl unter die 50
Prozent-Marke. Mit 49,05 Prozent verlor sie die absolute Mehrheit im
Gemeinderat und verschlechterte sich gegenüber 2004 um fast acht
Prozent und verliert gleichzeitig zwei Sitze im Gemeinderat.
Die Christdemokraten sind damit die Wahlverlierer, während die SPD sich
mit 25,25 Prozent um sieben Prozent verbesserte und zwei Sitze im Rat
dazu gewann. Wahlgewinner ist auch die UWG, die sich mit 13,4 Prozent
leicht verbesserte und einen Sitz mehr (jetzt vier) dazu gewann. Nur
minimale Veränderungen gab es bei den Grünen (von 6,5 auf 6,2 Prozent
verschlechtert) und bei der FDP (von 6,1 auf 6,2 Prozent verbessert),
die bei je zwei Sitzen bleiben und sich enttäuscht zeigten.
Freier Fall der CDU Rollesbroich
Kurz vor 20 Uhr zeichnete sich ab, dass Karl-Heinz Hermanns es schaffen
würde. Die Parteifreunde hielten ihn ständig auf dem Laufenden, während
im Ratssaal, wo rund 50 Bürger die Wahl verfolgten, die Ergebnisse
eintrafen. Es gab Beifall, als Wahlleiter Manfred Nellessen um 19.54 Uhr
das Ergebnis bekanntgab. „Mit Freude“ vernahm der neuen Bürgermeister
das Ergebnis, das im übrigen nicht weit seiner persönlichen Prognose
entfernt lag. Nicht in allen 16 Wahlbezirken hatte Karl-Heinz Hermanns
die Nase vorn; in zwei Lammersdorfer Bezirken und in den beiden
Steckenborner Bezirken war Gregor Harzheim der Gewinner, in
Steckenborn-Ost waren es sogar fast 77 Prozent. Mit ebenfalls 77 Prozent
erzielte Karl-Heinz Hermanns dieses Ergebnis in Einruhr, in Hammer
brachte er es sogar auf 85 Prozent.
Aufhorchen ließ das geradezu sensationelle Ergebnis von Marc Topp (SPD)
in Rollesbroich, der mit 73,6 Prozent sich gegenüber 2004 um fast 30
Prozent verbessert und die CDU im freien Fall auf 19,1 Prozent abstürzen
ließ.
In Einruhr gab es für Christoph Poschen mit 81 Prozent den höchsten
CDU-Sieg im Gemeindegebiet, was der UWG mit ihrem Bewerber Helmut
Keischgens in Kesternich-Unterdorf mit 33 Prozent gelang.
Das Riesen-Ergebnis in Rollesbroich dürfte wohl der CDU im Gemeinderat
wohl die absolute Mehrheit gekostet haben; sie besitzt jetzt nur noch
die Hälfte der 32 Ratssitze, die 33. Stimme hat der Bürgermeister. (P.
St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

„Kämpfen
um jeden Meter“
Ortsumgehung:
Für die Bürger in Kesternich die beste Lösung erzielen.
Staatssekretär Achim Großmann und Eifeler Genossen gestern vor Ort.
Kesternich.
„Wir sehen ein Maisfeld. Wo liegt hier der ökologische Wert? Es gibt
doch kaum eine intensivere Form der landwirtschaftlichen Nutzung“,
sagt Gregor Harzheim und hat den Bereich im Blick, wo nach seinem und
dem Wunsch der Kesternicher Bevölkerung einmal die neue Trasse für die
Ortsumgehung verlaufen soll.

Bürgermeisterkandidat
Gregor Harzheim
Der
SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Simmerath denkt wie viele andere
Bürger, aber die Erfahrung lehrt auch, dass beim Neubau von Straßen
die ökologischen Bedenken nicht so leicht vom Tisch zu fegen sind. Und
diese Bedenken wiegen im Falle Kesternich sehr schwer.
Vor Ort machten sich gestern die Simmerather Genossen gemeinsam mit dem
Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Achim Großmann und dem
Bundestagskandidaten Martin Peters im Rahmen ihrer „Sommertour“ ein
Bild über die Maßnahme. Achim Großmann, der im Herbst seine
politische Laufbahn beendet, würde noch gerne sehen, dass bis dahin
eine Lösung auf dem Weg ist, die im Sinne der Bevölkerung ist.

vlnr: Uwe Zink,
Martin Peters, Gregor Harzheim und Achim Grossmann machen sich
"Im Dreieck" ein Bild von der Situation vor Ort
Die
insgesamt 1,8 Kilometer lange Umgehung hat zwei kritische Punkte. Im
Bereich Nordstraße rückt die Umgehung recht nahe an die Bebauung
heran, während im Südteil die Trassenführung umstritten ist. Der
Landesbetrieb Straßenbau hat eine Variante vorgelegt, die vorsieht,
dass die im Bereich Rurberger Straße auf die Landstraße mündende
Umgehung auf der bisherigen Trasse fortgeführt werden soll, um dann mit
einem leichten Linksknick in die B 266 Richtung zu münden. Dies würde
aber bedeuten, dass das unmittelbar an der Landstraße grenzende
Wohngebiet Im Dreieck unter einem deutlich höheren Verkehrsaufkommen zu
leiden hätte.
Großmann und seine Eifeler Freunden wollen sich bemühen, dass im Sinne
der Bevölkerung die Trasse der Umgehung soweit wie möglich nach Süden
weg von der Bebauung verschoben wird. „Wir kämpfen da um jeden
Meter“, sagt Großmann, wohl wissend, dass nicht nur in
Heckenstrukturen eingegriffen werden müsste sondern auch die Tierwelt
(es gibt hier Vorkommen von Kiebitzen und Fledermäusen) in der
Argumentation einen hohen Stellenwert besitzt. Großmann: „Bei
derartigen Maßnahmen werden die Umweltkriterien sehr hoch
eingestuft.“ Die entscheidende Frage sei allerdings, „wie solche
Schwierigkeiten überwunden werden können.“ Außerdem gelte es zu
bedenken, dass eine ortsferne Variante teurer werde.
Auch für Uwe Zink, SPD-Kandidat für das Amt des Städteregionsrates,
unterstützt ein Abrücken der Trasse von der Bebauung. Es bedürfe
allerdings guter Argumente, um die gewünschte Variante letztlich zu
erreichen. Auch die Kosten-Nutzen-Relation müsse stimmen.
Achim Großmann hofft, dass ein gemeinsamer Termin mit dem Landesbetrieb
im September die Voraussetzungen für eine „neue Problemaufnahme“
schafft.
Aus der Sicht von Gregor Harzheim sei man jetzt an einem Punkt
angekommen, „wo die Trasse realisierbar ist.“ Und er betont noch
einmal: „Die als Argument ins Feld geführten „massiven ökologischen
Bedenken“ im südlichen Teil der Trasse „leuchten einfach nicht
ein.“ Es weiß aber auch, dass die Gegenargumentation auf sicheren Füßen
stehen muss, um auch eventuell denkbaren juristischen Schritten Stand
halten zu können. (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

Rechtfertigt
„ominöse Umfrage“ einen Kreisverkehr?
SPD
möchte Verkehrsproblematik an der Kreuzung Rollesbroich mit anderen
Mitteln lösen. Gemeinde bisher noch nicht aktiv.
Rollesbroich.
Die Kreuzung am Ortseingang Rollesbroich ist für Bevölkerung in
Rollesbroich ein Problem, und wird in der Polizei-Statistik als Unfallhäufungspunkt
geführt. Über Möglichkeiten, das Verkehrsaufkommen in den Griff zu
bekommen (an einem Wochenende sind hier bis zu 20 000 Fahrzeuge
unterwegs) gibt es allerdings unterschiedliche Auffassungen.
Ortsvorsteher Marc Topp erläuterte jetzt anlässlich eines
Ortstermins mit Staatssekretär Achim Großmann die Situation vor Ort,
wobei er eine „ominöse Umfrage“ des CDU-Ortsverbandes Rollesbroich
als wenig hilfreich bezeichnete, die Problematik zu lösen.
In der Umfrage waren Bürger zur Alternative „Ampel oder
Kreisverkehr?“ gefragt worden. Eine Mehrheit hatte sich dabei für
einen Kreisverkehr ausgesprochen. Ungefähr 40 Antworten seien
eingegangen, hieß es beim SPD-Ortstermin. Bei rund 450 Einwohnern könne
man hier sicherlich nicht von einer repräsentativen Erhebung sprechen,
so Marc Topp.
Einen Kreisverkehr hält der Ortsvorsteher zudem für nicht
realisierbar. „Dann würden die Autos ja bei den Leuten durchs
Wohnzimmer fahren“, hält er fest. Außerdem sei diese Lösung bei den
Bürgern nicht gewünscht.
Einen unzweifelhaften Beitrag zur Verkehrssicherheit hätten bereits die
beiden Überwachungskameras geleistet.
Achim Großmann wundert sich ebenfalls über die Aktivitäten der CDU.
Die Gemeinde Simmerath sei bisher in Richtung Kreisverkehr bisher nicht
aktiv geworden. Wohl aber habe sich die Unfallkommission im Jahr 2008
mit der Situation in Rollesbroich beschäftigt und festgestellt, dass
die Einsicht des Autofahrers in den Kreuzungsbereich und auch die
Wahrnehmung der Stoppstraße unzureichend seien.
Zur Verbesserung der Situation sei daher eine eindeutigere Beschilderung
erforderlich wie auch eine verstärkte Markierung. Nachdenken könne man
schließlich auch noch über kleinere preiswerte Maßnahmen zur
Verkehrsberuhigung vor unter hinter dem Kreuzungsbereich.
Das sieht auch Uwe Zink, Städteregionskandidat der SOD nicht anders:
Kleine Veränderungen am Straßenprofil könnten schon viel bewirken.
Hier solle in Verbindung mit dem Landesbetrieb Straßenbau eine Abwägung
der Möglichkeiten erfolgen.
Information
über Sanierung folgt noch
Anfang
der Woche wurden am Ortseingang Rollesbroich Sperrschilder aufgestellt.
Die Deckensanierung der Dürener Straße zwischen Konertzweg und
Fuhrtstraße kann beginnen.
Noch werden einige Vorarbeiten geleistet; die Vollsperrung ist erst ab nächste
Woche Realität. Insgesamt soll die Maßnahme drei Wochen dauern.

Über
den Beginn der Maßnahme zeigte sich Ortsvorsteher Marc Topp überrascht.
Er hätte gerne in seiner Funktion als Ortsvorsteher die Bürger über
die bevorstehende Sperrung und damit verbundene Umleitung über
Lammersdorf informiert, doch sei ihm nichts vom Maßnahmenbeginn bekannt
gewesen. Die Information der Bevölkerung wolle er nun kurzfristig
nachholen. Zum Teil sollen im Zuge der Deckensanierung auch die Bürgersteige
abgesenkt werden.
Um die Initiative zu Deckensanierung hatte es zuvor einen politischen
Schlagabtausch gegeben. Marc Topp: „Ich bin froh, dass es jetzt
losgeht.“ (P. St.)
(Quelle:
Aachener Nachrichten)

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